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Corona: Bundesland verschärft die Regeln – DAS kannst du dir im Lokal nicht mehr erlauben

Wer in Berlin zukünftig das Corona-Kontaktformular nicht richtig ausfüllt, bekommt Ärger. (Symbolbild)
Wer in Berlin zukünftig das Corona-Kontaktformular nicht richtig ausfüllt, bekommt Ärger. (Symbolbild)
Foto: imago images / Future Image

Die zweite Corona-Welle ist im Anmarsch, das Coronavirus ist folglich noch längst nicht gebannt. Seit Ende des Sommers steigen die Fallzahlen weltweit wieder in die Höhe. Der derzeitige Wert hat den Höchststand an Neuinfektionen innerhalb eines Tages erreicht.

Mehr als 32 Millionen Menschen weltweit haben sich mit Corona infiziert, über 979.000 sind an den Folgen gestorben. Allein in Deutschland gibt es laut der John-Hopkins Universität mehr als 281.000 Infizierte, über 9.400 Menschen starben in der Bundesrepublik an den Folgen von Covid-19.

Ende der Maskenpflicht: Deutsche sind gespalten
Ende der Maskenpflicht: Deutsche sind gespalten

Die Corona-Karte mit aktuellen Fallzahlen aus Deutschland:

Corona: Alle aktuelle Coronavirus News in unserem News-Blog zu Covid-19

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Sonntag, 27. September

20.46 Uhr: Berlin verschärft Corona-Regeln

Nicht jeder nimmt es mit der Corona-Verordnung in Berlin allzu ernst. Davon hat die Stadt genug, sie will die Regeln verschärfen. Wer zum Beispiel falsche Angaben in einem Kontaktformular macht, soll zukünftig mit einem Bußgeld von 500 Euro belegt werden. Auch in Schleswig-Holstein drohen Strafen bis zu 400 Euro, wenn ein Scherzname eingetragen wird.

08.37 Uhr: Familienvater infiziert – seine Reaktion ist unfassbar verantwortungslos

Es ist unfassbar, was ein Familienvater aus Schleswig-Holstein getan hat! Wie unser Partnerportal MOIN.de berichtet, wurde er positiv auf das Coronavirus getestet und vom Gesundheitsamt in Quarantäne geschickt. Doch statt zuhause zu bleiben, machte er mit seiner Familie einen Einkaufsbummel! Wie er aufflog, kannst du bei MOIN.de nachlesen>>>

Samstag, 26. September:

11.54 Uhr: Mehr Todesfälle in den nächsten Wochen

Intensivmediziner rechnen damit, dass die Zahl der Corona-Toten in Deutschland weiter wächst. „Die Totenzahlen werden in den kommenden Wochen weiter steigen“, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Uwe Janssens, der WAZ. Die aktuell steigende Zahl der Covid 19-Toten spiegele zeitversetzt das anwachsende Infektionsgeschehen der vergangenen Wochen wider.

09.10 Uhr: Höchste Infektionszahlen seit Ende April

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Samstagmorgen 2507 neue Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland bekannt gegeben. Die Zahl hat damit den höchsten Stand seit Ende April erreicht. Damit haben sich seit Beginn der Coronakrise laut RKI mindestens 282.730 Menschen mit dem Virus infiziert.

Freitag, 25. September:

19.10 Uhr: Tschechien, Luxemburg und Tirol zu Risikogebieten erklärt

Neue Reisewarnungen! Demnach warnt das Auswärtige Amt jetzt auch Reisen nach Tschechien, Luxemburg und die Gegend in und um Tirol (Österreich), erklärt diese Gebiete zum Corona-Risikogebiet.

08.34 Uhr: Neuer Schnelltest in Deutschland verfügbar – aber nicht für alle

In Deutschland ist ein neuer Corona-Schnelltest verfügbar. Die Firma Roche teilte am Mittwoch mit, ihr neuer Antigentest sei nun in Deutschland erhältlich. Alledings werde dieser nicht jedem angeboten. Der Schnelltest soll nur von medizinischen Personal angewandt werden.

Laut einer Roche-Sprecherin ist der Grund die Probenahme: „Hierfür muss ein Abstrichtupfer tief in den Nasen-Rachenraum eingeführt werden, denn nur so kann aussagekräftiges Material gewonnen werden.“

Donnerstag, 24. September:

22.20 Uhr: Spahn GEGEN bundesweite Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich gegen eine bundesweite Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen ausgesprochen. „Aus meiner Sicht macht es Sinn, dass das tatsächlich lokal, regional, nach dem Infektionsgeschehen auch passiert“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstagabend in den ARD-„Tagesthemen“. Es komme immer darauf an, was die Quelle für erhöhte Infektionszahlen sei.

20.10 Uhr: Söder warnt: Virus noch ansteckender als früher

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnt davor, die Pandemie weniger ernst zu nehmen. „Corona kann man nicht ausblenden. Fakt ist, dass Corona nie weg war und nun sogar mit voller Wucht zurückkehrt“, sagte Söder auf einer Medien-Veranstaltung. Das Virus sei „genauso gefährlich wie vorher, und es ist wohl noch ansteckender als früher“.

19.30 Uhr: Mehr als 700.000 Fälle in Spanien

In Spanien ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle auf mehr als 700.000 gestiegen. Das Gesundheitsministerium meldet 10.650 neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden, womit die Gesamtzahl über 704.000 beträgt. Die Zahl der Toten beläuft sich insgesamt auf mehr als31.000.

18.15 Uhr: Desinfektions-Panne! Eine Million Flaschen unbrauchbar

Die baden-württembergische Landesregierung hat rund eine Million Flaschen Desinfektionsmittel aus China bestellt und kann sie nicht nutzen, weil die englischsprachige Kennzeichnung nicht den EU-Vorgaben entspricht. Das sagte ein Sprecher des Sozialministeriums der „Stuttgarter Zeitung“.

Fast ein halbes Jahr nach dem Abschluss des Kaufvertrages über knapp 6,3 Millionen Euro müssten die 600.000 Liter zu noch nicht absehbaren Kosten mit neuen Etiketten samt deutschem Warnhinweis versehen werden. Für den Mehraufwand werde man von dem chinesischen Handelspartner und einer Prüffirma Schadenersatz verlangen.

13.23 Uhr: Forscher melden Entdeckung „hochwirksamer“ Antikörper

Wie die „Charité“ mitteilte, haben Berliner Forscher „hochwirksame“ Antikörper gegen das Coronavirus entdeckt. Nun würden sie die Entwicklung einer passiven Impfung verfolgen. Bei einem Erfolg könnten die Antikörper zum sofortigen Schutz, präventiv oder bei bereits Erkrankten eingesetzt werden.

11.52 Uhr: 2.500 Studenten an Schweizer Hotelfachschule in Corona-Quarantäne

2500 Studenten, die an der Schweizer Hotelfachschule in Lausanne eingeschrieben sind, müssen in Quarantäne. Sie alle gehören dem gleichen Bachelor-Studiengang an. Rund ein Dutzend der Studierenden ist mit dem Coronavirus infiziert. Das teilten die Behörden des Kantons Waadt am Mittwochabend mit.

Nach ersten Erkenntnissen hätten sich die Betroffenen bei Parties infiziert, die vor der Einführung strikterer Schutzmaßnahmen vergangene Woche noch abgehalten wurden. Der Unterricht soll online weitergeführt werden, wie die Direktion der Fachschule mitteilte.

10.20 Uhr: Corona-leugnende Ärztin fristlos entlassen

Eine Ärztin aus Graz, die mit Corona-leugnenden Aussagen irritierte, ist nun fristlos entlassen worden. Wie „heute.at“ berichtet, habe die Frau am Landeskrankenhaus-Universitätsklinikum bereits mit ihren teils haarsträubenden Aussagen für Aufregung gesorgt. Vor zwei Wochen verbreitete die Ärztin dann ein Video, in denen sie Aussagen wie „Masken dienen ausschließlich der Demütigung, der Konditionierung und sind ein Zeichen des Gehorsams und der Unterwerfung“ traf.

Am Dienstag teilte die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) mit, dass sie fristlos entlassen worden sei. Eine Patientenbeschwerde sei nach zahlreichen Ermahnungen der Auslöser für den Schritt gewesen, so die Krankenhausleitung in Graz. Zu einem klärenden Gespräch sei sie nicht erschienen, weshalb sie entlassen worden sei.

Die Frau weist die Anschludigungen zurück und ließ über ihren Anwalt erklären, im Urlaub gewesen zu sein und deshalb nicht zum Termin erscheinen habe können. Nun wird wohl ein Gericht über die Rechtmäßigkeit der Kündigung entscheiden.

06.58 Uhr: Neue Reisewarnung

Die Bundesregierung hat Regionen in elf Ländern der Europäischen Union wegen steigender Infektionszahlen zu Corona-Risikogebieten erklärt. Darunter sind auch Gebiete in den Nachbarländern Dänemark, Tschechien, Frankreich, Österreich und den Niederlanden. Das geht aus der am Mittwochabend aktualisierten Liste des Robert-Koch-Instituts hervor. Insgesamt sind damit nun schon 14 von 27 EU-Mitgliedstaaten wieder ganz oder teilweise als Corona-Risikogebiete ausgewiesen.

Neu hinzugekommen sind am Mittwoch Regionen in Dänemark, Portugal, Irland und Slowenien. Zudem wurden weitere Regionen in Frankreich, Tschechien, den Niederlanden, Kroatien, Rumänien, Österreich und Ungarn als Risikogebiete ausgewiesen. Das Auswärtige Amt sprach am Mittwochabend für alle diese Gebiete auch eine Reisewarnung aus.

06.50 Uhr: Rasanter Anstieg der Neu-Infektionen

Erneut liegt die Zahl der neuen Corona-Infektionen in Deutschland über der Schwelle von 2000. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 2143 neue Corona-Infektionen gemeldet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen bekanntgab. Am Samstag war mit 2297 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. Allerdings hatte damals die Zahl der Tests noch deutlich niedriger gelegen.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagmorgen mindestens 278.070 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 24.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9428.

06.45 Uhr: Nächster Lockdown unwahrscheinlich

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hält trotz steigender Corona-Zahlen in Deutschland einen Lockdown wie zu Beginn der Pandemie für unwahrscheinlich. „Die Wahrscheinlichkeit, noch einmal so einen Lockdown wie vor ein paar Monaten zu erleben, halte ich für gleich null“, sagte er dem Nachrichtenportal watson.de (Donnerstag). Die Bevölkerung werde größtenteils freiwillig tun, was notwendig sei, um einen weiteren Lockdown zu vermeiden. „Da bin ich absolut sicher.“

Die breite Bevölkerung sei zu sehr alarmiert und sensibilisiert für das Thema, sagte Lauterbach. „Sie hat begriffen, wie gefährlich Covid-19 sein kann, welche Langzeitschäden nach der Krankheit drohen, und dementsprechend werden die Menschen bereit sein, zeitnah Maßnahmen zu ergreifen, um das Schlimmste zu verhindern.“

Mittwoch, 23. September:

21.00 Uhr: Maskenpflicht-Kontrolle in Bus und Bahn strenger

Fahrgäste in Bus und Bahn müssen sich auf eine stärkere Kontrolle der Maskenpflicht einstellen. Von Oktober an soll es regionale, überregionale und bundesweite Schwerpunktkontrollen an bestimmten Tagen geben. Darauf haben sich Vertreter von Bund, Ländern und Kommunen sowie Bundespolizei, Verkehrsunternehmen und Gewerkschaften verständigt. „Die zuständigen Behörden sowie die Verkehrsunternehmen werden ihre Maßnahmen zur Kontrolle und Einhaltung der Maskenpflicht sichtbar erhöhen“, heißt es in der Erklärung.

19.00 Uhr: Maskenpflicht in Münchner Innenstadt

München erlässt weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Ab Donnerstag (24. September) gilt bis einschließlich 1. Oktober eine Maskenpflicht in Teilen der Innenstadt – jeweils von 9 bis 23 Uhr. Außerdem gibt es Einschränkungen bei Treffen im privaten und öffentlichen Raum sowie in der Gastronomie.

17.00 Uhr: US-Pharma-Riese testet Impfmittel

Im Rennen um einen Corona-Impfstoff hat der US-Hersteller Johnson & Johnson die entscheidende Phase der klinischen Tests gestartet. In einer sogenannten Phase III-Studie mit bis zu 60.000 Freiwilligen sollen Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten überprüft werden. Die Besonderheit des Mittels ist, dass nur eine Dosis ausreichend Schutz bieten soll. Die Ergebnisse der bisherigen klinischen Tests seien positiv verlaufen, hieß es. Das Unternehmen hofft, dass Anfang 2021 die ersten Dosen des Impfstoffs „für den Notfallgebrauch“ zur Verfügung stehen.

14.40 Uhr: Außenminister Heiko Maas in Quarantäne!

Bundesaußenminister Heiko Maas (54, SPD) hat sich wegen der Corona-Infektion eines seiner Personenschützer in Quarantäne begeben. Das bestätigte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Ein erster Test auf eine Covid-19-Erkrankung sei aber negativ gewesen, hieß es weiter. Das Ministerium klärt nun, ob und inwieweit weitere Menschen betroffen sind.

09.52 Uhr: Spanien mit höchster Zahl an Todesfällen seit Mai

Im Kampf um das Coronavirus ist die Lage in Spanien immer noch dramatisch. Das Land vermeldet nun die höchste Zahl an Todesfällen seit Anfang Mai. Laut Worldometers lag die Zahl der Todesfälle so hoch wie seit dem 6. Mai nicht mehr. Alleine am Dienstag wurden 100.000 neue Corona-Fälle in Spanien gemeldet.

09.40 Uhr: GEW-Chefin für Maskenpflicht im Unterricht

Im Kampf gegen eine Verbreitung des Coronavirus hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft eine generelle Maskenpflicht in Schulen gefordert. „Die meisten Lehrkräfte finden eine Maskenpflicht auch im Unterricht eher hilfreich. Diesen Schutz muss man ihnen bieten“, forderte die Vorsitzende Marlis Tepe in der „Passauer Neuen Presse“ (Mittwoch). Pädagogisch sei dies zwar nicht sinnvoll, „aber es schützt Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern“.

09.30 Uhr: RKI: Diese Stadt hat bundesweit höchste Corona-Kennzahl

Die westfälische Stadt Hamm lag am Mittwoch nach Zahlen des Robert Koch-Instituts bei 80,4 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Bei der wichtigen Kennziffer, an der sich unter anderem Maßnahmen der Behörden orientieren, lag Hamm damit bundesweit mit Abstand vorn. Die Stadt selbst hatte am Dienstag sogar einen Wert von 87,1 genannt. Die Differenz kann durch Meldewege entstehen.

Dienstag, 22. September:

13.02 Uhr: Bayern verschärft Corona-Maßnahmen

Bayerns Ministerpäsident Marcus Söder hat am Dienstag auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben, dass das Bundesland die Corona-Maßnahmen wieder verschärft.

Grundsätzlich sei die Maske weiterhin zentraler Punkt der Maßnahmen. Sollten die Zahlen steigen, sollen Schüler weiter Masken tragen müssen. Auf bestimmten öffentlichen Plätzen - wie dem Gärtnerplatz in München, sollen Regeln verpflichtend gelten. Auch Alkohol soll in Kommunen verboten werden können. Sperrstunden können auf 23 Uhr gelegt werden. „Mehr Maske, weniger Alkohol und weniger Personenzahlen“, fasst der CSU-Politiker zusammen. Die Personenzahlen im privaten Sektor sollen im Inneren auf 25 begrenzt werden, draußen auf 50. Fünf Personen dürfen sich im Privaten treffen beziehungsweise zwei Haushalte.

Quarantäneregeln werden ebenfalls erweitert - besonders mit Blick auf den europäischen Supercup, so Söder. Budapest sei aktuell ein Risikogebiet. Fans des FC Bayerns, die dorthin fliegen, müssten sofort am Flughafen nach ihrer Rückkehr getestet werden.

Söder: Kein zweiter General-Lockdown

Söder erklärte: „Wir wollen keinen zweiten General-Lockdown.“ Dieser würde mehr Schäden mitsichbringen, als es im März und April der Fall war. An bestimmten Stellen brauche es deshalb Regeln und diese sollen in Zukunft nach zwei Mechanismen gesteuert werden.

Steuerungsmechanismus eins: Es muss mehr auf regionaler Ebene gehandelt werden. Vor allem bei unkontrolliertem Ausbruchsgeschehen. Daraus resultiert auch Steuerungsmechanismus zwei: Professionalität vor Privat. Bei privaten Feiern sei die Gefahr größer, dass Ausbrüche unkontrollierbar werden würden.

Schulen, Kitas und Wirtschaft haben Priorität

Orientieren wird sich das Land an zwei Prioritätsstufen: Zur Stufe eins gehört: Schulen und Kitas nicht zu schließen und die Wirtschaft nicht zu schwächen.

Freizeit gehöre zur Stufe zwei. Sie sei wichtig, aber nicht gleichzustellen mit Priorität eins. Söder appelliert vor allem an die jüngere Bevölkerung, dass sie sich für Ältere zurücknehmen. Grundsätzlich gelte mittlerweile aber: „Corona ist auch nicht für alle Jungen ungefährlich“, mahnt der Ministerpräsident.

11.38 Uhr: Christian Drosten und 14 weitere Bürger bekommen Orden

Der Virologe Christian Drosten bekommt den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Das gab das Bundespräsidialamt am Dienstag auf seiner Homepage bekannt. Der Orden wird von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verliehen.

Drosten würde eine „herausragende Rolle bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie“ spielen, heißt es in der Mitteilung. Und weiter: „Nach Bekanntwerden der ersten Erkrankungsfälle in Wuhan ist es Christian Drosten sehr schnell gelungen, den Erreger als SARS-Virus zu identifizieren und einen Nachweis zu entwickeln, der bereits im Januar verfügbar war. Er lieferte wichtige und weltweit anerkannte Erkenntnisse zum Infektionsgeschehen und hat diese auch mit innovativen Formaten der Öffentlichkeit vermittelt.“

Neben Drosten werden unter anderem die Notärztin Lisa Federle und Albrecht Broemme geehrt. Broemme war Präsident des Technischen Hilfswerks und baute in Berlin innerhalb weniger Wochen ein Behandlungszentrum für 500 Corona-Patienten auf. Insgesamt bekommen 15 Personen am 1. Oktober den Orden verliehen.

Montag, 21. September:

10.01 Uhr: 7000 Schüler in NRW in Quarantäne

Im Zuge der Corona-Pandemie befinden sich nach jüngsten Zahlen des nordrhein-westfälischen Schulministeriums knapp 7000 Schüler und rund 580 Lehrer in Quarantäne. Bei 238 Schülern und 46 Lehrkräften sei eine Infektion mit dem Virus bestätigt worden, berichtete die „Rheinische Post“ unter Berufung auf das Ministerium. Vier Schulen seien wegen der Pandemie komplett geschlossen, dazu kämen 106 Teilschließungen.

Das Bildungsministerium hat die Zahlen laut Zeitung in einer Umfrage ermittelt, an der 4510 von 4862 Schulen teilgenommen hätten. Danach waren zuletzt exakt 6987 Schüler und 576 Lehrer in Quarantäne.

Nach Auffassung des Verbandes Lehrer NRW fehlt dem Blatt zufolge ein klares Konzept für den Schulbetrieb in Corona-Zeiten. Vor allem die Abschaffung der Maskenpflicht nach zwei Wochen habe zu massiver Verunsicherung bei Schülern und Lehrern geführt.

Der stellvertretende Verbandsvorsitzende Sven Christoffers kritisierte, dass die Schulen hier alleingelassen würden, weil sie selbst keine verbindlichen Regelungen für eine Maskenpflicht im Unterricht beschließen dürften. „So bleibt es bei freiwilligen Vereinbarungen, die an den allermeisten Schulen eingeführt wurden“, zitierte ihn die Zeitung. Von schulischer Normalität sei man noch weit entfernt.

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