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Coronavirus: Erneuter Ausbruch in Fleischfabrik! Hunderte Arbeiter bei Tönnies infiziert

Verschwörungstheorien - warum sie in Krisen so viele Menschen anziehen

5G-Netze, Bill Gates, ein Laborunfall in Wuhan: Um den Ursprung von Covid-19 ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien. Für Experten ist das keine Überraschung. In Krisen geben sie einigen Menschen demnach zumindest ein Gefühl von Kontrolle zurück.

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Trotz vieler Lockerungen in Deutschland: Das Coronavirus ist immer noch da und beherrscht unseren Alltag.

Weltweit sind über 435.000 Menschen mit Covid-19 erlegen, in Deutschland sind mehr als 8800 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben.

Bis ein Impfstoff entwickelt wurde, wird das tödliche Virus weiter unser Leben bestimmen.

Coronavirus: Alle neuen Entwicklungen rund um Covid-19 in unserem News-Blog

In unserem Newsblog halten wir dich über alle Neuigkeiten rund um das Coronavirus in Deutschland, Europa und weltweit auf dem Laufenden.

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Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

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Die Coronavirus-Karte mit aktuellen Fallzahlen aus Deutschland:

Coronavirus: Aktuelle News in unserem News-Blog

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Mittwoch, 17. Juni

11.36 Uhr: Ausburch in Tönnies-Fleischfabrik: 350 neue Infizierte

Beim Fleischkonzern Tönnies in Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh) sollen laut „Westfalen Blatt“ seit Dienstag etwa 350 weitere Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden sein. Die Zeitung bezieht sich auf die Gesundheitsbehörden. Die Gesundheitsbehörden vor Ort seien demnach informiert.

Am Dienstag hatten die Behörden noch von 128 positiv getesteten Tönnies-Mitarbeitern gesprochen. Alle sind in einem Teilbereich der Schweinezerlegung tätig.

Die ganze Geschichte liest du hier.

11.21 Uhr: CureVac darf Impfstoff an Menschen testen

Das Unternemen CureVac darf seinen Corona-Impfstoff nun an Menschen testen. Das gab das Paul-Ehrlich-Institut, das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinischer Arzneimittel, am Mittwoch bekannt.

Dafür erhielt das Unternehmen, das in der vergangenen Woche 300 Millionen Euro von der Bundesregierung bekommen hatte, nun die Zulassung für eine klinische Studie des Stoffes gegen das Coronavirus.

10.10 Uhr: Regierung verbietet Großveranstaltungen bis Ende Oktober

Zunächst hieß es eine ganze Zeit lang, dass Großveranstaltungen wie Festivals, Stadtfeste oder Fußballspiele bis Ende August verboten seien. Viele Künstler haben ihre Termine abgesagt oder auf nächstes Jahr verschoben. Jetzt berichtet ntv, dass die Frist verlängert wurde. Bis Ende Oktober würden demnach Großveranstaltungen verboten bleiben. Das gehe aus einem Papier der Länder hervor, das dem Sender vorliege.

08.28 Uhr: Bundesregierung stuft DIESE beliebten Urlaubsländer als Corona-Risikogebiet ein

Die Bundesregierung hat die Türkei zusammen mit 130 weiteren Ländern als Corona-Risikogebiet eingestuft. Auf der Liste, die bereits am Montag zum ersten Mal vom Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht wurde und nun regelmäßig aktualisiert wird, stehen auch andere beliebte Urlaubsländer der Deutschen wie Ägypten, Thailand und Marokko.

Einreisende aus einem Risikogebiet müssen damit rechnen, dass sie 14 Tage in Quarantäne müssen. Für diese Länder ist unter anderem deswegen eine Aufhebung der immer noch für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union geltende Reisewarnung nach jetzigem Stand kaum möglich.

Vor allem die Türkei, das drittbeliebteste Urlaubsland der Deutschen nach Spanien und Italien, dringt auf eine Aufhebung dieser Reisewarnung und wirbt um deutsche Touristen. Der türkische Außenminister Mevlüt Çavusoglu hatte sich vor wenigen Tagen enttäuscht über die Beibehaltung der Reisewarnung gezeigt. „Die wissenschaftlichen Gründe hinter der Entscheidung sind für uns nur schwer zu verstehen“, sagte er dem „Spiegel“. Alles sei vorbereitet für eine sichere Reise in die Türkei.

Die Bundesregierung hatte die wegen der Corona-Pandemie verhängte weltweite Reisewarnung für Touristen am Montag für 27 europäische Länder aufgehoben. Für mehr als 160 Staaten außerhalb der EU besteht sie zunächst bis zum 31. August weiter, kann aber für einzelne Länder auch vorher aufgehoben werden. Für ein Risikogebiet ist das aber kaum denkbar.

Ausschlaggebend für eine entsprechende Einstufung ist die Zahl der Neuinfektionen. Sind es mehr als insgesamt 50 auf 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche, gilt ein Land als Risikogebiet. Aber auch wenn die Infektionszahl niedriger liegt, kann ein Land zum Risikogebiet erklärt werden - zum Beispiel bei mangelnden Testkapazitäten oder unzureichenden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. „Ebenso wird berücksichtigt, wenn keine verlässlichen Informationen für bestimmte Staaten vorliegen“, heißt es auf der Internetseite des RKI.

Einziges EU-Land, das noch als Risikogebiet gilt, ist Schweden. Von den Ländern außerhalb der EU sind zum Beispiel Tunesien, Neuseeland und Australien nicht als Risikogebiet eingestuft.

Dienstag, 16. Juni:

15.21 Uhr Studie zu Corona: Kinder sind wohl keine Treiber der Ausbreitung

Kinder stecken sich einer Studie aus Baden-Württemberg zufolge wohl seltener mit dem Coronavirus an als ihre Eltern. Sie seien daher nicht als Treiber der Infektionswelle anzusehen, sagte Klaus-Michael Debatin, Ärztlicher Direktor der Kinderklinik am Universitätsklinikum Ulm, zum Ergebnis der Untersuchung. Für die Studie waren etwa 5000 Menschen ohne Corona-Symptome auf das Virus und auf Antikörper dagegen getestet worden: rund 2500 Kinder unter zehn Jahren und je ein Elternteil.

Im Untersuchungszeitraum von 22. April bis 15. Mai war aktuell nur ein Elternteil-Kind-Paar infiziert. 64 Getestete hatten Antikörper gebildet und weitgehend unbemerkt eine Corona-Infektion durchlaufen, was einer Häufigkeit von 1,3 Prozent entspricht. Darunter befanden sich 45 Erwachsene und 19 Kinder. Kinder in Notbetreuung waren den Ergebnissen zufolge nicht häufiger infiziert als andere.

12.57 Uhr: Söder gibt Lockerungen für Bayern bekannt

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gab am Dienstag in einer Pressekonferenz weitere Lockerungen für das südlichste deutsche Bundesland bekannt.

Im Mittelpunkt dieser Lockerungen steht vor allem das Privatleben der Bürger vor Ort.

So dürfen sich ab Mittwoch bis zu zehn Personen unterschiedlicher Haushälte treffen. Bislang waren solche Treffen auf Angehörige zweier Haushalte beschränkt. In privaten Räumen und Gärten gibt es dann gar keine zahlenmäßige Beschränkung mehr.

„Das betrifft Freundeskreise oder Stammtische“, so Söder.

Auch Veranstaltungen werden schrittweise wieder genehmigt. „Wir beginnen ab Montag, 22. Juni, mit bis zu 50 Personen im Inneren und bis zu 100 Personen im Äußeren.“

Außerdem werde der Katastrophenfall werde zum Mittwochmorgen aufgehoben. „Allerdings behalten wir die Koordinierungsstrukturen bei, so ist dieser jederzeit wieder der Fall wieder zurück können.“

Allgemeinen Kontaktbeschränkungen bleiben allerdings ander als in Thüringen bestehen. Dazu gehören Hygiene, mind. 1,5 Meter Abstandhalten und das Tragen eines Mund- Nasenschutz.

Seit 15. Juni sind außerdem in Bayern Theater-, Kino- und Konzertveranstaltungen unter strengen Hygiene- und Abstandsauflagen wieder möglich. Derzeit gelten für die Veranstaltungen aber Zuschauerbegrenzungen von bis zu 50 Menschen in geschlossenen Räumen und bis zu 100 Gästen im Freien.

Durch weitere Lockerungen sind ab kommendem Montag wieder mehr Zuschauer erlaubt. Veranstaltungen in Innenräumen dürfen dann mit bis zu 100 Gästen mit zugewiesenen Sitzplätzen, in Außenbereichen mit bis zu 200 Zuschauern stattfinden.

Das beschloss das Kabinett am Dienstag in München.

10.35 Uhr: Corona-App – Jens Spahn warnt vor gefährlichem Missverständnis

Kanzleramtschef Helge Braun stellt die Corona-Warn-App zur Stunde offiziell unter anderem gemeinsam mit Gesundheitsminister Jens Spahn und Innenminister Horst Seehofer vor. Braun betont, dass die App vollkommen anonym ist und der Quellcode öffentlich sei. Das solle für maximale Transparenz sorgen.

Spahn erklärt, warum so viel Zeit bis zur Fertigstellung vergangen sei. Das liege an den hohen Anforderungen, die hinsichtlich Datenschutz und Datensicherheit gewährleistet werden müssen. Außerdem sollte die App den Akku der Smartphones möglichst wenig belasten, „so wie wir es bei Apps in anderen europäischen Ländern erlebt haben“, erklärt Sphan. Der Gesundheitsminister betont außerdem, dass die Nutzung der App auf allen Ebenen freiwillig sei: „Sie gibt Empfehlungen und keine Anweisungen.“ Heißt im Klartext: Der Download ist freiwillig, genau wie der Umgang mit der App. Niemand müsse sich testen lassen, wenn die App über einen Kontakt zu einer infizierten Person informiert und jeder Infizierte könne seinen Status auf freiwilliger Basis mit anderen App-Nutzern teilen.

Deshalb sei die App auch kein „Allheilmittel“. Der Gesundheitsminister warnt vor einem möglichen gefährlichen Missverständnis. Denn die App ersetze nicht „vernünftiges Verhalten und aufeinander Acht geben“. Aber: Sie sei ein „wichtiges weiteres Werkzeug bei der Eindämmung der Pandemie“, sagt Jens Spahn.

Auch Prof. Lothar Wieler, Leiter des Robert-Koch-Instituts, sieht in der App eine große Chance zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Er erklärt außerdem, dass die App auch nach Veröffentlichung weiterhin verbessert wird.

Ein weitere wichtiger Hinweis kommt von Telekom-Chef Timotheus Höttges: Die Nutzung der App belaste nicht das Datenvolumen der Nutzer. Kein Mobilfunkunternehmen werde für die Nutzung der App Kosten erheben.

09.23 Uhr: Corna-App ist online – schon gibt es die ersten Probleme

Seit heute ist die deutsche Corona-App online. Die Anwendung steht im App-Store (IOS) und Google-Playstore (Android) zum Download zur Verfügung. Nutzer klagten in sozialen Medien über Verzögerungen bei der Verfügbarkeit der App sowie über Probleme beim Herunterladen. In weniger als einer Stunde schienen die Startschwierigkeiten dann überwunden.

Wer sich unsicher ist, welche der verschiedenen Corona-Apps er herunterladen soll, sollte am besten auf die Homepage des Bundes gehen. Dort hat die Corona-Warn-App eine eigene Seite mit Links zum Download.

Die App setzt auf einem Konzept von Apple und Google auf. Daher müssen die Geräte in der Lage sein, diese Programmschnittstellen zur Verfügung zu stellen. Beim iPhone funktioniert das ab dem aktuellen iOS 13.5. Das gibt es für Geräte ab dem iPhone 6s. Ein iPhone 6, 5S, 5 oder ein älteres Modell reicht nicht aus. Bei Android-Handys muss Bluetooth LE unterstützt werden. Außerdem muss Android 6 oder eine neuere Version laufen, und es müssen die Google Play Services aktiviert sein, weil der Konzern die Schnittstellen nicht über Android zu Verfügung stellt, sondern über diese Google-Dienste.

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) betonte, dass die Nutzung der App frewillig sei: „Es gibt keinen Zwang, die App zu installieren. Ein Gesetz, das die Deutschen zum Download der Corona-App zwingt, schließe ich ausdrücklich aus. Wir werden beim freiwilligen Modell bleiben.“

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach versicherte, die Nutzung sei aus Sicht des Datenschutzes unbedenklich: „Niemand wird kontrolliert“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“. „Es werden nur Zahlencodes ausgetauscht. Von diesen Zahlen aus kann niemand auf die Person schließen. Der gesamte Vorgang ist anonym.“ Er verspreche sich „keine Wunder davon, aber eine Menge im Kampf gegen das Virus.“

Montag, 15. Juni:

15.33 Uhr: Corona-App geht online – Fragen und Antworten

Spätestens am Dienstag womöglich noch am Montag soll die Corona-Warn-App starten. Hier erfährst du mehr.

Und wie funktioniert das?

Die App läuft nicht auf allen Handys, aber auf sehr vielen. Bluetooth muss aktiviert sein. Treffen sich nun zwei Menschen mit der App auf dem Handy, erkennen die Geräte das. Sie tauschen eine Zahlenfolge aus. Diese Zahlenfolge wird zwei Wochen lang auf dem Handy gespeichert.

Wenn sich jemand mit dem Virus ansteckt, kann er das in der App angeben. Diese verschickt dann Warnungen an Nutzer, die demjenigen in den letzten zwei Wochen nahegekommen sind. Durch die Zahlenfolge werden keine Namen gespeichert oder genannt.

Die App lädt man sich freiwillig herunter. Aber bringt das dann überhaupt etwas?

Fachleute sagen: Sie hilft, wenn viele Menschen sie benutzen. Manche meinen etwa, dass etwas mehr als die Hälfte der Einwohner Deutschlands die App braucht. Dann erst wirkt sie so wie erhofft. Viele glauben aber: Auch bei weniger Nutzern kann die App schon etwas bewirken. Damit möglichst viele Menschen die App nutzen, müssen sie den Entwicklern vertrauen. Deshalb wurde viel dafür getan, dass die Daten der Menschen sicher sind. So soll zum Beispiel niemand an die Infos kommen, der damit nur Geld machen möchte.

Die Entwickler der Corona-Warn-App sind nach ausführlichen Tests zuversichtlich, dass die geplante Entfernungsmessung per Bluetooth-Funk auch im Alltag funktionieren wird. Bei der App wurde ein mehrstufiges Datenschutzkonzept umgesetzt.

13.14 Uhr: Deutschland beteiligt sich an Impfstoff-Projekt von Curevac

Der Bund steigt beim Biotech-Unternehmen Curevac ein, das unter anderem einen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte am Montag, für 300 Millionen Euro übernehme die bundeseigene Förderbank KfW rund 23 Prozent der Anteile. Ziel sei, dem Unternehmen von Mehrheitseigner Dietmar Hopp finanzielle Sicherheit zu geben. Der Staat wolle keinen Einfluss auf geschäftspolitische Entscheidungen nehmen.

Altmaier sagte, die Beteiligung sei zugleich industriepolitisch von hoher Bedeutung. Wichtige Forschungsergebnisse und Technologien würden in Deutschland und Europa gebraucht. Hintergrund sei auch das Konjunktur- und Zukunftspaket der Bundesregierung in der Corona-Krise.

Hopp erklärte, er freue sich, dass auch von staatlicher Seite die Bedeutung der Biotechnologie erkannt und diese Schlüsselindustrie über die frühe Forschung hinaus unterstützt werde.

Weltweit gab es nach Angaben des Verbands forschender Pharma-Unternehmen (vfa) vom Mai mehr als 120 Impfstoff-Projekte, von kleinen Firmen wie Biontech aus Mainz oder Curevac in Tübingen bis zu Konzernen wie Sanofi und GlaxoSmithKline. Doch wann eine Impfung zugelassen wird, weiß derzeit niemand.

08.26 Uhr: Studierende sollen ab Dienstag Corona-Zuschüsse beantragen können

Nach längeren Anlaufschwierigkeiten sollen Studierende in Notlage ab Dienstag Corona-Zuschüsse des Bundes beantragen können. Die Zuschüsse von bis zu 500 Euro im Monat könnten online beantragt werden und müssten nicht zurückgezahlt werden, sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) der „Augsburger Allgemeinen“ vom Montag.

Die Anträge würden dann vom jeweils vor Ort zuständigen Studenten- oder Studierendenwerk bearbeitet, sagte die Ministerin. Die Hilfe stehe Studentinnen und Studenten aus dem In- und Ausland zu, unabhängig von Alter und Semesterzahl. „Entscheidendes Kriterium ist die pandemiebedingte individuelle, akute Notlage“, sagte Karliczek.

Laut einer Erhebung des Deutschen Studierendenwerks gingen vor der Ausbreitung des Corona-Virus rund zwei Drittel der Studentinnen und Studenten einem Nebenjob nach, um ihr Studium zu finanzieren. Viele dieser Jobs, zum Beispiel in der Gastronomie, sind weggefallen.

Oppositionspolitiker hatten die Bildungsministerin in den vergangenen Wochen immer wieder kritisiert, weil der Termin für die Beantragung der Zuschüsse immer wieder nach hinten verschoben wurde. Das Ministerium verwies darauf, dass es technisch aufwändig sei, ein neues Antragssystem aufzubauen.

Sonntag, 14. Juni:

22.40 Uhr: Jens Spahn mit deutlicher Ballermann-Warnung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Deutschen aufgefordert, trotz der Aufhebung der Reisewarnung für 27 europäische Länder beim Reisen Vorsicht walten zu lassen. Jeder müsse sich überlegen, ob es jetzt eine weite Reise sein müsse, sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend im „Bericht aus Berlin“ der ARD. „Muss ich jetzt nach Lissabon, oder kann das vielleicht auch noch ein wenig warten“, fragte Spahn. Er verwies auf Ischgl in Österreich, von wo aus das Virus im Winter europaweit Verbreitung fand. „Jetzt darf nicht Ballermann sozusagen das nächste Ischgl werden.“ Spahn fügte hinzu: „Party feiern - würde ich mal sagen - ist dieses Jahr weniger angesagt.“

Nach drei Monaten wird die weltweite Reisewarnung für Touristen am Montag für den größten Teil Europas aufgehoben. Ab Mitternacht will das Auswärtige Amt auf seiner Internetseite nicht mehr vor Reisen in voraussichtlich 27 Länder warnen. Dazu zählen Haupturlaubsländer der Deutschen wie Italien, Österreich, Griechenland, Frankreich und Kroatien. Gleichzeitig fallen am Montag die letzten noch verbliebenen Kontrollen wegen der Corona-Pandemie an den deutschen Grenzen weg.

19.07 Uhr: Furchtbare Corona-Tragödie in Familie

In ihrer Familie erkrankte die Mutter an Corona und verstarb. Kurze Zeit später hat auch die Tochter Corona-Symptome verspürt und lag vier Wochen lang im Koma. Hier liest du die ganze Geschichte. >>>

14.58 Uhr: Bundespolizei musste fast 200.000 Menschen an Grenzkontrollen zurückweisen

Die Bundespolizei hat bei den coronabedingten Grenzkontrollen bis zum 11. Juni rund 196.000 Zurückweisungen ausgesprochen. Die Zahl nannte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) der „Bild am Sonntag“. Seit dem 16. März seien 6000 Beamte täglich im Einsatz gewesen. Bei 122 Beamten der Bundespolizei sei eine Infektion mit dem Coronavirus bekannt, teilte das Innenministerium mit.

Seehofer sprach von einem der „schwierigsten Einsätze“ der Bundespolizei. Er lobte die Beamten für ihr „umsichtiges Handeln in dieser Ausnahmesituation“. Dafür gebühre allen Polizistinnen und Polizisten der Dank der gesamten Bundesregierung. Der Minister dankte auf Twitter auch der Bevölkerung und erklärte: „Ich bin froh, dass wir bei aller Vorsicht jetzt wieder mehr Freiheit wagen können.“

In der Nacht zum Montag enden um Mitternacht die in der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen an der deutschen Grenze.

Samstag, 13. Juni:

20.07 Uhr: Deutschland sichert sich Impfstoff beim Pharmaunternehmen AstraZeneca

Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande haben einen ersten Vertrag über mindestens 300 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus geschlossen. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium am Samstag in Berlin mit. Die Entwicklung eines Impfstoffs könnte im günstigen Fall schon Ende des Jahres abgeschlossen sein, hieß es aus dem Ministerium.

Vertragspartner ist das Pharmaunternehmen AstraZeneca. Profitieren sollen alle EU-Staaten, die dabei sein wollen. Die Impfdosen würden relativ zur Bevölkerungsgröße aufgeteilt.

9.50 Uhr: Schweden verzeichnet Rekordanstieg

1.474 neue Corona-Ansteckungen binnen eines Tages. Schweden verzeichnet einen traurigen Rekord. So seien nun insgesamt 48.300 Schweden mit dem gefährlichen Virus infiziert.

Und auch die Anzahl der Toten sei gestiegen, so die schwedische Gesundheitsbehörde. 4.814 Menschen verloren bislang ihr Leben.

Freitag, 12. Juni:

20.00 Uhr: Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg gestiegen

Die Zahl der Corona-Infizierten ist in Baden-Württemberg auf 35.094 gestiegen. Das sind 35 mehr als am Vortag, wie das Sozialministerium am Freitag mitgeteilt hat. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus ist auf 1.805. Geschätzt seien noch 527 Menschen infiziert.

18.30 Uhr: Warn-App soll Dienstag vorgestellt werden

Die deutsche Corona-Warn-App soll laut „RTL“ und „ntv“ am Dienstag offiziell vorgestellt werden. Ab dann soll sie auch zum Download verfügbar sein, wie der Sender am Freitag berichtete. Von Seiten der Bundesregierung wurde zunächst kein konkretes Datum genannt, bislang hieß es lediglich, die App solle nächste Woche veröffentlicht werden.


Die App soll dank Bluetooth-Technologie aufzeichnen, wann und wie lange sich jemand in der Nähe einer anderen Person aufgehalten hat, die an ihrem Smartphone ebenfalls diese Funktion eingeschaltet hat. Infiziert sich jemand mit dem Coronavirus, kann er über die App anonym diejenigen informieren, die sich durch ihre Nähe zu ihm angesteckt haben könnten.

18.00 Uhr: 95 Infizierte! Corona-Ausbruch auf Spargelhof in Bayern

Heftiger Corona-Ausbruch in Bayern! Auf einem Spargelhof sind 95 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. 525 Mitarbeiter seien untersucht worden, teilte das Landratsamt am Freitag mit. „Aktuell werden alle Kontaktpersonen der Erkrankten ermittelt.“ Die Getesteten hätten zum Zeitpunkt des Abstrichs keine Symptome einer Covid-19-Erkrankung gezeigt, teilte die Behörde mit.

17.00 Uhr: Schweden von skandinavischen Nachbarn isoliert

Schweden wird angesichts hoher Corona-Zahlen von seinen skandinavischen Nachbarn zunehmend isoliert. Nachdem Dänemark und Finnland die Schweden bei der Lockerung ihrer Reisebeschränkungen außen vor gelassen hatten, folgte am Freitag auch Norwegen mit einem ähnlichen Modell: Urlaubsreisen zwischen Norwegen und den anderen nordischen Ländern Finnland, Island sowie Dänemark mitsamt Grönland und den Färöer-Inseln seien ab Montag zwar wieder ohne Quarantäne möglich, sagte Regierungschefin Erna Solberg in Oslo. Im Falle Schwedens gelte dies zunächst aber nur für die Insel Gotland – der Rest des Landes lasse eine Lockerung der Bestimmungen wegen der dortigen Coronavirus-Situation nicht zu.

13.26 Uhr: Auch Brandenburg kippt Kontaktbeschränkungen

Die Corona-Kontaktbeschränkung auf bis zu zehn Menschen fällt in Brandenburg ab Montag weg - aber die Abstands- und Hygieneregeln bleiben. Das kündigte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag an. Die Maskenpflicht soll auf Krankenhäuser und Reisebusse erweitert werden.

08.06 Uhr: Coronavirus: Gesundheitsexperte nennt Schock-Zahlen aus Schweden

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach schockt auf Twitter mit neuen Coronazahlen. Demnach hat Schweden, das Land, das so locker auf die Coronavirus-Pandemie reagiert hat, 1400 neue Fälle am Tag und schon insgesamt fast 5000 Tote zu verzeichnen.

Bei 10 Millionen Einwohnern sei das eine fünffache Sterblichkeit im Vergleich zu Deutschland und eine aktuelle mehr als 10-fache Zahl der Neuinfizierungen so Lauterbach.

In seinem Tweet bezieht sich der SPD-Politiker auf einen Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

Schweden hat bisher eher auf frewiligge Maßnahmen als auf Vorschriften gesetzt. Schulen, Restaurants oder Geschäfte wurden nicht geschlossen. Lediglich gäbe es bislang ein Versammlungsverbot bis maximal 50 Teilnehmern.

Warum die schwedischen Zahlen eine solche Warnung für Deutschland sein sollten? Weil auch hierzulande immer mehr Lockerungen ausgesprochen werden und mehr auf Eigenverantwortung der Einwohner gesetzt werden sollte.

06.36 Uhr: Nach einer der Welle der Solidarität in der Corona-Krise ist die Zahl der Blutspenden wieder zurückgegangen. „In manchen Regionen ist die Spende-Bereitschaft stark rückläufig“, sagte Patric Nohe, Sprecher der Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Das DRK deckt über zwei Drittel des Bedarfs an Blutkonserven in Deutschland.

Die Spender bekommen dort - anders als zum Beispiel bei privaten Anbietern oder in Kliniken - keine Aufwandsentschädigung. Das DRK wolle auch künftig auf Freiwilligkeit setzen, so Nohe. Georg Marckmann, Professor für Medizinethik an der Ludwig-Maximilians-Universität München, fragt sich, ob diese Strategie auf Dauer aufgeht. „Es wäre durchaus angemessen, die wertvolle Ressource Blut mit einer Aufwandsentschädigung zu vergüten.“

Donnerstag, 11. Juni:

21.13 Uhr: Zweite Corona-Welle in Bulgarien

In Bulgarien breitet sich das Coronavirus in einer zweiten Welle aus. Das zunächst kaum von der Pandemie getroffene Balkanland verzeichnete am Donnerstag mit 104 Covid-19-Neuerkrankungen binnen 24 Stunden einen Rekordwert seit Beginn der Corona-Krise. Eine ursprünglich bis 14. Juni verhängte „epidemische Ausnahmesituation“ soll bis Ende des Monats verlängert werden. Der bisherige Rekord mit 90 Coronavirus-Neuinfektionen an einem Tag war am 24. April gemessen worden.

Bulgarien befinde sich wohl in einer zweiten Welle der Krankheit, sagte der Oberste Inspektor für Gesundheit und Mitglied des Krisenstabs in Sofia, Angel Kuntschew, am Donnerstag im privaten Fernsehsender bTV. Das Virus breite sich jetzt aber vor allem lokal in Netzwerken, sogenannten Clustern, aus. Die Situation könne unter Kontrolle gebracht werden, meinte er.

Regierungschef Boiko Borissow appellierte, weiter Distanz zu anderen Menschen zu halten. Er rief auch zu Disziplin und Desinfektion auf.

16 Uhr: NRW lockert weiter die Corona-Maßnahmen - das gilt ab 15. Juni:

Ab Montag (15. Juni) gibt es neue Lockerungen der Corona-Maßnahmen in NRW. Ein Überblick:

PRIVATE FESTE: Feste wie Jubiläen, Hochzeiten, Taufen, Geburtstage oder Abschlussfeiern mit höchstens 50 Teilnehmern sind unter Auflagen wieder erlaubt. Voraussetzung sind die Beachtung von Hygieneregeln und die Erfassung der Personalien der Gäste. Etwa bei standesamtlichen Trauungen muss keine Mund-Nasen-Bedeckung mehr getragen werden. Gefeiert werden darf auch in abgetrennten Räumen von Gaststätten oder Hotels. Veranstaltungen mit vornehmlich geselligem Charakter bleiben weiterhin untersagt.

ÖFFENTLICHE VERANSTALTUNGEN: Veranstaltungen und Versammlungen mit bis zu 100 Personen werden unter Auflagen erlaubt, etwa mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern und der Rückverfolgbarkeit der Zuschauer und Teilnehmer. Auch Veranstaltungen mit mehr als 100 Zuschauern sind ab Montag wieder zulässig. Dann gelten aber in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden erweiterte Schutzvorschriften.

Bei Theatern, Konzertsälen und anderen Veranstaltungsorten mit festen Sitzplätzen kann die Abstandsregelung von 1,5 Metern entfallen. Dann muss ein Sitzplan erstellt werden, der genau erfasst, wo welche anwesende Person gegessen hat. Das gilt auch für außerschulische Bildungsangebote mit festen Sitzplätzen.

FREIZEIT: Das Grillen ist auf öffentlichen Plätzen und in Parks wieder möglich. Floh- und Trödelmärkte sind mit Hygiene- und Infektionsschutzkonzepten erlaubt. Auch Wellnesseinrichtungen und Saunabetriebe können unter Hygieneauflagen wieder öffnen. Dasselbe gilt für Erlebnis- und Spaßbäder.

Weiterhin untersagt sind bis mindestens zum 31. August 2020 Volks-, Stadt-, Dorf- und Straßenfeste sowie Schützen- und Weinfeste. Das gilt auch für Kirmesveranstaltungen. Schausteller können sich aber zu einem vorübergehenden Freizeitpark zusammenschließen und ihre Fahrgeschäfte auf einem umzäunten Gelände öffnen.

GASTRONOMIE: Bars können nach den für die übrige Gastronomie geltenden Maßgaben für Hygiene- und Infektionsschutzstandards ihren Betrieb wieder aufnehmen. Clubs und Diskotheken bleiben weiterhin geschlossen. Auch Bordellen und ähnlichen Einrichtungen bleibt der Betrieb weiterhin untersagt.

HANDEL: Der Handel darf von Montag an wieder mehr Kunden gleichzeitig in die Läden lassen. Statt einer Person je zehn Quadratmeter Verkaufsfläche ist dann ein Käufer je sieben Quadratmeter erlaubt. Dies gilt auch für die Besucherbegrenzungen in Museen und Ausstellungen sowie in Zoos.

SPORT: Sportarten mit Körperkontakt sind ab Montag auch in geschlossenen Räumen für Gruppen mit bis zu zehn Personen wieder möglich. Im Freien ist dann Kontaktsport in Gruppen bis zu 30 Personen erlaubt. In beiden Fällen muss eine Rückverfolgbarkeit der Teilnehmer durch Datenerfassung sichergestellt werden. Auch Wettbewerbe im Breiten- und Freizeitsport sind unter Einhaltung eines Hygiene- und Infektionsschutzkonzepts drinnen und draußen wieder zulässig.

Nichtsdestotrotz bleiben die Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum und die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Bus und Bahn oder Geschäften bestehen.

15.09 Uhr: Kann das den schweren Krankheitsvrlauf von Covid-19 stoppen?

Virologen und andere Wissenschaftler beschäftigen sich eingehend mit dem Coronavirus. Wie der Top-Virologe der Berliner Charité, Christian Drosten, nun in seiner aktuellen Podcast-Folge beim NDR erzählt hat, könnte es vielleicht bald eine Möglichkeit geben, wie schwere Krankheitsverläufe schon im Keim erstickt werden könnten. Mehr dazu hier >>>

Mittwoch, 10. Juni:

14.51 Uhr: Maskenpflicht in NRW verlängert

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in NRW wurde verlängert. Wie die WAZ berichtet, gelte diese Maßnahme für zwei weitere Wochen und ist somit mindestens bis zum 29. Juni Pflicht. Weitere Infos dazu gibt es bei der WAZ>>>

13.04 Uhr: Coronavirus-Ausbruch im Klinikum Dortmund

Im Klinikum Dortmund wurden zwölf Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Acht Mitarbeiter und vier Patienten sind demnach infiziert, sie alle waren auf derselben Station des Klinikum Nord. Die Lage sei Griff, erklärte die Stadt. Nun finde eine Nachverfolgung der Kontakte statt, weitere Tests werden durchgeführt und wenn nötig Quarantäne verordnet. Weitere Details wurden zunächst nicht mitgeteilt. Zuerst berichteten die „Ruhrnachrichten“.

8.23 Uhr: Bonner Virologe schlägt wegen Atemmasken Alarm

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck sieht den Einsatz von Atemmasken im Alltag wegen der oft falschen Anwendung skeptisch. „Die Leute knüllen die Masken in die Hosentasche, fassen sie ständig an und schnallen sie sich zwei Wochen lang immer wieder vor den Mund, wahrscheinlich ungewaschen“, sagte Streeck der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Das ist ein wunderbarer Nährboden für Bakterien und Pilze“, so der Direktor des Instituts für Virologie der Universitätsklinik Bonn.



Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht das allgemeine Tragen von einfachem Mund- und Nasenschutz in der Öffentlichkeit weiter skeptisch. Sie hatte ihre bis dahin kritische Haltung gegenüber dem Tragen von Mundschutz in der Allgemeinbevölkerung zwar kürzlich geändert: Selbstgemachte Masken aus Stoff oder solche aus dem Supermarkt seien durchaus empfehlenswert in öffentlichen Verkehrsmitteln, Läden und anderen Einrichtungen, wo ein Abstand von mindestens einem Meter nicht eingehalten werden könne, heißt es in Anfang der Woche veröffentlichten Empfehlungen.

Die Organisation warnte aber erneut, dass solche Masken das Risiko einer Ansteckung auch erhöhen können. Etwa, wenn die Masken oft angefasst oder zeitweise nach unten ans Kinn und dann wieder über Mund und Nase gezogen würden. Außerdem könne ein falsches Sicherheitsgefühl die Träger veranlassen, weniger oft die Hände zu waschen oder weniger Abstand zu halten. Die Masken machten nur Sinn, wenn sie sachgemäß verwendet und alle anderen Vorgaben eingehalten werden, so die WHO.

Die Masken sollten demnach aus drei Schichten bestehen: einer inneren etwa aus Baumwolle, einer zweiten aus einem thermoplastischen Kunststoff wie Polypropylen und einer äußeren aus Polyester. Sie sollten nur mit sauberen Händen und nur an den Halterungen angefasst und einmal am Tag bei mindestens 60 Grad oder in einer verdünnten Chlorlösung gewaschen werden. Medizinische Masken seien sinnvoll für Mitarbeiter im Gesundheitswesen, Covid-19-Patienten sowie ihre Pflegekräfte und Menschen ab 60 oder gesundheitlich vorbelastete, hieß es von der WHO auch.

7.34 Uhr: Neue Fallzahlen

Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 318 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 184.861 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Mittwochmorgen meldete.

8729 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 18 im Vergleich zum Vortag. Etwa 170 700 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 500 mehr als noch einen Tag zuvor.

Dienstag, 9. Juni:

20.39 Uhr: Reisewarnung für mehr als 160 Länder bis Ende August

Die Bundesregierung will die Reisewarnung für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union bis zum 31. August verlängern. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen aber Ausnahmen für einzelne Länder gemacht werden können, die bestimmte Kriterien erfüllen. Zuvor hatte der „Spiegel“ darüber berichtet.

Die „Bild“ berichtet mit Bezug auf die Nachrichtenagentur Reuters: Das Auswärtiges Amt und das Innenministerium verständigen sich zudem darauf, von Kreuzfahrten weiter dringend abzuraten.

Das Bundeskabinett solle der Regelung am Mittwoch zustimmen.

Laut Reuters sei die Lage in vielen Staaten weltweit völlig unterschiedlich. Dies betreffe sowohl die Corona-Infektionszahlen, Hygieneregeln, Testkapazitäten, die Transparenz über das Infektionsgeschehen in verschiedenen Landesteilen als auch die Kapazitäten des Gesundheitssystems und Möglichkeiten der Rückreise.

Nach dem 1. Juli solle individuell geprüft werden, für welche Staaten die Reisewarnung aufgehoben werden kann.

14.25 Uhr: Erstes Bundesland hebt Kontaktbeschränkung auf

Thüringen hebt als erstes Bundesland in Deutschland die Kontaktbeschränkung auf. Ab dem 13. Juni (Samstag) gelte die neue Verordnung. Mehr Infos gibt es bei unserem Partnerportal Thüringen24>>>

10.53 Uhr: Drama in Coronakrise - Deutscher Export bricht katastrophal ein

Der deutsche Export ist im April in Folge der Corona-Krise dramatisch eingebrochen. Der Wert der Warenausfuhren sank gegenüber dem Vorjahresmonat um 31,1 Prozent auf 75,7 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

Das war der größte Rückgang eines Monats im Vergleich zum Vorjahresmonat seit Beginn der Außenhandelsstatistik im Jahr 1950 Verglichen mit März 2020 verringerten sich die Exporte um 24,0 Prozent.

Das Schließen von Grenzen gerade auch im europäischen Binnenmarkt, die weltweite Verhängung von Handels- und Reisebeschränkungen sowie enorme Störungen in der See- und Luftfracht führten zu einem drastischen Rückgang der Ausfuhren. Die Importe verringerten sich um 21,6 Prozent auf 72,2 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahresmonat.

Je nach Handelspartner waren die Exporte unterschiedlich stark beeinträchtigt: Die Ausfuhren nach China gingen im April 2020 vergleichsweise moderat um 12,6 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro zurück. Das Corona-Virus war zuerst in der Volksrepublik festgestellt worden und hatte dort zeitweise zu drastischen Einschränkungen des öffentlichen Lebens geführt.

Montag, 8. Juni:

16.06 Uhr: Lockdown hat 3,1 Millionen Todesfälle verhindert

Die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus haben Analysen zufolge allein in elf europäischen Ländern bis Anfang Mai etwa 3,1 Millionen Todesfälle verhindert. Der großangelegte Lockdown samt Grenzschließungen, Kontaktsperren und Schulschließungen habe eine Kontrolle des Pandemie-Verlaufs ermöglicht, berichtet ein britisches Forscherteam um Seth Flaxman vom Imperial College London (Großbritannien) nach der Analyse der Todesfallzahlen im Fachmagazin „Nature“. Wenn der gegenwärtige Trend anhalte, bestehe Anlass zu Hoffnung.

Bis zum 6. April hätten die Maßnahmen rund 530 Millionen Infektionen allein in sechs Ländern verhindert, berichtet ein zweites Forscherteam ebenfalls in „Nature“. Sie hatten den Infektionsverlauf bis zu diesem Stichtag in China, Südkorea, Italien, Iran, Frankreich und den USA analysiert. „Ich denke, kein anderes menschliches Unterfangen hat jemals in so kurzer Zeit so viele Leben gerettet“, sagte Studienleiter Solomon Hsiang von der UC Berkeley (USA).

12.39 Uhr: Indien erreicht Höchstmarke der Neuinfektion - trotzdem weitere Lockerungen

In Indien sind trotz eines Rekordanstiegs der Neuinfektionen weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Kraft getreten. In Neu Delhi und mehreren anderen Städten durften am Montag erstmals seit Ende März wieder Einkaufszentren, Restaurants, Tempel und Moscheen öffnen. In der Millionenstadt Mumbai bleiben viele Auflagen hingegen bestehen. Zwar dürfen dort Straßenhändler wieder ihre Waren anbieten. Einkaufszentren, Restaurants und Friseursalons bleiben aber weiterhin geschlossen.

Die indische Regierung hatte Ende März eine Ausgangssperre für das Land mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern verhängt. In den vergangenen Wochen traten bereits einige Lockerungen in Kraft.

Am Montag meldete die Regierung die bislang höchste Zahl an Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Fast 10.000 neue Fälle wurden demnach registriert. Die Gesamtzahl der Infektionen erhöhte sich damit auf über 256.000. Mit 7135 Toten weist Indien eine vergleichsweise niedrige Sterberate auf. Es gibt aber Zweifel an der offiziellen Corona-Statistik. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus.

10.37 Uhr: Kevin Kühnert mischt sich in Debatte nach Großdemos gegen Rassismus ein

SPD-Vizechef Kevin Kühnert hat die Großdemonstrationen gegen Rassismus verteidigt - trotz Verstößen gegen das Abstandsgebot in der Corona-Pandemie. „Ich finde es unangemessen, das Demonstrationsrecht einzuschränken“, sagte Kühnert am Montag den Sendern RTL und ntv. „Das kann nicht die Antwort auf eine Pandemie sein.“ Großkundgebungen mit tausenden Teilnehmern wie am Wochenende seien im Moment „sicherlich nicht ohne“, räumte Kühnert ein. Menschen müssten aber ihre Meinung sagen können.

„Man kann nur an die Menschen appellieren: Wer zu Demonstrationen geht, was möglich sein muss, muss sich an die Regeln halten“, sagte der SPD-Politiker. Sonst bekämen diejenigen Aufwind, denen Demonstrationen, insbesondere gegen Rassismus, ohnehin ein Dorn im Auge seien.

Am Wochenende hatten zehntausende Menschen in mehreren deutschen Städten gegen Rassismus demonstriert. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich besorgt darüber gezeigt, dass bei den Demos vielfach die Corona-Regeln missachtet werden.

(DER WESTEN mit dpa)