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Wetter-Irrsinn – Jörg Kachelmann genervt: „Zum letzten Mal, dann..“

Canberra in Australien: Die Commonwealth- Avenue-Brücke ist von Rauchschwaden umgeben. Die fürchterlichen Buschbrände in Australien sorgen immer wieder für aufgeregte Twitter-Streitigkeiten.
Canberra in Australien: Die Commonwealth- Avenue-Brücke ist von Rauchschwaden umgeben. Die fürchterlichen Buschbrände in Australien sorgen immer wieder für aufgeregte Twitter-Streitigkeiten.
Foto: dpa

Manchmal reicht nasse Wäsche für eine gehörige Portion Twitter-Wut.

Wetter-Experte Jörg Kachelmann jedenfalls echauffierte sich jüngst ausgiebig über das mangelnde Trocknungswissen seiner Mitmenschen.

Wetter: „Das große Dumm“

Er schreibt: „Das grosse Dumm hat auch dazu geführt dass das Wissen weg ist, dass Wäsche im Winter bei trockener Luft und 0 Gras viel schneller trocknet als bei schwülen 30 Grad. Es kommt nicht auf die Temperatur an, sondern auf die Feuchtigkeit. Was die #Umweltsau-Oma noch wusste.“

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Via Hashtag (#lasttweet) verspricht er abschließend, dass dies sein letzter Tweet zum Thema sei. Tatsächlich ist der Post Teil eines ausufernden Streits über die gar nicht mal schlechte Frage: Trocknet Wäsche bei Wärme besser als bei Kälte?

Trocknet Wäsche bei Hitze besser als bei Kälte?

Eine Reihe von Twitter-Nutzern ist sich sicher, dass Hitze irgendwie trockener mache als Kälte. Das ist so nicht richtig. Denn in der Tat kommt es auf die Luftfeuchtigkeit an - und nicht auf die Temperatur. Das heißt, dass Wäsche in einem kalten Winter unter Umständen sogar besser trocknen kann, als in einem warmen Sommer: Denn sehr kalte Luft hat häufig eine sehr niedrige Luftfeuchtigkeit.

Soviel zur Wäsche.

Wenn man dem Tweet-Fluss ein wenig folgt, wird klar: Ursprünglich ging es bei dem Streit eigentlich um Australien und die dortigen fürchterlichen Waldbrände - und damit um ein Thema, das den Wetterexperten schon lange auf die Palme bringt.

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Denn immer wieder wird die derzeitige ungeheure Hitze in Australien als Teilursache der furchtbaren Buschbrände genannt. Allerdings ist nicht die Hitze ursächlich für das Feuer - sondern zum Beispiel Blitzeinschläge oder etwa eine weggeworfene Kippe. Das war schon immer so.

Verheerende Waldbrände in Australien

Neu ist hingegen die erhebliche lang anhaltende Trockenheit - wie zurzeit in Australien oder zuletzt in Kalifornien. Dadurch sind die Wälder leichter entzündlich, breiten sich die Feuer schneller aus.

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Vielen Menschen ist das offenbar nicht ganz klar. Und Jörg Kachelmann macht das regelmäßig ungeheuer ungehalten.

Einem Nutzer, der vorsichtig nachfragt, ob eine weggeworfene Kippe bei Trockenheit und Dürre ebenso viel Schaden anrichte, wie bei Kälte, schmettert der Wettermann etwa 40 mal (wirklich) ein genervtes „Ja" ins digitale Antlitz.

Ein anderer Nutzer veranschaulicht es mit weniger Wut so: „Zünde ein Blatt Papier im Winter oder im Sommer an. Der Effekt ist derselbe.“ Damit müsste alles gesagt sein. (pen)