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Telekom senkt die Preise – aber die Kunden sind einfach nur sauer

Die Deutsche Telekom wird jede fünfte Filiale schließen. (Archivbild)
Die Deutsche Telekom wird jede fünfte Filiale schließen. (Archivbild)
Foto: dpa

Das dürfte einige Menschen gerade in der Coronakrise freuen: Für einige Wochen senkt die Telekom die Preise für ihre „MagentaZuhause“-Tarife. Doch trotzdem kommt Unmut auf.

Dabei handelt es sich um drei Internettarife mit Allnet-Flat: MagentaZuhause XL, XXL und Giga. Sogar bereits bestehende Kunden sollen von den Preisnachlässen profitieren, wie die „Computer Bild“ berichtet. Und trotzdem rasten einige Nutzer über die Ankündigung der Telekom völlig aus!

Warum?

Telekom senkt die Tarifpreise um bis zu 40 Euro

Die Rabattaktion der Telekom klingt zunächst großartig für die Nutzer. In den ersten sechs Monaten zahlen Neukunden für diese drei Tarife deutlich weniger:

  • MagentaZuhause XL (250 Mbit/s Download): 19,95 Euro statt 49,95 Euro (Angebot seit 16. März bis zum 4. Mai)
  • MagentaZuhause XXL (500 Mbit/s Download): 19,95 Euro statt 59,95 Euro (Angebot ab dem 1. April)
  • MagentaZuhause Giga (1 Gbit/s Download): 79,95 Euro statt 119,95 Euro (Angebot ab dem 1. April)

Dieser Rabatt gilt auch für Bestandskunden, allerdings lediglich für drei Monate. Doch das ist nicht der Grund für die Wut der Kunden. Denn die Preise sind nicht das Einzige, was die Telekom im Rahmen dieser Aktion senkt.

Kunden verärgert: Telekom drosselt die Upload-Geschwindigkeit

Während die Download-Geschwindigkeit trotz Rabatt gleich schnell bleibt, drosselt die Telekom die Upload-Geschwindigkeit der Tarife drastisch. Während der sonst 100-Mbit/s-schnelle Upload des XL-Tarifs in der Rabatt-Variante auf 50 Mbit/s abgebremst wird, sinkt das 500-Mbit/s-Tempo des Giga-Tarifs sogar um das Fünffache auf nur noch 100 Mbit/s.

Die erbosten Nutzer im Telekom-Forum argumentieren laut „Computerbild“ damit, dass die Turbo-Tarife doch sowieso nur von Kunden ausgewählt werden, deren intensive Internet-Nutzung eine derartige Bandbreite auch erfordert. Und genau die gucken jetzt in die Röhre. Zudem war gerade die hohe Upload-Geschwindigkeit stets ein Vorteil gegenüber Konkurrenten wie Vodafone, den sich die Telekom nun selbst weggenommen hat.

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Telekom-Sprecher rechtfertigt sich

Ein Unternehmenssprecher der Telekom versucht, die Wogen zu glätten: „Der Upload liegt weiterhin weit über dem anderer, überregionaler Netzbetreiber. Wenn wir feststellen, dass der Bandbreitenbedarf im Upload zunimmt, werden wir entsprechend reagieren und unser Portfolio anpassen.

Aldi-Kunden toben vor Wut

Auch die Kunden bei Aldi toben derzeit vor Wut. Warum sie sich im Discounter so aufregen, kannst du hier nachlesen. >>> (at)