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Corona-Party? Großeinsatz der Polizei – doch dann kommt DAS heraus

Corona-Party: Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an, dann stellte sich etwas Anderes heraus. (Symbolbild)
Corona-Party: Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an, dann stellte sich etwas Anderes heraus. (Symbolbild)
Foto: imago images / 7aktuell

Zum Schutz vor dem Coronavirus dürfen sich Menschen nicht mehr zu nah kommen und Menschenansammlungen sind längst verboten. Dennoch gibt es Menschen, die sich dem widersetzen und trotz des Ansteckungsrisikos eine Corona-Party veranstalten.

Erst am Samstag ist es aus genau diesem Grund zu einem Großeinsatz der Polizei in Großbritannien gekommen. Doch vor Ort entpuppte sich die Lage ganz anders als erwartet.

Corona-Party: Großeinsatz der Polizei in Club

Auch, wenn es den Menschen nicht leicht fällt, sollten sie momentan den Kontakt zu anderen Menschen möglichst meiden. Das gilt auch für Großbritannien. Dort gibt es aktuell rund 20.000 Corona-Infizierte (Stand 30. März), seit einer Woche herrscht eine landesweite Ausgangssperre.

Dennoch ist die Polizei am Samstag zu einer Corona-Party in einen Comedy-Club in Liverpool gerufen worden. Dort sollte eine Live-Show mit 200 Zuschauern stattfinden, wie die britische „Daily Star“ berichtet.

Sofort eilte ein Großaufgebot von zwölf Polizisten zu dem Club, um die Corona-Party zu stoppen. Als die Beamten dort ankamen, standen sie allerdings vor verschlossenen Türen.

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Es stellte sich etwas anderes heraus

Sie riefen auf ihren Smartphones das Video auf, das die Party live ins Internet übertragen sollte. Währenddessen wurde auch der Besitzer des Comedy-Clubs informiert, dass massenweise Polizisten vor seinem Club stehen würden.

Er sah im Internet schließlich Kameraaufnahmen, die verwirrte Polizisten vor seinem Club zeigten. Dann stellte sich heraus: Der Comedy-Club hatte eine Live-Show veröffentlicht, die bereits am 7. März stattgefunden hatte.

Der Club zeigte die Wiederholung der Show, um die Menschen wegen des Lockdowns mit alten Aufnahmen etwas aufzumuntern, wie der Clubbesitzer Paul Blair (33) später erklärte. Außerdem sagte Blair: „Es ist Fairplay gegenüber der Polizei, die bloß versucht, die Menschen in Sicherheit zu halten. Dennoch ist es der größte Lacher, den wir dieses Jahr hatten.“

Der Comedy-Club hatte das Online-Event am Abend auf seiner Facebook-Seite angekündigt und um eine Spende in beliebig hoher Summe gebeten. „Wir versuchen, etwas Geld für unsere Comedians zu sammeln, da sie wegen des Lockdowns nun alle ohne Arbeit sind“, begründete der Clubbesitzer die Aktion weiter. Das schreibt der britische Daily Star.

Erst am Sonntag hatte Michael Gove, Staatssekretär für Kabinettsangelegenheiten, erklärt, dass die verhängte Ausgangssperre deutlich länger als drei Wochen andauern werde. Mindestens so lange dürfte damit auch der Comedy-Club geschlossen bleiben. Sollte er bis dahin erneut eine alte Live-Show im Internet veröffentlichen, so dürfte die britische Polizei jetzt aber vorgewarnt sein. (nk)