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„Wort zum Sonntag“ (ARD): Pfarrerin klagt an – „Ich verstehe es nicht“

Pfarrerin Stefanie Schardien thematisiert beim „Wort zum Sonntag“ die Zustände in Moria.
Pfarrerin Stefanie Schardien thematisiert beim „Wort zum Sonntag“ die Zustände in Moria.
Foto: Screenshot ARD

Beim „Wort zum Sonntag“ am Samstagabend in der ARD standen für die Fürther Pfarrerin Stefanie Schardien die Menschen im Vordergrund, „zu denen Jesus einen besonderen Draht hat“: die Kinder.

Anlässlich des Weltkinder-Tages am 20. September mahnt die „Wort zum Sonntag“-Sprecherin auch das aktuelle Verhalten aller Erwachsenen an.

„Wort zum Sonntag“: „150 Millionen Kinder sind in diesem Jahr in Armut gestürzt“

Dieses Wochenende spricht Pfarrerin Stefanie Schardien aus Fürth das ARD-„Wort zum Sonntag“. Sie erinnert an den bevorstehenden Weltkinder-Tag am Sonntag, an dem es viele schöne Aktionen für Kinder gibt.

Doch eigentlich solle der Tag daran erinnern, dass „Kind sein eben nicht immer bunt und lustig ist“.

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Das ist das „Wort zum Sonntag“ (ARD):

  • gibt es seit 1954
  • Das „Wort zum Sonntag“ ist nach der „Tagesschau“ die zweitälteste Sendung im deutschen Fernsehen
  • es wird jeden Samstagabend nach den „Tagesthemen“ in der ARD gesendet
  • das „Wort zum Sonntag“ ist vier Minuten lang

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Denn: „150 Millionen Kinder sind in diesem Jahr zum Beispiel zusätzlich in die Armut gestürzt“, erzählt Schardien. Das Problem sei, dass alle Kinder süß finden, sie aber politisch trotzdem gern übersehen werden – gerade in der aktuellen Zeit.

„Wort zum Sonntag“: Pfarrerin spricht über Moria-Drama

So haben Eltern auch während der Corona-Krise eine Weile gebraucht, um zu verstehen, dass es nicht nur um sie geht, „dass Kita und Schule nicht nur nötig sind, damit ich als Mutter arbeiten kann – sondern weil Kinder ein Recht darauf haben, ihre Freunde zu sehen, zu spielen, lernen zu können. Alle, nicht nur die mit reichen und schlauen Eltern“, stellt die Geistliche klar.

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Doch: „Dass es weltweit noch schlimmer geht, zeigen uns die furchtbaren Bilder aus dem Flüchtlingslager in Moria.“

Die Pfarrerin wird deutlich: „Dass da nicht sofort alle Erwachsenen in Europa zupacken und diese Kinder und Familien da endlich rausholen – ich verstehe das nicht!“

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Auch Jesus Christus hätte Klartext mit seinen Freunden gesprochen, gesagt: „Lasst die Kinder gefälligst zu mir kommen“. Kinder gehören in die Mitte der Gesellschaft und der Kirche – und vielleicht sollten sie sogar einmal dieses „Wort zum Sonntag“ hören, schließt Stefanie Schardien ihren Beitrag ab. (kv)