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Aldi: Kunde erhebt heftige Vorwürfe gegen Discounter – „Nicht das erste Mal, dass das passiert ist“

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator
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Der Einkauf bei Aldi endete für einen Kunden mit einem absoluten Frustmoment – und offenbar nicht zum ersten Mal.

Auf Facebook wendet er sich mit seinem Problem deswegen direkt an Aldi und verschafft seinem Ärger Luft.

Aldi: Kunde kauft Fischfilets – ein Detail lässt ihn ausrasten

Der wütende Kunde schreibt dort, dass er bei Aldi zwei Fischfilets mit einem angegebenen Gewicht von je 250 Gramm gekauft hatte – also insgesamt 500 Gramm Gesamtgewicht. Doch als er die Produkte zuhause auf die Küchenwaage legte, folgte die Ernüchterung: nur 430 Gramm standen auf dem Display! „Es fehlen 70 Gramm. Das sind 14 Prozent!“, rechnet der Kunde vor.

Und damit nicht genug. Offenbar sei dies „nicht das erste Mal“, dass er so etwas erlebt habe. „Ich werde jetzt alles bei Aldi nachwiegen und dann auch posten.“

Antwort von Aldi kann Kunden nicht beruhigen

Wie konnte es zu diesem deutlich geringeren Gewicht kommen? „Natürlich versuchen wir die Abweichungen so gering wie möglich zu halten und das angegebene Gewicht auch anzubieten. Dennoch kann es immer mal wieder zu kleineren Abweichungen kommen“, gesteht der Discounter in seiner Antwort an den erbosten Kunden. Doch dann wirft Aldi die Möglichkeit in den Raum, dass die angegebenen Werte seitens des Kunden möglicherweise inkorrekt sein könnten: „In der Regel sind normale Küchenwagen nicht geeicht, wodurch ebenfalls eine Abweichung zustande kommen könnte.“

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Das ist Aldi:

  • Aldi Nord und Aldi Süd sind zwei separate Unternehmensgruppen
  • Aldi steht für Albrecht Diskont: In 1913 machte sich Karl Albrecht in Essen als Brothändler selbstständig
  • In 1962 wurde der Familienbetrieb zu einem reinen Discounter umfunktioniert und hat den heutigen Namen „Aldi“ gekriegt
  • Die Trennung in Nord und Süd erfolgte in 1961
  • Mittlerweile zählt Aldi zu den zehn größten Einzelhandelsgruppen weltweit

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+++ Aldi: Mädchen (3) muss in Discounter auf die Toilette – was dann passiert, kann die Mutter nicht glauben +++

Das will der Mann jedoch nicht auf sich sitzen lassen. „Eine Ausrede habe ich schon erwartet“, schreibt er bissig zurück. „Leider für Aldi Süd haben wir eine geeichte Apothekerwaage und es ist ja auch nicht das erste Mal, dass das passiert ist. Ich werde, wie gesagt, jetzt ständig nachwiegen und auch posten. 14 Prozent sind eine Menge.“

Aldi äußert Vermutung

Unsere Redaktion hat bei Aldi Süd nachgefragt, wie es zu einer solchen Abweichung kommen kann. Wie uns eine Sprecherin mitteilte, handelt es sich bei Angaben auf den Produkten um eine so genannte „Nennfüllmenge“. Obwohl laut der geltenden Fertigpackungsverordnung diese Nennfüllmenge im Durchschnitt nicht unterschritten werden darf, gesteht Aldi ein, dass es bei einzelnen Produkten „immer mal wieder zu leichten Abweichungen“ kommen könne.

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Im Fall der Fischfilets hat die Aldi-Sprecherin eine Vermutung: Die fehlenden 70 Gramm könnten auf den Tropfverlust zurückzuführen sein. „Aus den Fischfilets kann Zellwasser austreten, das von der Saugeinlage in der Verpackung aufgenommen wird“, erklärt sie. „Wir bedauern, dass es in diesem Fall zu Abweichungen von der Gewichtsangabe gekommen ist.“ (at)