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Aldi-Kunde entsetzt nach Vorfall an Kasse – er gerät unter falschen Verdacht

Aldi: Der Kunde zeigte sich entsetzt von dem Vorfall an der Kasse, nachdem er plötzlich unter falschen Verdacht geraten war. (Symbolbild)
Aldi: Der Kunde zeigte sich entsetzt von dem Vorfall an der Kasse, nachdem er plötzlich unter falschen Verdacht geraten war. (Symbolbild)
Foto: imago images / Sven Simon

Wenn ein Kunde beim Einkaufen plötzlich unter falschen Verdacht gerät, ist das sicherlich ein unschönes Gefühl. Besonders an der Kasse, wo das meist auch andere Kunden mitbekommen, dürfte das eine Situation sein, in der sich wohl keiner wiederfinden möchte.

Genau das ist einem Mann passiert, als er am Samstagabend bei Aldi einkaufen war. Dementsprechend entsetzt berichtete er bei Facebook von dem Vorfall.

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Aldi: Kunde gerät unter falschen Verdacht und ist entsetzt nach Vorfall an Kasse

Der Mann war bei Aldi in Lörrach einkaufen, als er an der Kasse plötzlich unter falschen Verdacht geriet. Die Kassiererin habe den Kunden dazu aufgefordert, seine Radtasche zu öffnen, um einen Blick ins Innere zu werfen.

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Daraufhin habe der Mann erklärt, dass die Tasche die gesamte Zeit im Laden geschlossen gewesen sei. Doch die Frau habe nicht von ihrer Forderung abgelassen. Nach der Meinung des Kunden habe die Kassiererin allerdings nicht das Recht dazu, in seine Tasche zu schauen. Das habe er ihr auch so mitgeteilt. Doch ihre Reaktion: Sie „dürfe“ nicht nur die Tasche öffnen lassen, „sondern müsse“ dies sogar.

Der Mann sei sich zwar sicher gewesen, dass das nicht stimmte, habe die Situation aber nicht weiter eskalieren lassen wollen. Also habe er seine Tasche geöffnet und die Mehrweg-Pfandflaschen gezeigt, „die Sie ja leider nicht im Sortiment haben“, so der Mann.

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Verärgert sagt er weiter: „Ich bin seit bestimmt 20 Jahren nicht mehr aufgefordert worden, meine Tasche zu öffnen - nirgendwo in Deutschland, auch nicht in Lörrach oder dieser Filiale, die ich seit Jahren sehr regelmäßig besuche.“

Doch nun fragt sich der Kunde: „Kann es sein, dass die Filialleitung und das Personal so wenig wissen, was sie von Kunden verlangen dürfen und was übergriffig ist? Oder ändert sich gerade die Geschäftspolitik? Wann muss ich mit verdachtslosen Taschendurchsuchungen und Leibesvisitationen rechnen?“

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Das ist Aldi:

  • Aldi Nord und Aldi Süd sind zwei separate Unternehmensgruppen
  • Aldi steht für Albrecht Diskont: In 1913 machte sich Karl Albrecht in Essen als Brothändler selbstständig
  • In 1962 wurde der Familienbetrieb zu einem reinen Discounter umfunktioniert und hat den heutigen Namen „Aldi“ gekriegt
  • Die Trennung in Nord und Süd erfolgte in 1961
  • Mittlerweile zählt Aldi zu den zehn größten Einzelhandelsgruppen weltweit
  • Jede Woche kommt ein Prospekt mit den aktuellen Angeboten und Preisen

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Die Meinungen anderer Facebook-Nutzer zu dem Vorfall fallen durchaus sehr unterschiedlich aus. Sie kommentieren zum Beispiel:

  • „Die Kassierer kennen dich nicht.“
  • „Frechheit.“
  • „Vollkommen klar, dass die Kassierer kein Recht haben, in die Tasche der Kunden zu blicken - selbst dann nicht, wenn ein konkreter Verdacht vorliegt. Wo aber breche ich mir als Kunde einen ab, die Tasche kurz zu lüften, wenn ich mir nichts zu Schulden kommen lassen habe? Der Kassierer erledigt lediglich seinen Job und mehr nicht. Ihm Schikane zu unterstellen, wäre aberwitzig. Diebstahl wird von sämtlichen Kunden finanziell gleichermaßen getragen, wenn der Unternehmer den Verlust durch Diebstahl auf die Preise addieren muss und ich als Kunde insofern dafür zahle. Ganz ehrlich, man kann sich aber auch über Lapalien aufregen, unglaublich...!“
  • „Warum nimmt man auch so eine Tasche mit?“
  • „Wenn ich nichts zu verbergen habe, kann sie doch kurz nen Blick rein werfen. Also ehrlich, manche Leute haben echt Probleme.“
  • „Solche Kunden sind kein Geschenk .“

Aldi erklärt: „keine bösen Absichten“

Schließlich reagierte Aldi auf die Beschwerde des Kunden und erklärte: „Es tut mir leid, dass du dich in unserer Filiale in Lörrach so bedrängt gefühlt hast. Meine Kollegin vor Ort hatte definitiv keine bösen Absichten und wollte dir nicht unterstellen, dass du Waren absichtlich nicht auf das Kassenband gelegt hast. Ein kleiner Blick in große Taschen hilft dann oftmals einfach aus und kostet alle Beteiligten nur einige Sekunden.“

Vorfall bei Aldi: Taschenkontrolle ohne konkreten Verdacht verboten

Tatsächlich seien Taschenkontrollen in Geschäften jedoch verboten, wie die Verbraucherzentrale schreibt. Demnach sei ein Blick in die Tasche „ein unzulässiger Eingriff in das Persönlichkeitsrecht“, sofern kein konkreter Verdacht eines Diebstahls vorliege. Künden müssten einer solchen Forderung nicht nachkommen, selbst dann nicht, wenn ein Hinweisschild im Geschäft auf die Durchführung von Taschenkontrollen verweist. (nk)

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