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Maischberger (ARD): Pandemie-Experte mit beunruhigender Wahrheit – „Die Wahrscheinlichkeit, dass ...“

Sandra Maischberger im Gespräch mit dem Pandemie-Experten Professor Dr. Dirk Brockmann.
Sandra Maischberger im Gespräch mit dem Pandemie-Experten Professor Dr. Dirk Brockmann.
Foto: Screenshot ARD

In diesen Tagen gibt es auch bei ARD-Talkmasterin Sandra Maischberger nur ein Thema: das Coronavirus. Am Mittwochabend hatte die 53-Jährige den Pandemie-Experten Professor Doktor Dirk Brockmann zu Gast.

Und der brachte eine unangenehme Wahrheit in die Runde. So sei es schon lange klar gewesen, dass eine solche Pandemie kommen werde. „Unter den Experten sind sich eigentlich alle einig gewesen, dass irgendwann so eine Pandemie kommt. Es war halt nur unsicher, wann das irgendwann passiert. Aber dass es kommt, war klar“, so der Experte.

Maischberger: Coronavirus-Experte erklärt – Menschen bewegen sich wieder mehr

Ein Grund dafür sei, dass immer mehr Menschen in Großstädten eng mit Tieren zusammen wohnen, so Dirk Brockmann. „Die Wahrscheinlichkeit, dass es irgendwann kommt, ist auch angewachsen“, erklärt der Pandemie-Experte weiter.

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Maischberger: Die Gäste am Mittwoch:

  • Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz
  • Pandemie-Experte Prof. Dr. Dirk Brockmann
  • Stellv. Welt-Chefredakteur Robin Alexander
  • Morgenmagazin-Moderatorin Anna Planken
  • Publizist Wolfram Weimer

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Ein Schwerpunkt des Wissenschaftlers ist es aber auch Bewegungsprofile zu analysieren. So stellte Brockmann bei Sandra Maischberger eine Statistik vor, die die Bewegungen der Menschen in Deutschland in diesem Monat mit dem März 2019 vergleicht.

Interessant: Die Menschen in Deutschland haben sich nach dem ersten Corona-Todesfall in Deutschland stark eingeschränkt. Die Bewegungsradien sind um 40 Prozent gesunken. Seit dem 30. März jedoch steigen sie wieder.

Experte sagt: „Menschen offenbar ein wenig müde geworden“

Brockmann erklärt das wie folgt: „Was hier passiert ist, ist, dass die Menschen offenbar ein wenig müde geworden sind. Das heißt, die Angst oder das wahrgenommene Risko der Pandemie ist gesunken. Die Leute wollen wieder zurück zur Normalität.“

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Keine gute Nachricht, wie der Experte bilanziert. Schließlich steige das Risiko das Coronavirus zu verbreiten so wieder an. Zudem gebe es in Deutschland sogar schon wieder Bereiche, in denen die Bewegungen wieder im normalen Bereich liegen. In denen die Menschen sich wieder so verhalten, wie noch vor der Pandemie. Beispielsweise in Thüringen oder Sachsen.

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Dies würde aber ausdrücklich nicht die Städte Jena und Erfurt betreffen, so Brockmann. Die Städte also, in denen schon länger eine Maskenpflicht gelte. Hier seien die Bewegungen noch weit unter der Normallinie. Seine Schlussfolgerung: Das Risiko scheint regional unterschiedlich wahrgenommen zu werden.