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Maddie McCann: Frühere Nachbarin packt über neuen Verdächtigen aus Braunschweig aus

Maddie McCann: Die Spur führt nach Deutschland

13 Jahre nach ihrem Verschwinden steht der Vermisstenfall vor dem Durchbruch!

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Maddie McCann verschwand vor über 13 Jahren in Portugal im Urlaub mit ihren Eltern. Seitdem ist viel passiert. Es gab immer wieder Theorien, was mit der damals Dreijährigen geschehen sein könnte. Zwischenzeitlich standen sogar Maddies Eltern unter Verdacht, mit dem Verschwinden etwas zu tun gehabt zu haben. Nun gibt es eine neue heiße Spur in diesem brisanten, andauernden Fall.

Wie in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY am Mittwochabend bekannt wurde, ermitteln nun das Bundeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Braunschweig wegen des Verschwindens von Maddie McCann.

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Maddie McCann: Neue Spur bei den Ermittlungen

Es geht dabei gegen einen 43 Jahre alten vorbestraften Sexualstraftäter wegen des Verdachts des Mordes. Der Mann sei wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilt, hat das Bundeskriminalamt mitgeteilt.

Aber wie kommen die Ermittler nun ausgerechnet auf diesen Deutschen?

Nach Informationen der „Braunschweiger Zeitung“ handelt es sich bei dem Verdächtigen um einen Mann, der 2019 vom Landgericht Braunschweig wegen Vergewaltigung einer 72-jährigen Amerikanerin verurteilt worden sei. Demnach soll der 43-Jährige auch die Vergewaltigung der 72-Jährigen in Portugal begangen haben - in demselben Ort, in dem rund anderthalb Jahre später die kleine Maddie verschwand.

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Der 43-Jährige lebte zwischen 1995 und 2007 an der Algarve.

Verdächtiger: Geld mit Straftaten verdient?

In dieser Zeit machte er mehrere Gelegenheitsjobs, zum Beispiel in der Gastronomie. Es gibt allerdings auch die Vermutungen, dass er sein Geld unter anderem durch Straftaten verdiente, dazu gehörten Diebstähle in Hotelanlagen und Ferienwohnungen. Außerdem soll er mit Drogen gedealt haben.

Er wohnte in einem Haus zwischen Lagos und Praia da Luz, dort verschwand Maddie McCann 2007.

Frühere Nachbarin bezeichnet Tatverdächtigen als aggressiv

Seine frühere Nachbarin aus Portugal beschreibt den Verdächtigen als aggressiv. „Er war immer ein bisschen wütend, ist die Straße schnell hoch und runter gefahren und eines Tages, so um 2006, verschwand er ohne ein Wort“, berichtete die Frau dem britischen Sender Sky News.

Etwa ein halbes Jahr nach dem Verschwinden des Mannes sei sie gebeten worden, beim Aufräumen der Unterkunft zu helfen, berichtete die Frau. „Es war eklig.“ Überall hätten beschädigte Sachen wie Computer gelegen. In einem Müllbeutel seien Perücken und seltsame Kleidungsstücke - möglicherweise für Kostümierungen - gewesen.

Die frühere Nachbarin gab an, dass der Verdächtige die Unterkunft damals von einem Briten gemietet habe. Polizisten aus Großbritannien hätten sie im vergangenen Jahr zu dem Verdächtigen befragt. In diesem Jahr seien dann portugiesische Ermittler aufgetaucht. Die Polizei geht davon aus, dass sich der Mann nach dem Verlassen der Unterkunft noch weiterhin in der Umgebung aufgehalten hat.

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tatverdächtiger mehrmals verurteilt

Der Mann wurde bereits mehrfach wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern zu Gefängnisstrafen verurteilt. Das BKA sagt jedoch, dass den meisten seiner Kontaktpersonen das nicht bekannt sein dürfte.

Der Fall Maddie McCann:

  • Madeleine Beth McCann, genannt Maddie (3), verschwand am 3. Mai 2007
  • Zuletzt sahen sie ihre Eltern sie in ihrer Ferienwohnung in Portugal
  • Als Maddie McCann verschwand, waren ihre Eltern mit Freunden essen
  • Einziger Hinweis: ein geöffnetes Fenster
  • Nach 14 Monaten stellte die portugiesische Polizei die Ermittlungen zu dem britischen Mädchen ein
  • Ihre Eltern, beide Ärzte, nutzen die Öffentlichkeit für die Suche nach Maddie
  • Bis heute gibt es kein Anzeichen, ob Maddie noch lebt
  • Am 12. Mai hätte Maddie McCann ihren 17. Geburtstag gefeiert

Im vergangenem Dezember sei der Mann vor dem Braunschweiger Landgericht zu einer siebenjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Urteil sei bislang nicht rechtskräftig; der Angeklagte werfe der Justiz Rechtsfehler im Auslieferungsverfahren vor.

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Schon im Jahr 2019 verfolgten die Ermittler erste Hinweise, dass der Mann, der Maddy McCann entführt hat, aus Deutschland kommen könnte. Ob die Hinweise zu dem 43-Jährigen führen, ist noch unklar.

Das weiß die Polizei über die Tatzeit:

Am 3. Mai 2007 zwischen 21.10 und 22 Uhr verschwand Maddie McCann aus einem Hotel in Praia da Luz in Portugal.

Während dieser Zeit fuhr der vermeintliche Täter mit einem dunkelfarbenen Jaguar XJR 6.

Ob der Wagen zu diesem Zeitpunkt auch zugelassen war, ist nicht bekannt. Die letzte Zulassung, die nach dem 3. Mai gemacht wurde, wurde durch die Stadt Augsburg ausgewiesen.

Ebenfalls besaß der 43-Jährige zur selben Zeit einen weiß-gelben VW T3 Westfalia mit portugiesischer Zulassung.

Fahrzeug 1: Jaguar XJR 6

  • Farbe: dunkelrot / aubergine
  • Kennzeichen: Die letzte bekannte Zulassung nach dem Tattag war bei der Stadt Augsburg
  • Verbleib: Der Verbleib des Fahrzeugs ist geklärt

Fahrzeug 2: VW T3 Westfalia

  • Farbe: weiß / gelb
  • Kennzeichen: Im Mai 2007 waren portugiesische Kennzeichen am Fahrzeug montiert
  • Verbleib: Der Verbleib des Fahrzeugs ist geklärt
  • Hinweis: Der Beschuldigte war nicht Halter des Fahrzeugs. Der Halter ist als Tatverdächtiger auszuschließen.

Die Polizei geht davon aus, dass er eines der Autos zur Zeit fuhr, als Maddie McCann verschwand, und diesen für die Tat genutzt haben könnte.

Das BKA sagt außerdem, dass der Mann mit großer Wahrscheinlichkeit diese portugiesische Mobilfunknummer nutzte: + 351 912 730 680. Er soll zur Tatzeit ein Telefonat mit einer Person aus Praia da Luz geführt haben. Die Nummer dieser Person lautet + 351 916 510 683.

Der Person, die diese Nummer gehört, könnte ein sehr wichtiger Zeuge im Fall Maddie McCann sein. Sie hielt sich aber während der Tatzeit nicht in dem Bereich auf.

Maddie McCann bei „Aktenzeichen XY“

Die Sendung „Aktenzeichen XY“ hat am Mittwoch in ihrer Sendung Zeugen aufgerufen, die den Mann kennen und etwas zur Tat wissen, sich zu melden.

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Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Braunschweig bittet Aktenzeichen XY, die ZDF-Zuschauer um konkrete Hinweise.

Für sachdienliche Hinweise können sich Bürger jederzeit direkt beim Hinweistelefon des BKA unter 0611 - 55 18444 sowie bei jeder örtlichen Polizeidienststelle melden.

Das Bundeskriminalamt sowie die Staatsanwaltschaft Braunschweig bitten um Mithilfe. Sie fragen:

  • Kannst du Angaben zu den vom Tatverdächtigen genutzten Fahrzeugen machen bzw. hast du diese Anfang Mai 2007 gesehen oder hast Kenntnis über die Abstellorte im genannten Zeitraum?
  • Kannst du Angaben zu den genannten Rufnummern bzw. deren Nutzern im Mai 2007 machen?
  • Kannst du Angaben zu den abgebildeten Häusern, Zimmern oder sonstigen Anlaufpunkten machen?
  • Hast du dich Anfang Mai 2007 an der Algarve aufgehalten und verfügst ggf. noch über Bildmaterial wie Urlaubsfotos oder Videos?
  • Hattest du Kontakt zu einer Person, welche in Verbindung zu den gezeigten Fahrzeugen, Gebäuden und Telefonnummern stand und kannst du Angaben zu dessen Aufenthalt Anfang Mai 2007 machen?
  • Wurdest du möglicherweise selbst Opfer einer Straftat durch diese Person?

Maddie McCann: 10.000 Euro Belohnung

Das BKA teilt mit, dass sie annehmen, dass es neben dem Täter noch weitere Personen gibt, die mehr zur Tat und gegebenenfalls zum Ablageort der Leiche wissen. Die Behörden bitten ausdrücklich darum, sich zu melden.

Bilder und Videos kannst du über das BKA-Hinweisportal unter bka.hinweisportal.de hochladen. Für Hinweise, die zur Aufklärung des Falls Maddie McCann führen, wurde eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgelobt. (js/ldi/pg)