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Maddie McCann: Anwalt von Christian B. spricht Klartext – und greift die Braunschweiger Staatsanwaltschaft an

Die Chronik im Fall der verschwundenen Maddie McCann
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Kann der Fall Maddie McCann doch noch aufgeklärt werden? Nach über 13 Jahren?

2007 verschwand die damals Dreijährige spurlos in Portugal. Christian B. aus Würzburg gilt als Tatverdächtiger.

Er steht unter Verdacht, Maddie McCann ermordet zu haben. Christian B. lebte zuletzt in Braunschweig und sitzt inzwischen in Kiel im Gefängnis. Doch laut Staatsanwaltschaft gibt es keinen „dringenden Tatverdacht“.

Maddie McCann: Neue Vorwürfe gegen Christian B.

Alle neuen Erkenntnisse der Ermittler im Fall Maddie McCann kannst du hier in unserem Newsblog lesen.

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Der Fall Maddie McCann:

  • Madeleine Beth McCann, genannt Maddie (3), verschwand am 3. Mai 2007
  • Zuletzt sahen sie ihre Eltern sie in ihrer Ferienwohnung in Portugal
  • Als Maddie McCann verschwand, waren ihre Eltern mit Freunden essen
  • Der einzige Hinweis: ein geöffnetes Fenster
  • Nach 14 Monaten stellte die portugiesische Polizei die Ermittlungen zu dem britischen Mädchen ein
  • Bis heute gibt es kein Anzeichen, ob Maddie noch lebt
  • Am 12. Mai hätte Maddie McCann ihren 17. Geburtstag gefeiert

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Sonntag, 5. Juli:

12.41 Uhr: Anwalt Friedrich Fülscher findet deutliche Worte

Christian B. steht unter Verdacht, die damals dreijährige Maddie McCann aus einer portugiesischen Ferienanlage entführt und anschließend getötet zu haben. Immer mehr Details über den Deutschen gelangen an die Öffentlichkeit, frühere Weggefährten berichten von einschneidenden Erlebnissen mit dem Mann, der aktuell in einem Kieler Gefängnis eine Haftstrafe absitzt. Positives hatte niemand zu berichten. Bislang.

Jetzt macht Friedrich Fülscher den Anfang. Der Anwalt vertritt Christian B. und macht beim Sender n-tv klar: „Ich erlebe ihn als sehr ruhigen und freundlichen Gesprächspartner.“ Zudem macht Fülscher der Braunschweiger Staatsanwalt Vorwürfe: „Die Staatsanwaltschaft hat sich offensichtlich auf unseren Mandanten eingeschossen und probiert nun auf Biegen und Brechen, ihre Beweisnot zu beheben.“

Samstag, 4. Juli:

8.39 Uhr: Neue Vorwürfe gegen Christian B.

Wie die „Bild“ berichtet, gibt es neue, schreckliche Vorwürfe gegen den Tatverdächtigen Christian B. Der 43-Jährige soll vor drei Jahren Kinder in der portugiesischen Gemeinde São Bartolomeu de Messines misshandelt haben. Eltern sollen im portugiesischen TV davon erzählt haben. Demnach soll Christian B. sich vor den Kindern selbst befriedigt haben - am Rande eines Spielplatzes. Die Polizei soll den Tatverdächtigen im Fall Maddie McCann daraufhin festgenommen haben.

Freitag, 3. Juli:

14.26 Uhr: „Kein dringender Tatverdacht“ gegen Christian B.

Wie laufen die Ermittlungen gegen Christian B.? Der Erste Staatsanwalt Christian Wolters sagte dem SPIEGEL, dass es „derzeit keinen dringenden Tatverdacht“ gebe.

Doch die Ermittler sind optimistisch, dass der Maddie-Verdächtige noch eine Weile in Haft bleiben wird. „Wir gehen davon aus, dass Christian B. wegen anderer Delikte mindestens bis Anfang 2021 in Haft bleibt“, sagte Wolters. Aktuell hoffen die Ermittler auf neue Hinweise zu einer portugiesischen Prepaid-Nummer, die mit dem Verdächtigen am Tag von Maddies Verschwinden telefoniert haben soll.

Donnerstag, 2. Juli:

09.33 Uhr: Anwalt kritisiert Ermittler

Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt: Christian B. steckt hinter dem Verschwinden von Maddie McCann. Dessen Verteidiger Friedrich Fülscher kritisiert die Ermitter. „Die Staatsanwaltschaft hat sich offenbar auf unseren Mandanten eingeschossen und probiert nun auf Biegen und Brechen ihre Beweisnot zu beheben.“

Fülscher vertritt gemeinsam mit Staranwalt Johann Schwenn den vorbestraften Sexualstraftäter. Über seinen Mandanten sagte er im Interview mit RTL: „Ich erlebe ihn als sehr ruhigen und freundlichen Gesprächspartner, und die Atmosphäre war bisher immer sehr angenehm.“

Mittwoch, 1. Juli:

20.51 Uhr: Ermittlungen sollen Tatverdacht erhärten oder ausräumen

Über 800 Hinweise sind in den letzten vier Wochen beim Bundeskriminalamt eingegangen. "Die Qualität der neuen Hinweise kann sich erst im Zuge der weiteren Ermittlungen herausstellen. Einige Hinweise sind heute schon als weiterführend zu bezeichnen", so BKA-Ermittler Christian Hoppe.

Ob der es zu einer Anklage des Verdächtigen Christian B. kommen kann, dazu wollte Hoppe sich nicht festlegen. "Die Ermittlungen dienen dazu, den Tatverdacht zu erhärten oder eben auszuräumen." Sie seien sehr aufwendig, es gelte Einzelinfos zusammenzufügen, gegeneinander aufzuwiegen und neu zu bewerten. Noch haben die Ermittler eine wichtige Bitte: Wie du möglicherweise helfen kannst, erfährst du hier <<<

15.07 Uhr: Kommt Christian B. auf freien Fuß?

Kommt Christian B. womöglich auf freien Fuß? Diese Frage beschäftigen aktuell zwei Gerichte. Der Maddie-Verdächtige hat einen Antrag auf Aussetzung seiner Strafe zur Bewährung gestellt, da er zwei Drittel seiner Strafe für Drogendelikte aus dem Jahr 2011 abgesessen hat. Doch jetzt ist eine Debatte über die Zuständigkeit zwischen den Landgerichten in Kiel und Braunschweig entbrannt. Denn es ist unklar, welches Gericht über den Bewährungsantrag entscheiden muss. Der Bundesgerichtshof soll nun Klarheit bringen. Doch von hier heißt es auf Nachfrage dieser Redaktion: "Das Verfahren über die Bestimmung des zuständigen Gerichts nach § 14 Strafprozessordnung ist noch nicht beim Bundesgerichtshof anhängig."

Das BGH werde nur über entscheiden welches Gericht zuständig ist, nicht aber über die Sache selbst, so Richterin am Bundesgerichtshof Dietlind Weinland.

Doch selbst wenn das Gericht die Strafe zur Bewährung aussetzen sollte, würde das nicht zwangsläufig bedeuten, dass Christian B. auf freien Fuß käme.

Denn noch steht ein Untersuchungshaftbefehl aus, der in dem Verfahren wegen Vergewaltigung in Tateinheit mit schwerer räuberischer Erpressung gegen Christian B. ergangen ist. Hier hatte Christian B. Revision eingelegt. "Über die Revision gegen das Urteil des LG Braunschweig vom 16. Dezember 2019 ist noch nicht entschieden", heißt es von der BGH-Sprecherin.

09.22 Uhr: Fall „Maddie“ erneut bei Aktenzeichen XY

Anfang Juni sorgte Aktenzeichen XY mit der Verkündung, dass es einen neuen Verdächtigen im Fall „Maddie McCann“ gibt weltweit für Aufregung.

Seither gingen Hunderte Hinweise bei den Ermittlern in Deutschland, England und Portugal ein. Am heutigen Mittwoch wird BKA-Chefermittler Christian Hoppe erneut live Rede und Antwort stehen. Den Ermittlern geht es um eine wichtige Frage, die noch offen ist. „Wem gehörte eine Prepaid-Nummer, mit der der Tatverdächtige im Mai 2007 in Portugal Kontakt hatte?“

Bereits bei der Erstausstrahlung hatte Hoppe nach einer Nummer gefragt, mit der Christian B. am Abend vor dem Verschwinden Maddies in unmittelbarer Nähe zur Ferienanlage in Praia da Luz telefoniert haben soll.

Ob der Ermittler darüber hinaus etwas enthüllen wird, erfährst du ab 20.15 Uhr im ZDF.

Montag, 29. Juni:

10.12 Uhr: Anwalt beklagt: Christian B. wird im Knast gemobbt

Seit der Veröffentlichung in „Aktenzeichen XY“ kennt die ganze Welt den Namen und das Gesicht von Christian B. dem Tatverdächtigen im Fall Maddie McCann. Der sitzt derzeit wegen eines Drogendelikts in Haft. Dort soll er von anderen Häftlingen gemobbt werden.

„Mitinsassen versuchen, ihn zu schikanieren, wo sie nur können“, sagte sein Anwalt Friedrich Fülscher gegenüber dem Magazin „Der Spiegel“.

Christian B. stehe „weltweit am Pranger“, sagte Anwalt Friedrich Fülscher dem „Spiegel“. In „internationalen Medien“ sei er „einer Vorverurteilung ausgesetzt“. Dies hätten die Ermittler durch ihre Veröffentlichungsstrategie verursacht, kritisierte Fülscher.

Bislang habe es kein „offizielles Vernehmungsangebot“ der Ermittler gegeben, so Fülscher. „Wir haben der Staatsanwaltschaft vorsorglich mitgeteilt, dass Christian B. sich - wenn überhaupt - nur über uns zu den Tatvorwürfen äußern wird. Er macht derzeit von seinem Schweigerecht Gebrauch.“ Das bedeute allerdings nicht, dass er etwas zu verbergen habe, erklärt sein Anwalt.

Freitag, 26. Juni:

10.21 Uhr: Staatsanwalt warnt: „Ermittlungen möglicherweise nicht zur Anklage“

400 Hinweise gingen bei den Ermittlern seit der Ausstrahlung des Falls Maddie McCann bei „Aktenzeichen XY“ Anfang Juni ein. Ob diese ausreichen werden, um Christian B. vor Gericht zu stellen, bleibt unklar.

„Man muss insoweit auch so realistisch sein, dass die Ermittlungen möglicherweise nicht zu einer Anklage wegen des Mordes an Madeleine McCann führen, sondern eingestellt werden könnten, sollte es uns nicht gelingen, die noch fehlenden Beweise zu finden“, sagte Staatsanwalt Hans Christian Wolters der „Braunschweiger Zeitung“.

„Wir sind aber nach wie vor von der Schuld des Beschuldigten überzeugt und hoffen auf weitere erfolgversprechende Ermittlungsansätze.“ Auch weitere Opfer von sexuellen Übergriffen durch den Mordverdächtigen schloss Wolters nicht aus.

Mittwoch, 24. Juni:

10.36 Uhr: Experte überzeugt: Diese Beweise könnten Christian B. überführen?

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ist überzeugt, dass Maddie McCann tot ist. Christian B. ist tatverdächtig. Doch unklar ist, welche Beweise die Ermittler gegen den Verdächtigen in der Hand haben. Der spanische Kriminologe Heriberto Janosch González glaubt: „Ich kann mir vorstellen, dass die Indizien, die die Staatsanwaltschaft hat, Geständnisse aus zweiter Hand sind. Also von Leuten, die ein enges Verhältnis mit dem Verdächtigen hatten, vielleicht auch Straftäter wie er, die einen forensischen Beweis gesehen haben“. Das könnten Fotos, Videos oder sogar ein toter Körper von Madeleine selbst sein, glaubt der Kriminolge.

>>> Welche Rolle auch DNA-Proben bei der Lösung des Falles spielen könnten, erfährst du hier.

Dienstag, 23. Juni:

09.16 Uhr: Gerichte uneinig über Zuständigkeit

Zum Antrag des im Fall Maddie Verdächtigen auf vorzeitige Haftentlassung soll sich der Bundesgerichtshof (BGH) äußern. Zwischen den Gerichten in Kiel und Braunschweig bestünden unterschiedliche Auffassungen darüber, welche Strafvollstreckungskammer für die Entscheidung örtlich zuständig sei, teilte das Landgericht Braunschweig am Montag mit. Daher sei entschieden worden, das Verfahren dem BGH in Karlsruhe vorzulegen.

Der in Kiel Inhaftierte 43-Jährige steht im Verdacht, 2007 die dreijährige Madeleine McCann aus einer Ferienanlage in Portugal entführt zu haben. Die Ermittler in Deutschland sind überzeugt, dass das Kind tot ist. Der Mann ist wegen Sexualstraftaten auch an Kindern vorbestraft und sitzt in Kiel eine Strafe ab, die 2011 das Amtsgericht Niebüll gegen ihn verhängte. Dabei ging es um den Handel mit Drogen. Die Haft soll im Frühjahr 2021 enden, zwei Drittel dieser Strafe sind verbüßt.

Den Antrag, den Rest zur Bewährung auszusetzen, hatte das Landgericht Kiel nach Braunschweig zurückgewiesen, weil sich das Gericht dort bereits mit der Frage befasst habe, als der Verurteilte vor seiner Verlegung nach Kiel noch in der Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel inhaftiert gewesen sei. Die Kollegen in Braunschweig sind allerdings der Ansicht, dass ihre Zuständigkeit abgeschlossen ist, weil der Antrag in Braunschweig zurückgenommen wurde.

Montag, 22. Juni:

11:34 Uhr: Ex-Zellenkollege sicher: „Ich bin sicher, dass er es war“

„Ich weiß, dass er es war“, sagt Michael T., ein Ex-Kumpel von Christian B. aus seiner Zeit in Portugal. Der Österreicher saß gemeinsam mit dem Maddie-Verdächtigen in Portugal wegen Diesel-Diebstahl im Knast. „Ich habe in dieser Zeit mit ihm zusammen gelebt. Ich bin mir sicher, dass er es war, als die Polizei im letzten April zu mir kam.“ Christian B. habe darüber gesprochen, Kinder zu verkaufen, vielleicht nach Marokko. Ich glaube, er hat Madeleine an jemanden verkauft. Vielleicht an einen Sex-Ring“, schildert der Ex-Kumpel gegenüber „The Sun“. „Ich habe mir damals nicht viele Gedanken darüber gemacht. Vielleicht hätte ich es tun sollen.“

Michael T., der mittlerweile in Graz in Österreich lebt, sagt, Christian B. sei „definitiv ein Perverser und mehr als fähig ein Kind für sexuellen Kick oder Geld zu entführen“. Er sagt. „Als ich die Madeleine Netflix Doku ein paar Tage bevor die Polizei kam gesehen habe, wusste ich sofort, dass er schuldig ist.“

Vor allem eine Szene macht ihn sicher: „Eine weibliche Touristin sagt darin, dass ein Mann an der Tür auftauchte, während ein Kind dort spielte. Der wirre Typ mit Akne und blondem Haar - ich wusste das ist Christian.“

Freitag, 19. Juni:

16.02 Uhr: Vernichtete die portugiesische Polizei wichtiges Beweismittel?

Hat die Polizei in Portugal möglicherweise Beweise im Fall der vermissten Maddie McCann vernichtet? Wie die porugiesische Zeitung „Expresso“ berichtet, besaß Christian B. zum Zeitpunkt von Maddies Verschwinden 2007 einen blauen Van der Marke „Bedford“, der später von der Polizei verschrottet wurde. Hier die ganze Geschichte.

Donnerstag, 18. Juni:

06.15 Uhr: Tatverdächtiger bricht sein Schweigen

Es ist das erste Mal, dass sich Christian B. öffentlich zitieren lässt. Hat er die kleine Maddie McCann getötet? Lebt sie noch? Hat er überhaupt etwas mit dem Verschwinden des kleinen Mädchens zu tun?

Über seinen Anwalt Friedrich Fülscher ließ B. nun verlautbaren, dass er „jegliche Beteiligung abstreite“. Das sagte der Jurist der englischen Zeitung „The Sun“.

Mittwoch, 17. Juni:

06.30 Uhr: Polizei prüft Zusammenhang mit Mordfall Claudia Ruf

Die Polizei untersucht Zusammenhänge zwischen dem Mordfall Claudia Ruf und dem Verdächtigen im Fall Maddie McCann. „Wir haben eine Erkenntnisabfrage beim Bundeskriminalamt gestellt“, sagte Robert Scholten, Erster Polizeihauptkommissar bei der Bonner Polizei, gegenüber dem „Kölner Stadtanzeiger“.

Dabei handele es sich um einen normalen Vorgang, sobald neue Erkenntnisse vorlägen. „Wir werden weiterhin nichts unversucht lassen, den Mord an Claudia Ruf aufzuklären“, so Scholten.

Doch „konkrete Hinweise“, dass der 43-Jährige etwas mit dem Mord am Mädchen aus Hemmerden zu tun haben könnte, gäbe es derzeit nicht.

Die damals Elfjährige war in ihrem Heimatort entführt, sexuell missbraucht und brutal getötet worden. Ihre Leiche wurde mit Benzin übergossen und angezündet.

Die Ermittler versuchen mithilfe von Massen-DNA-Tests dem Täter auf die Spur zu kommen.

Dienstag, 16. Juni:

13.28 Uhr: Maddies Eltern sagen: „Wir haben keinen Brief bekommen“

Maddies Eltern Kate und Gerry McCann haben sich mit einem Statement an die Öffentlichkeit gewandt. Auf ihrer Seite „Find Madeleine“ kritisieren sie die Medien und vermeintliche Anwälte und Sprecher der Familie.

„Seit den neuen Polizeiermittlungen zu Madeleines Verschwinden hat es viele inkorrekte Geschichte in den Medien gegeben“, schreiben sie.

„Die weit verbreitete Nachricht, dass wir einen Brief von den deutschen Behörden erhalten haben, in dem Indizien oder ein Beweis für ihren Tod Madeleines aufgeführt sind, ist FALSCH. Wie viele inhaltslose Geschichten in den Medien hat auch das unnötige Angst unter Freunden und Familie ausgelöst und einmal mehr unser Leben gestört.“

Zuvor hatte Braunschweigs Staatsanwalt Hans Christian Wolters erklärt, dass die Ermittler den McCanns mehrmals durch Briefe über ihre Ermittlungen informiert hätten. Der Kontakt sei über die britische Polizei erfolgt. Details zu Indizien und Beweisen, dass Maddie tot sei, hätten die Ermittler aber nicht genannt.

Die McCanns betonen noch einmal, dass sie zu den Ermittlungen keine Kommentare abgeben werden. Das sei Job der Ermittlungsbehörden, deren Arbeit sie vollumfänglich unterstützen, falls nötig.

Sie betonen außerdem: „Wir haben keinen Familiensprecher noch zahlen wir aktiv irgendwelche Anwälte.“ Clarence Mitchell war in Medien immer wieder als Sprecher der Familien aufgetreten, auch Rogério Alves war als portugiesischer Anwalt der Familie präsentiert worden.

Die Familie stellt klar: alle Kommentare in den Medien kommen nicht von uns, solange sie nicht über unseren offiziellen Kanal gepostet werden.

08.50 Uhr: Bekannter mit krasser Aussage

„Wenn ich gewusst hätte, was ich heute über Christian B. weiß, hätte ich ihn getötet“, sagt Dieter F., der Christian B. 2007 kennenlernte, als er seine Tochter Nicole dort besuchte. Nicole war mit Christian B. befreundet.

Er berichtet auch, dass Christian B. ihm einen Campervan gezeigt habe - und dazu noch eine beunruhigende Aussage getätigt hat. Was er sagte und was Ermittler zu dem Fahrzeug sagen, liest du hier >>>

06.22 Uhr: Ermittler haben Brief an Familie geschrieben

Die deutschen Ermittler haben sich in einem Brief an die Familie McCann gewandt. Das verriet Staatsanwalt Hans Christian Wolters in „The Sun“. „Wir haben den McCanns geschrieben um ihnen zu sagen, dass Madeleine tot ist und zu erklären, dass wir ihnen nicht sagen können, was der Beweis ist. Wir haben einen konkreten Beweis, dass unser Verdächtiger Madeleine getötet hat.

Die britische Polizei sei informiert über die Ermittlungen, aber habe nicht alle Beweise, die den deutschen Ermittlern vorliegen. Nicht jedes Detail sei an die Ermittler von Scotland Yard gegangen, so der Braunschweiger Staatsanwalt.

Wolters bat um Verständnis, dass die Ermittler aktuell keine Details herausgeben könnten. „Ich fühle mit den Eltern aber wenn wir mehr Details ihnen preisgeben, könnte das die Ermittlungen gefährden.“

Details wann und wie der Brief geschrieben wurde, verriet Wolters nicht.

Freitag, 12. Juni:

14.54 Uhr: Fassungsloser Vorschlag – „Geld sammeln für....“

Das Verschwinden ihrer Tochter hat die Eltern Gerry und Kate McCan in den vergangenen Jahren verständlicherweise stark getroffen.

Besonders zugesetzt - das haben sie immer wieder betont - hat den beiden, dass sie selbst in den Fokus der Ermittlungen gerückt sind. So mussten die McCanns den grausamen Verdacht über sich ergehen lassen, dass sie selbst etwas mit dem Verschwinden ihrer Tochter zutun haben könnten.

In sozialen Netzwerken wurden diese Gerüchte immer wieder verbreitet. Jetzt wo es einen neuen Tatverdächtigen, den deutschen Christian B., gibt bringt eine Aktion das Fass zum überlaufen.

Welcher abartige Vorschlag im Internet kursiert, liest du hier >>>

10.40 Uhr: Fahnder waren Christian B. seit Jahren auf der Spur - sie machten aber DIESEN Fehler

Laut einem Medienbericht zur Folge war das Bundeskriminalamt bereits im Oktober 2013 nach einem vertraulichen Hinweis auf Christian B. als möglichem Täter im Fall Maddie aufmerksam geworden.

Das geht aus einem Bericht des „Spiegel“ hervor. So soll Christian B. in einem Schreiben der Ermittler zu früh darüber in Kenntnis gesetzt worden sein, dass er mit dem Fall in Verbindung gebracht werde.

So habe das BKA die Kripo Braunschweig um Informationen zu Christian B. gebeten, der damals dort lebte. Die Kripo habe in ihrem System nachgesehen und wusste dadurch, dass B. als Sexualstrafttäter bekannt war. Zeitgleich schickte ein Beamter der Braunschweiger Polizei auch eine Vorladung an den Verdächtigen als Zeuge in dem Fall.

Experten halten das Vorgehen der Polizei für einen groben Fehler. B. hätte schließlich so genug Zeit gehabt, mögliche Spuren zu beseitigen, heißt es im weiter im „Spiegel“.

Donnerstag, 11.Juni:

19.52 Uhr: Maddie Mccann auch Thema bei Markus Lanz

Bei Markus Lanz war am Mittwoch auch Jorunalistin Cornelia Fuchs zu Gast Die „Stern“-Redakteurin arbeitete als Korrespondentin in England und interviewte auch die Eltern der damals vermissten Dreijährigen. Bei Lanz sagte sie nun rückblickend: „Diese Eltern wirkten von Anfang an abgeklärt und unglaublich stark.“ Was sie noch berichtete, liest du hier >>>

15.52 Uhr: Staatsanwalt sicher: „Sind schon sehr optimistisch, dass es für eine Anklage reicht“

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig geht derzeit davon aus, dass Maddie Mccann getötet wurde. Wie, ist allerdings noch nicht klar. Im Gespräch mit dieser Redaktion machte Staatsanwalt Hans Christian Wolters deutlich: „Wir sind schon sehr optimistisch, dass es für eine Anklage reicht“. Alle Aussagen gibt es im kompletten Artikel >>>

11.10 Uhr: Ex-Freundin packt aus – „Er war...“

Nun spricht eine angebliche Ex-Freundin von Christian B.. Sie arbeitete als eine Bardame an der Algarve, als sie den Mann kennenlernte, der Maddie McCann umgebracht haben soll.

Zunächst sei er charmant gewesen, doch dann entwickelte er sich zu einem Monster, so die junge Frau.

Sie spricht davon, dass B. besitzergreifend, gewalttätig und ein Stalker gewesen sein soll.

Gegenüber dem Mirror sagte sie: „Ich habe eine Bestie gefunden, die unter meinem Bett wartete.“

Mittwoch, 10. Juni:

17.58 Uhr: Christian B. schweigt

Was sagt Christian B. zu den Vorwürfen? Sein Anwalt Friedrich Fülscher sagte RTL nach einem Besuch seines Mandanten: „Christian B. macht momentan keine Angaben zur Sache und wir bitten um Verständnis, dass wir als Verteidiger auch keine Angaben machen.“

Auf die Nachfrage, wie es Christian B. gehe, sagt Fülscher: „Wie soll es einem Menschen gehen, der in einer Justizvollzugsanstalt isoliert ist und dem die halbe Weltbevölkerung schlimmste Verbrechen vorwirft?“

Welche Vorkehrungen im Gefängnis wegen Christian B. getroffen wurden, liest du >>> hier <<<

Dienstag, 9. Juni:

17.32 Uhr: Polizei in Niederlanden prüft möglichen Zusammenhang mit Maddie-Fall

Die Polizei in den Niederlanden prüft nun, ob der tatverdächtige Deutsche etwas mit dem Verschwinden eines niederländischen Jungen zu tun gehabt haben könnte.

Der seinerzeit siebenjährige Jair Soares war zuletzt im August 1995 am Strand von Monster südlich von Den Haag gesehen worden. Seitdem fehlt jede Spur von ihm. Die Haager Polizei verfolge die Ermittlungen in Deutschland aufmerksam und werde mit den deutschen Kollegen Kontakt aufnehmen, sagte ein Sprecher am Dienstag.

Er bestätigte einen entsprechenden Bericht der Zeitung „De Telegraaf“.

12.45 Uhr: Hat der Tatverdächtige auch etwas mit dem Vermisstenfall Peggy zu tun?

Nach ersten Ermittlungen gibt es keine Hinweise, dass der Tatverdächtige im Fall Maddie etwas mit dem Verschwinden von Peggy aus Oberfranken zu tun haben könnte. „Wir haben keinerlei Erkenntnisse, dass hier ein Zusammenhang besteht“, sagte Martin Dippold von der Staatsanwaltschaft Bayreuth am Dienstag. Es seien beides junge, blonde Mädchen, die verschwunden seien. Doch darüber hinaus gebe es bislang „weder einen zeitlichen, örtlichen, noch persönlichen Bezug“. Medien hatten über einen möglichen Zusammenhang der beiden Vermisstenfälle spekuliert.

Der Tatverdächtige im Fall Maddie werde zwar auch im Hinblick auf Peggy überprüft, bestätigten Staatsanwaltschaft und Polizei auf Nachfrage. Doch dabei handle es sich um „rein routinemäßige Ermittlungen“, die bei solchen Straftaten im Falle eines neuen Verdächtigen üblich seien.

9.33 Uhr: Polizei kriegt entscheidenden Hinweis - und ignoriert ihn

Die portugiesische Polizei steht derzeit unter Beschuss. Wie die britische „Sun“ berichtet, soll ein Zeuge Maddie McCann drei Wochen nach ihrem Verschwinden gesehen haben - in einem weißen VW Bus. Möglicherweise in dem VW Bus des aktuell Tatverdächtigen Christian B. Das könnte der Beweis dafür sein, dass Maddie zu dem Zeitpunkt noch gelebt hat.

Die britischen Behörden leiteten den Hinweis an die portugiesische Polizei weiter. Doch die soll nicht gehandelt haben. Zwei Wochen später soll die britische Polizei sogar nochmal nachgehakt haben - doch die Kollegen aus Portugal scheinen weiterhin nichts unternommen zu haben. Und das, obwohl es zu diesem Zeitpunkt bereits einen zweiten Zeugen gab, der das vermisste Kind in dem VW Bus gesehen haben will.

Montag, 8. Juni

7.13: Freunden soll Christian B. DAS gesagt haben

Lenta J. jobbte 2014 in einem Kiosk in Braunschweig, den Christian B. betrieb. 2014 hatte soll sie eine brisante Begegnung mit dem unter Mordverdacht stehenden Mann gehabt haben. Das verrät die 34-Jährige der „Bild“: „Er rastete einmal völlig aus, als wir mit Freunden im Kiosk saßen und über den Fall Maddie sprachen. Er wollte, dass wir mit dem Thema aufhören.“

Plötzlich soll Christian B. losgeschrien haben. Makaber, was er angeblich von sich gab: „Das Kind ist jetzt tot und jetzt ist das gut so!‘ Und: ‚Eine Leiche kann man schnell verschwinden lassen! Schweine fressen ja auch Menschenfleisch!“

Sonntag, 7. Juni

16.01 Uhr: Fall der getöteten Carola wird geprüft

Hat Christian B. noch mit dem Verschwinden eines weiteren Kindes zu tun? Nach den Fällen der kleinen Inga aus Sachsen-Anhalt und René aus Nordrhein-Westfalen wird nun auch der Fall der getöteten Carola Titze nochmal aufgerollt. Die damals 16-Jährige verschwand am 5. Juli 1996 im Sommerurlaub in De Haan in Belgien. Tage später wurde ihre verstümmelte Leiche in Dünen entdeckt, der Fall bis heute nicht aufgeklärt.

Zeugen hatten sie wenige Tage zuvor mit einem Deutschen in einer Disko gesehen. Laut „Daily Mail“ prüfen die Ermittler eine Verbindung zu Christian B.

Jim Gamble, britischer Kriminalist und einst Direktor der Kinderschutzbehörde, sagte „Welt am Sonntag“: „Man darf nicht vergessen: Falls Maddie tatsächlich von einem Sexualstraftäter entführt wurde, dann ist sie niemals nur das einzige Opfer gewesen. Das ist die Natur des Biests. Sie hören nicht auf, bis sie gestoppt werden.“

Samstag, 6. Juni

16.17 Uhr: Profiler vergleicht Ermittlungen mit dem Fall Rebecca Reusch

Unsere Redaktion hat mit dem renommierten Profiler und Bestseller-Autor Axel Petermann über die Ermittlungen im Fall Maddie McCann gesprochen. Im Interview spricht er von fehlenden konkreten Beweisen. „Sie haben sich sehr zurückhaltend geäußert zu seiner Person - das machen sie aus gutem Grund“, glaubt Petermann. „Der Fall Maddie hat in der ganzen Welt Schlagzeilen gemacht. Sie wollen nicht noch so ein Debakel wie mit Rebecca Reusch erleben.“

Den ganzen Artikel zu unserem Gespräch mit Axel Petermann findest du HIER <<<.

Freitag, 5. Juni

19.36 Uhr: Ermittler im Fall Maddie prüfen Spur zu Vermisstenfall René

Die Ermittler prüfen einem Medienbericht zufolge einen Zusammenhang zum Verschwinden eines deutschen Jungen in Porutgal 1996. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstagsausgabe) berichtet, geht die Polizei Hinweisen nach, wonach der heute 43-jährige deutsche Tatverdächtige auch für die Entführung des damals sechsjährigen René Hasee in einem portugiesischen Badeort verantwortlich sein könnte.

Der sechsjährige René aus Elsdorf bei Bergheim war dem Bericht zufolge im Jahr 1996 an einem Strand an der portugiesischen Algarve verschwunden, als seine Mutter und ihr Lebensgefährte ihn kurz aus den Augen gelassen hatten. Der Fall ereignete sich elf Jahre vor dem weltweit Aufsehen erregenden Verschwinden des damals dreijährigen Mädchens Maddie im Algarve-Ort Praia da Luz.

11.21 Uhr: Verdächtiger kam 2018 wegen Justizpanne frei

Im August 2018 verbüste der 43-jährige Christian B. eine Haftstrafe wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ am Freitag berichtet, wollte die Staatsanwaltschaft Flensburg verhindern, dass Christian B. wieder auf freien Fuß kommt.

Deswegen sollte eine noch offene Strafe wegen Drogenhandels auf Sylt vollstreckt werden. Doch dafür musste die Staatsanwaltschaft mit den portugiesischen Behörden zusammenarbeiten, die B. im Juli 2017 nach Schleswig-Holstein ausgeliefert hatten – und offenbar verpassten es die Juristen aus Flensburg, rechtzeitig den betreffenden Antrag zu stellen.

Dementsprechend kam Christian B. am 31. August 2018 frei und konnte erst rund vier Wochen später wieder durch einen erneuten Haftbefehl festgenommen werden.

9.20 Uhr: Schrecklicher Verdacht – Hat der Christian B. auch Inga (5) in Sachsen-Anhalt entführt?

Wie die „Volksstimme“ aus Magdeburg am Freitag berichtet, gab es auch 2016 in Sachsen-Anhalt bereits Ermittlungen gegen Christian B., der im Fall Maddie McCann verdächtigt wird.

Nachdem die kleine Inga (damals 5) am 2. Mai 2015 bei einer Familienfeier spurlos verschwunden war, durchsuchten die Ermittler im Februar 2016 dem Bericht zufolge ein Grundstück des Verdächtigen im Landkreis Börde, auf dem die Beamten einen Datenstick mit Kinderpornographie fanden. Hier mehr Infos <<<.

Donnerstag, 4. Juni

13.10 Uhr: Staatsanwaltschaft Braunschweig geht davon aus, dass Maddie tot ist

In einer Pressekonferenz gab die Staatsanwaltschaft Braunschweig am Donnerstag Details bekannt. Die Staatsanwaltschaft gab Details zum Tatverdächtigen Christian B. preis und erklärte, davon auszugehen, dass Maddie McCann tot ist. Weitere Details wollte die Staatsanwaltschaft nicht bekannt geben.

Die Pressekonferenz im Live-Ticker <<<.

Mittwoch, 3. Juni

23.48 Uhr: ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ thematisiert den Fall Maddie McCann

In der ZDF-Fahndungssendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ war der Fall am Mittwochabend nicht zum ersten Mal das Thema. 5,22 Millionen sahen zu, als im Fernsehen um neue sachdienliche Hinweise gebeten wurde.

Bereits nach einer Sendung von „Aktenzeichen XY... ungelöst“ aus dem Jahr 2013 seien Hinweise auf den Deutschen eingegangen, sagte Christian Hoppe vom BKA am Mittwochabend in der ZDF-Sendung. Auch nach einem Bericht zehn Jahre nach dem Verschwinden des Mädchens habe es Hinweise gegeben. Damals reichten die Informationen aber nicht für Ermittlungen oder eine Festnahme aus, wie Hoppe berichtete. Es gab demnach viele Indizien, der entscheidende Beweis fehle aber noch. Die Ermittlungen führten zu der Annahme, dass das Mädchen einem Tötungsdelikt zum Opfer gefallen ist.

Auch im Jahr 2019 verfolgten die Ermittler erste Hinweise, dass der Mann, der Maddie McCann entführt hat, aus Deutschland kommen könnte. Hier weitere Infos <<<

20.57 Uhr: 13 Jahre nach Maddies Verschwinden – 43-jähriger deutscher Sexualstraftäter unter Mordverdacht

Rund 13 Jahre nach Maddies Verschwinden ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig nun gegen einen 43 Jahre alten Deutscher. Der Mann, der bereits mehrfach wegen Sexualstraftaten auch an Kindern vorbestraft sei, steht unter Verdacht, die dreijährige Maddie McCann ermordet zu haben. Er verbüßt derzeit in anderer Sache eine längere Haftstrafe, teilte das BKA am Mittwochabend in Wiesbaden mit.

Der nun Beschuldigte habe zwischen 1995 und 2007 regelmäßig an der Algarve gelebt, unter anderem für einige Jahre in einem Haus zwischen Lagos und Praia da Luz.