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Donald Trump angeblich geheilt: Sein Geisteszustand soll überprüft werden

Donald Trump: So tickt der 45. US-Präsident
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Donald Trump hat seine Corona-Infektion angeblich gut überstanden und behauptet, geheilt zu sein. Doch Zweifel bleiben.

Derweil tobt der Wahlkampf in den USA. In unserem Blog erfährst du, wie es mit Donald Trump nach der Corona-Diagnose weitergeht.

News-Ticker: US-Präsident Donald Trump hat Corona

+++ Hier den News-Ticker aktualisieren +++

Freitag, 9. Oktober

14.30 Uhr: Donald Trump bezeichnet Kamala Harris als „Monster“ - Demokraten zweifeln an seinem Geisteszustand

Donald Trump läuft rhetorisch Amok und hat die Vizepräsidentin-Kandidatin der Demokraten, Kamala Harris, in einem Telefon-Interview mit Fox News mehrmals als „Monster“ bezeichnet. Nach ihrem TV-Duell mit Vizepräsident Mike Pence behauptete Trump, alles was sie gesagt habe, sei gelogen gewesen.

Die Demokraten zweifeln derweil am Gesundheitszustand und der Amtsfähigkeit des US-Präsidenten. Trump befinde sich in einem „veränderten Zustand“, sagte die Repräsentantenhaus-Sprecherin Nancy Pelosi. Er leide an einer „Abspaltung von der Realität“.

Die Demokraten wollen verfassungsrechtliche Schritte einleiten, um die Amtstauglichkeit von Trump zu überprüfen.

++ Maybritt Illner (ZDF): Virologin rätselt über Corona-Patient Donald Trump – „Geschichte stimmt hinten und vorne nicht“ ++

06:30 Uhr: Donald Trump angeblich völlig von Covid-19 geheilt – Zweifel nach TV-Interview

Nach der Absage eines virtuellen TV-Duells durch Donald Trump, hat der Sender ABC, der die Debatte übertragen hätte, rigoros reagiert. ABC setzte zur selben Sendezeit eine Fragestunde Bidens mit Wählern an. Jetzt bekommt also Trump-Herausforderer Joe Biden Sendezeit ganz alleine.

Doch der US-Präsident will das nicht akzeptieren und nun schaltet sich sein Leibarzt Sean Conley ein. Dieser teilte mit, sein Patient habe die Covid-Behandlung abgeschlossen. Conley gehe davon aus, dass Trump zum kommenden Samstag wieder an öffentlichen Terminen teilnehmen dürfe. Auch Trumps Wahlkampfmanager Bill Stepien sieht keinen Grund mehr dafür, die Präsidentschaftsdebatte online abzuhalten oder zu verschieben.

Donald Trump sagte in einem Telefoninterview mit Fox News, dass er am Samstag nach Florida und Pennsylvania fliegen wolle, um dort wieder Wahlkampfauftritte zu absolvieren. Er behauptete, keine Krankheitssymptome mehr zu haben, musste aber in dem gut 20-minütigen Interview zwei Mal mitten in einem Satz wegen Problemen mit der Stimme und Husten pausieren.

Alle wichtigen Infos zum Corona-Zustand von Donald Trump zusammengefasst:

  • Donald Trump gab seinen Coronavirus-Test am vergangenen Donnerstagabend (1. Oktober) bekannt.
  • Nach weniger als 24 stunden wurde er in ein Militärkrankenhaus eingeliefert.
  • Sein Leibarzt gab bekannt, dass Trump einen Antikörper-Cocktail der Firma Regeneron erhalten habe sowie das Medikament Remdesivir.
  • Donald Trump meldete sich mehrfach aus der Klinik über Twitter und ließ sich am Sonntag im Auto von seinen Anhängern bejubeln.
  • Am Montag verließ der US-Präsident die Klinik wieder. Ihm gehe es gut, teilte er daraufhin mit.
  • Nun teilte sein Leibarzt mit, dass Trump wieder gesund sei und ab dem 10. Oktober wieder auftreten kann.

Donnerstag, 8. Oktober

14.17 Uhr: Trump will an virtuellem TV-Duell nicht teilnehmen

Paukenschlag im US-Wahlkampf. Präsident Donald Trump will wegen einer Änderung des Formats nicht am zweiten TV-Duell mit seinem Herausforderer Joe Biden in der kommenden Woche teilnehmen.

Der Wechsel zu einem virtuellen Format (siehe Eintrag um 13.45 Uhr) sei „inakzeptabel“, sagte Trump am Donnerstag in einem Interview des Fernsehsenders Fox Business.

13.45 Uhr: Zweites TV-Duell findet virtuell statt

Hammer im US-Wahlkampf. Das zweite Fernsehduell zwischen Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden wird lediglich virtuell stattfinden. Das berichten mehrere US-Medien. Grund dürfte die Corona-Erkrankung von Trump sein.

7.20 Uhr: Donald Trump fühlt sich von Gott gesegnet wegen seiner Corona-Infektion

Nach seiner scheinbar überstandenen Coronavirus-Infektion fühlt sich Donald Trump von Gott gesegnet. Der US-Präsident sagte in einem Twitter-Video, es sei „Gottes Segen“ gewesen, dass er selbst an Covid-19 erkrankte. Dadurch sei er auf die Antikörper-Behandlung aufmerksam geworden und habe ein „Heilmittel“ ausgemacht. Er wolle, dass nun alle Erkrankten in den USA mit dem experimentellen Mittel der Biotech-Firma Regeneron behandet werden. Es werde Hunderttausende Dosen davon so schnell wie möglich durch das Militär in die Kliniken bringen lassen und die Behandlung solle kostenlos für die Patienten sein.

Unklar ist jedoch, wie lange der Zulassungsprozess in den USA für das neue Medikament noch dauern wird. Trump selbst habe darauf bestanden, damit behandelt zu werden: „Ich hatte von diesem Medikament gehört. Ich sagte, lasst mich das nehmen. Es war mein Vorschlag. Und es war unglaublich, wie es gewirkt hat“ Innerhalb von 24 Stunden habe sich Trump gut gefühlt.

Mittwoch, 7. Oktober

10 Uhr: Donald Trump verharmlost Corona - Facebook hat jetzt genug davon

US-Präsident Donald Trump hat das Coronavirus nach seiner Klinik-Behandlung erneut mit der Grippe verglichen. „Die Grippesaison steht vor der Tür! Jedes Jahr sterben viele Menschen an der Grippe, manchmal mehr als 100 000, und trotz der Impfung. Legen wir unser Land still? Nein, wir haben gelernt, damit zu leben, so wie wir lernen, mit Covid zu leben, das in vielen Bevölkerungen weit weniger tödlich ist!!!“, schrieb Trump am Dienstag auf Twitter.

Der Kurznachrichtendienst Twitter versteckte den Tweet daraufhin hinter einem Hinweis, dass Trumps Behauptung „irreführende und potenziell gefährliche Informationen“ über Covid-19 verbreite. Er blieb jedoch zugänglich, konnte jedoch nur noch mit einem Kommentar weiterverbreitet werden, nicht als Retweet.

Facebook ging noch konsequenter vor! Der Internetriese entfernte den Beitrag des US-Präsidenten komplett und begründete das Vorgehen damit, dass das Unternehmen die Verbreitung von falschen und und schädliche Informationen untersage. Man halte sich an die Empfehlungen der amerikanischen Gesundheitsbehörden und der Weltgesundheitsorganisation WHO.

Erst jüngst hatte eine neue Studie erneut belegt, dass das Coronavirus für Menschen mittleren Alters und Senioren weit gefährlich als die Grippe ist.

Epidemiologe Gideon Meyerowitz-Katz berechnete erst jüngst mit seinem Team von der australischen University of Wollongong die Corona-Infektionssterblichkeit in den USA mit 0,8 Prozent über alle Altersgruppen verteilt. Das bedeutet, dass von 100 Infizierten durchschnittlich bislang fast einer verstarb. Bei der Grippwelle 2018/19 lag die Infektionssterblichkeit in den USA dagegen laut dem Forscher bei lediglich 0,05 Prozent. Vergleicht man diese beiden Zahlen, ergibt sich bei Corona also ein 16-fach höheres Sterberisiko.

Dienstag, 6. Oktober

13.45 Uhr: CNN-Umfrage enthüllt, wie drastisch der Vertrauensverlust ist

Welche Folgen die Corona-Erkrankung am Ende auf den Ausgang der Präsidentschaftswahl am 3. November haben wird, ist aktuell noch nicht absehbar. Doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass das Weiße Haus bei den Amerikanern durch seine Kommunikation einiges an Vertrauen verloren hat. Schon früh wurde Kritik an den unterschiedlichen Informationen laut: Mal hatte Trump nur milde Symptome, mal fürchte er um sein Leben. Zudem wurde dem Weißen Haus vorgeworfen, Bilder mit Trump bei der Arbeit manipuliert, beziehungsweise gestellt zu haben.

Biden könnte davon profitieren. Er legt in Umfragen leicht zu und liegt in Umfragen rund zehn Prozent vor Amtsinhaber Donald Trump. Besonders dramatisch hat sich die Corona-Erkrankung jedoch auf das Vertrauen ins Weiße Haus ausgewirkt. Laut "CNN" gaben 69 Prozent der Amerikaner an, sie würden nur geringes Vertrauen in die Informationen des Weißen Hauses haben. Lediglich zwölf Prozent erklärten, sie hätten volles Vertrauen.

13.00 Uhr: Rückkehr ins Weiße Haus wird zur Showeinlage

Donald Trump ist ein Showmaker. Das bewies er nun wieder eindrucksvoll bei seiner Rückkehr ins Weiße Haus. Am frühen Morgen unserer Zeit veröffentlichte er auf Twitter ein Video davon, wie er zurück zu seiner Arbeitsstelle kehrt. Drei Tage lang war er im John Reeds Militärkrankenhaus behandelt worden. Nun soll seine Behandlung im Weißen Haus fortgesetzt werden.

Das Video gleicht einer Holywood-Produktion, epische Musik im Hintergrund inklusive. Einige Twitter-Nutzer kritisierten den Clip als "Propaganda".

Montag, 5. Oktober 2020:

22.04 Uhr: Trump Arzt: Präsident immer noch nicht „über den Berg“

Donald Trumps Leibarzt rechnet erst kommende Woche mit einer Entwarnung für den Krankheitsverlauf des Präsidenten. „Wenn wir durch das Wochenende bis zum Montag kommen und sein Zustand genauso bleibt oder sich verbessert, dann können wir alle schließlich erleichtert aufatmen“, sagte der Arzt Sean Conley.

Er lobte die „erstklassige medizinische Versorgung“ von Donald Trump in den ersten 24 Stunden im Weißen Haus. Obwohl „er noch nicht endgültig über den Berg ist“, sei das Ärzteteam der Ansicht gewesen, dass Trump aus dem Krankenhaus entlassen werden könne. Der Präsident brauche aktuell nichts, was man ihm nur in der Klinik bieten könne.

Das Weiße Haus und Donald Trumps Leibarzt verweigern weiterhin Angaben dazu, wann der US-Präsident zuletzt negativ auf das Coronavirus getestet wurde. Bisher heißt es offiziell stets nur, Trump sei am Donnerstagabend getestet worden und habe in der Nacht zum Freitag sein positives Ergebnis bekommen. Es bleibt unklar, wieso der Zeitpunkt des letzten negativen Tests unter Verschluss gehalten wird.

20.47 Uhr: Trump: Verlasse noch am Montag das Krankenhaus

US-Präsident Donald Trump verlässt nach eigenen Angaben noch an diesem Montag (Ortszeit) nach nur drei Nächten das Krankenhaus. Er fühle sich sehr gut, schrieb Trump am Montag auf Twitter.

Wörtlich schrieb der US-Präsident: „Ich werde das Walter Reed Krankenhaus heute um 18.30 Uhr verlassen. Ich fühle mich wirklich gut! Habt keine Angst vor Covid. Lass euer Leben nicht davon dominieren. Wir haben unter der Trump-Regierung einige wirkliche gute Medikamente und Wissen weiterentwickelt. Ich fühle mich besser als vor 20 Jahren!“ Trumps Leibarzt Sean Conley wollte später am Montag eine Pressekonferenz geben.

Trump hat sich in der Vergangenheit mit seinem guten Gesundheitszustand gerühmt, der ihm bei den für US-Präsidenten üblichen jährlichen Checks zuletzt im Juni bescheinigt wurde. Ein Krankenhausaufenthalt ist mit diesem Selbstbild nur schwer vereinbar. US-Medienberichten hat er auf eine schnelle Entlassung gedrängt.

18.08 Uhr: Trump-Sprecherin Kayleigh McEnany ebenfalls mit Corona infiziert

Kayleigh McEnany – Sprecherin von Donald Trump – wurde am Montag ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet, dies gab sie über Twitter bekannt. Sie habe keine Symptome und begebe sich in Quarantäne.

Bislang seien alle Corona-Tests bei ihr negativ ausgefallen. Sie erklärte außerdem, dass das Medizinerteam des Weißen Hauses keinen Journalisten als „engen Kontakt“. Journalisten hoben umgehend hervor, McEnany habe noch am Sonntag mit der Presse gesprochen, ohne dabei eine Schutzmaske zu tragen.

16.32 Uhr: Donald Trump könnte noch heute aus dem Krankenhaus entlassen werden

Der Gesundheitszustand von US-Präsident Donald Trump habe sich weiter verbessert, so sein Stabschef Mark Meadows. „Wir sind weiterhin optimistisch, dass er im Laufe des Tages ins Weiße Haus zurückkehren kann“, erklärte Meadows am Montag gegenüber dem Sender Fox News.

„Er hat sich über Nacht weiter gebessert und ist bereit, zu einem normalen Arbeitsplan zurückzukehren.“ Mit einer Entscheidung sei aber frühestens am Nachmittag zu rechnen, ergänzte Meadows später. Zunächst stünden Besprechungen mit den Ärzten an. Meadows sprach von einem „unglaublichen Fortschritt“, den Trump gemacht habe.

16.10 Uhr: Entscheidung über Entlassung aus der Klinik soll noch heute gefällt werden

Über eine mögliche Entlassung des mit Corona infizierten US-Präsidenten Donald Trump aus dem Krankenhaus soll noch am Montag entschieden werden. Die Entscheidung werde im Verlauf des Tages getroffen, sagte Trumps Stabschef Mark Meadows am Montag im Nachrichtensender Fox News.

Der Gesundheitszustand des 74-Jährigen habe sich über die Nacht „verbessert“. Meadows zeigte sich „optimistisch“, dass der Präsident noch am Montag das Krankenhaus verlassen könne.

13.05 Uhr: Donald Trump macht Wahlkampf von der Klinik aus

Präsident Donald Trump scheint nun wach zu sein (es ist frühmorgens in den USA) und haut fast im Minutentakt einen Wahlkampf-Tweet nach dem nächsten raus. Unter anderem verspricht er weitere Steuersenkungen bei seiner Wiederwahl. Erschöpft und ausgelaugt scheint er derzeit nicht zu sein.

11.25 Uhr: Über 200 mögliche Corona-Infektion nach Trump-Wahlkampf am Donnerstag

Der US-Bundestaat New Jersey versucht nun mögliche Kontakte des US-Präsidenten Donald Trump nachzuvollziehen, denn der US-Präsident trat am Donnerstagnachmittag noch auf zwei Veranstaltungen in Bedminister in New Jersey auf. Dabei war dem Weißen Haus zu diesem Zeitpunkt bereits der positive Corona-Test der engen Trump-Beraterin Hope Hicks bekannt, bei Trump soll erst am Donnerstagabend ein Schnelltest positiv ausgefallen sein. Rund 200 Teilnehmer der Trump-Veranstaltungen seien nun über die mögliche Ansteckung informiert worden.

9.50 Uhr: Ist Corona-Patient Trump doch kranker?

Offiziell geht es Donald Trump nach der Covid-19-Infektion seit dem Wochenende wieder besser. Auch mit seinem Auftritt vor seinen Anhängern wollte Trump den Eindruck erwecken, er sei auf dem Weg der Besserung und überstehe die Infektion. Es war sogar die Rede davon, dass Trump schon am Montag aus dem Krankenhaus entlassen werden könnte. Doch geht es dem US-Präsident wirklich schon so gut?

Die New York Times will erfahren haben, dass Trumps Sauerstofflevel am Wochenende auf einen kritischen Wert gefallen sei. Zudem sei dem US-Präsidenten Dexamethason verabreicht worden. Ein Medikament, dass normalerweise nur dann zum Einsatz komme, wenn eine Überreaktion des Immunsystems befürchtet wird. Dies bedeutet eine Komplikation, die schon bei vielen Covid-19-Patienten zum Tod führte. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, Dexamethason nur bei schweren oder kritischen Verläufen zu verabreichen.

Rochelle Walensky, Leiterin der Abteilung für Infektionskrankheiten am Massachusetts General Hospital, sagte der New York Times: „Wenn ich an Menschen denke, die Dexamethason brauchen, dann denke ich an Personen, deren Zustand eskaliert – die näher an der Intensivstation sind als auf dem Weg nach Hause.“

9.15 Uhr: Mediziner ist entsetzt über Trump-Ausflug

Dr. James Phillips, behandelnder Arzt im Walter Reed Militärkrankenhaus, ist entsetzt von dem Auftritt des US-Präsidenten vor der Klinik. Der Mediziner wandte sich über Twitter an die Öffentlichkeit: „Jede einzelne Person im Fahrzeug während dieser völlig unnötigen Spritztour des Präsidenten muss nun für 14 Tage unter Quarantäne gestellt werden. Sie könnten krank werden. Sie könnten sterben. Für politisches Theater. Auf den Befehl von Trump haben sie ihr Leben für dieses Theater in Gefahr gebracht. Das ist Wahnsinn.“

Donald Trump trug zwar im Auto eine Mase, ebenso wie seine beiden Begleiter vom Secret Service, aber die Fenster und Türen in dem SUV waren während der Fahrt verschlossen.

5.30 Uhr: Donald Trump hat die Klinik verlassen

Donald Trump scheint auf dem Weg der Besserung. Am Sonntag (Ortszeit) verließ der US-Präsident für einen Ausflug in einem schwarzen gepanzerten SUV die Klinik, um sich von seinen Anhängern bejubeln zu lassen, die draußen ausharren. Bei seiner Fahrt trug Trump im Inneren des Wagens eine Maske.

Über Twitter bedankte sich Trump kurz vor dieser Fahrt bei seinen Anhängern, die ihm vor dem Krankenhaus seine Unterstützung zeigen: „Das sind großartige Patrioten da draußen auf den Straßen. Sie haben Trump-Flaggen, sie lieben unser Land. Ich sehe wahren Enthusiasmus bei ihnen. Das sind Menschen, die den Job, den wir täglich leisten, lieben.“ Schon da kündigte er den „Überraschungsbesuch“ bei ihnen an.

Außerdem will Donald Trump nun neue Erkenntnisse über das Coronavirus haben. Er werde die Öffentlichkeit bald darüber informieren. „Es war eine interessante Reise. Ich habe viel über Covid erfahren.“ Er sei durch eine „harte Schule“ gegangen.

Sonntag, 4. Oktober 2020:

19.40 Uhr: Trump könnte schon Montag aus Hospital entlassen werden

Einer der Trump-Ärzte, Dr. Brian Garibaldi, hat in Washington erklärt, dass man den US-Präsidenten am Montag aus dem Walter-Reed-Krankenhaus entlassen wolle. Garibaldi: „Wir planen, dem Präsidenten die 5-Tage-Behandlung mit Remdesivir zu verabreichen. Wir wollen, dass er so viel wie möglich aus dem Bett raus kommt und mobil ist. Der Plan ist, ihn morgen zu entlassen.“

09.20 Uhr: Medienbericht: Trump zögerte vor Einlieferung ins Krankenhaus

US-Präsident Donald Trump hat nach Informationen des Senders CNN am Freitag zunächst gezögert, sich im Krankenhaus wegen seiner Corona-Infektion behandeln zu lassen. Unter Berufung auf informierte Kreise berichtete der Sender in der Nacht zum Sonntag, Trumps Berater mussten den 74-Jährigen im Weißen Haus erst davon überzeugen, an Bord des Hubschraubers Marine One zu steigen. Der Helikopter habe bereits auf dem Südrasen des Amtssitzes gewartet. Trump wurde letztendlich in das Walter-Reed-Militärkrankenhaus nördlich von Washington geflogen, in dem er seither behandelt wird.

09.10 Uhr: Neue Fotos - Trump arbeitet im Krankenhaus

Das Weiße Haus hat am späten Samstagabend (Ortszeit) zwei Fotos von US-Präsident Donald Trump veröffentlicht, die ihn bei der Arbeit vom Krankenhaus aus zeigen. Auf den Bildern ist Trump beim Bearbeiten von Unterlagen zu sehen: Einmal im Anzug ohne Krawatte sitzend an einem runden Schreibtisch, auf dem auch Akten zu sehen sind, einmal im weißen Hemd am Kopf eines langen Konferenztisches, blätternd in Dokumenten.

Auf einem der beiden Fotos scheint der Präsident am gleichen Schreibtisch zu sitzen, von dem aus er zuvor auch eine Videobotschaft veröffentlicht hatte. Darin hatte Trump gesagt: „Als ich hierher kam, fühlte ich mich nicht so gut. Jetzt fühle ich mich viel besser.“ Seine Stimme klang etwas belegt und er wirkte leicht kurzatmig. In den nächsten Tagen komme „die wahre Prüfung“, sagte Trump weiter, fügte aber hinzu: „Ich denke, ich werde bald zurück sein.“

Samstag, 3. Oktober 2020:

20.30 Uhr: Trump dankt seinen Ärzten

Laut seinem Leibarzt soll Trump erklärt haben, er fühle sich gut genug, um aus dem Krankenhaus herauszuspazieren. Trump werde ermutigt zu essen, zu trinken und auch dazu, zu arbeiten. Weil er sich so am wohlsten fühle. „Wir bleiben verhalten optimistisch“, sagte Leibarzt Conley . Trump selbst bedankte sich am Samstag dann schließlich via Twitter bei seinen Ärzten. „Dank ihrer Hilfe fühle ich mich gut,“ schrieb der Präsident.

17.30 Uhr: Arzt „extrem zufrieden“ mit Trumps Krankheitsverlauf

Der Arzt des Weißen Hauses, Dr. Sean Conley, hat sich erstmals über den Gesundheitszustand von US-Präsident Donald Trump geäußert. Conley und sein Team zeigten sich „extrem zufrieden“ mit seinem Krankheitsverlauf. Trump sei seit 24 Stunden fieberfrei, habe keine Atemnot und erhalte keinen Sauerstoff, sagten sie am Samstag in einer Pressekonferenz.

Conley: „Dem Präsidenten geht es heute Morgen sehr gut.“ Er leide an einem milden Husten, werde komplett überwacht und sei nicht am Sauerstoffgerät. Meldungen von einem schweren Verlauf dementierte Conley: „Der Präsident hat keine Atemprobleme. Er hat sie nie gehabt.“

Conley wich allerdings der Frage aus, ob Trump zusätzlichen Sauerstoff bekommen habe. Das berichten nämlich die Nachrichtenagentur AP sowie die „New York Times“ übereinstimmend – und zwar schon vor der Verlegung ins Krankenhaus.

15.40 Uhr: „Situation ernst“: Trump soll mehrere Tage in Klinik bleiben

Offenbar muss Trump mehrere Tage im Krankenhaus bleiben. Das berichtet der Nachrichtensender „CNN“ unter Bezug auf einen Berater des US-Präsidenten. Es würde sich demnach nicht um einen Routine-Aufenthalt handeln, sondern um eine „ernste Situation“. Alarmierend sei, dass er Probleme habe zu atmen.

09.05 Uhr: Donald Trump meldet sich aus Krankenhaus

US-Präsident Donald Trump wird wegen seiner Infektion mit dem Coronavirus mit dem Medikament Remdesivir behandelt. Das ging am Freitagabend aus einem Schreiben seines Leibarztes Sean Conley hervor, wenige Stunden nachdem Trump ins Militärkrankenhaus Walter Reed in Bethesda nördlich von Washington gebracht worden war. Trump gehe es „sehr gut“, er benötige keine Sauerstoffzufuhr, schrieb sein Arzt. Er habe die Therapie mit dem Mittel Remdesivir begonnen, eine erste Dosis eingenommen und ruhe sich aus. Trump meldete sich annähernd zeitgleich mit einem Tweet aus dem Krankenhaus. „Es läuft gut, denke ich! Ich danke euch allen. Liebe!!!!“

07.50 Uhr: Trumps Wahlkampfchef positiv getestet

Einen Monat vor der US-Wahl ist auch der Wahlkampfchef von Präsident Donald Trump, Bill Stepien, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Wahlkampfteam bestätigte einen Bericht des Magazins „Politico“ vom späten Freitagabend (Ortszeit). Stepien habe seine Diagnose am Freitagabend erhalten und habe leichte, grippeähnliche Symptome. Er halte aus dem Home-Office weiter die Kontrolle über die Kampagne.

Freitag, 2. Oktober 2020:

23.20 Uhr: Trump in Militärkrankenhaus eingeliefert

US-Präsident Donald Trump ist laut seiner Sprecherin Kayleigh McEnany ins Walter Reed-Militärkrankenhaus nahe Washington eingeliefert worden. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme seiner Ärzte. Er soll dort „einige Tage“ verbringen und sich Tests unterziehen. Die Behandlung im Krankenhaus sei „rein vorsorglich“. Trump bekommt demnach derzeit Zink, Vitamin D, Aspirin, Famotidin (ein Magenmittel) und das Schlafhormon Melatonin verabreicht. Mit seinen 74 Jahren gehört Trump zu einer Corona-Risikogruppe.

21.45 Uhr: Noch keine Entscheidung über nächsten TV-Duelle gegen Biden

Das Weiße Haus hat noch keine Entscheidung über die zwei verbliebenen Debatten gegen Joe Biden getroffen. „Wir sind noch nicht soweit gekommen“, weil man sich zunächst auf den Präsidenten fokussiere, sagte Trump-Sprecherin Kayleigh McEnany.

20.55 Uhr: Trump setzt Wahlkampfauftritte aus

Nach seiner Corona-Infektion setzt US-Präsident Donald Trump persönliche Wahlkampfauftritte aus. Trumps Wahlkampfchef Bill Stepien teilte mit, alle bereits angekündigten Wahlkampfveranstaltungen mit Trump würden entweder verschoben oder online abgehalten. Veranstaltungen mit Mitgliedern seiner Familie würden ebenfalls verschoben. Bei allen anderen Veranstaltungen werde im Einzelfall entschieden, ob sie stattfinden.

18.35 Uhr: Biden twittert Testergebnis

Trump-Gegner Joe Biden hat auf Twitter mitgeteilt, dass er und seine Jill negativ auf das Coronavirus getestet worden sind. Einmal mehr erinnert er daran, dass das Tragen einer Schutzmaske, das regelmäßige Waschen der Hände sowie das Einhalten eines Mindestabstands effektive Schutzvorkehrungen seien.

16.08 Uhr: „New York Times“: Trump zeige leichte Erkrankungssymptome

Trump zeigt laut „New York Times“ nach seiner Infektion mit dem Coronavirus leichte Erkrankungssymptome. Die Zeitung bezog sich dabei auf zwei Personen, die über Trumps Zustand unterrichtet seien. Laut einer von ihnen handelt es sich dabei um Erkältungssymptome.

15.35 Uhr: Trump-Tochter Ivanka und Schwiegersohn Jared negativ getestet

Donald Trumps Tochter Ivanka und ihr Ehemann Jared Kushner sind negativ auf das Coronavirus getestet worden. Auch Finanzminister Steven Mnuchin ist nicht mit dem Coronavirus infiziert worden.

15.00 Uhr: Vize-Präsident Pence negativ getestet

Vize-Präsident Mike Pence ist negativ auf das Coronavirus getestet worden. Sein Sprecher Devin O'Malley hat auf Twitter mitgeteilt, dass Pence schon seit Monaten täglich auf Corona getestet werde. Er sei bei guter Gesundheit. Auch seine Frau Karen sei negativ getestet worden.

Allerdings hat er offen gelassen, ob Pence und seine Frau sich vorsorglich in Quarantäne begebenwürden. Sollte Trump seine Amtsgeschäfte nicht ausüben können, müsste Pence einspringen.

13.30 Uhr: Auch Joe Biden macht jetzt einen Corona-Test

CNN vermeldet nun, dass auch der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden am Freitag einen Coronavirus-Test machen will. Die Familien und das Lager von Biden und Trump trafen beim TV-Duell am Dienstag aufeinander. Ob tatsächlich eine realistische Ansteckungsgefahr bestand, ist zur Zeit nicht bekannt.

Während er sich selbst möglicherweise angesteckt hat, sendete Biden über Twitter gute Wünsche an das Ehepaar Trump: „Jill und ich senden unsere Gedanken an Präsident Trump und First Lady Melania Trump für eine rasche Genesung. Wir werden weiterhin für die Gesundheit und Sicherheit des Präsidenten und seiner Familie beten."

13 Uhr: Nach Trumps Corona-Diagnose – Schadenfreude im Netz, spitze Bemerkung aus Frankreich

Donald Trump erreichen Genesungswünsche aus aller Welt. Russlands Präsident Wladimir Putin sandte folgende Botschaft zu seinem Amtskollegen aus den USA: „Ich bin mir sicher, dass Ihnen Lebensenergie, ein frischer Geist und Optimismus helfen werden, mit dem gefährlichen Virus fertig zu werden."

Im Netz dagegen gibt es auch viel Schadenfreude und Häme, dass es ausgerechnet Trump erwischt hat, der die Gefahr des Coronavirus heruntergespielt hat. Der französische Regierungssprecher Gabriel Attal konnte sich eine Spitze gegen Trump nicht verkneifen. Er wünschte Trump eine gute Genesung, allerdings verbunden mit dem Hinweis, dass das Coronavirus nun mal niemanden verschone, „einschließlich derjenigen, die sich skeptisch gezeigt haben".

11.30 Uhr: Angela Merkel schickt Corona-Patient Donald Trump Genesungsgrüße

Regierungssprecher Steffen Seibert twitterte nun eine Nachricht von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie lautet: „Ich sende Donald und Melania Trump all meine guten Wünsche. Ich hoffe, dass sie ihre Corona-Infektion gut überstehen und bald wieder ganz gesund sind.“

10.15 Uhr: Arzt-Dokument nach Covid-19-Diagnose bei Donald Trump aufgetaucht

Bisher ist nur wenig bekannt über den genauen Gesundheitszustand von Donald Trump. Mit seinem Alter von 74 Jahren und mit seinem Übergewicht gehört Trump jedoch zur Risikogruppe für schwere Verläufe der Krankheit. Seine Frau Melania Trump (50), die ebenfalls positiv getestet wurde, twitterte: „Es geht uns gut.“ Allerdings klingt Melania Trump auch ernst in ihrem Tweet: „Passt bitte auf euch auf und wir werden alle gemeinsam da durchkommen.“

Auch aus einem Schreiben des Leibarztes des Präsidenten, Dr. Sean Conley, geht hervor, dass es Donald und Melania Trump derzeit gut gehe („The President an First Lady are both well at this time“). Das Ehepaar würde während ihrer Genesungszeit im Weißen Haus bleiben, heißt es weiter.

Trumps Sprecherin Kayleigh McEnany appellierte unterdessen an den Patriotismus der Amerikaner, sich hinter den Präsidenten zu stellen. Das Land sei nun vereint.

Trump machte sich Dienstag noch über Corona-Masken von Joe Biden lustig

So vereint klang es aber in der TV-Debatte am Dienstag nicht, als sich Trump über seinen Herausforderer Joe Biden lustig machte. Trump sagte: „Ich trage nicht so wie er Masken. Immer wenn man ihn sieht, hat er eine Maske an. Er kann 200 Fuß entfernt sprechen und dabei mit der größten Maske auftreten, die ich je gesehen habe.“

Auch Trump-Kollege Boris Johnson hatte schon Corona – er musste auf die Intensivstation

Donald Trump ist nicht der erste Staats- und Regierungschef, der sich mit dem Coronavirus angesteckt hat. Auch der britische Premierminister Boris Johnson (56) und der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro (65) infizierten sich bereits. Während sich Bolsorano nach eigenen Angaben nur „etwas schwach“ fühlte, traf es Johnson viel heftiger. Er wurde im Londoner St. Thomas' Hospital behandelt und musste sogar für drei Nächte auf die Intensivstation verlegt werden. Erst mehr als drei Wochen nach seiner Klinik-Einlieferung konnte Johnson die Regierunsgeschäfte wieder aufnehmen.

Erstmeldung - 6 Uhr: Donald Trump in Corona-Quarantäne

Trump und seine Ehefrau Melanie wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Das teilte der US-Präsident über Twitter mit. Das Ehepaar begebe sich nun in Quarantäne.

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Donald Trump äußert sich selbst auf Twitter

Einige Stunden vor dem Testergebnis hatte Trump angesichts des positiven Corona-Befundes seiner Beraterin Hope Hicks noch getwittert: „Die First Lady und ich warten auf unsere Testergebnisse. In der Zwischenzeit werden wir unseren Quarantäne-Prozess beginnen“.

>>> Donald Trump: Deutscher Regisseur spricht über US-Präsident – eine Aussage überrascht

Trump vermutet Ansteckung durch Angehörige von Militärs oder Polizeibeamte

Die Trump-Beraterin Hope Hicks war am Mittwoch noch auf dem Militärflugplatz Joint Base Andrews außerhalb des Präsidenten-Helikopters Marine One gesichtet worden. Sie stand ohne Mund-Nase-Schutz und Abstand zusammen mit Trumps Schwiegersohn Jared Kushner. Auch beim TV-Duell Trumps gegen Joe Biden war Hicks dabei.

Trump suggerierte, dass sich Hicks bei Angehörigen des Militärs oder Polizeibeamten in Minnesota bei einem Wahlkampfauftritt angesteckt haben könnte.„Sie kommen zu dir und sie wollen dich umarmen und sie wollen dich küssen, weil wir wirklich gute Arbeit für sie geleistet haben, man kommt sich nahe und Dinge passieren“, sagte Trump. „Ich war überrascht, das mit Hope zu hören, aber sie ist eine sehr herzliche Person ihnen gegenüber und sie weiß, dass es ein Risiko gibt, aber sie ist jung.“ Man könne nicht einfach sagen: „Bleib weg, bleib weg“, sagte Trump.

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Das ist Donald Trump:

  • Geboren am 14. Juni 1946 in New York City in den USA
  • Wurde in 2017 der 45. Präsident der Vereinigten Staaten
  • 1971 bis 2017 war er der CEO des Konzerns Trump Organization
  • Vor allem in der Immobilienbranche machte Trump ein Milliardenvermögen
  • Er ist der erste US-Präsident ohne vorheriges politisches Amt oder militärischen Rang

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Trump selbst trägt meistens keine Corona-Maske

Trump selbst trägt in der Öffentlichkeit meistens keine Maske. Das Weiße Haus begründete dies damit, dass der Präsident und sein Umfeld regelmäßig auf das Coronavirus getestet würden. Trumps Sprecherin, Kayleigh McEnany, bezeichnete das Tragen von Masken im Juni als „persönliche Entscheidung“ und verwies darauf, dass sie regelmäßig getestet werde.

Beim TV-Duell postete Trump-Tochter Ivanka ein Foto hinter den Kulissen mit ihrer Stiefmutter Melanie sowie Lara und Tiffany. Alle trugen hier Mund-Nasen-Masken.

Im Umfeld von Trump hat es schon früher Corona-Infektionen gegeben. Hicks ist allerdings die dem Präsidenten am nächsten stehende Person, von der bekannt ist, dass sie sich infiziert hat. Und nun hat sich also auch Donald Trump selbst infiziert.