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Aldi führt jetzt diese Pflicht ein – Kunden wütend: „Kann mir jemand sagen...“

Aldi Süd verlangt von seinen Kunden etwas, was die zur Weißglut treibt.
Aldi Süd verlangt von seinen Kunden etwas, was die zur Weißglut treibt.
Foto: imago images/Future Image

Wegen des Coronavirus gilt jetzt vor allem: Abstand halten. Auch beim Einkaufen, da Supermärkte zu den wenigen öffentlichen Räumen gehören, die man noch betreten darf. Wie viele Supermarktketten hat nun auch Aldi Süd eine neue Pflicht eingeführt. Kunden die den Markt betreten, müssen sich an bestimmte Regeln halten.

Um einen sicheren Abstand von mindestens 1,50 Metern einzuhalten, müssen Kunden bei Aldi Süd künftig einen Einkaufswagen mit in den Markt nehmen. Das soll automatisch für einen Abstand zwischen den Menschen sorgen. Doch für viele Kunden löst die neue Regel bei Aldi Unverständnis aus.

Aldi Süd verlangt DAS von Kunden - Empörung

Für Nadine S. aus Murr (Baden-Württemberg) unfassbar, dass sie einen Einkaufswagen vor sich herschieben muss, um eine einzige Tüte Milch zu kaufen.

Draußen vor der Tür achte das Sicherheitspersonal zwar auf die Einhaltung des Abstands. Drinnen sehe das allerdings ganz anders aus: „Mindestabstand wird null eingehalten!!!“, schreibt die wütenden Kundin in einem Facebook-Post.

Außerdem missfalle ihr, dass viele Kunden vor ihr möglicherweise das gefährliche Virus auf dem Einkaufswagen hinterlassen haben. Eine unnötige Gefahr, da der Wagen nach ihrem Verständnis nicht einmal für den nötigen Sicherheitsabstand sorge.

Einkaufswagen für den Kaugummikauf

Auch ein anderer Kunde hat dafür kein Verständnis. „Geht es eigentlich nur mir so, oder kann mir jemand erklären, warum ich seit Tagen gezwungen bin, dieselben Einkaufswagen anzufassen, die etliche Kunden vor mir schon angefasst haben, obwohl ich extra einen Korb mitgebracht habe oder nur mal kurz eine Packung Kaugummis kaufen will?“, will der frustrierte vom Discounter wissen.

Kundin will Aldi-Filiale demnächst meiden

Nadines Fazit nach dem Einkauf: „War ich froh, als ich wieder draußen war.“ Sie wolle dort nicht mehr einkaufen: „Vorschriften hin oder her, bevor das nicht besser geregelt ist, werde ich, wie viele andere, die Filiale leider meiden.“

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Ein Aldi-Mitarbeiter erklärt die neue Einkaufswagenpflicht so: „Der Sinn dahinter ist es, dass zum einen der Sicherheitsabstand, vor allem in Bereichen wo man warten muss, eingehalten wird (bspw. Kasse) und, dass die Anzahl der Kunden im Geschäft begrenzt wird.“

Man achte zudem auf die hygienischen Bedingungen „Wir schauen zu, dass die Einkaufswagen regelmäßig gereinigt werden“, heißt es da.

Dennoch gelte nicht nur bei Aldi und Co., sondern überall: „Eine Übertragung des Virus über Oberflächen hängt allerdings von vielen Faktoren ab und kann durch die Einhaltung der Hygiene- und Verhaltensregeln vorgebeugt werden.“

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Also: Fleißig weiter Hände waschen und nicht mit den Fingern ins Gesicht fassen. Aldi Süd rät außerdem zur Rücksichtnahme aufeinander.

Auch dm führt Einkaufswagenpflicht ein

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei dm. Auch dort sollen Kunden Einkaufswagen benutzen - unabhängig davon, wie viel sie am Ende mit nach Hause nehmen. Auch beim Drogeriemarkt führt das zu empörten Kunden.

In vielen Supermärkten treffen die Kunden auf einen Mitarbeiter oder einen Security Menschen am Eingang. In einigen Edeka-Märkten stellt dieser den Kunden den Einkaufswagen vor dem Hereingehen bereit. Jeder Wagen wird von ihm davor mit Desinfektionsmittel im Bereich der Haltestange gereinigt.

Auch Privatpersonen betroffen

Doch nicht nur in den Supermärkten müssen Einkaufswagen und Oberflächen stets gereinigt werden - das gilt auch für jede einzelne Privatperson. Denn um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, muss jeder Einzelne Dinge jetzt häufiger reinigen. Welche Sachen davon alles besonders betroffen sind, kannst du hier lesen >>> (vh)