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CDU: Nach Thüringen-Eklat – Mike Mohring trifft dramatische Entscheidung

Foto: dpa

Knapp zwei Minuten lang ist der Paukenschlag: So lange dauert das Video, das die nächste dramatische Konsequenz nach dem Wahl-Debakel von Thüringen ankündigt.

Mike Mohring erklärt in dem Clip, den er am Freitagnachmittag via Twitter postete, seinen Rückzug als CDU-Landeschef.

+++ Mike Mohring im Thüringen24-Interview: „Es tut unserem Land nicht gut, wenn ...“ +++

Er wolle einer Neuaufstellung seiner Partei nicht im Wege stehen, teilte er mit. „In dieser Woche ist eine Menge passiert. In Berlin. Und in Thüringen", leitet er seine Bekanntgabe ein. In der Tat: Annegret Kramp-Karrenbauer ist als CDU-Bundeschefin zurückgetreten, hat angekündigt, auch nicht bei der Kanzlerwahl kandidieren zu wollen. Und auch Christian Lindner hatte sich als FDP-Chef der Vertrauensfrage gestellt.Twitter Mohring

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Das ist Mike Mohring

  • geboren 1971 in Apolda, Thüringen
  • seit dem 13. Dezember 2014 Landesvorsitzender der CDU Thüringen

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Mohring lässt es so weit nicht kommen und macht nun Nägel mit Köpfen. Er bringt einen vorgezogenen Landesparteitag ins Spiel und erklärt: „Ich glaube, wir tun gut daran, unsere Partei zu befrieden. Dass unsere persönlichen Interessen zurückgestellt werden und wir einen gemeinsamen Weg für die Zukunft finden. Ich möchte diesem Weg nicht im Wege stehen und deshalb nicht erneut für den Landesvorsitz kandidieren.“

Der 48-Jährige hatte bereits in der vergangenen Woche angekündigt, bei der Wahl des Fraktionsvorstandes im Mai nicht mehr als Vorsitzender kandidieren zu wollen. Einige CDU-Abgeordnete wollen aber, dass schon nächste Woche bei einer CDU-Fraktionssitzung über das Vertrauen in Mohring abgestimmt wird.

Mike Mohring: Debakel um die Wahl von Thomas Kemmerich

Mohring ist seit 2014 CDU-Landesparteichef. Die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag führt er seit zwölf Jahren.

Seit der für die Thüringer CDU verlorenen Landtagswahl und dem Debakel um die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Thüringer Ministerpräsidenten mit Stimmen von AfD und CDU, stand Mohring öffentlich unter Druck. Wie er in einem aktuellen „Spiegel“-Interview sagte, hatte er nach eigenen Worten vor der Ministerpräsidentenwahl bei der FDP dafür geworben, keinen eigenen Kandidaten aufzustellen.(pen, dpa)