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Coronavirus: Israel feiert Forschungs-Durchbruch! ++ Horror-Prognose für die USA

Baumwoll-Maske richtig reinigen: So geht’s!

In Deutschland herrscht vielerorts Maskenpflicht, um andere zu schützen. Doch die mehrfach verwendbaren Baumwollmasken müssen zum eigenen Schutz regelmäßig gereinigt werden. Wir zeigen wie.

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  • Coronavirus beherrscht die ganze Welt
  • Weltweit über 250.000 Tote und mehr als 3,5 Millionen Infizierte
  • Deutschland droht zweite Pandemie-Welle

Das Coronavirus bestimmt den Alltag der Menschen und wird uns noch einige Zeit begleiten.

Seit Montag kehrt Deutschland langsam zurück ins normale Leben. Weitere Entscheidungen für Lockerungen werden am 6. Mai erwartet - dann berät die Regierung erneut über das Coronavirus.

Coronavirus aktuell: Alle Informationen rund um Covid-19 in unserem Newsblog

Wann wird es einen Impfstoff geben? Welche Folgen hat der Lockdown auf Kinder und Ältere, die soziale Kontakte mehr brauchen als andere? Wann dürfen Restaurants und Bars wieder öffnen? Wann startet die Bundesliga wieder?

All diese Fragen und noch mehr Informationen rund um das Coronavirus und die Folgen erhältst du in unserem News-Blog!

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Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

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Hier die Corona-Karte mit den aktuellen Fallzahlen:

Coronavirus: Aktuelle News in unserem News-Blog

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Dienstag, 5. Mai

10.29 Uhr: Zahl der Neuinfektionen niedrig - keine Engpässe bei Intensivbetten

Die Zahl der Neuinfektionen bleibt weiterhin niedrig, deshalb kann Deutschland erst einmal ein wenig aufatmen. Wie das Robert-Koch-Institut mitteilte, wird es offenbar keine Probleme auf Intensivstationen geben. „Bei der derzeitigen Dynamik muss man deutlich sagen, werden keine Engpässe prognostiziert“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler.

09.46 Uhr: Sachsen genehmigt Mannschaftstraining von RB Leipzig

In Sachen Lockerungen ist der Freistaat Sachsen ein Vorreiter. Als erstes Bundesland hat Sachsen nun das Mannschaftstraining einer Profifußballmannschaft genehmigt. Das bestätigte ein Sprecher des Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Er verwies dabei auf die seit Montag geltende neue Corona-Schutz-Verordnung des Freistaats Sachsen, laut der Athleten ihren Sport wieder ausüben dürfen, wenn ein Arbeitsvertrag besteht. Bis dato konnten die Fußballer von RB Leipzig lediglich in Kleingruppen trainieren.

08.45 Uhr: Profisport in Südkorea wieder erlaubt

Während Deutschland noch keine Liga wieder aktiv ist, hat Südkorea den Spielbetrieb wieder aufgenommen. Am Dienstag startete die neue Baseball-Saison unter strengen Auflagen. Fußball und Golf sollen schon bald folgen. Es sind keine Zuschauer erlaubt und von jedem Spieler wird zwei Mal vor dem Spiel Fieber gemessen. Außerdem sind Spucken und Händeschütteln verboten.

08.04 Uhr: Bundesliga-Start am 15. Mai?

Wie die Agentur Reuters aus Regierungskreisen erfahren haben will, soll die Bundesliga am 15. Mai ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen. Am Mittwoch trifft sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten. Dann soll auch eine Entscheidung über die Bundesliga getroffen werden. Laut Reuters gelte es als wahrscheinlich, dass ab dem 15. Mai wieder Geisterspiele erlaubt seien.

07.32 Uhr: Horror-Prognose für die USA

Die US-Gesundheitsbehörde CDC warnt vor einer dramatischen weiteren Zuspitzung der Corona-Krise in den Vereinigten Staaten. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen könnte bis Anfang Juni laut der internen Prognose um das etwa Achtfache auf 200.000 steigen, wie „New York Times“ und „Washington Post“ am Montag berichteten. Die Zahl der täglich verzeichneten Todesfälle könnte demnach deutlich auf etwa 3000 anwachsen.

07.01 Uhr: Heftige Kritik am Immunitätsausweis

Patientenschützer lehnen Pläne der Bundesregierung, auch beim Coronavirus einen Nachweis für eine Immunität zu ermöglichen, rundweg ab. „Der Immunitätsausweis wäre ein tiefer Eingriff in die Persönlichkeitsrechte“, sagte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Der Vorschlag gehe „ethisch weit über die aktuelle Bekämpfung der Pandemie hinaus“, beklagte er.

„Denn während die Immunisierten Teilhabe am öffentlichen Leben erhalten, wird sie den Nichtimmunisierten verwehrt. Das ist zutiefst diskriminierend.“ Zudem verleite der Immunitätsausweis zu vorsätzlichen Selbstinfektionen. „Der Hochrisikogruppe bliebe dann nur die Wahl zwischen langanhaltender Isolation oder Lebensgefahr. Eine solche Spaltung der Gesellschaft ist unverantwortlich“, kritisierte Brysch.

06.35 Uhr: Israelischen Forscher gelingt Durchbruch

Israelische Forscher vom Israel Institute for Biological Research (IIBR) haben einen Erfolg gefeiert. Die Wissenschaftler haben Coronavirus-Antikörper isoliert. Dies sei ein „bedeutender Durchbruch“ in Richtung einer möglichen Behandlung der Corona-Pandemie, sagte der israelische Verteidigungsminister Naftali Bennett.

In seiner Erklärung heißt es, dass die entwickelten „monoklonalen neutralisierenden Antikörper“ das neuartige Coronavirus im Körper des Trägers neutralisieren könne. Das könnte ein erster Schritt der Bekämpfung des Coronavirus sein.

Montag, 4. Mai

23.00 Uhr: Weltweit jetzt über 250.000 Tote

Die Anzahl der Corona-Toten weltweit hat laut der Johns-Hopkins-Universität die Marke von 250.000 übertroffen.

22.00 Uhr: Innenminister Seehofer verlängert Grenzkontrollen

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat die Grenzkontrollen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark bis zum 15. Mai verlängert. Auch für Flüge aus Spanien und Italien gilt die Verlängerung. So sollen die Infektionsgefahren durch das Coronavirus weiter erfolgreich eingedämmt werden, hieß es in einem Schreiben des Ministeriums am Montagabend.


Menschen, die weder Deutsche noch dauerhaft hier ansässig sind, dürfen seither nur noch aus einem „triftigen Reisegrund“ nach Deutschland kommen. Einreisen dürfen EU-Bürger, die durch Deutschland in ihr Heimatland reisen oder Lastwagenfahrer. Die Einreise ist zudem auf bestimmte Grenzübergänge beschränkt.

21.15 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern will Ostsee-Urlaub erlauben

Mecklenburg-Vorpommern will zu Pfingsten auch Auswärtigen wieder Urlaub an der Ostsee erlauben. Das sieht ein Stufenplan zum Neustart des Gastgewerbes im Nordosten vor, auf den sich am Montagabend in Schwerin Vertreter von Landesregierung und Gastgewerbe in der gemeinsamen Task Force Tourismus verständigten.

20.20 Uhr: Spahn verzichtet vorerst auf Corona-Immunitätsausweis

Die Einführung eines Immunitätsausweises wird nicht wie ursprünglich geplant in dem Corona-Gesetz geregelt, das am Donnerstag erstmals im Bundestag beraten wird. „Die Frage, ob im Falle von Corona zusätzlich ein Immunitätsausweis sinnvoll ist, sollten wir als Gesellschaft in Ruhe abwägen und debattieren“, erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag.

19.00 Uhr: Todeszahlen in New York sinken weiter

In New York sinken die Todeszahlen weiter. Am Sonntag seien 226 Menschen nach einer Corona-Infektion gestorben, teilte Gouverneur Andrew Cuomo am Montag bei seiner täglichen Pressekonferenz mit. Auch die Zahl der Infizierten, die im Krankenhaus liegen, sank weiter, ebenso die Zahl der Neu-Infizierten. Insgesamt haben sich in dem US-Bundesstaat bislang mehr als 300.000 Menschen mit dem Virus infiziert, rund 19.000 sind daran gestorben.

17.45 Uhr: Bundesliga im Free-TV? Jetzt äußert sich Sky!

Noch ist nicht sicher, ob im Mai endlich wieder der Ball in der Bundesliga rollen kann. Doch vieles deutet darauf hin, dass bald die Entscheidung für eine Fortsetzung der Bundesliga mit Geisterspielen beschlossen wird. Das wirft die Frage auf, ob Fans die Spiele nur im Pay-TV bei Sky und DAZN verfolgen können – oder die Spiele angesichts der besonderen Situation auch im frei empfangbaren Fernsehen übertragen werden. Jetzt hat sich Sky geäußert! >> HIER GEHT ES ZUM ARTIKEL!

17.15 Uhr: Autoländer Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen setzen sich für Kaufprämie ein

Der Bund soll die Autobranche nach dem Willen von Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen mit Kaufprämien von bis zu 4.000 Euro anschieben. „Wir haben eine gemeinsame Vorgehensweise vereinbart“, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München nach einer Schaltkonferenz mit seinen Amtskollegen Stephan Weil (SPD) und Winfried Kretschmann (Grüne).

Demnach empfehlen die drei Länder 4.000 Euro Kaufprämie beim Kauf eines Elektroautos. Verbrenner mit neuer Abgasnorm sollten mit 3.000 Euro gefördert werden. Wer binnen zwei Jahren von einem Verbrenner mit moderner Abgasreinigung auf ein Elektroauto umsteige, solle zusätzlich 1000 Euro erhalten. Wer seinen alten Verbrenner verschrottet, dem sollen darüberhinaus 1.000 Euro winken.

16.45 Uhr: Mexiko korrigiert Corona-Fälle deutlich nach oben

Mexiko hat die offizielle Zahl der Corona-Fälle deutlich nach oben korrigiert. Es sei von 128.033 Infektionen auszugehen, teilte die Regierung unter Berufung auf ein epidemiologisches Berechnungsmodell mit. Bislang waren in Mexiko 23.471 Fälle verzeichnet worden.

16.15 Uhr: UN-Generalsekretär Guterres: Größtes öffentliches Gesundheitsprogramm der Geschichte nötig

Die Entwicklung von Impfstoffen und Arzneien gegen das Coronavirus und die Verteilung in aller Welt wird laut UN-Generalsekretär Antonio Guterres rund 40 Milliarden Euro kosten. Nötig sei das größte öffentliche Gesundheitsprogramm der Geschichte, erklärte Guterres zur internationalen Geberkonferenz der EU-Kommission am Montag. Guterres kündigte eine weitere Konferenz Ende Mai an.

15.43 Uhr: Merkel: Deutschland steuert über halbe Milliarde Euro für Impfstoff-Entwicklung bei

Deutschland will 525 Millionen Euro für die internationale Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten gegen das Coronavirus bereitstellen. Das sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag bei einer Online-Geberkonferenz. Die Pandemie sei eine globale Herausforderung, die auch nur mit einer weltweiten Zusammenarbeit besiegt werden könne, sagte Merkel. Sie kritisierte, dass in dieser Zeit nicht alle zu einer multilateralen Zusammenarbeit bereit seien. „Es ist eine Stunde der Hoffnung“, sagte Merkel. Und: „Deutschland wird sich tatkräftig einbringen.“

15.34 Uhr: DFL meldet zehn Corona-Fälle in 1. und 2. Bundesliga

Die DFL hat bekanntgegeben, dass die erste Testreihe unter den 36 Profiklubs insgesamt zehn Infektionsfälle ergeben hat. Insgesamt seien bei allen Erst- und Zweitligisten 1.724 Corona-Tests durchgeführt worden. Der 1. FC Köln hatte am Freitag drei positive Fälle gemeldet. Welche Klubs die restlichen sieben betreffen, teilte die DFL nicht mit.

15.07 Uhr: Arbeitsminister Heil: „Kann nicht für jeden einzelnen Arbeitsplatz garantieren“

Die Bundesregierung will Ende Mai mit Gewerkschaften und Wirtschaft über den Schutz von Lehrstellen beraten. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) am Montag auf einer Pressekonferenz in Mainz: „Wir werden auch Maßnahmen finden, um Ausbildung zu sichern.“ Es müsse verhindert werden, dass Lehrstellen auf breiter Front wegbrächen. Heil schränkt aber auch ein: „Als Bundesarbeitsminister kann ich nicht für jeden einzelnen Arbeitsplatz in Deutschland garantieren.“

14.58 Uhr: Spanien startet mit ersten Lockerungen

Wie in Italien startet auch das stark betroffene Spanien mit ersten Lockerungen. Schon seit Samstag sind Sport und Spaziergänge im freien wieder erlaubt. Seit heute dürfen auch wieder die ersten Geschäfte öffnen. Zunächst durften kleine Läden wie Friseurgeschäfte wieder öffnen, allerdings nur auf Terminbasis. Zudem können Kunden sich ab sofort bei Restaurants ihr Essen nach vorheriger Bestellung selbst abholen. Zuvor war lediglich der Lieferservice erlaubt. Es ist die erste Phase von vier.

14.29 Uhr: Spahn verteidigt Pläne für Corona-Immunitätsausweis

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat seine Pläne für einen Corona-Immunitätsausweis verteidigt. „Das haben wir ganz normal bei anderen Virus-Erkrankungen auch“, sagte Spahn am Montag auf einer Pressekonferenz in Bayern.

Zunächst einmal soll es von der Regierung aber noch keinen Gesetzesentwurf dazu geben. Spahn habe den Ethikrat erst um eine Stellungnahme gebeten.

13.56 Uhr: Karlicek dämpft Hoffnungen auf einen Impfstoff

Während US-Präsident Trump schon Ende diesen Jahres mit einem Impfstoff rechnet, dämpft Bundesforschungsministerin Anja Karlicek die Hoffnungen. Karlicek erwarte frühestens Mitte 2021 einen Impfstoff. „Wir dürfen keine Wunder erwarten“, sagte sie. Zudem erklärte sie, dass der mögliche Impfstoff nicht unbedingt alle Erwartungen erfüllen können. Beispielsweise wäre es möglich, dass man lediglich gegen eine schwere Erkrankung immun sei oder es immer wieder einer „Auffrischung“ bedarf. Üblicherweise nehme die Entwicklung eines Impfstoffes mehrere Jahre in Anspruch.

12.43 Uhr: Niedersachsen will Gastronomie ab Montag mit Einschränkungen öffnen

Niedersachsen will die Gastronomie ab dem kommenden Montag mit Einschränkungen wieder öffnen. Restaurants, Gaststätten und Biergärten sollen dann mit maximal der Hälfte der Plätze für Gäste öffnen können, sagte Landeswirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) am Montag in Hannover. Zudem soll eine Reservierungspflicht gelten.

11.49 Uhr: Neuer Coronavirus-Antikörpertest zugelassen

Das Pharamunternehmen Roche hat einen neuen Coronavirus-Antikörpertest entwickelt. Der neue Test soll eine noch höhere Genauigkeit besitzen. Von der Regierung wird er nun zugelassen. „Er ist wesentlich sensitiver und spezifischer als die Tests, die heute verfügbar sind“, erklärte Roche-Verwaltungsratspräsident Christoph Franz. „Das ist kein Test für den Hausgebrauch“, machte der Sprecher deutlich. Es handle sich um einen Bluttest, zu dessen Auswertung man technische Geräte benötige.

Der Test habe eine Sensitivität von 100 Prozent und eine Spezifität von 99,8 Prozent. Erstere gibt den Prozentsatz der Betroffenen an, bei denen die Infektion tatsächlich erkannt wird. Letztere sagt aus, wie viele Gesunde von dem Test auch tatsächlich als gesund erkannt werden.Es gehe darum, in der Bevölkerung breit zu messen und einzelnen Menschen ein klares Signal zu geben, sagte Franz.

„Ein wichtiger Meilenstein“, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Es sei ein entscheidender Schritt nach vorne. Gesundheitsminister Spahn erklärte, dass sofort 3 Millionen Test für Deutschland zur Verfügung stehen und 5 Millionen Tests pro Monat garantiert sind.

11.21 Uhr: Heinsberg-Studie: Dunkelziffer könnte bei über 1,8 Millionen liegen

Nach den neusten Erkenntnissen der Heinsberg-Studie könnten sich in Deutschland mittlerweile über 1,8 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Dies ergab eine Schätzung der Universität Bonn. Als Grundlage für die Errechnung der möglichen Dunkelziffer nahmen die Wissenschaftler das Modell der Heinsberg-Studie. Allerdings handelt es sich hierbei nur um eine theoretische Zahl. Zum Vergleich: Aktuell gibt es 165.000 bestätige Corona-Fälle in Deutschland.

10.46 Uhr: Großbritannien stellt über 400 Millionen Euro zur Verfügung

Großbritannien stellt für die weltweite Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus 388 Millionen Pfund (etwa 442 Millionen Euro) zur Verfügung. „Um diese Schlacht zu gewinnen, müssen wir zusammenarbeiten, um einen unbezwingbaren Schutzschild um alle Menschen zu bauen“, teilte Premierminister Boris Johnson am Montag in London anlässlich einer Geberkonferenz mit. „Das Rennen um den Impfstoff sei „kein Wettbewerb zwischen Ländern, sondern das dringendste gemeinsame Unterfangen unseres Lebens“.

Die EU-Kommission will mit einer weltweiten Allianz über 7,5 Millionen Euro für den Kampf gegen Corona sammeln (siehe Eintrag: 07.12 Uhr).

10.02 Uhr: Arzt hält Urlaub für möglich

Reinickendorfs Amtsarzt Patrick Larscheid hält Urlaub am Strand oder in den Bergen während der Corona-Pandemie für keine Utopien. „Entscheidend ist das Verhalten“, sagt er. „Das bedeutet, dass wir Abstand halten und die Kontaktzeiten zueinander reduzieren.“

„Wir könnten das schaffen, wenn wir in Urlaubsorten auf bestimmte Dinge verzichten“, sagte Larscheid. Dazu zählten zum Beispiel Freiluftkonzerte, große Feuerwerke oder proppevolle Essensstände - eben alles, was mit Menschenmengen zu tun habe. Es sei aus infektionsepidemiologischer Sicht aber nicht nachvollziehbar, warum Menschen nicht an einem See liegen sollten oder wandern - wenn die Abstandsregeln stimmten. „Das sind ja keine gefährlichen Sachen. Das ist am Heimatort nicht anders als am Urlaubsort.“

09.00 Uhr: Italien lockert seine Ausgangssperre, Japan verlängert Notstand

Italien hat zum ersten Mal seit neun Wochen die strikten Corona-Maßnahmen landesweit gelockert. Die Italiener dürfen ab sofort wieder spazieren gehen und Verwandte besuchen. Zudem können die Industrie und Bauwirtschaft wieder arbeiten. Restaurants liefern Essen to go.

Wie japanische Medien berichten hat die Regierung in Japan den Notstand trotz sinkender Infektionszahlen bis Ende Mai verlängert. Die Bürger des Inselreiches sind lediglich dazu aufgefordert, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben. Viele Geschäfte, Restaurants und Kaufhäuser sind geschlossen.

08.20 Uhr: China weist Vorwürfe der USA zurück

Chinesische Staatsmedien haben Vorwürfe der US-Regierung über Vertuschung in der Corona-Krise und den Ursprung des Virus als „grundlose Beschuldigungen“ zurückgewiesen. Es sei eine Strategie, von der eigenen „Unfähigkeit“ im Kampf gegen die Pandemie abzulenken, kommentierte am Montag die Zeitung „Global Times“, die vom kommunistischen Parteiorgan „Volkszeitung“ herausgegeben wird.

US-Außenminister Mike Pompeo sprach von „überwältigenden Beweisen“, dass das Virus aus einem Labor in der chinesischen Stadt Wuhan stamme. (Siehe Eintrag: Sonntag, 20.51) „Die Wahrheit ist, dass Pompeo keinerlei Beweise hat“, so die Zeitung. Wenn es sie gäbe, sollten die USA die Belege Forschungsinstituten und Wissenschaftlern geben, damit diese sie prüfen könnten.

Ziel der US-Regierung sei es, China die Schuld für die Pandemie zu geben, um die öffentliche Meinung zu manipulieren und „Klagen wegen Amtspflichtverletzung“ hinsichtlich der eigenen Reaktion auf die Pandemie zu entgehen.

7.44 Uhr: Die Woche der Lockerungen

Heute beginnt die Woche der vorsichtigen Lockerung. Ab dem heutigen Montag fährt der Schulbetrieb langsam wieder hoch, Friseure dürfen wieder ihrem Job nachgehen und auch die Spielplätze sind für Kinder wieder geöffnet. Zudem stehen auch Zoos und Museen für Besucher wieder offen. Über weitere Lockerungen berät die Bundesregierung am Mittwoch.

7.12 Uhr: Weltweite Allianz gegen das Coronavirus

Heute kommen zum ersten Mal die wichtigisten Akteure im Kampf gegen das Coronavirus zusammen. Die EU-Kommission will eine weltweite Allianz für eine Anschubfinanzierung für Impfstoffe, Arzneien und Tests. Insgesamt sollen so über 7,5 Milliarden Euro zusammenkommen. Mit von der Partie sind nicht nur die Vereinten Nationen und die Weltgesundheitsorganisation WHO, sondern auch private Partner wie die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung, die Koalition für Innovationen zur Vorsorge gegen Epidemien Cepi und die Globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierungen Gavi. Saudi-Arabien ist als Vorsitzland der G-20-Gruppe dabei.

Bei einer von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen organisierten Online-Konferenz soll auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sprechen. Merkel hat bereits einen „deutlichen finanziellen Beitrag“ aus Deutschland zu gesagt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur geht es um einen dreistelligen Millionenbetrag. Ziel des Ganzen: Ein Gegenmittel soll möglichst schnell und preiswert auf den Markt gebracht werden.

Lieber sein eigenes Ding macht die USA: Donald Trump startete zuletzt sein eigenes Programm zur Entwicklung eines Impfstoffs.

06.14 Uhr: Trump rechnet mit Impfstoff bis Jahresende

US-Präsident Trump pocht nicht nur auf die Öffnung der amerikanischen Wirtschaft, sondern rechnet auch noch in diesem Jahr mit einem Impfstoff. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir bis zum Ende des Jahres einen Impfstoff haben werden“, sagte Trump bei einer Veranstaltung des Senders Fox News in Washington - auch wenn ihm seine Ärzte davon abraten.

Der prominente US-Regierungsberater und Immunologe Anthony Fauci hatte sich am Donnerstag im Sender CNN vorsichtiger geäußert. Er rechne im Idealfall im Januar mit einem Impfstoff, sagte Fauci. „Ich kann das aber nicht garantieren.“ Es gebe zahlreiche Unsicherheitsfaktoren, die einen Impfstoff verzögern könnten.

Sonntag, 3. Mai

20.51 Uhr: Schwere Vorwürfe Richtung China

US-Außenminister Mike Pompeo sagte am Sonntag dem TV-Sender „ABC“, es gebe „überwältigende Beweise“ dafür, dass der neuartige Erreger aus einem Labor in der chinesischen Stadt Wuhan stamme. Ob das Virus absichtlich freigesetzt wurde, sagte Pompeo nicht. Doch China sei laut des US-Außenministers bekannt dafür, „die Welt zu infizieren und minderwertige Labore zu betreiben“.

20.12 Uhr: Seehofer für Geisterspiele und Lockerungen

Innenminister Horst Seehofer hat sich in der ZDF-Sendung "Berlin direkt" für Lockerungen im öffentlichen Leben und Geisterspiele in der Bundesliga ausgesprochen.

Seehofer kündigte an, in den nächsten Tagen über den gesamten Sport, Schulen und die Gastronomie reden zu wollen. "Ich möchte, dass wir im Lichte der Infektionsentwicklung Stück für Stück zu mehr Lockerungen kommen", sagte Seehofer. Ziel sei es den Erfolg zu sichern und gleichzeitig das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben zu sichern, so Seehofer.

Auch für eine Fortsetzung der Bundesliga hat Seehofer plädiert. "Ich bin sehr für die Lösung der Deutschen Fußball-Liga." Die Bundesliga könne laut Seehofer ohne Publikum spielen, in Restaurants sei ein Betrieb ohne Publikum allerdings schwierig. Trotzdem sei er für eine baldige Öffnung der Restaurants und Kneipen. "Da kann man das mit Abstand lösen, aus meiner Sicht."

19.15 Uhr: Spahn gesteht Rechenfehler bei Corona-Zahlen

Verwirrung um Corona-Zahlen! Am Donnerstag hatte die Bundesregierung von 40.000 akut Infizierten gesprochen. Diese Zahl sei nicht korrekt gewesen, räumte nun eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums ein. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ den Rechenfehler gestanden. Er habe bei der Berechnung um 6000 daneben gelegen, so Spahn.

Kanzlerin Angela Merkel und Spahn hatten von 40.000 gesprochen - fast ein Drittel mehr als vom RKI ausgewiesen. Dem lag offenbar ein Berechnungsfehler zugrunde. Spahn sprach am Mittwoch von 157.000 Infizierten und 120.000 Genesenen - in Summe also 37.000 akut Infizierten. Er hatte dabei offenbar die 6.000 Toten vergessen. Infektiös waren also nach RKI-Zahlen nur noch etwa 31.000.

18.38 Uhr: Drei Ärzte in Russland aus Fenster gefallen

Russland kämpft aktuell mit steigenden Corona-Zahlen. Aber nicht nur das: das Land erschüttern drei mysteriöse Fälle, in denen Ärzte aus dem Fenster gestürzt sind. Zwei von ihnen sind tot, einer schwebt in Lebensgefahr. Was sie alle gemeinsam hatten, liest du hier in der ganzen Geschichte.

18.17 Uhr: CSU-Politiker will GEZ kippen

Fällt die GEZ-Erhöhung wegen Corona flach? Stefan Müller, Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU, fordert das jetzt nachdrücklich. Zu BILD sagt er: „Die GEZ-Erhöhung muss gestrichen werden! Der Rundfunkbeitrag darf 2021 nicht noch weiter steigen! In einer Zeit in der tausende Arbeitnehmer um ihren Job bangen und in Kurzarbeit sind, ist keinem zu erklären, warum der Rundfunkbeitrag steigt.“

17.00 Uhr: Erdogan stimmt umstrittene Aussagen zu

In der Türkei hat Ali Erbas, der Chefs der türkischen Religionsbehörde Diyanet, in einer Predigt am Freitag vor einer Woche unter anderem gesagt, dass Homosexualität Krankheiten mit sich bringe und Generationen „verrotten“. Das fand jetzt auch noch Zustimmung von Präsident Erdogan. >>> hier mehr erfahren

14.56 Uhr: Studie: Diese Gesellschafts-Gruppen hamstern besonders viel

Speziell in den ersten Wochen der Corona-Krise waren Bilder von leeren Supermarkt-Regalen in Deutschland Alltag. Der Marktforscher Nielsen hat nun im Auftrag des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller in einer Studie untersucht, welche Gesellschafts-Gruppen besonders intensiv gehamstert haben.

Das Ergebnis: Vor allem junge Menschen haben sich mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Arzneien eingedeckt. Von den rund 1000 Befragten gaben 43 Prozent der 18- bis 29-Jährigen an, sie hätten sich mehr Arzneien gekauft als sie es in normalen Zeiten getan hätten. Bei den über 60-Jährigen waren es nur 9 Prozent.

14.21 Uhr: Britischer Premier Johnson: Ärzte bereiteten sich auf die Verkündung meines Todes vor

In einem emotionalen Zeitungsinterview hat der britische Premierminister Boris Johnson erstmals ausführlich über seine Behandlung auf der Intensivstation wegen seiner Coronavirus-Infektion gesprochen. Die Ärzte hätten sich schon darauf vorbereitet, wie sie notfalls seinen Tod verkünden würden, sagte Johnson der Boulevardzeitung „Sun on Sunday“. Er sei „nicht in besonders brillanter Verfassung“ gewesen und ihm sei bewusst gewesen, „dass es Notfall-Pläne gab“.

„Die Ärzte hatten alle möglichen Vorkehrungen getroffen, was zu tun wäre, wenn die Dinge schrecklich schlecht liefen“, sagte Johnson der Zeitung. Die Ärzte hätten „eine Strategie für den Umgang mit einem “Tod in einem Stalin-artigen Szenario„ gehabt, fügte Johnson mit Blick auf den Tod des Sowjetführers während seiner Amtszeit hinzu.

13.34 Uhr: Neuer Höchststand bei Corona-Infektionen in Russland

In Russland steigt die Zahl der neu mit dem Coronavirus Infizierten weiter dramatisch an. Mit 10 633 neuen Fällen innerhalb eines Tages sei ein neuer Höchststand erreicht worden, teilten die Behörden am Sonntag in Moskau mit. Damit gibt es nun landesweit mehr als 134 600 nachgewiesene Infektionen. Bisher starben 1280 Menschen mit dem Virus. 16 600 erholten sich wieder.

Im größten Land der Erde blieb die Zahl der Corona-Patienten lange niedrig. Seit Tagen nimmt sie aber so rasant zu wie in keinem anderen Land - obwohl Ausgangssperren gelten, mit denen eine weitere Ausbreitung des Erregers verhindert werden sollte. In den vergangenen Wochen wurden die Corona-Tests deutlich ausgeweitet. Experten zufolge sind deshalb deutlich mehr Fälle in Russland nachgewiesen worden.

12.32 Uhr: Doppel-Infizierung mit Covid-19? Große Forscher-Panne in Südkorea

Eine der zentralen Fragen im Kampf gegen das Coronavirus: Können bereits infizierte Menschen sich später ein weiteres Mal anstecken? Der Virologe Christian Drosten meint, dass nach einer Ansteckung für mindestens zwei Jahre eine Immunität besteht. Forscher in Südkorea sahen das zunächst anders.

Die Wissenschaftler des südkoreanischen Zentrums für Krankheitsbekämpfung und –prävention (CDC)wollten in einer Studie herausgefunden haben, dass Corona-Rückfälle möglich sind. Das Virus könnte sich demnach reaktivieren.

Nun stellte sich laut „Sky News“ allerdings heraus, dass bei den Ergebnissen der Studie Messfehler vorlagen. Das CDC teilte daraufhin mit, dass Covid-19 im menschlichen Körper nicht reaktiviert werden kann.

11.31 Uhr: Angriff auf Merkel! Wirtschaftsverbände setzen Kanzlerin unter Druck

Die deutsche Wirtschaft leidet enorm unter der Corona-Krise. Am vergangenen Donnerstag hätten die Verbände sich von der Bundesregierung weitere Lockerungen gewünscht. Stattdessen verwies Angela Merkel darauf, dass es erst am kommenden Mittwoch zu einer solchen Ankündigung kommen könnte – und auch nur dann, wenn die Infektionszahlen weiter sinken.

Jetzt wächst der Druck auf Merkel. So wendet der Bundesverband mittelständische Wirtschaft sich in einem offenen Brief an die Kanzlerin: „Heben Sie den Lockdown auf, bevor es zu spät ist“, heißt es darin.

Auch die Verbände aus den Bereichen Automobilindustrie, Hotel und Gaststätten sowie Reisewirtschaft fordern von Merkel am 6. Mai einen klaren Ausstiegsfahrplan aus dem Lockdown.

10.40 Uhr: Kein Urlaub im Ausland? Seehofer redet Klartext

Wer in diesem Sommer gerne im Ausland seinen Urlaub verbracht hätte, wird vermutlich enttäuscht. Die Corona-Krise könnte den Urlaubern einen Strich durch die Rechnung machen. Müssen die Menschen im Sommer in Deutschland bleiben?

Innenminister Horst Seehofer sagte der „Bild“: „Das hängt vom Infektionsgeschehen ab. Niemand will die Bewegungsfreiheit der Bürger länger einschränken als unbedingt nötig. Aber leichtsinnige Öffnungen, die später in Gestalt erhöhter Ansteckungszahlen zurückschlagen, helfen niemandem. Solange das Virus keinen Urlaub macht, müssen auch wir uns mit unseren Reiseplänen beschränken – so verständlich der Wunsch für die Menschen und die Tourismusbranche auch ist. Der Infektionsschutz gibt da den Zeitplan vor.“

9.51 Uhr: Schlimme Vorwürfe: Hat China etwa die ganze Welt getäuscht?

Führende Geheimdienste aus dem englischsprachigen Raum erheben schwere Vorwürfe gegen China. Den Geheimdiensten aus den USA, Kanada, Großbritannien, Australien und Neuseeland lägen demnach Beweise dafür vor, China hätte im Winter den Ausbruch des Coronavirus geheim gehalten.

So hätten die Chinesen Beweismittel in Laboren vernichtet und Mediziner mundtot gemacht, heißt es in einem Bericht des „Daily Telegraph“. Dadurch wurde eine rechtzeitige Bekämpfung von Covid-19 unmöglich.

9.08 Uhr: Außenminister Maas mit klarer Warnung an Urlauber

Außenminister Heiko Maas wirbt für Besonnenheit bei der Aufhebung der weltweiten Reisewarnungen. „Wenn Leute nicht nur wieder ins Ausland fliegen können, sondern auch mit hinreichender Sicherheit zurückkommen, dann können wir die Reisewarnung schrittweise zurückfahren“, sagte der SPD-Politiker der „“. „Es darf dabei aber keine Schnellschüsse geben. Wir können und werden im Sommer nicht noch einmal eine Viertelmillion Menschen aus dem Urlaub zurückholen.“

8.24 Uhr: Partystimmung in Spanien

Die erste Lockerung der Ausgangssperre für Freizeitaktivitäten nach 48 Tagen hat überall im Corona-Hotspot Spanien für Partystimmung und volle Straßen gesorgt. Noch bis kurz vor Mitternacht strömten die Menschen am Samstag zahlreich und ausgelassen ins Freie.

Erstmals seit Mitte März durften die knapp 47 Millionen Bürger aus dem Haus, um spazieren zu gehen oder Sport zu treiben. Strandpromenaden wie das Paseo Marítimo in Barcelona füllten sich schon frühmorgens mit Radfahrern, Joggern und Spaziergängern. In Madrid sah man vor allem auf großen Straßen wie der Gran Vía oder dem Paseo de la Castellana sehr viele Menschen.

7.19 Uhr: Westdeutschland vs. Ostdeutschland: Verblüffende Zahlen

Die verhältnismäßig niedrigen Corona-Infektionszahlen in den meisten ostdeutschen Bundesländern sind aus Expertensicht unter anderem auf demografische Faktoren zurückzuführen. „Das ist sicherlich eine wichtige Frage: Wo sind Menschen wie alt?“, sagte Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen. „Wir gehen oft in erster Linie davon aus, dass Alter ein Risikofaktor für schwere Erkrankungen ist. Das stimmt auch, aber die Ausbreitung ist zu Beginn wahrscheinlich tendenziell vor allem über jüngere Menschen erfolgt, über Reisende.“