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Corona: Staat gibt zu – „Es wurden geheime Lager angelegt, um...“

Corona Deutschland (13.3.)
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Seitdem das Corona-Virus auch bei uns in Deutschland wütet, kaufen die Leute Vorräte, was das Zeug hält. Auf Klopapier scheinen es die Menschen dabei besonders abgesehen zu haben. Schon seit Tagen stehen Kunden in einigen Supermarkt-Filialen vor zeitweise leeren Regalen.

Neben der Gefahr, sich mit dem Corona-Virus anzustecken, wächst bei vielen Menschen offensichtlich auch die Sorge, bald kein Toilettenpaper mehr kaufen zu können. Doch kann es wirklich sein, dass uns das Klopapier jetzt ausgeht? Unsere Redaktion hat sich mit dieser Frage an die Supermärkte gewandt.

Corona: Real und Netto beruhigen

Natürlich beobachten auch die Einzelhändler, dass es in letzter Zeit zu einer starken Nachfrage bei einigen Produkten wie eben dem Toilettenpapier gekommen ist.

Jasmin Voigthaus, Sprecherin von Real, versichert allerdings, dass die Supermarkt-Kette alles daran setze, ihren Kunden die bestmögliche Warenversorgung zu garantieren.

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So würden Real-Märkte weiterhin mit täglich neuen Produkten beliefert. Auch begehrte Lebensmittel, wie Reis und Nudeln, oder Hygieneartikel, wie Desinfektionsmittel oder eben Toilettenpapier, würden mehrmals in der Woche an die Märkte geliefert, so Voighthaus.

Auch Netto versichert, dass die Versorgung seiner Filialen bundesweit sichergestellt werde. Und die Wahrscheinlichkeit, dass konkret Klopapier nicht mehr verfügbar ist? Gleich null.

Klopapier in Geheimlagern?

Spannend in dem Zusammenhang: Der Staat hat für den Krisenfall Notfallreserven in geheimen Lagern zurückgelegt, verrät das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf Anfrage. Angelegt sind solche Lebensmittellager für „Seuchen, Umweltkatastrophen, Terrorszenarien oder den Verteidigungsfall“, heißt es.

Die rund 150 Lager-Standorte würden tatsächlich geheim gehalten – aus Sorge vor Plünderungen. Gelagert werden hier insbesondere Nahrungsmittel wie Reis, Hülsenfrüchte und Kondensmilch.

Gebraucht wurden die Lager offenbar noch nie. Sie bestehen nur für absolute Notfälle. Und „davon sind wir in der jetzigen Lage weit entfernt“, betont das Ministerium.

Bemerkenswert: Weder Real noch Netto wissen eigenen Angaben zufolge etwas von den Geheimvorräten. Die Ketten verlassen sich darauf, dass ihre eigenen Vorräte ausreichen. Auch das Klopapier. (Mitarbeit: jds)