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12 Festnahmen: Ermittler nehmen rechtsterroristische Gruppe hoch – pikantes Detail kommt ans Licht

In NRW gab es Durchsuchungen gegen eine rechtsterroristische Vereinigung.
In NRW gab es Durchsuchungen gegen eine rechtsterroristische Vereinigung.
Foto: dpa (Symbolbild)

Schlag gegen den rechten Terror in Deutschland!

Die Bundesanwaltschaft hat am Freitag bekannt gegeben, dass sie gegen fünf Beschuldigte wegen des Anfangsverdachts der Gründung und Mitgliedschaft einer rechtsterroristischen Vereinigung ermittelt. Werner S, Michael B., Thomas N. und Tony E. wurden vorläufig festgenommen, hieß es am Mittag.

Acht weitere Beschuldigte sind verdächtig, die Vereinigung unterstützt zu haben. Dabei handelt es sich um Thorsten W., Ulf R., Wolfgang W, Markus K., Frank H., Marcel W., Stefan K. und Steffen B. S

In NRW wurden vier Wohnungen durchsucht worden: Zwei in Minden, eine in Porta Westfalica und eine in Hamm. Die Gruppierung setze sich zusammen aus Mitgliedern einer rechtsextremen Szene, „die wir schon länger im Blick hatten“, sagte Innenminister Herbert Reul.

In Zusammenhang mit den Razzien ist ein Verwaltungsmitarbeiter der Polizei in NRW suspendiert worden, so Reul.

NRW: Durchsuchungen bei rechtsterroristischen Vereinigung

Die Bundesanwaltschaft hatte seit Freitagmorgen aufgrund von Beschlüssen des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs an insgesamt 13 Orten in NRW, Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz sowie Sachsen-Anhalt die Wohnungen sowie weitere Räumlichkeiten der Beschuldigten durchsuchen lassen.

Zudem wurde in Bayern die Wohnung einer nicht tatverdächtigen Person durchsucht. Die zwölf Festgenommen sollen am Freitag oder Samstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

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Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen sollen sich fünf Personen im September 2019 zu einer rechtsterroristischen Vereinigung zusammengeschlossen haben.

Ziel der Vereinigung soll es laut Bundesanwaltschaft gewesen sein, die Staats- und Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland zu erschüttern und letztlich zu überwinden.

Bundesanwaltschaft: Mitglieder planten Anschläge

Demnach planten die Mitglieder nicht näher konkretisierte Anschläge auf Politiker, Asylsuchende und Personen muslimischen Glaubens. So sollten bürgerkriegsähnliche Zustände herbeigeführt werden. Dabei sollen sie sich in unterschiedlicher Zusammensetzung mehrfach getroffen haben. Werner S. soll die Treffen koordiniert haben. Außerdem standen die Beschuldigten untereinander in Chatgruppen und telefonisch in Kontakt.

Die acht mutmaßlichen Unterstützer sollen zugesagt haben, die Vereinigung finanziell zu unterstützen, Waffen zu beschaffen und an zukünftigen Anschlägen mitzuwirken. (mit dpa)