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Coronavirus: Vorsicht bei Pfingst-Fahrt in Niederlande! ++ Kontaktbeschränkung bis Ende Juni verlängert ++

Verschwörungstheorien - warum sie in Krisen so viele Menschen anziehen

5G-Netze, Bill Gates, ein Laborunfall in Wuhan: Um den Ursprung von Covid-19 ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien. Für Experten ist das keine Überraschung. In Krisen geben sie einigen Menschen demnach zumindest ein Gefühl von Kontrolle zurück.

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  • Weltweit über 350.000 Corona-Tote und 5,6 Millionen Infizierte
  • Alles zum Coronavirus in Deutschland und weltweit

Corona hat die Welt noch immer im Würgegriff. Bislang sind weltweit über 350.000 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben, rund 5,6 Millionen Personen sind infiziert. Forscher suchen mit Hochdruck nach einem Impfstoff. In Deutschland nimmt das öffentliche Leben langsam Fahrt auf.

Corona-News: Alle Neuigkeiten rund um Covid-19 im Newsblog

Alle Neuigkeiten rund um das Coronavirus in Deutschland, Europa und weltweit erfährst du hier in unserem News-Blog!

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Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

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Hier die Corona-Karte mit den aktuellen Fallzahlen:

Coronavirus: Aktuelle News in unserem News-Blog

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Mittwoch, 27. Mai

06.52 Uhr: Vorsicht bei Pfingst-Fahrt in Niederlande!

Pfingsturlauber oder Tagestouristen, die in Richtung Niederlande starten, müssen aufpassen: Im Nachbarland ist es aufgrund der Corona-Bestimmungen strafbar, mit drei oder mehr Personen aus unterschiedlichen Haushalten in einem Auto zu fahren. Maximal zwei Menschen, die nicht aus demselben Haushalt stammen, dürfen zusammen in einem Auto sitzen, sofern sie dabei eineinhalb Meter Abstand einhalten. Das bestätigte eine Sprecherin der Polizei Limburg in Maastricht.

Wenn drei oder mehr Personen, die aus unterschiedlichen Haushalten kommen, im Auto angetroffen werden, ist eine Geldbuße von 390 Euro fällig. Wenn man zwischen 13 und 17 Jahren alt ist, sind es nur 95 Euro.

Dienstag, 26. Mai

19.59 Uhr: Bund und Länder einig - Kontaktsperre bis zum 29. Juni

Bund und Länder haben sich grundsätzlich darauf verständigt, dass die Kontaktbeschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie bis zum 29. Juni verlängert werden. Dazu gehört, dass sich maximal zehn Menschen oder Angehörige zweier Haushalte in der Öffentlichkeit treffen dürfen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen in Berlin und Thüringen erfuhr. Thüringen hält sich bei neuen Kontaktbeschränkungen aber einen Sonderweg offen, ebenso andere Länder.

14.30 Uhr: Söder für mehr Kompetenzen vom Bund

- Angesichts des zunehmenden Auseinanderdriftens der Bundesländer bei den Anti-Corona-Schutzmaßnahmen fordert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mehr Macht für den Bund beim Infektionsschutz. „Ehrlicherweise glaube ich, wäre es besser, wenn der Bund da mehr verbindliche rechtsnormative Kraft hätte, als das jetzt der Fall ist“, sagte Söder nach einer Kabinettssitzung am Dienstag in München. Er sei zwar überzeugter Föderalist, aber an dieser Stelle wäre eine stärkere Führung des Bundes „sehr hilfreich“ - moralisch, aber auch rechtlich, betonte der CSU-Chef. Der aktuelle Wettlauf der Länder habe das Vertrauen der Bürger nicht gestärkt.

11.48 Uhr: Mutter von niederländischem Premier stirbt im Pflegeheim – kein Besuch möglich

Es sind traurige Geschichten wie diese, die das Coronavirus schreibt: Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte (53) hat seine Mutter wegen der strengen Corona-Maßnahmen in den letzten Wochen vor ihrem Tod nicht mehr besuchen können. Sie starb im Alter von 96 Jahren in einem Pflegeheim in Den Haag. Seine Mutter sei im engen Familienkreis beigesetzt worden, ließ Rutte über einen Regierungssprecher mitteilen. In dem Heim hatte es Infektionen gegeben. Medien-Berichten zufolge war Ruttes Mutter aber nicht im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Der Todestag war dem Bericht zufolge bereits am 13. Mai. „Wir haben im Familienkreis Abschied von ihr genommen und hoffen, diesen großen Verlust in der kommenden Zeit in aller Ruhe miteinander verarbeiten zu können“, ließ Rutte erklären.

06.37 Uhr: Söder warnt vor Auflagen bei Lufthansa-Rettung

Die umstrittene Lufthansa-Rettung ist beschlossen. Nut hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor überzogenen Auflagen der EU-Kommission bei der staatlichen Rettung der Lufthansa gewarnt. „Eine Diskriminierung der Lufthansa zugunsten von Low-Cost-Anbietern wäre ein falsches Signal“, sagte Söder dem „Handelsblatt“. Nach Angaben des Blattes soll Brüssel fordern, der Lufthansa sowohl in Frankfurt als auch in München Start- und Landerechte zu nehmen und an andere Fluggesellschaften zu verteilen.

„Damit soll wohl das deutsche Engagement gebremst werden“, sagte Söder dem Blatt. „Das ist europarechtlich und marktwirtschaftlich der falsche Ansatz.“ Söder forderte die Bundesregierung auf, den wettbewerbspolitischen Forderungen nicht nachzugeben.

Montag, 25. Mai

17.08 Uhr: Lufthansa und Regierung einigen sich

Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds hat dem Paket zur Rettung der Lufthansa zugestimmt. Es sieht verschiedene Hilfen und Eigenkapitalmaßnahmen in Höhe von neun Milliarden Euro vor.

14.12 Uhr: Lockerung der Kontaktbeschränkung ab 6. Juni in Deutschland

Vorschläge des Bundes in der Übersicht:

Nach dem Willen des Bundes sollte der Aufenthalt im öffentlichen Raum ab 6. Juni nur noch dort beschränkt werden, wo es die Infektionszahlen erfordern. Das steht in einer Beschlussvorlage des Kanzleramts:

  • Mindestabstand: In der Öffentlichkeit sollte weiterhin der Mindestabstand bis mindestens zum 5. Juli von eineinhalb Metern eingehalten werden. Auch die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sollte in bestimmten öffentlichen Bereichen weiter gelten.
  • Maßnahmen nach Infektionszahlen: Ab 6. Juni solle der Aufenthalt im öffentlichen Raum nur noch dort verbildlich eingeschränkt werden, wo die Infektionszahlen dies erfordern.
  • Private Treffen: Maximal 20 Menschen sollen sich treffen dürfen, und das möglichst im Freien. Zu Hause sollten sich nur so viele Menschen versammeln, dass die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden könnten. Maximal sollten es zehn sein. Der Raum sollte ausreichend gelüftet werden. Der Personenkreis, der etwa mit Kindern in Kontakt komme, sollte wegen der nicht immer umsetzbaren Schutzregeln möglichst klein gehalten werden.

11.44 Uhr: Lufthansa Deal steht wohl

Die Bundesregierung und das Lufthansa-Management haben sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur grundsätzlich auf milliardenschwere Staatshilfen für die angeschlagene Fluggesellschaft geeinigt. Zustimmen müssen aber noch der Lenkungsausschuss des staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds, die Gremien der Lufthansa sowie die EU-Kommission. Die Einigung sei „im Rahmen“ des von der Bundesregierung vorgesehenen Rettungsplans, hieß es am Montag in Regierungskreisen.

Demnach liegt das Volumen der Hilfen bei neun Milliarden Euro. Der Bund will sich vorerst mit 20 Prozent direkt an der Lufthansa beteiligen. Dies läge unterhalb der Sperrminorität, mit der wichtige Entscheidungen blockiert werden könnten. Zu klären waren in den vergangenen Tagen aber noch technische und rechtliche Fragen, wie es hieß. Bei dem Rettungsplan sind strenge EU-Vorgaben zu berücksichtigen - die EU-Kommission muss zustimmen.

10.34 Uhr: Sachsen will Einschränkungen wohl aufheben

Laut einem Bericht der „Leipziger Volkszeitung“ will Sachsen Thüringen folgen und Einschränkungen bis auf wenige Ausnahmen in wenigen Wochen aufheben. Dieser Plan soll in Kraft treten, falls die Infektionszahlen niedrig bleiben, so Sozialministerin Petra Köpping (SPD) zur „LVZ“. Es soll jedoch einige Ausnahmen geben, die Maßnahmen weiterhin aufrechterhalten.

„Statt wie jetzt generell Beschränkungen zu erlassen und davon viele Ausnahmen für das zu benennen, was wieder möglich ist, wird dann generell alles freigegeben und nur noch das Wenige an Ausnahmen benannt, was noch nicht möglich sein wird“, erklärte Köpping.

9.10 Uhr: Weniger Verkehrstote

Wegen der Einschränkungen in der Corona-Pandemie ist die Zahl der Verkehrstoten auf Deutschlands Straßen im März auf einen Tiefstand seit der Wiedervereinigung gesunken. Bei Unfällen kamen 158 Menschen ums Leben, im März 2019 waren es noch 234 Verkehrstote, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte. „Noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990 wurden in einem Monat weniger Menschen bei Verkehrsunfällen getötet als im März 2020“, hieß es. In der Regel sterben monatlich den Angaben einer Sprecherin zufolge mehr als 200 Verkehrsteilnehmer.

Aufgrund der Corona-Pandemie waren seit Mitte März deutlich mehr Menschen zu Hause geblieben, was sich auch im Straßenverkehr bemerkbar gemacht hatte. Laut den Statistikern sank die Zahl der Verkehrsunfälle auf 166 000, das waren 23 Prozent weniger als im März 2019.

06.30 Uhr: Fast 150 Infizierte in niederländischem Schlachthof nahe deutscher Grenze

In einem niederländischen Schlachthof in Groenlo unweit der Grenze zu Deutschland sind 147 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Gemeindeverwaltung Oost Gelre am Sonntag mit. Einem Bericht der Lokalzeitung „De Gelderlander“ zufolge leben 79 der Infizierten in Deutschland, 68 in den Niederlanden. Insgesamt wurden der Gemeindeverwaltung zufolge von den 657 Beschäftigten in dem Betrieb der Schlachthof-Gruppe Vion 25 Mitarbeiter noch nicht getestet, darüber hinaus fehlten die Daten von fünf Mitarbeitern. Die deutschen Behörden seien informiert worden.

Der Gewerkschaftsverband FNV hatte die Wohnsituation vieler Mitarbeiter für die Verbreitung des Virus verantwortlich gemacht. Vor allem Arbeitsmigranten würden in Gruppen-Unterkünften eng beieinander wohnen. In den meisten Fällen besorgen Arbeitsvermittler die Unterkünfte für die Migranten, vielfach in Deutschland.

Sonntag, 24. Mai

20.30 Uhr: Über 97.000 Corona-Tote in den USA

Die Zahl der Virus-Infizierten in den USA überschreitet die Marke von 1,6 Millionen. Die Zahl der neuen Fälle stieg zuletzt laut des Zentrums für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC) um 26.229 auf 1.622.114. Die Zahl der Toten legte auf 97.049 zu.

18.00 Uhr: Corona-Ausbruch nach Gottesdienst in Frankfurt

Nach einem Gottesdienst am 10. Mai in einer Kirchengemeinde in Frankfurt haben sich mehr als 100 Menschen infiziert. Doch auch andere Regionen in Hessen sind betroffen: 42 weitere Menschen in Hanau und im Wetteraukreis haben sich infolge des Frankfurter Gottesdienstes angesteckt! Gesundheitsminister Kai Klose: „Stand jetzt haben sich mindestens 107 Personen mit Wohnsitzen in Frankfurt und drei weiteren hessischen Landkreisen infiziert.“

17.00 Uhr: Mallorca öffnet Strände

Nach einer mehr als zweimonatigen Zwangsschließung werden am Montag auf Mallorca, den restlichen Balearen-Inseln, den Kanaren und auch in zahlreichen Küstenregionen des Landes alle Strände wieder geöffnet.

16.00 Uhr: Labor in Wuhan weist Vorwürfe zurück

Das Hochsicherheitslabor in Wuhan, das von den USA als Ausgangspunkt für die Corona-Pandemie bezeichnet wurde, hat entsprechende Vorwürfe entschieden zurückgewiesen. Solche Anschuldigungen seien eine „reine Erfindung“, sagte Labor-Leiterin Wang Yanyi in einem vom staatlichen Fernsehsender CGTN ausgestrahlten Interview. Das Wuhan-Institut für Virologie beherbergt die größte Virusbank Asiens. Es liegt wenige Kilometer von einem Fisch- und Wildmarkt entfernt, von dem aus sich das Virus ausgebreitet haben sollte.

US-Außenminister Mike Pompeo sprach von “überwältigenden Beweisen“, dass das Virus aus dem Labor stammt.

07.52 Uhr: Vor Urlaubssaison: Mediziner warnen vor zweiter Corona-Welle

Mit Blick auf fortschreitende Lockerungen und die bevorstehende Urlaubszeit erinnern Experten an das Risiko eines erneuten Anstiegs von Corona-Neuinfektionen. Aktuell sähen die Infektionszahlen zwar gut aus, sagte der Arzt und Gesundheitsforscher Max Geraedts von der Universität Marburg der Deutschen Presse-Agentur dpa. Wenn Menschen jedoch wieder vielerorts eng zusammenkämen, etwa in Bars, könnte das dennoch ausreichen, „um wieder einen starken Anstieg loszutreten“.

Gerade die Reisezeit berge zudem das Risiko, dass sich das Virus noch flächendeckender ausbreite als bislang schon, erklärte Geraedts - also auch an Orte, die bislang verhältnismäßig verschont geblieben sind.

Auch Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen erklärte: „Wenn man sich veranschaulicht, dass nur ein sehr geringer Bevölkerungsanteil bisher immun sein dürfte, so ist klar, dass das Virus sich schnell auch wieder ausbreiten kann, wenn die Bedingungen dafür stimmen.“

Gleichzeitig verwies auch er darauf, dass die Infektionszahlen derzeit nicht nur in Deutschland, sondern auch in Reiseländern im Mittelmeerraum glücklicherweise rückläufig seien.

(DER WESTEN mit dpa)