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Coronavirus: Politik macht ernst – Eltern sollen jetzt tatsächlich...

Coronavirus: Viele Eltern müssen zur Kinderbetreuung zuhause bleiben und können nicht arbeiten gehen. (Symbolbild)
Coronavirus: Viele Eltern müssen zur Kinderbetreuung zuhause bleiben und können nicht arbeiten gehen. (Symbolbild)
Foto: imago images / Lichtgut

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, ist der Betrieb von Schulen und Kitas in Deutschland nach wie vor stark eingeschränkt. Eltern, die wegen der Kinderbetreuung nun nicht arbeiten können, erhalten aktuell zur Entschädigung maximal 67 Prozent ihres Nettoeinkommens – höchstens jedoch 2016 Euro pro Monat.

Doch ein schnelle Rückkehr zur Normalität zeichnet sich noch nicht ab. Deswegen hat Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“ einen bedeutenden Kabinettsbeschluss verkündet: „Die Lohnfortzahlungen werden weitergehen bis zu 20 Wochen.“

Coronavirus: Lohnersatz für Eltern auf bis zu 20 Wochen verlängert

Giffey sprach von einem „familienpolitischen Erfolg“. Der Lohnersatz werde je Elternteil auf bis zu zehn Wochen verlängert, für Alleinerziehende auf bis zu 20 Wochen. „Das ist ein ganz wichtiger Schritt, um finanzielle Sicherheit zu geben“, sagte die SPD-Politikerin. Sie sei froh, dass SPD-Sozialminister Hubertus Heil und sie sich hier durchgesetzt hätten. Auch die Vorsitzende der Frauen-Union der CDU, Annette Widmann-Mauz, begrüßte die Neuregelung: „20 Wochen Verdienstausfallentschädigung sind eine riesige Erleichterung. Bei vielen Eltern liegen die Nerven wegen fehlender Kinderbetreuung, Homeschooling und drohendem Verdienstausfall blank.“

Zuvor hatte bereits Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ gesagt, die Verlängerung werde kommen. Er ist dafür zuständig, weil die Entschädigung im Infektionsschutzgesetz geregelt ist. Die Änderungen müssen noch durch Bundestag und Bundesrat.

Verlängerung der Zahlungen nur „Übergangslösung“

Familienministerin Franziska Giffey hat die Ausweitung des Lohnersatzes für Eltern wegen der Corona-bedingten Kita- und Schulbeschränkungen als „Übergangslösung“ bezeichnet. Parallel müssten weitere verantwortungsvolle Schritte für mehr Kitaöffnungen gegangen werden, wie es in vielen Bundesländern bereits geschehe, sagte sie am Mittwoch in Berlin.

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In den Ländern gibt es unterschiedliche Pläne. Sachsen etwa hatte zu Wochenbeginn Kitas und Grundschulen wieder geöffnet. (at, mit dpa)