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Deutsche Bahn: Reisender dreht durch – „DB schickt Kunden mutwillig in Corona-Warngebiete“

Ein Kunde der Deutschen Bahn kritisiert das Unternehmen massiv.
Ein Kunde der Deutschen Bahn kritisiert das Unternehmen massiv.
Foto: imago images/Mario Aurich

Urlaub in Zeiten der Corona-Pandemie ist alles andere als normal. Reisende müssen derzeit häufig höchste Flexibilität beweisen. Spontane Stornierungen gehören zum Tagesgeschäft – das kennt auch die Deutsche Bahn.

Ein DB-Kunde übt jetzt heftige Kritik an dem Konzern.

Deutsche Bahn: Kunde wegen geplanter Reise stinksauer

Eigentlich hatte Eckhard K. Tickets für eine Zugfahrt nach Wien gebucht, wie er auf Facebook berichtet. Dann habe das Robert Koch-Institut (RKI) allerdings einen offiziellen Warnhinweis für die österreichische Hauptstadt wegen des unübersichtlichen Infektionsgeschehens ausgegeben.

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Für Eckhard K. bedeutete das: Alles stornieren, was er vor seiner Reise bereits gebucht hatte. Sowohl seine Hotelbuchung als auch eine geplante PKW-Leihe konnten problemlos storniert werden. Nur die Deutsche Bahn wollte keine Stornierung akzeptieren: „Auf telefonische und schriftliche Anfrage war dies nicht möglich“, berichtet K, der seiner Wut daraufhin freien Lauf lässt.

„Die Deutsche Bahn schickt Kunden wissentlich und mutwillig in Corona-Warngebiete!!!“, zetert er. „Unser Monopolunternehmen, nein Staatsunternehmen, ist mal wieder absolut kundenunfreundlich.“ Es sei das einzige Unternehmen gewesen, das sich bei der Stornierung quergestellt habe.

K. fasst deshalb einen Entschluss: „Nun gut, ich werde ab sofort jeden kleinen Fehler, jede Unzulänglichkeit der Deutschen Bahn hier posten und kommentieren und hoffe, dass sich einige Nachahmer finden und ein Shitstorm ausgelöst wird.“ Er beendet seine Wut-Ansage mit einem Wunsch: „Es braucht dringend Konkurrenz in diesem Segment.“

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Doch, was sich zunächst wie eine möglicherweise berechtigte Kritik liest, könnte tatsächlich ein großes Irrtum sein. Viele Nutzer, darunter auch die Deutsche Bahn selbst, merken unter dem Post an, dass K. womöglich ein sogenanntes „Supersparpreis“-Ticket gekauft habe.

Beim Kauf eines solchen Billig-Tickets werde bereits beim Kauf darauf hingewiesen, dass Stornierungen nicht möglich seien – trotz der aktuellen Lage.

Er könne jetzt lediglich darauf hoffen, dass sich der Kundenservice kulant zeige oder aber sein Zug spontan ausfalle, damit er eine Rückerstattung erhalte. (the)