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Coronavirus: Restaurants und Schulen bald wieder auf? ++ Angela Merkel gibt Pressekonferenz ++ Diskussion um Maskenpflicht

Corona Deutschland (13.3.)
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  • Über 1.600 Tote und 100.000 Infizierte in Deutschland
  • Über eine Million Infizierte weltweit und mehr als 69.000 Tote
  • Alle Entwicklungen im News-Blog nachverfolgen

Das Coronavirus verbreitet sich immer weiter in Deutschland, Europa und der Welt. Über 1.600 Menschen sind bereits in Deutschland an den Folgen des Coronavirus (Stand Montagmorgen) gestorben. Weltweit verloren fast 70.000 Menschen ihr Leben.

Überall schränkt das Coronavirus das öffentliche Leben fast vollständig ein. In Deutschland gilt ein Kontaktverbot, Schulen und Kitas und die meisten Geschäfte und Restaurants sind geschlossen. Etliche Menschen arbeiten von zu Hause aus.

Coronavirus in Deutschland, Europa und weltweit: Hier alle Infos im Newsblog

In unserem News-Blog halten wir dich über die Entwicklung und Ausbreitung des Coronavirus' weltweit auf dem Laufenden.

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Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

>> Wie sieht die Lage im Krisengebiet NRW aus?

>> Dieses simple Haushaltsmittel ist sogar besser als Desinfektionsmittel

>> Du hast Verdacht auf Corona? Das solltest du jetzt tun!

>> Was bedeutet das Kontaktverbot für mich? Was ist erlaubt, was verboten?

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Hier die Corona-Karte mit den aktuellen Fallzahlen:

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Montag, 6. April

16.08 Uhr: Angela Merkel gibt PK

Angela Merkel richtet sich jetzt live an die Nation. HIER gibt's alle Aussagen der Kanzlerin!

14.50 Uhr: Metro will Märkte für alle Kunden öffnen

Angesichts der Corona-Pandemie würde die Großhandelskette Metro gerne alle ihre 103 Großmärkte in Deutschland auch für Endverbraucher öffnen. Das Unternehmen könne damit einen Beitrag leisten, den erhöhten Bedarf an Grund- und Nahversorgungsangeboten bei den Verbrauchern in der Corona-Krise zu decken, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag. Voraussetzung für einen solchen Schritt sei allerdings, dass die Bundesländer grünes Licht dafür geben.

Vorreiter ist Mecklenburg-Vorpommern. Dort stimmte das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung bereits vor einigen Tagen einer entsprechenden Nutzungsänderung zu. Seit Montag können deshalb in den fünf Metro-Märkten in Wolgast, Greifswald, Wismar, Neustrelitz und Waren nicht mehr nur gewerbliche Kunden wie Gastronomen, Hoteliers oder Kiosk-Betreiber einkaufen, sondern auch alle anderen Verbraucher. Befristet ist diese Genehmigung vorerst bis zum 19. April.

14.15 Uhr: Kanzlerin nennt keine Stichtage

Trotz der geplanten Lockerung der Maßnahmen gegen die Corona-Epidemie in Österreich hält die deutsche Bundesregierung an ihrer Linie fest, derzeit keine Stichtage für ein Zurückfahren der Beschränkungen zu nennen. Regierungssprecher Steffen Seibert bekräftigte am Montag die jüngsten Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), dass sie noch keinen solchen Stichtag nennen könne und dies in der jetzigen Situation auch unverantwortlich wäre.

Die Kanzlerin hatte in ihrem am Freitagabend veröffentlichten wöchentlichen Podcast wörtlich gesagt, sie würde „absolut unverantwortlich handeln, wenn ich Ihnen heute einfach einen konkreten Tag nennen würde, an dem die Maßnahmen aufgehoben, zumindest aber gelockert werden könnten, dieses Versprechen dann aber nicht einhalten könnte, weil die Infektionszahlen es nicht zulassen.“ Und: „Wir alle werden eine ganz andere Osterzeit erleben als je zuvor.“

13.26 Uhr: Angela Merkel gibt Pressekonferenz am Nachmittag

Am Montagnachmittag will sich Bundeskanzlerin Angela Merkel ans Volk wenden und in einer Pressekonferenz etwas bekanntgeben. Bisher ist noch nicht offiziell bekannt, worum es geht. Aber ein Konzeptpapier des Innenministeriums verrät, dass die Einschränkungen gelockert werden könnten.

Demnach sollen unter anderem Restaurants, der Einzelhandel und Schulen in bestimmten Regionen wiedereröffnet werden. Außerdem stehe die Debatte einer Maskenpflicht auf dem Programm.

Die Konferenz beginnt um 16.15 Uhr.

13.07 Uhr: Boris Johnson regiert aus Klinik weiter

Der britische Premier Boris Johnson führt trotz seines Krankenhausaufenthalts weiter die Regierung. Johnson werde hoffentlich schon bald wieder in der Downing Street sein, berichtete der Minister für Wohnungswesen, Robert Jenrick, am Montag dem Sender BBC. Der Premierminister war am Sonntag in ein Krankenhaus gebracht worden, da er seit längerem an Corona-Symptomen leidet.

Johnson sei nicht als Notfall im Krankenhaus aufgenommen worden, sondern zur weiteren Untersuchung seiner anhaltenden Beschwerden, sagte Jenrick. „Er wird kontinuierlich auf dem Laufenden gehalten.“ Der 55-Jährige leidet nach eigenen Angaben vom Freitag unter milden Symptomen und hat unter anderem Fieber. Auf einem Video wirkte er angeschlagen und schien auch an Gewicht verloren zu haben.

12.36 Uhr: Zahl der Neuinfektionen in Spanien steigen immer langsamer an

Im von der Corona-Pandemie besonders schwer betroffenen Spanien hat sich die positive Tendenz der vergangenen Tage fortgesetzt. Binnen der letzten 24 Stunden seien nur noch knapp 4300 Neuinfektionen registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Montag mit. Das ist der niedrigste Wert seit dem 22. März. Die Gesamtzahl der Menschen, die sich in Spanien nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert haben, stieg damit auf gut 135.000.

Bei den neu registrierten Todesfällen meldeten die Behörden die niedrigste Zahl seit dem 24. März: 637. Seit Beginn der Krise starben damit 13 055 Menschen, die mit Sars-CoV-2 infiziert waren. Gleichzeitig wurden den amtlichen Angaben zufolge mehr als 2300 erkrankte Patienten innerhalb eines Tages als genesen entlassen. Somit sind schon mehr als 40 000 Betroffene wieder gesund.

Die Sprecherin der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), María José Sierra, sprach von einer Konsolidierung der positiven Tendenz, die zudem inzwischen „in praktisch allen Regionen“ des Landes verzeichnet werde.

Die seit Tagen abnehmende Zuwachsrate der Neuinfektionen betrage nur noch rund drei Prozent, nach rund fünf Prozent am Vortag. Das ist die niedrigste Rate seit Beginn der Krise in Spanien, als Anstiege von bis zu 22 Prozent erreicht worden waren. Man stelle fest, so Sierra, dass die positive Tendenz auch den Druck auf Krankenhäuser und Intensivstationen immer weiter reduziere.

11.31 Uhr: Österreich öffnet ab 1. Mai wieder Geschäfte

Bundeskanzler Sebastian Kurz hat bekanntgegeben, dass ab dem 1. Mai wieder alle Geschäfte in Österreich geöffnet haben dürfen. Auch Friseure werden dann wieder öffnen. Kleinere Geschäfte bis 400 Quadratmeter dürfen sogar schon ab dem 14. April den Lockdown beenden.

So sollen die Maßnahmen schrittweise gelockert werden. Allerdings ruft er die Österreicher auch zu Besonnenheit über die Osterfeiertage auf. Diese Woche werde entscheidend sein. „Feiern Sie nicht gemeinsam mit Verwandten, Familie oder Freunden.“

11.09 Uhr: Japan will Ausnahmezustand ausrufen

Die Regierung in Japan will offenbar den Ausnahmezustand ausrufen. Berichten zufolge will sich Ministerpräsident Shinzo Abe am Montagabend mit einem Beratergremium treffen. Erwartet wird, dass er dann am Dienstag den Ausnahmezustand verkündet. Japan verzeichnete zuletzt einen rapiden Anstieg bei den Coronavirus-Infektionen.

Am Sonntag meldete die Regierung in Tokio 148 Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Der Anstieg - wenngleich deutlich niedriger als in Europa oder den USA - löste erneut Forderungen nach einer Verschärfung der Eindämmungsmaßnahmen aus.

In Japan wurden bisher 3650 Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet. In den vergangenen Tagen war das öffentliche Leben in Tokio spürbar zurückgegangen.

10.41 Uhr: 1000 Milliarden Euro von Bund bereit gestellt

Für Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Krise stellt der deutsche Staat mehr als 1000 Milliarden Euro zur Verfügung. Die bisher beschlossenen Maßnahmen summieren sich über alle staatlichen Ebenen hinweg auf 1,137 Billionen Euro, wie aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage von Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hervorgeht. Zuerst hatte die „Süddeutsche Zeitung“ darüber berichtet.

„Die Corona-Krise wird historisch teuer“, kommentierte Bartsch die Zahlen. „Die Kosten werden die der Finanzkrise deutlich übersteigen.“

Er appelliert an reiche Menschen, Teile ihres Vermögens abzugeben, um der Wirtschaft zu helfen. „Wir brauchen eine einmalige Vermögensabgabe, wie im Grundgesetz vorgesehen, um einen Teil davon zu finanzieren“, fordert Bartsch. „Viele der Menschen mit riesigen Vermögen werden gern dazu bereit sein.“

10.19 Uhr: Zahl der Infizierten in Schleswig-Holstein steigt weiter

Die Zahl der in Schleswig-Holstein gemeldeten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ist auf 1678 gestiegen. Wie die Landesregierung am Montag mitteilte, waren das bis Sonntagabend 40 Fälle mehr als nach der Meldung vom Vortag.

Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich seit der letzten offiziellen Meldung von 17 auf 20. Derzeit werden 156 Corona-Patienten in Kliniken behandelt, ein Minus von 6 zum Vortag.

09.55 Uhr: Boris Johnson über Nacht in Klinik

Der britische Premierminister Boris Johnson ist am Sonntagabend in eine Klinik verlegt worden. Der an dem Coronavirus erkrankte Johnson habe extrem Symptome des Virus gezeigt. Jetzt wurde bekannt, dass es ihm bereits vor einer Woche deutlich schlechter gegangen sein soll als offiziell bekannt. Das berichtet die Zeitung „Guardian“.

Ärzte seien wegen seiner Atmung in Sorge gewesen. Die Regierung dementierte das allerdings. Sonntagabend wurde der Premierminister dann zur Kontrolle in eine Klinik gebracht, dazu hatte ihm sein Arzt geraten.

09.36 Uhr: Polizei in Berlin verhängt 234 Bußgelder

Wegen Verstößen gegen die Corona-Auflagen hat die Berliner Polizei von Freitagabend bis Sonntagabend 234 Bußgelder verhängt. Etwa 2400 Personen wurden angesprochen und überprüft, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik am Montag in einem Interview mit dem Inforadio des „RBB“. Besonders in den Nachmittagsstunden waren Orte wie das Tempelhofer Feld und der Britzer Garten gut besucht. Beide Anlagen mussten laut Slowik aber nicht geschlossen werden. Die Menschen hätten sich weitgehend an die geltenden Regeln gehalten.

Im Falle der verschollenen Lieferung mit Atemschutzmasken für die Berliner Polizei sollen Produktions- und Lieferketten nun genauer aufgearbeitet werden. Laut Slowik müsse man davon ausgehen, dass die bestellten Masken in den USA verblieben sind. Ursprünglich sollten die Masken in Thailand verladen werden und dann die Berliner Polizei erreichen.

08.59 Uhr: 104-Jährige überlebt Coronavirus

Eine 104 Jahre alte Frau aus Italien hatte schon die spanische Grippe überlebt. Nun ist sie die älteste Frau der Welt, die erfolgreich das Coronavirus besiegt hat. Sie wurde am 17. März krank und positiv getestet. Jetzt wurde sie gesund wieder nach Hause entlassen, berichtet die Dailymail.

In Italien sind bereits über 15.000 Menschen an dem Virus gestorben. Das gilt als die höchste Zahl weltweit.

08.16 Uhr: Zahl der Neuinfektionen ist gesunken

Die Zahl der Neuinfektionen in Südkorea ist zum ersten Mal seit dem Höhepunkt Ende Februar auf unter 50 gefallen. Am Sonntag seien 47 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Montag mit. Südkorea gilt mittlerweile unter anderem dank seines rigiden Testprogramms als Vorbild für die Eindämmung des Virus.

Vizegesundheitsminister Kim Gang Lip warnte jedoch angesichts von lokalen Häufungen und neuer „importierter“ Fälle, den Zahlen zu hohe Bedeutung beizumessen. Am Wochenende seien nur etwa 6000 Virustests am Tag durchgeführt worden, statt etwa 10.000 an Wochentagen. Die Gesamtzahl der Infektionsfälle stieg auf 10 284. Bisher wurden 184 Todesopfer in Verbindung mit Covid-19 gezählt.

07.43 Uhr: Apple produziert jetzt Atemschutzmasken

Neben Smartphones und Computern jetzt auch Masken: Apple hat angesichts der Coronavirus-Pandemie einen Atemschutz entwickelt. Die Masken aus durchsichtigem Plastik decken das gesamte Gesicht ab und sind für Krankenhauspersonal bestimmt, wie Konzernchef Tim Cook am Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte. Das Unternehmen werde in der Lage sein, eine Million Masken pro Woche herzustellen.

06.58 Uhr: Tiger in New York an Corona erkrankt

Ein Tiger in einem Zoo in New York hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Die vier Jahre alte malaysische Tigerkatze Nadia sei positiv auf das Virus getestet worden, teilte der Bronx Zoo am Sonntag mit. „Es ist - unseres Wissen nach - das erste Mal, dass ein wildes Tier sich durch einen Menschen mit Covid-19 angesteckt hat“, sagte der leitende Tierarzt des Zoos, Paul Calle, dem Magazin „National Geographic“.

Wahrscheinlich habe ein Pfleger das Virus in sich getragen, aber keine Symptome gezeigt. Der Zoo ist wegen der Corona-Krise seit rund drei Wochen für Besucher geschlossen.

06.27 Uhr: Tausende warten immer noch auf Rückkehr nach Deutschland

Aufatmen hieß es am Wochenende für viele wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandete Deutsche: Mehr als 200.000 von ihnen sind knapp drei Wochen nach Beginn der Rückholaktion der Bundesregierung wieder zu Hause. „Das war nicht immer einfach und hat stellenweise etwas geruckelt, wie man es in dieser schwierigen Zeit auch erwarten kann“, sagte Minister Maas der dpa. „Doch auf diese Leistung können alle Beteiligten stolz sein.“

Die 200.000 deutschen Touristen waren innerhalb von 20 Tagen aus 57 Ländern nach Deutschland zurücktransportiert worden. Etwa 40.00 warten immer noch auf die Rückreise, die meisten in Neuseeland, Südafrika und Peru.

Sonntag, 5. April

22.23 Uhr: Boris Johnson erneut in Krankenhaus

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson ist wegen seiner Covid-19-Erkrankung erneut zu Tests in einen Krankenhaus gebracht worden. Eine Sprecherin sagte, dass der Premier nach wie vor an „hartnäckigen Symptomen des Coronavirus“ leide, berichtet BBC. Vor zehn Tagen war Johnson positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Maßnahme sei ein „vorsorglicher Schritt“ auf Anraten seines Doktors gewesen.

Johnsons Verlobte, Carrie Symonds, hat nach eigenen Angaben eine Woche mit Symptomen der Lungenkrankheit Covid-19 im Bett verbracht. Das schrieb die 32 Jahre alte ehemalige Kommunikationschefin der Konservativen Partei bei Twitter. Getestet worden sei sie aber nicht. „Nach sieben Tage Ausruhen fühle ich mich stärker und bin auf dem Weg der Besserung“, so die schwangere Verlobte von Premier Johnson.

22.00 Uhr: Positive Signale aus Frankreich

Frankreich hat am Sonntag den niedrigsten Anstieg bei den Corona-Todesfällen seit einer Woche registriert. 357 Krankenhauspatienten starben binnen 24 Stunden an der vom neuartigen Coronavirus verursachten Lungenkrankheit Covid-19, wie die Gesundheitsbehörden am Sonntag mitteilten.

Die Gesamtzahl der Todesfälle infolge einer Corona-Infektion erhöhte sich demnach auf 8076. Rund 5900 von ihnen starben in Krankenhäusern. Die übrigen Infizierten waren den Angaben zufolge in Altersheimen oder anderen medizinisch-sozialen Einrichtungen untergebracht.

21.32 Uhr: Corona-Party eskaliert in Niedersachsen

In Niedersachsen musste die Polizei gleich mehrere „Corona-Partys“ auflösen. So beendete die Polizei in Lüneburg eine Hausparty mit sieben jungen Menschen. Einen Gast nahm die Polizei in Gewahrsam. In Seesen (Kreis Goslar) sprach die Polizei Platzverweise gegen fünf junge Teilnehmer einer Grillparty aus, wie auch in Rotenburg, wo die Beamten ein Treffen in einer Scheune auflösten.

Besonders eskaliert ist eine „Coronaparty“ in Schneverdingen (Heidekreis): Dort meldeten Nachbarn den Beamten am Samstagabend eine Feier von fünf Männern im Alter von 24 bis 28 Jahren. Ein 32-Jähriger wehrte sich gegen die Aufnahme seiner Personalien und griff die Polizisten an. Daraufhin versuchte ein weiterer Mann, den gefesselten Angreifer zu befreien. Zwei Polizisten wurden beim Einsatz verletzt.

Mit welchem Problem die Beamten in Niedersachsen am Wochenende noch zu kämpfen hatten, liest du bei NEWS38.

21.10 Uhr: Trump empfiehlt nicht zugelassenes Medikament

Donald Trump hat mal wieder mit einem irrwitzigen Vorschlag in den USA für Kopfschütteln gesorgt. Er wolle verhindern, dass Menschen überhaupt ein Beatmungsgerät benötigen, so Trump. Dazu schlägt er eine Kombination aus dem Malaria-Medikament Hydroxychloroquin und dem Antibiotikum Azithromycin vor. Das wird bereits seit einiger Zeit als mögliche Behandlungsmethode erwogen, ist aber noch nicht ausreichend auf Wirksamkeit und Nebenwirkung erforscht. Den US-Präsident scheint das nicht weiter zu stören.

„Was haben sie zu verlieren?" fragt der Präsident bei einer Pressekonferenz am Samstag. „Nehmt es. Ich würde sagen, nehmt es einfach." Selbst Trumps Top-Virologe Anthony Fauci hatta am Freitag noch zu Bedenken gegeben: "Wir brauchen immer noch zahlreiche Studien um herauszufinden, ob die Ansätze – nicht nur dieser – tatsächlich sicher und wirksam sind".

20.30 Uhr: Queen hält Ansprache an ihr Volk

Es ist ein historischer Moment. Erst zum vierten Mal in ihrer Amtszeit wird sich die Queen am Abend (21 Uhr deutscher Zeit) an ihr Volk wenden. „Ich hoffe, dass in den kommenden Jahren alle stolz darauf sein können, wie sie mit dieser Herausforderung umgegangen sind“, wird Queen Elizabeth II. am Sonntagabend ihrem Volk sagen. Das geht aus einer vorab veröffentlichten Rede hervor. >>> hier kannst du die Rede der Queen verfolgen

18.17 Uhr: Demo in Frankfurt eskaliert

In Frankfurt hatten etwa 300 Demonstranten der Organisation „Seebrücke“ eine Menschenkette entlang des Mainufers gebildet. Die Polizei löste die Versammlung teils gewaltsam auf. „Durch unsere Einsatzkräfte wurde mehrfach deutlich kommuniziert, dass die laufende Demo nicht erlaubt ist und nicht durchgeführt werden darf“, twitterte die Polizei.

Nachdem Platzverweise ignoriert worden seien, seien Personalien festgestellt und Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden. Eine Seebrücke-Sprecherin sagte, bei der Menschenkette sei der gebotene Abstand eingehalten worden. Auf dem Boden seien extra Markierungen angebracht gewesen. Viele Teilnehmer hätten zudem Mundschutz getragen. Die Teilnehmer hatten auf die Situation in den griechischen Flüchtlinglagern aufmerksam gemacht.

18.03 Uhr: 1384 Menschen an Sars-CoV-2 gestorben

In Deutschland sind bis Sonntagnachmittag mindestens 94.927 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Mindestens 1384 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 16.15 Uhr: 1103). Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 24.350 nachgewiesenen Fällen und mindestens 411 Toten sowie Nordrhein-Westfalen mit mehr als 20 523 Fällen und mindestens 258 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner, verzeichnet Bayern mit einem Wert von 186,2 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 114,2. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

15.55 Uhr: Kanzleramtsminister: „Zeit mit den höchsten Infektionszahlen liegt noch vor uns“

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hat mit Blick auf die Corona-Pandemie betont, dass der Höhepunkt der Krise in Deutschland noch bevorstehe. Es sei nun die Aufgabe der Bundesregierung, „uns für unsere Bevölkerung auf den schwierigsten Teil dieser Krise vorzubereiten“, sagte Braun der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Die Zeit mit den höchsten Infektionszahlen liegt noch vor uns.“ Vor Beginn der momentanen Einschränkungen habe es eine „Verdoppelung alle drei Tage“ gegeben. Damit das Gesundheitswesen nicht überfordert werde, seien Verdopplungszeiten von deutlich mehr als zehn Tagen nötig. „Wahrscheinlich sogar eher zwölf oder vierzehn Tage.“

Mit Blick auf wegen der Corona-Pandemie geschlossene Schulen sagte Braun, die Vorstellung, dass sich Kinder „auf dem Schulhof zu 100 Prozent nach unseren Abstandsvorschriften verhalten, ist nicht sehr realistisch“. Kämen sie dann nach Hause, träfen sie vielleicht auf ihre Großeltern. „Dann können schnell Infektionsketten entstehen.“

15 Uhr: Regierung warnt: Kontaktverbote auch an Ostern einhalten!

Angesichts des Frühlingswetters warnt die Bundesregierung die Bürger, im Kampf gegen das Coronavirus auch über Ostern unbedingt die Kontaktverbote einzuhalten. „Wir müssen weiter alles tun, um eine zu schnelle Ausbreitung in Deutschland zu vermeiden. Das gilt leider auch für die Ostertage - so bitter das für viele Familien und Freundeskreise ist“, sagte Außenminister Heiko Maas. Er fügte mahnend hinzu, ein Blick über unsere Grenzen zeige noch viel dramatischer als bei uns, wie tödlich das Coronavirus sei.

Maas zeigte sich zugleich beeindruckt, wie konsequent sich die große Mehrheit der Menschen in Deutschland bisher an die Regeln zur Kontaktvermeidung halte. „Das zeigt auch, wie groß der Gemeinsinn und die Solidarität in unserem Land sind. Genau darauf müssen wir aufbauen, um so gut wie möglich durch diese Krise zu kommen.“

14 Uhr: Weiteres Flüchtlingslager unter Quarantäne

Das Coronavirus hat das zweite Flüchtlingslager in Griechenland erreicht. Der Krisenstab in Athen stellte das Camp von Malakasa rund 45 Kilometer nördlich der griechischen Hauptstadt für zwei Wochen unter Quarantäne, wie Migrationsminister Notis Mitarakis am Sonntag im Staatsradio mitteilte. Dort leben etwa 1800 Menschen. Demnach wurde ein 53 Jahre alter Migrant aus Afghanistan positiv auf das Virus getestet. Seit vergangener Woche steht bereits das Lager von Ritsona rund 75 Kilometer nördlich von Athen unter Quarantäne - dort leben rund 3000 Menschen.

13 Uhr: Geheimpapier von Innenministerium warnt vor Anarchie

Wann enden die drastischen Kontaktverbote und Ausgangssperren in Deutschland? In einem Geheimpapier mahnt das Bundes-Innenministerium laut übereinstimmenden Berichten, dass ohne ein baldiges Aufheben der Maßnahmen schwerwiegende Konsequenzen folgen könnten.

Sollte es in den nächsten Monaten nicht gelingen, die Infektionsrate zurückzufahren, droht laut Virus-Analytikern des Innenministeriums der wirtschaftliche, soziale und gesundheitliche Kollaps. Dann drohe eine „Kernschmelze“ des gesamten Systems. „Es droht, dass dies die Gemeinschaft in einen völlig anderen Grundzustand bis hin zur Anarchie verändert“, lautet das düstere Wort-Case-Szenario im Bericht laut „Focus“. Ein Lockdown bis zum Jahresende käme einem „wirtschaftlichen Zusammenbruch“ gleich.

Die BMI-Experten empfehlen im Bericht eine Konzentration auf die Massentest-Strategie, um Risikopatienten schnell identifizieren und isolieren zu können. Sollte das zum Erfolg führen, wäre eine baldige Lockerung der Maßnahmen möglich und das düstere Anarchie-Szenario abgewendet.

11 Uhr: Hunderttausende Chloroquin-Tabletten eingelagert

Im Kampf gegen das Coronavirus setzt der deutsche Pharmakonzern Bayer auf sein bereits vor Jahrzehnten entwickeltes Malaria-Medikament Resochin: Der Konzern ließ insgesamt 600.000 Tabletten, die den Wirkstoff Chloroquin enthalten, nach Deutschland liefern und dort sicher einlagern, wie die „Bild“-Zeitung am Samstag berichtete. Bayer produziere das Medikament nun „ausschließlich fürs Gemeinwohl“ und gebe es „in der Krise kostenlos an Regierungen weiter“, sagte der Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Baumann der Zeitung.

10 Uhr: Anstieg von häuslicher Gewalt – vor allem in Städten

Experten sorgen sich in der Corona-Krise zunehmend vor einem Anstieg von häuslicher Gewalt gegen Kinder. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) sieht diese Gefahr vor allem in den Städten. „Aus den Ländern bekommen wir unterschiedliche Rückmeldungen. Es gibt offensichtlich ein Stadt-Land-Gefälle“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

Aus ländlichen Regionen, wo es mehr Möglichkeiten gebe, raus zu gehen und wo Menschen nicht so sehr auf engem Raum lebten, sei das Konfliktpotenzial nicht so hoch. „Dort hören wir noch nicht von zusätzlichen Fallzahlen“, sagte Giffey. Bereits in der vergangenen Woche habe sie aber aus Berlin die Rückmeldung bekommen, dass die Anzeigen wegen häuslicher Gewalt um zehn Prozent gestiegen seien.

9 Uhr: Aldi trifft Vorkehrungen wegen befürchteter Hamsterkauf-Flut

Vor den Osterfeiertagen droht in Deutschland ein Hamsterkauf-Sturm. Die Händer appelieren bereits jetzt an ihren Kunden: „Bitte kommt nicht alle an Gründonnerstag!“ Aldi Süd hat wegen des erwarteten Ansturms vor den Feiertagen laut „Merkur“ sogar bereits seine Öffnungszeiten angepasst, öffnet alle Filialen deutschlandweit an Gründonnerstag und Karsamstag von 7 bis 20 Uhr. Aldi Nord und Lidl kündigten an, ihre Öffnungszeiten an diesen Tagen ebenfalls zu verlängern.

Angesichts der bevorstehenden Mega-Hamsterkauf-Tage war im Auftrag von Aldi Süd bereits ein Zug mit 400.000 Packungen Nudeln aus Neapel nach Nürnberg organisiert worden.

8 Uhr: Fünf Corona-Partys in einer Woche – Knast!

Noch immer gibt es Menschen, die uneinsichtig ob der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Verbreitung sind. Ein Mann in Bamberg hat es nun derart auf die Spitze getrieben, dass er bis zum Ende der Ausgangssperre ins Gefängnis gesteckt wird. Der 34-Jährige feierte in einer Woche fünf Corona-Partys, wurde immer ermahnt. Als er am Donnerstagabend erneut mit mehreren Bekannten bei Alkohol feierte, sei der unbelehrbare Mann in Gewahrsam genommen worden.

Neben dem Festgenommenen erhielten auch dessen Feiergäste Anzeigen, auf sie warten Bußgelder wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz. Seit Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkungen in Bayern nahm die Polizei laut Landesinnenminister Joachim Herrmann (CSU) rund 300.000 Kontrollen vor, diese betrafen auch die Gastronomie und Ladengeschäfte. Allein bei der Ausgangsbeschränkung wurden laut Herrmann rund 25.000 Verstöße festgestellt.

7.30 Uhr: Trump kündigt „sehr schreckliche“ Zeiten an

Donald Trump hat die Bevölkerung angesichts der Coronavirus-Pandemie auf „sehr schreckliche“ Zeiten eingestimmt. Die kommende Woche werde wahrscheinlich die härteste, sagte der US-Präsident am Samstag. Trump kündigte an, tausend Militärärzte und -pfleger in die besonders betroffene Stadt New York zu schicken.

Es werde sehr viele Tote geben, sagte Trump. Zugleich betonte er, dass die USA nicht auf Dauer zum Stillstand kommen könnten. „Wir werden unser Land nicht zerstören.“ Er fügte hinzu: „An einem bestimmten Punkt werden einige harte Entscheidungen zu treffen sein.“

Der US-Präsident war zu Beginn der Krise scharf kritisiert worden, weil er die Pandemie verharmlost und von einem „Schwindel“ der Demokraten gesprochen hatte. Mittlerweile hat Trump seine Rhetorik geändert. Am Freitag empfahl er den Bürgern sogar das Tragen eines einfachen Mund-Nase-Schutzes. Er selbst wolle dies aber nicht tun, betonte er. In den USA haben sich inzwischen mehr als 311.000 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt, mehr als 8300 Menschen starben.