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Coronavirus-Studie zeigt: SO groß könnte die Gefahr für junge Menschen wirklich sein

Vor allem Ältere sterben an der Coronavirus-Infektion.
Vor allem Ältere sterben an der Coronavirus-Infektion.
Foto: dpa

Das Coronavirus ist besonders für ältere Menschen gefährlich, so viel ist mittlerweile klar. Vermutlich liege es am schwächeren Immunsystem, meinen Ärzte, dass vor allem Menschen über 65 Jahre an dem Virus sterben. Doch jetzt gibt es eine Studie, die aufzeigt, dass auch Jüngere von der Infektion getötet werden können.

Forscher an der Stanford Universität in den USA haben in acht europäischen Ländern und einigen US-Bundesstaaten die Todesfälle der Coronavirus-Infektion bis zum 4. April ausgewertet und ermittelt, wie hoch der Anteil der über 65-Jährigen ist und wer vorerkrankt war.

Studie zum Coronavirus zeigt Risiko für Jüngere auf

Auch Deutschland wurde in die Analyse mit aufgenommen, zu dem Zeitpunkt gab es 1158 Tote in der Bundesrepublik. Und die Ergebnisse der Studie sagen einiges aus. Vor allem, dass die Gefahr für unter 65-Jährige in Deutschland an dem Virus zu sterben sehr gering ist.

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Die Studie schätzt die Wahrscheinlichkeit so hoch ein wie bei einem Verkehrsunfall zu sterben, wenn man jeden Tag 14,5 Kilometer Auto fährt. Je kürzer die Strecke, desto geringer ist das Risiko an der Infektion zu sterben.

Zum Vergleich: In den USA liegt die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, ähnlich wie der Chance bei einem Autounfall getötet zu werden, wenn man täglich 668 Kilometer fahren würde.

Besonders oft betroffen sind Männer

Diese Zahl sei jedoch auch davon abhängig, wie ausgelastet das Gesundheitssystem im jeweiligen Land ist – und wie viele Verkehrstote es jeden Tag gibt.

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Noch eine Zahl überrascht in der Studie. Denn besonders oft betroffen sind demnach Männer, in Deutschland sind mehr als 50 Prozent der Toten männlich.

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Jüngere Menschen, das bedeutet unter 65-Jährige, machen laut der Studie fünf bis neun Prozent der Toten aus, wenn sie keine Vorerkrankungen hatten, fällt die Zahl noch geringer aus. (fb)