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Restaurant-Besitzer verweigert Corona-Bußgeld – „Dafür gehe ich lieber in den Knast“

Ein Falschparker in England will seinen Strafzettel nicht bezahlen – wegen Corona.
Ein Falschparker in England will seinen Strafzettel nicht bezahlen – wegen Corona.
Foto: imago images / Montage: DER WESTEN

Norfolk, England. Unglaublich! Mitten in der Corona-Krise will ein Restaurant-Besitzer in England eigentlich nur helfen und Menschen, die sich selbst isolieren, mit Essen beliefern.

Plötzlich muss der Mann eine Geldstrafe zahlen – und weigert sich. Aber von vorne...

Corona-Krise: Restaurant-Besitzer verweigert Bußgeld

Tim Roberts besitzt ein Restaurant im englischen Norfolk, das wegen der Corona-Krise vorerst schließen muss. Trotzdem beliefert Roberts weiterhin alle Kunden, die sich in freiwillige Selbstisolation begeben. So weit alles legal.

Beim Beladen seines Fahrzeugs erlaubt sich der Mann jedoch einen folgenschweren Fehler und hält für kurze Zeit auf einer gelben Linie - ähnlich wie das deutsche Halteverbot. 70 Pfund (also rund 80 Euro) soll Roberts für sein Vergehen bezahlen.

Doch der Restaurant-Besitzer will die Strafe nicht akzeptieren. Er habe doch nur Gutes tun wollen, sagt er und kündigt an, sogar vor Gericht zu ziehen. „Das Geld ist mir egal, es geht mir ums Prinzip. Ich werde es nicht bezahlen - ich gehe vor Gericht, und wenn das Gericht mich dazu verurteilt, es zu bezahlen, gehe ich ins Gefängnis, es ist mir egal.“

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Der Stadtrat hat bereits erklärt, dass der Strafzettel rechtskräftig sei, Roberts aber die Chance habe, wie jeder andere Bürger auch den Bußgeld-Bescheid anzufechten. Die Straßenverkehrsregeln seien jedoch auch in Zeiten der Corona-Krise nicht einfach außer Gefecht gesetzt.

Man sei sicher, dass „Gemeinderäte auch weiterhin die Beachtung von Parkvorschriften vor Ort sicherstellen werden, um die Sicherheit der Öffentlichkeit zu gewährleisten und die Straßen für Notfall- und grundlegende Dienste freizuhalten“, heißt es. (the)