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Corona: Zahl der Infektionen in NRW steigt! Neuer Corona-Hotspot in Großfamilie

Ende der Maskenpflicht: Deutsche sind gespalten

Weil in einigen Bundesländern die Zahl der Corona-Infektionen sinkt, wird vielerorts eine Aufhebung der Maskenpflicht diskutiert, so zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Eine Lockerung könnte bereits nach den Sommerferien in Kraft treten. Eine Umfrage in Berlin.

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Auch ein halbes Jahr nach ihrem Ausbruch ist die Corona-Pandemie noch nicht vorbei. Noch immer konnte kein Impfstoff entwickelt werden.

Über 12 Millionen Menschen weltweit haben sich mit Corona infiziert, mehr als 549.000 sind gestorben. Allein in Deutschland haben sich über 198.000 infiziert, mehr als 9.00 Menschen starben in der Bundesrepublik an den Folgen von Covid-19.

Vor allem das Bundesland NRW musste einen harten Rückschlag hinnehmen. Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischfabrikanten Tönnies gab es einen erneuten Lockdown.

Doch das Coronavirus greift auch in anderen Bundesländern um sich.

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Donnerstag, 9. Juli:

15.26 Uhr: Großfamilie in Euskirchen an Covid-19 erkrankt

Nach den Corona-Infektionen bei einer mennonitischen Familie im rheinischen Kreis Euskirchen haben die Behörden ein positives Zwischenergebnis der noch laufenden Massentests bei etwa 1000 Gemeindemitgliedern vorgelegt. Von zunächst 648 Corona-Tests waren 14 positiv und 634 negativ, wie der Euskirchener Landrat Günter Rosenke (CDU) am Donnerstag mitteilte. Allerdings standen die Ergebnisse der weiteren bis zu 360 Tests noch aus.

Die bisherigen Ergebnisse der am Mittwoch begonnenen Testserie könne „man durchaus als positiv bezeichnen“, sagte Rosenke. Mit den noch ausstehenden Testergebnissen wird für Freitag gerechnet.

In den vergangenen Tagen waren 13 Mitglieder der 15-köpfigen Familie positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die örtlichen Behörden stellten daraufhin die gesamte Mennoniten-Gemeinde unter häusliche Quarantäne und ordneten Corona-Tests für die rund 1000 Menschen an. Die Schule der evangelischen freikirchlichen Gemeinde wurde geschlossen, auch Gottesdienste sind zunächst verboten.

13.34 Uhr: Reul zieht Corona-Bilanz – „Hat mich überrascht“

Herbert Reul hat eine Bilanz zur Kriminalität in der Corona-Pandemie in NRW gezogen. Dabei haben den NRW-Innenminister besonders zwei Fakten besonders überrascht.

Reul verkündete außerdem eine traurige Nachricht: Ein Polizist aus NRW ist seinen Angaben zufolge an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus verstorben.

09:04 Uhr: Corona-Hotspot Düsseldorf? NRW-Hauptstadt deutschlandweit auf Platz 2

Gleich drei Kreise und Städte aus NRW führen eine unrühmliche Liste an. Hier gibt es derzeit gemessen an der Einwohnerzahl die meisten Neuinfektionen. Der Kreis Gütersloh musste nach dem massiven Corona-Ausbruch bei Tönnies wieder in den Lockdown, liegt jetzt allerdings wieder unter dem magischen Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Am Mittwoch lag der Wert hier bei 28,6 Fälle, der Kreis damit weiterhin an der Spitze Deutschlands. Doch Duisburg (21,1) und Düsseldorf (22) schließen auf. In der NRW-Hauptstadt hat sich der Wert damit innerhalb kürzester Zeit verdreifacht. In Düsseldorf gebe es jedoch keinen Hotspot, betonte ein Sprecher der Stadt. „Wir haben viele Einzelfälle.“ Infiziert seien meist Jüngere in der Altersgruppe der 20- bis Mitte 40-Jährigen, die unternehmungslustig seien und auf Partys gingen. Die Kontaktnachverfolgung sei schwierig. Grundsätzlich begründet die Stadt den Anstieg mit einer höheren Anzahl von Tests.

Ähnlich die Lage in Duisburg. Dorte setze man weiter auf Reihentestungen in Pflege- und Senioreneinrichtungen, sagte Sprecherin Anja Kopka am Mittwoch. „Dabei nehmen wir natürlich in Kauf, dass die Infektionszahlen hochgehen: wer viel testet, findet eben auch etwas. Auch die Reihentests bei einem Paketdienstleister oder in den fleischverarbeitenden Betrieben halten wir für den richtigen Weg.“ Bei zwei Feiern zum Zuckerfest Ende Mai hätten sich 66 Menschen infiziert.

Mittwoch, 8. Juli:

21.01 Uhr: Spahn: Maskenpflicht „lieber drei Wochen zu spät“ aufheben

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat erneut vor zu frühen Lockerungen beim Tragen von Alltagsmasken in der Corona-Krise gewarnt. Um das Risiko zu reduzieren, gebe es in bestimmten Situationen eine Maskenpflicht, sagte der CDU-Politiker am Mittwochabend in Berlin bei einer Online-Diskussion. Dafür gelte aus seiner Sicht: „Lieber drei Wochen zu spät aufgehoben als drei Wochen zu früh.“ Masken zu tragen sei nicht immer angenehm, es sei aber im Vergleich zu anderen Beschränkungen ein „relatives mildes Mittel“. Wichtig sei dies vor allem, wenn Abstände nicht einzuhalten seien wie etwa im öffentlichen Nahverkehr oder beim Einkaufen.

Spahn rief mit Blick auf Herbst und Winter allgemein dazu auf, sich gegen Grippe impfen zu lassen - dies soll auch einem Zusammentreffen mit einem möglichen Wiederanstieg von Corona-Infektionen vorbeugen. In Praxen werde es dann erneut darauf ankommen, Patienten mit Erkältungssymptomen vom regulären Betrieb trennen zu können, erklärte Spahn. Bei der Versorgung mit Schutzmasken sei er optimistisch, dass es in den nächsten Monaten nicht erneut zu Engpässen kommen werde. Spahn wies erneut Spekulationen über eine mögliche Corona-Impfpflicht zurück, falls demnächst ein Impfstoff vorhanden sein sollte.

11.24 Uhr: Neue Corona-Fälle - Fleischbetrieb bei Gütersloh stoppt Schlachtung

Weil bei drei Mitarbeitern das Coronavirus nachgewiesen wurde, hat ein Fleischbetrieb im Kreis Gütersloh vorsorglich die Schlachtung gestoppt. Der Betrieb solle sicherheitshalber heruntergefahren werden, so lange unklar sei, ob die Infektionen auf weitere der rund 120 Mitarbeiter des Zerlegungs- und Schlachtbetriebs in Herzebrock-Clarholz übergriffen hätten, sagte der Bürgermeister der Gemeinde, Marco Diethelm (CDU), am Mittwoch. Die Belegschaft sei nun getestet worden. Bis die Ergebnisse vorliegen, werden im Werk nur noch die bereits am Dienstag geschlachteten Schweine verarbeitet.

Der Fleischbetrieb habe auf eigene Initiative entschieden, nachdem am Sonntag erst ein Mitarbeiter und später zwei seiner ebenfalls im Betrieb tätigen Mitbewohner positiv auf das Sars-Cov-2-Virus getestet worden seien. Die Wohngemeinschaft sei umgehend von anderen isoliert worden, so dass zu hoffen sei, dass das Infektionsgeschehen beschränkt bleibe, sagte Diethelm. Die Zeitung „Die Glocke“ hatte zuerst berichtet.

10.53 Uhr: Nächste Schockzahlen aus den USA - rund 60.000 Neuinfektionen an einem Tag

Mit rund 60 000 Corona-Infektionen binnen 24 Stunden haben die USA einen Höchststand bei den Neu-Ansteckungen erreicht. Das geht aus Zahlen hervor, die die Johns-Hopkins-Universität am Mittwochmorgen veröffentlichte. Den zuvor höchsten Wert verzeichnete Johns-Hopkins mit gut 54 000 Fällen am vergangenen Donnerstag.

Insgesamt zählt das Land demnach mehr als 2,996 Millionen Fälle. Mehr als 131.000 Menschen starben an oder im Zusammenhang mit dem Virus.

Die Zahl der Neuansteckungen in den USA mit seinen 320 Millionen Einwohnern ist seit Mitte Juni im Zuge der Lockerung der Corona-Auflagen dramatisch angestiegen - vor allem in den Bundesstaaten Florida, Texas, Georgia, Arizona und Kalifornien. Der Immunologe Anthony Fauci - der zur Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses gehört - hatte sich zuletzt angesichts des raschen Anstiegs der Neuinfektionen im Süden und Westen des Landes besorgt gezeigt.

Die gegenwärtige Lage sei „wirklich nicht gut“ und erfordere „sofortiges“ Handeln, sagte der Direktor des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten in einem Live-Chat.

06.58 Uhr: Zweite Corona-Welle nach Sommerurlaub unbedingt verhindern

Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat an die Eigenverantwortung der Bürger appelliert und zu besonderer Umsicht im Sommerurlaub wegen der Corona-Krise aufgerufen. „Ganz wichtig ist, dass vor allem Eltern mit Schulkindern nicht in Risikogebiete fahren und direkt danach die Kinder in die Schule schicken“, sagte Hans der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Das kann natürlich nicht gehen. Hier muss man schon darauf Wert legen, dass Quarantäneregeln eingehalten werden können.“

Er appelliere, bei der Wahl ihres Urlaubsziels zu berücksichtigen, wie das Infektionsgeschehen im jeweiligen Urlaubsland sei. Da dieses innerhalb der Europäischen Union im Moment gut im Griff sei, biete es sich an, Urlaubsziele etwa in den Nachbarländern Deutschlands zu wählen. „Allein schon, weil man eben im Notfall von dort auch wieder schneller zurückkommen kann.“

Zugleich warnte der Regierungschef: „Wir müssen mit einer zweiten Welle rechnen.“

6.30 Uhr: 54 Prozent lehnen Abschaffung der Maskenpflicht im Handel ab

Jeder Zweite in Deutschland lehnt laut einer Umfrage die Abschaffung der Maskenpflicht im Handel ab - auch wenn es im jeweiligen Bundesland nur wenige Corona-Infizierte gibt und ein Mindestabstand eingehalten werden kann. Wie das Meinungsforschungsinstitut YouGov mitteilte, sind 54 Prozent gegen die Abschaffung, 37 Prozent befürworten dagegen solche Pläne. Neun Prozent der Befragten enthielten sich einer Aussage.

Bei Menschen ab 55 Jahren ist die Ablehnung der Pläne stärker (61 Prozent), während sich bei den 18- bis 24-Jährigen nur 36 Prozent dementsprechend äußerten.

Dienstag, 7. Juli:

22.01 Uhr: USA treten aus Weltgesundheitsorganisation aus

Die USA haben ihren Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) offiziell angekündigt. Die Ankündigung, die am 6. Juli 2021 wirksam werde, sei bei UN-Generalsekretär António Guterres eingereicht worden, sagte ein hoher Regierungsbeamter am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Washington. Der Kongress sei darüber informiert worden, teilte der führende Demokrat im Auswärtigen Ausschuss des Senats, Bob Menendez, auf Twitter mit. US-Präsident Donald Trump hatte den Schritt Ende Mai angekündigt.

Die Entscheidung von Trump, die Zusammenarbeit mitten in der Pandemie zu beenden, hatte weltweit Kritik ausgelöst. Trump macht der WHO schwere Vorwürfe im Umgang mit der Pandemie: Er beschuldigt die UN-Sonderorganisation, zu spät über die Gefahr des Coronavirus informiert zu haben und unter der Kontrolle der Regierung in Peking zu stehen.

Mehrfach verwies er darauf, dass die USA mehr Geld an die Organisation zahlten als China. Er machte die in Genf ansässige Organisation mitverantwortlich für die hohe Anzahl der Toten. Die WHO habe sich zudem notwendigen Reformen verschlossen. Der US-Präsident beschuldigt zudem China, die weltweite Verbreitung des Coronavirus nicht verhindert zu haben, und droht mit Konsequenzen.

Trump hatte die WHO-Beiträge bereits im April eingefroren und damit international Kritik auf sich gezogen. Die USA waren bislang wichtigster Geldgeber. In diesem Jahr sollten die Beiträge eigentlich knapp 116 Millionen Dollar betragen.

18.50 Uhr: WHO: Ausmaß von Luftübertragung von Coronaviren noch unklar

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sehr zurückhaltend auf einen Vorstoß von Experten reagiert, die das Übertragungsrisiko des Coronavirus in der Luft für unterschätzt halten. Die WHO sei aufgeschlossen gegenüber neuen Datenlagen in diesem Feld, müsse aber sehr behutsam vorgehen, bevor sie Schlüsse ziehe, sagte die WHO-Expertin Benedetta Allegranzi auf einer Pressekonferenz am Dienstagabend in Genf.

Es gebe nichts zu rütteln an den bestehenden Empfehlungen, die Abstand vorsehen sowie das Tragen von Masken, wenn dieser nicht einzuhalten sei. Die Organisation sichtet laut Chefwissenschaftlerin Soumya Swaminathan im Durchschnitt täglich 500 Publikationen unterschiedlicher Qualität.

Rund 240 Wissenschaftler, darunter auch Ingenieure, hatten Anfang der Woche ein Schreiben in einer Fachzeitschrift veröffentlicht. Sie werfen darin Gesundheitsbehörden, darunter der WHO, vor, in ihren Empfehlungen das Ansteckungsrisiko durch kleinste Teilchen, sogenannte Aerosole, in der Luft zu vernachlässigen. „Wir sollten genauso viel Betonung auf Masken und Belüftung legen wie auf das Händewaschen“, sagte eine beteiligte Forscherin, die Aerosol-Expertin Linsey Marr, der „New York Times“. „Soweit wir das beurteilen können, ist das genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger.“

Studien ließen kaum Zweifel daran, so schreiben die Wissenschaftler weiter, dass Sars-CoV-2 sich genauso wie bereits erforschte verwandte Viren durch Atmen und Sprechen in winzigsten Tröpfchen in der Luft verteile. Besonders volle, unzureichend durchlüftete Räume, in denen Menschen sich lange aufhalten, seien demnach ein Risiko. Die Übertragung über Aerosole sei die einzige Erklärung für mehrere Ausbrüche, bei denen einzelne Infizierte viele Menschen ansteckten - teils trotz Einhaltung der Hygieneregeln, die die Ansteckung durch größere Tröpfchen oder im direkten Kontakt verhindern sollten.

Die Experten empfehlen deshalb neben der Vermeidung von hoher Menschendichte, etwa in öffentlichen Gebäuden, Schulen, Arbeitsplätzen oder Krankenhäusern vor allem auf Durchlüftung mit frischer Außenluft zu achten. Auch hocheffiziente Luftfilter oder UV-Lampen, die Erreger abtöten, sollten genutzt werden.

17.30 Uhr: Mehrere Corona-Infektionen in Mercedes-Werk

Laut einem Bericht der Rheinischen Post hat es mehrere Corona-Infektionen in einem Mercedes-Werk in Düsseldorf gegeben. Demnach seien 20 Personen erkrankt. „Insgesamt wurde in den vergangenen Monaten eine niedrige zweistellige Anzahl an Mitarbeitern des Werks Düsseldorf positiv auf das Corona-Virus getestet“, sagte eine Unternehmenssprecherin gegenüber dem Express.

In dem Sprinter-Werk arbeiten 8500 Mitarbeiter, von denen sich aktuell 50 In Quarantäne befinden sollen.

17.30 Uhr: Jair Bolsonaro positiv getestet

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte der Staatschef am Dienstag nach einem positiven Test in einem Militärkrankenhaus in der Hauptstadt Brasília mit. Medienberichten zufolge hatte der Staatschef zuvor Symptome gezeigt: Er habe Fieber und Gliederschmerzen gehabt. Am Montag trug er entgegen seiner Gewohnheit eine Maske und riet einem Anhänger, sich ihm nicht zu nähern.

Brasilien ist neben den USA derzeit einer der Brennpunkte der Corona-Pandemie. Bislang haben sich in dem größten Land Lateinamerikas 1,6 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, 64 867 Patienten sind im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Experten gehen davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen noch deutlich höher liegen, da in Brasilien nur recht wenig getestet wird.

Die brasilianische Regierung hat die Pandemie von Anfang an heruntergespielt. Präsident Bolsonaro bezeichnete das Coronavirus immer wieder als „leichte Grippe“ und stemmte sich gegen Schutzmaßnahmen. Der rechte Staatschef fürchtete die wirtschaftlichen Schäden eines Lockdowns. Immer wieder zeigte er sich ohne Mundschutz in der Öffentlichkeit, löste Massenaufläufe aus und machte Selfies mit Anhängern.

Auch am Wochenende war Bolsonaro wieder viel unter Menschen, teilweise ohne Maske: Am Samstag nahm er gemeinsam mit mehreren Ministern und einem seiner Söhne an einem Essen anlässlich des amerikanischen Unabhängigkeitstages in der US-Botschaft teil. Zudem flog er in den Bundesstaat Santa Catarina, um sich nach den schweren Unwettern ein Bild der Lage zu machen.

13.03 Uhr: Corona-Ausbruch in Kirche in NRW

Nach der Corona-Infektion einer kompletten zwölfköpfigen Familie in Euskirchen hat das Kreis-Gesundheitsamt Quarantäne für rund 500 Mitglieder einer freikirchlichen Gemeinde angeordnet. Nach Angaben eines Behördensprechers von Dienstag sind alle Mitglieder der Euskirchener Mennoniten-Gemeinde betroffen, einer evangelischen Freikirche, der die betroffene Familie angehört. Nach der Familie sollen alle Gemeindemitglieder noch diese Woche auf das Virus getestet werden.

Zunächst sei die Mutter mit Krankheitssymptomen ins Krankenhaus gekommen und positiv getestet worden, sagte Behördensprecher Wolfgang Andres. Bei der weiteren Testung habe sich gezeigt, dass die ganze Familie mit dem Virus infiziert sei. „Die Kinder sind vorher noch in die Schule gegangen, in die eigene Schule der Mennoniten. Und die Familie ist wohl auch noch in den Gottesdienst in das Bethaus der Mennoniten gegangen“, sagte Andres. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass das Virus verbreitet worden sei.

Wie viele Mitglieder die Gemeinde genau habe, sei noch unbekannt, sagte der Sprecher: „Wir gehen aber davon aus, dass das um die 500 sind.“ Schule und Bethaus seien geschlossen worden.

07.50 Uhr: DESHALB ignorieren Serien die Pandemie

Bekannte deutsche Serien wollen die Corona-Krise konsequent ignorieren, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Das gilt für die „Rosenheim Cops“ in Bayern ebenso wie für das „Großstadtrevier“ im hohen Norden, für „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ (GZSZ) und „Sturm der Liebe“ ebenso wie für „Berlin - Tag & Nacht“. „Inhaltlich thematisieren wir Corona aktuell nicht“, sagte eine Sprecherin der Ufa, die die Seifenopern-Dauerbrenner „GZSZ“ und „Unter Uns“ produziert, auf Anfrage.

Die Geschäftsführung von „Studio Hamburg“, das den Hamburger Klassiker „Großstadtrevier“ sowie die Telenovela „Rote Rosen“ dreht, teilte mit, „dass die Covid-19-Pandemie keine Rolle in den Drehbüchern und Geschichten spielen wird“ – und sagte auch warum: Zuschauer flüchteten gern in eine heile Welt „und wollen in fiktionalen Formaten nicht mit der Realität konfrontiert werden“.

RTLzwei führte vor allem ganz praktische Gründe an, warum das Virus auch in „Berlin - Tag & Nacht“ keine Rolle spielen wird: Bei Produktionsvorläufen von bis zu acht Wochen sei das schlicht nicht möglich. Und Bavaria Fiction, die „Die Rosenheim-Cops“ und „Sturm der Liebe“ produziert, teilte mit: „Eine Pandemie passt inhaltlich nicht zur Ausrichtung der beiden Serien.“

06.30 Uhr: Karnevalisten kritisieren Laschet

Der Bund Deutscher Karneval (BDK) hat Absage-Empfehlungen von Karnevals-Veranstaltungen zum 11.11. kritisiert. BDK-Präsident Klaus-Ludwig Fess: „Wir verurteilen solche Aussagen. Sie schaffen nur Verunsicherung und sind kontraproduktiv für alle Planungen in einer Zeit, für die die Corona-Lage noch gar nicht absehbar ist.“

Konkret bezog sich Fess auf eine Aussage von NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU). Laschet hatte sich gegen Straßenveranstaltungen zur traditionellen Sessionseröffnung am 11.11. ausgesprochen. Dabei gilt er selbst als Karnevals-Fan.

05.45 Uhr: US-Experte: Hatten Pandemie nie unter Kontrolle

Der US-Immunologe Anthony Fauci hat sich wegen des schnellen Anstiegs der Neuinfektionen im Süden und Westen der USA äußerst besorgt gezeigt. Die gegenwärtige Lage erfordere „sofortiges“ Handeln. Die USA hätten die Pandemie nie unter Kontrolle gebracht und steckten daher immer noch tief in der ersten Welle des Virus, sagte Fauci.

Die Wiederöffnung der Wirtschaft und die nötigen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus dürften nicht als Widerspruch gesehen werden, mahnte er.

Montag, 6 Juli:

21.13 Uhr: Griechenland-Touristen positiv auf Coronavirus getestet

Zum ersten Mal seit Wochen sind in Griechenland wieder mehrere Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Insgesamt wurden 43 Fälle registriert. Davon waren nach Angaben der zuständigen Gesundheitsbehörde 36 Touristen.

Die meisten davon (20) waren nach Informationen des griechischen Staatsrundfunks (ERT) Urlauber aus Serbien. Weitere 16 Touristen stammen aus verschiedenen Staaten, hieß es. Ob darunter auch Deutsche waren, blieb zunächst unklar. Die meisten Fälle wurden an der Grenze zu Bulgarien registriert.

Seit dem 1. Juli sind nach Schätzungen griechischer Medien mehr als 100 000 Urlauber über den Grenzübergang Promachonas/Kulata nach Griechenland gekommen. Griechenland hat seit Montagmorgen wegen erhöhter Coronavirusinfektionen in Serbien seine Grenzen für Reisende aus diesem Balkanland geschlossen.

19.35 Uhr: Keine neuen Maßnahmen im Kreis Gütersloh

Nach der gerichtlichen Aufhebung der strengen Auflagen zum Eindämmen des Coronavirus für den Kreis Gütersloh will die NRW-Landesregierung keine gesonderten neuen Maßnahmen verfügen - auch nicht für einzelne Gemeinden. Das machte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montagabend in Düsseldorf deutlich. Es sei nicht zu einem Übertritt der Infektionen auf die übrige Bevölkerung des Kreises Gütersloh gekommen. Vor diesem Hintergrund erwartet die NRW-Landesregierung nach eigenen Angaben, „dass nunmehr auch alle Beherbergungsverbote in Urlaubsorten aufgehoben werden“.

Aktuelle Zahlen belegten, dass es gelungen sei, einen größeren Ausbruch durch konsequente und schnelle Maßnahmen einzudämmen. Die Maßnahmen im Kreis Gütersloh könnten nun vollständig auf die bereits verhängte Quarantäne für die von der Infektion betroffenen Mitarbeiter des Fleischwerkes von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück sowie im Bedarfsfall ihre Familien begrenzt werden. An die Stelle der vom Oberverwaltungsgericht NRW am Montag außer Vollzug gesetzten Maßnahmen für den gesamten Kreis Gütersloh würden daher auch keine auf einzelne Gemeinden des Kreises beschränkte Maßnahmen mehr treten.

16.27 Uhr: Gericht hebt Lockdown für Kreis Gütersloh auf

Bis in die Nacht zum Mittwoch sollten die strengen Corona-Auflagen für die Menschen im Kreis Gütersloh gelten. Eigentlich.

Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht hat die Corona-Beschränkungen für das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh vorläufig außer Vollzug gesetzt. Das Land Nordrhein-Westfalen hätte nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies inzwischen eine differenziertere Regelung erlassen müssen - ein Lockdown für den ganzen Kreis sei nicht mehr verhältnismäßig, teilte das Gericht am Montag mit. Die Entscheidung ist rechtskräftig.

Hintergrund der Auflagen sind mehr als 1000 positiv auf das Coronavirus getestete Tönnies-Mitarbeiter am Standort in Rheda-Wiedenbrück. Die Befunde hatten zu regionalen Einschränkungen im öffentlichen Leben in den Kreisen Gütersloh und Warendorf geführt. Die regionale Verordnung der Landesregierung wäre in die Nacht zum Mittwoch um 00.00 Uhr ausgelaufen.

Bislang hatte das OVG in der Regel die Verordnungen der Landesregierung im Zusammenhang mit dem Kampf gegen das Coronavirus bestätigt. Ausnahme war die vom Land angeordnete häusliche Quarantäne für Auslandsrückkehrer. Die hatte das Gericht Anfang Juni außer Vollzug gesetzt. Das Land dürfe nicht pauschal für Rückkehrer aus Nicht-EU-Ländern eine 14-tägige Quarantäne anordnen, entschied es.

12.54 Uhr: Frau bekommt Baby - dann stirbt sie an Covid-19

Furchtbare Nachrichten! Kurz nach der Geburt ihres Babys und vor der kirchlichen Hochzeit ist eine 38-Jährige aus Ansbach jetzt am Coronavirus gestorben. Darüber berichtet Nordbayern.de. Nach der Entbindung durfte sie das Krankenhaus wieder verlassen und klagte kurz darauf zuhause über Schüttelfrost. Doch das legte sich wieder. Wenig später hatte sie hohes Fieber und musste in eine Klinik gebracht werden. Sie wurde ins künstliche Koma versetzt: Drei Wochen lang kämpften die Ärzte um das Leben der jungen Mutter - vergeblich. Das Virus hatte ihr Gehirn angegriffen.

Warum sie von ihrem schrecklichen Schicksal erzählen? „Wir wollen auf die anhaltende Gefahr durch Corona hinweisen“, sagt ihr Ehemann. Auch ist er sowie die Großeltern seiner kleinen Tochter dankbar für jede Unterstützung und Hilfe, die sie auf unterschiedlichen Wegen erreicht hat. Doch das Neugeborene wächst jetzt ohne seine Mama auf.

11.55 Uhr: FDP fordert Aufhebung der Maskenpflicht

Die FDP fordert, die Aufhebung der Maskenpflicht für den Einzelhandel einzuleiten. Die Regierung müsse „gemeinsam mit dem Einzelhandel einheitliche Kriterien für ein regional differenziertes Ausstiegsszenario aus der Maskenpflicht erarbeiten“, so FDP-Vizefraktionschef Michael Theurer am Montag. „Die Maskenpflicht kann nicht von heute auf morgen wegfallen, sie kann aber auch nicht unendlich und ohne regionale Differenzierung aufrecht erhalten werden.“

09.00 Uhr: Broadway-Star stirbt an Covid-19-Folgen

Schauspieler Nick Cordero starb im Alter von 41 Jahren an Covid-19. Das gab seine Witwe via Instagram bekannt. Cordero war für seine Bühnenrollen am Broadway bekannt. Für seine Rolle im Musical „Bullets Over Broadway“ (2014) wurde er für den „Tony Award“ als bester Hauptdarsteller nominiert. Außerdem war Cordero zweimal für die „Drama Desk Awards“ nominiert.

08.00 Uhr: Schäuble rüttelt die EU wach

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat an die EU appelliert, als Corona-Lehre ihre Abhängigkeit von globalen Lieferketten zu reduzieren. Die Pandemie habe gezeigt, wie verwundbar Europa durch diese Abhängigkeit geworden sei, schrieb Schäuble für die „FAZ“. Er verwies auf den vorübergehenden Mangel an simplen Medizingütern wie Atemschutzmasken.

Nun sei die Gelegenheit, „unser gesamtes Wirtschaftsmodell kritisch zu überprüfen und die Exzesse der Globalisierung da zu korrigieren, wo sie zu den dramatischen Auswirkungen der Pandemie beigetragen haben“, betonte Schäuble. Schon jetzt lasse sich aus der Pandemie die Lehre ziehen, dass die EU besser vorsorgen müsse, um in Krisen widerstandsfähiger und souveräner zu sein.

Dazu müsse die EU „mit größerer strategischer Autonomie ausgestattet werden“, forderte der CDU-Politiker. Ferner müsse die Souveränität Europas gerade im Gesundheitssektor gestärkt werden.

07.10 Uhr: Pariser Louvre öffnet wieder

Nach monatelanger Schließung öffnet der Pariser Louvre ab Montag wieder für Museumsbesucher. 70 Prozent der Museumsflächen (rund 45.000 Quadratmeter) werden wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

06.45 Uhr: Bundeswehr-Hunde werden auf Corona trainiert

Bundeswehr-Diensthunde sollen das Erschnüffeln einer Corona-Infektion erlernen. Die Streitkräfte und die Stiftung Tierärztliche Hochschule (TiHo) Hannover testen diese Möglichkeit in einem Projekt, an dem zehn Vierbeiner der Bundeswehr teilnehmen. Beteiligt sind Schäferhunde, Spaniel und Retriever, wie die Dienststelle der Streitkräfte mitteilte.

Sonntag, 5. Juli:

22.50 Uhr: Mehr als 530.000 Corona-Tote weltweit – Mexiko überholt Frankreich

Laut der renommierten Johns-Hopkins-Universität (USA) sind weltweit mehr als 530.000 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben. Die meisten Toten haben die Vereinigten Staaten (rund 130.000) zu verzeichnen, gefolgt von Brasilien (über 64.000 Tote), Großbritannien (über 44.000 Tote), Italien (über 34.000 Tote) und Mexiko mit mehr als 30.000 Toten.

20.30 Uhr: Spahn will an Maskenpflicht festhalten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mahnt weiter zur Vorsicht. Angesichts von Überlegungen einzelner Bundesländer, die Maskenpflicht wieder abzuschaffen, hat er am Sonntag getwittert: „Ich verstehe die Ungeduld und den Wunsch nach Normalität. Aber das Virus ist noch da. Wo in geschlossenen Räumen der nötige Abstand nicht immer gesichert ist, bleibt die Alltagsmaske geboten.“

18.00 Uhr: Italien: Zwangseinweisung von Infizierten?

Italien prüft die Möglichkeit von Zwangseinweisungen ins Krankenhaus für Corona-Patienten, die durch falsches Verhalten neue Ansteckungen auslösen können. Das sagte der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza der Zeitung „La Repubblica“: „Ich erwäge mit meinen Juristen die Möglichkeit einer zwangsweisen medizinischen Behandlung in Fällen, in denen eine Person behandelt werden muss und sich weigert.“

15.00 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Laumann lehnt flächendeckende Tests ab

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat sich GEGEN flächendeckende Corona-Tests ausgesprochen. Im „Deutschlandfunk“ hat er gesagt: „Ich halte da nicht sehr viel von.“ Er würde sich an die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts orientieren, man werde also anlassbezogen und dann sehr gründlich testen, wie zuletzt nach dem Virus-Ausbruch bei der Tönnies-Fleischerei in Rheda-Wiedenbrück.

12.20 Uhr: Auch in Österreich Corona-Infizierte in Schlachthöfen

Wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, steigt die Zahl der an Covid-19-Infizierten in Oberösterreich an. Auch in drei Fleischbetrieben seien Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden. Betroffen sind ein Betrieb im Bezirk Wels-Land und zwei im Bezirk Braunau. Aktuell würde die Kontaktpersonensuche über die Behörden laufen. Betriebsschließungen sollen derzeit nicht im Raum stehen. Die Reproduktionszahl liegt in Oberösterreich derzeit bei 2,7, ein sehr hoher Wert.

Samstag, 4. Juli:

20.10 Uhr: Bitburger-Chef macht düstere Prognose: „Leute werden weniger Bier trinken“

Der Chef der Brauerei Bitburger, Axel Dahm, hat in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen“ eine ernüchternde Vorhersage für die Zeit nach der Corona-Krise gemacht. Dahm: „Die Leute werden dauerhaft weniger Bier trinken. Wir rechnen damit, dass der Konsum in Gaststätten und Veranstaltungen nach Corona maximal 80 Prozent des alten Marktniveaus erreichen wird.“

Und weiter: „Manche Gastwirte haben schon wieder geschlossen, weil sich die wenigen Besucher für sie nicht rechnen. Dabei spüren viele Menschen die Krise noch gar nicht im Geldbeutel, weil sie über Kurzarbeit gestützt werden. Wenn diese Hilfen auslaufen, wird sich das Konsumverhalten noch weiter verändern. Die Leute werden preissensibler werden.“

19.00 Uhr: Über 10.000 Tote in Russland

In Russland sind mehr als 10.000 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. 168 Todesfälle seien zuletzt gemeldet worden, teilten die russischen Behörden am Samstag mit.

16.00 Uhr: Großstadt in Spanien unter Quarantäne

In Spanien ist erstmals seit den Corona-Lockerungen wieder eine ganze Stadt unter Quarantäne gestellt worden. Die Stadt Lleida (140.000 Einwohner) ist abgeriegelt. Die Quarantäne gilt laut dem katalanischen Regionalpräsidenten Quim Torra ab Samstag 12 Uhr. Man dürfe die Stadt und die umliegenden Gemeinden nur verlassen, um zur Arbeit zu gelangen. Die Polizei hat Kontrollposten eingerichtet.

10.05 Uhr: Coronavirus mutiert

Düstere Nachrichten aus China. Dort wurde eine Mutation des derzeitig grassierenden Covid-19-Stammes nachgewiesen. Laut einer Studie, die in der Fachzeitschrift „Cell“ veröffentlicht wurde, sie dieser Virenstamm noch gefährlicher.

Demnach könne der Erreger menschliche Zellen noch leichter befallen und sei womöglich auch noch deutlich ansteckender als das derzeitige Virus.

(DER WESTEN mit dpa)

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