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Edeka: Muslima will Ferienjob – Chef setzt Ultimatum: „Du setzt dein Kopftuch ab...“

Foto: imago images/Jan Huebner / Instagram @mxriam.jbg

Hamburg. Mit diesen Worten des Edeka-Chefs hat Miriam (16) aus Hamburg sicher nicht gerechnet...

Die Jugendliche hatte vor, sich in den Sommerferien das Taschengeld aufzubessern, wollte dafür in einem Edeka-Markt arbeiten. Doch als der Filialchef dann Miriam sieht, stellt er ihr ein Ultimatum!

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Das ist Edeka:

  • Edeka wurde 1907 in Leipzig gegründet
  • Der Name Edeka ist eine Abkürzung für „Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler im Halleschen Torbezirk zu Berlin“
  • Edeka hat 381.000 Mitarbeiter (Stand 2019)
  • Im Jahr 2019 betrug der Umsatz von Edeka 55,7 Milliarden Euro

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Edeka: Mädchen will in Supermarkt arbeiten – doch dann muss sie sich entscheiden

Er sei nicht nur schon zu Beginn des Gesprächs unfreundlich gewesen, er soll auch mit seinem Finger auf sie gezeigt und gesagt haben: „Entweder du setzt dein Kopftuch ab oder du kannst hier nicht arbeiten“.

Die 16-Jährige geht anschließend zu einem Mitarbeiter der Personalabteilung, um die Angelegenheit zu klären. „Ich sehe das Problem“, soll dieser nur gesagt haben. Die Jugendliche ist den Tränen nahe, es kann für sie nur ein schlechter Scherz sein.

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Edeka-Chef verbietet Tragen von Kopftuch

Danach entschließt sich die Hamburgerin, dieses schockierende Erlebnis mit anderen Menschen zu teilen. Miriam lädt ein Video bei Instagram hoch, das inzwischen mehr als 1,6 Millionen mal (Stand Sonntag) angesehen worden ist.

Sie sei zwar keine Influencerin, aber sie habe in dem Moment einfach nicht die richtigen Worte finden können. Das Video habe sie gemacht, weil sie „ihren Mund aufmachen“ und für ihre „Rechte kämpfen“ wolle.

Edeka bedauert den Vorfall

„Für mich war das einfach die Realitätklatsche, dass Rassismus einfach existiert“, sagt Miriam in ihrem Video. Sie habe zuvor solche Äußerungen nie ins Gesicht bekommen. Sie dachte, dass vor allem in Hamburg die Menschen offener seien.

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„Das ich mit 16 Jahre, als Schülerin, von einem Geschäftsmann so dreckig fertig gemacht werde, weil ich ein Kopftuch trage“, das sei für sie zuvor unvorstellbar gewesen.

Edeka entschuldigt sich bei der 16-Jährigen

Eine Edeka-Sprecherin bedauert den Vorfall gegenüber der „Bild“, entschuldigte sich öffentlich bei der jungen Frau. „Wir haben ihr ein Vorstellungsgespräch in einem anderen Markt angeboten sowie ein klärendes Gespräch mit dem zuständigen Filialleiter.“ (mia)