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Corona: Kanzleramtschef zieht über Corona-Leugner her! „Gesellschaftsschädigendes Verhalten!“

Nicht nur Corona: das waren die größten Epidemien der Menschheit
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Corona hat Deutschland und seine Nachbarn weiter fest im Griff. Immer mehr Kreise und Städte in Deutschland sind inzwischen zum Risikogebiet erklärt worden.

Die Sorge vor einem zweiten Lockdown wächst. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder warnt davor und hat Forderungen im Kampf gegen Corona.

Corona hat Deutschland weiter fest im Griff

In unserem News-Ticker zum Coronavirus halten wir dich auf dem Laufenden.

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Dienstag, 20. Oktober:

16.10 Uhr: Gericht kippt Beherbergungsverbot in Mecklenburg-Vorpommern

Auch in Mecklenburg-Vorpommern sind die Beherbergungsbeschränkungen für Urlaubsgäste aus Corona-Risikogebieten gerichtlich gekippt worden. Das Oberverwaltungsgericht in Greifswald gab am Dienstag den Eilanträgen von zwei Hotelbetrieben statt, die gegen die geforderten Corona-Negativtests geklagt hatten. Die Landesregierung habe keinen sachlichen Grund darlegen können, weshalb Urlaubsgäste aus Risikogebieten anders zu behandeln seien als etwa Schüler, Studenten oder Berufspendler, teilte das Gericht zur Begründung mit.

15.45 Uhr: Kanzleramtschef kritisiert Corona-Verstöße: „Kein Kavaliersdelikt“

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hat die Missachtung von Corona-Regeln scharf verurteilt. „Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern gesellschaftsschädigendes Verhalten“, sagte Braun im „Stern“. Und weiter: „Es ist ein schwerer Verstoß gegen den Gemeinsinn in unserem Land.“ Es gehe nun darum, über den bevorstehenden Winter zu kommen: „Da ist eine gesellschaftliche Rücksichtnahme der Jüngeren gegenüber den Älteren etwas, was man erwarten darf.“

12.06 Uhr: Europäische Todesopfer überschreiten Monster-Marke

Die Zahl der bislang registrierten Corona-Todesopfer in Europa hat die Marke von 250.000 überschritten. Insgesamt sind 250.039 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Das berichtet ntv.de. Die Plattform stützt sich dabei auf nationale Behördenangaben sowie Daten des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC).

Demnach verzeichnet Großbritannien mit 43.726 Verstorbenen die mit Abstand meisten Todesopfer in Europa – vor Italien, Spanien und Frankreich mit jeweils mehr als 30.000 Toten. Die Gesamtzahl der bisher registrierten Ansteckungen in Europa beläuft sich den Berechnungen zufolge auf mindestens 7.493.256.

08.09 Uhr: Nach Herbstferien! Lehrer fordern Rückkehr zu DIESEM Unterrichtsmodell

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hat Ländern und Kommunen einen widersprüchlichen Umgang mit den Corona-Regeln für Schulen vorgeworfen. Der Regelbetrieb laufe vielerorts weiter, obwohl in Städten und Regionen immer häufiger der kritische Wert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten werde, sagte Meidinger der „Rhein-Neckar-Zeitung“. „Bei diesem Wert müsste es eigentlich eine Rückkehr zum Wechselbetrieb mit halbierten Klassen geben.“ Er kenne aber kaum eine Kommune, die entsprechend handele.

„Es sorgt uns, dass diese Richtwerte für verschärfte Hygieneschutzmaßnahmen an Schulen komplett ignoriert werden, um Schulen auf Teufel komm raus offen zu halten.“

Ende vergangener Woche hatte die Kultusministerkonferenz trotz deutlich steigender Corona-Infektionszahlen nochmal bekräftigt, dass Schulen und Kitas möglichst lange offen bleiben sollen. Bei höheren Infektionszahlen könne es sinnvoll sein, die Maskenpflicht auch im Unterricht anzuordnen, hieß es.

Montag, 19. Oktober:

17.30 Uhr: Hessen verschärft Corona-Regeln

Angesichts steigender Infektionszahlen verschärft Hessen seine Regeln. Damit würden Beschlüsse zwischen Bund und Ländern umgesetzt, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Montag in Wiesbaden.

16.15 Uhr: Deutsche Corona-App funktioniert jetzt auch in Italien und Irland

Die deutsche Corona-Warn-App funktioniert jetzt auch in Italien und Irland. Laut EU-Kommission seien ab Montag die deutsche, die italienischen und die irische Corona-Warn-App miteinander verbunden worden. Weitere Länder sollen bald folgen.

15.30 Uhr: Südafrika stuft Deutschland als Hochrisikoland ein

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in Deutschland hat Südafrika am Montag auch die Bundesrepublik auf die Liste der Hochrisikoländer gesetzt. Die Regierung in Pretoria hat mitgeteilt, dass Touristen nicht nach Deutschland fliegen dürfen. Ausnahmen gibt es für Geschäftsreisende, Investoren oder Experten nach Antrag sowie für Deutsche mit Immobilien in der Bundesrepublik. Südafrika hatte den regulären internationalen Flugverkehr erst Anfang des Monats nach rund sechsmonatiger Sperre wieder für den Reiseverkehr aus dem Ausland geöffnet.

14.21 Uhr: Wales geht zwei Wochen in den Lockdown

Ab dem 23. Oktober werden die Menschen in Wales erneut in den Lockdown gehen müssen. Zweieinhalb Wochen sollen die strengen Maßnahmen andauern und vorerst bis zum 9. November gelten. Das teilte der walisische Regierungschef Mark Drakeford am Montag mit. Handle seine Regierung nicht sofort, werde der Gesundheitsdienst mit den Auswirkungen nicht mehr zurechtkommen, warnte er und begründete so die Entscheidung. Ohne „Brandsperre“ breche Gesundheitssystem zusammen. Pubs, Restaurants und nicht lebensnotwendige Geschäfte werden geschlossen, Menschen müssen zuhause bleiben.

Wales ist ein Landesteil des Vereinigten Königreichs. Großbritannien gehört zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Europas. Mit fast 47.000 Corona-Toten weist es die höchste Opferzahl des Kontinents auf.

12.16 Uhr: Söder zeigt sich in großer Sorge

Markus Söder zeigt sich in der Pressekonferenz am Mittag nach der Coronasitzung der CSU besorgt.

Zudem kündigte er für den Landkreis Berchtesgaden in Oberbayern ein umfassendes Maßnahmenpaket an, das einem Lockdown entspricht. Die Zahlen dort seien „einfach zu hoch“. Nach einer Party gibt es in Berchtesgaden einen Inuidenzwert von 250.

Es gehe nicht darum, dem Staat zu folgen, sondern „ausschließlich um Solidarität“, sagte der bayerische Ministerpräsident weiter. „Wir brauchen Solidarität unter den Generationen und Solidarität in der Gesellschaft. Es geht darum, die besonders Schwachen und die besonders Gefährdeten zu schützen.“

11.51 Uhr: Experte mit düsterer Prognose

Ein Viren-Forscher von der Universität von Minnesota schockiert mit einer düsteren Prognose. Das Schlimmste komme noch, sagte er. Hier mehr dazu>>>

11.51 Uhr: Österreich verschärft Corona-Maßnahmen

Österreich verschärft die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Dazu gehörten Obergrenzen von sechs Personen bei privaten Zusammenkünften in Gebäuden und von zwölf Menschen im Freien, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Montag in Wien. Betroffen seien davon auch Yoga- und Tanzkurse, Geburtstagsfeiern, Hochzeiten und Vereinstreffen.

Außerdem sei künftig bei Kultur- und Sportveranstaltungen wie Bundesliga-Spielen und Opern ständig ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Bei behördlich genehmigten Veranstaltungen betrage das Besucherlimit 1000 in Gebäuden und 1500 im Freien, sagte Kurz.

Der Regierungschef appellierte an die Österreicher, sich an die Maßnahmen, die ab Freitag gelten, zu halten. „Die nächsten Monate, die werden ein rot-weiß-roter Kraftakt werden“, sagte Kurz. Es gelte, einen zweiten Lockdown zu verhindern.

In Österreich steigt die Anzahl der Neuinfektionen wie praktisch überall in Europa. Wenn es nicht gelinge, den Trend zu stoppen, seien im Dezember 6000 neue Fälle pro Tag zu befürchten, sagte Kurz. Bezogen auf die Einwohnerzahl entspräche das in Deutschland einem Wert vom rund 55 000.

10.44 Uhr: Bundestagsvize Kubicki läuft nach Video-Appell von Kanzlerin Sturm

Kanzlerin Angela Merkel hat die Bürger in Deutschland in einem Video-Appell dazu aufgerufen, freiwillig zu Hause zu bleiben. Nun schießt Bundestagsvize Wolfgang Kubicki gegen die Kanzlerin. Er findet den Appell übertrieben. Hier mehr dazu>>>

10.07 Uhr: Söder warnt vor erneutem Lockdown

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich vor einer Corona-Sitzung der CSU am Montagvormittag an die Presse gewandt. Dabei warnte er vor einem erneuten Lockdown in Deutschland. Er sagte, keiner wolle einen zweiten Lockdown. „Doch ich sage Ihnen ganz offen: Wir nähern uns dieser Situation mit großen Schritten in ganz Deutschland.“ Im Gegensatz zur ersten Welle sei dieses Mal nicht nur vor allem Bayern, sondern die ganze Bundesrepublik betroffen. „Die zweite Welle wird wesentlich schwieriger zu lösen als die erste Welle“, so Söder weiter. Zwar wisse man, was man tun könne, doch die Bevölkerung müsse „besser und stärker“ mitgenommen werden.

Der Ministerpräsident fordert mehr Einheitlichkeit in Deutschland und klare, eindeutige Regelungen. „Das Wichtigste wäre - und das fordern wir für das ganze Land - eine allgemeine Maskenpflicht einzuführen.“ Die Maske sei ein kleines Mittel mit großer Wirkung. „Die Maske ist DAS Präventionsmittel schlechthin.“ Nur durch eine allgemeine Maskenpflicht könne mehr Normalität ermöglicht werden.

Nach der CSU-Coronasitzung will Markus Söder am Montagmittag erneut vor die Presse treten.

08.00 Uhr: 4325 neue Fälle

Am Montagmorgen meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) 4325 neue Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland. Der Wert ist vergleichsweise niedrig, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln. Gemessen an den 2467 gemeldeten Infektionen vom Montag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht. Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 366 299 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 19.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9789. Das waren zwölf mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 294 800 Genesene.

Sonntag, 18. Oktober:

22.43 Uhr: Krankschreibung per Telefon ab Montag wieder möglich

Wegen der verschärften Corona-Lage sind von Montag an wieder bundesweit telefonische Krankschreibungen bei Erkältungsbeschwerden möglich. Die Regelung gilt vorerst bis zum Jahresende - das hatte der Gemeinsame Bundesausschuss im Gesundheitswesen am Donnerstag beschlossen. Patienten mit leichten Atemwegserkrankungen müssen somit nicht in eine Praxis gehen, nur um eine Krankschreibung zu bekommen. Stattdessen können Ärzte die Arbeitsunfähigkeit per telefonischer Befragung feststellen. So sollen volle Wartezimmer und Ansteckungsrisiken vermieden werden.

Die entsprechenden Krankschreibungen gibt es jeweils für sieben Tage. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden.

18.54 Uhr: Julia Klöckner meldet sich zu Wort: „Wer hortet, handelt nicht nur unlogisch, sondern auch unsolidarisch“

Es wird wieder gehamstert - Klopapier ist in vielen Supermärkten bereits Mangelware. Jetzt meldet sich die Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner zu Wort: „Für Hamsterkäufe gibt es keinen Grund“, sagte sie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Die Lieferketten funktionieren – das gilt nach wie vor.“ Die Lebensmittelversorgung sei zu keiner Zeit der Pandemie gefährdet gewesen. „Wer hortet, handelt nicht nur unlogisch, sondern auch unsolidarisch. Und am Ende landet vieles in der Tonne.“

13.39 Uhr: Polizei München löst Partys auf

Die Münchner Polizei hat am Wochenende wegen Verstößen gegen die neuen Corona-Regeln mehrere Partys aufgelöst. Darunter waren größere Feiern mit um die 50 Teilnehmern, aber auch eine Party mit acht Teilnehmern, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. In allen Fällen mussten die Partygäste die Feiern verlassen, außerdem erhielten sie Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz.

13.24 Uhr: Ausgangssperre für 20 Millionen Franzosen

Geschlossene Bars und Restaurants, menschenleere Straßen und ein neuer Höchststand von über 32.000 Corona-Neuinfektionen: Angesichts der alarmierenden Corona-Zahlen gilt seit Samstag in Paris und vielen weiteren französischen Großstädten ab 21.00 Uhr eine nächtliche Ausgangssperre - an die sich die Einwohner am ersten Abend auch penibel hielten. In den Stunden davor aber waren die Bars und Restaurants vollbesetzt.

Die Ausgangssperre in der Nacht gilt für 20 Millionen Menschen in Frankreich.

10.32 Uhr: Umfrage zeigt: Das ist die Meinung der Deutschen zur Corona-Politik

Eine große Mehrheit der Bundesbürger ist laut einer Umfrage weiterhin mit dem Corona-Management der Bundesregierung zufrieden. 68 Prozent bewerten das Agieren als eher gut, nur 27 Prozent als eher schlecht, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar für die „Bild am Sonntag“ ergab. Vier Prozent gaben an, keine Meinung zu haben.

Damit blieben die Werte im Vergleich zum Lockdown im März nahezu unverändert - auch damals nannten 68 Prozent das Corona-Management eher gut, 26 Prozent fanden es eher schlecht.

Eine sehr deutliche Zustimmung findet die auf stark besuchte öffentliche Orte in Risikogebieten ausgeweitete Maskenpflicht. Dies halten 89 Prozent für richtig. Die Beschränkung für private Feiern auf zehn Teilnehmer aus maximal zwei unterschiedlichen Haushalten finden 74 Prozent richtig und 22 Prozent falsch. Eine Sperrstunde in der Gastronomie und ein generelles Ausgabeverbot von Alkohol ab 23 Uhr in Risikogebieten befürworteten 70 Prozent für Corona-Hotspots.

Kantar befragte am Donnerstag insgesamt 500 Menschen für die Umfrage.

07.40 Uhr: 5587 Neuinfektionen am Sonntagmorgen in Deutschland

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter in Deutschland vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert am frühen Sonntagmorgen mit 5587 an. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. Im Vergleich zu den 3483 Infektionen am Sonntag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht.

Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht.

Samstag, 17. Oktober:

22.33 Uhr: Hotel in Timmendorfer Strand geräumt

Corona-Drama an der Ostsee! Drei Mitarbeiter des „Grand Hotel Seeschlösschen“ in Timmendorfer Strand sind am Freitag und Samstag positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Besonders fatal: Die infizierten Personen haben in unterschiedlichen Bereichen des Ostsee-Hotels gearbeitet, weshalb eine Ausbreitung unter der gesamten Belegschaft nicht auszuschließen ist. Der Kreis Ostholstein hat daher die vorübergehende Schließung des Hotels angeordnet. Mit Folgen für die 200 Gäste. Hier erfährst du bei MOIN.de mehr dazu.

20.58 Uhr: Coronazahlen in Nachbarländern schnellen in die Höhe

Frankreich, Österreich, Tschechien - überall in Europa schießen die Corona-Zahlen derzeit in die Höhe. 11.100 neuen Fällen innerhalb von 24 Stunden - 1.400 mehr als am Vortag verzeichnet Tschechien, dass zuletzt allerdings auch mehr testete.

Die italienischen Behörden haben mit 10.925 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden ebenfalls einen neuen Höchststand verzeichnet. Das gleiche in Österreich: hier wurde erneut eine Rekordzahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden am Samstag 1747 neue Fälle binnen 24 Stunden registriert. Der bisher höchste Tageswert war am Donnerstag mit 1552 Fällen gemeldet worden.

In Frankreich gab es Samstag 32.427 neue Fälle gegeben, gab das Gesundheitsministerium bekannt. Rekord! Insgesamt zählt das Land seit Beginn der Pandemie 867.197 Infektionen. Die Zahl der Toten stieg am Samstag um 90 auf 33.392.

Slowenien gibt gar wegen Überlastung die Corona-Kontaktnachverfolgung auf. Die Gesundheitsbehörden des Landes seien nicht mehr in der Lage, allen Kontakten von Infizierten nachzugehen, teilte das Institut für öffentliche Gesundheit mit. In einer Erklärung wurden die betroffenen Bürger aufgefordert, ihre Kontakte selbst zu informieren. Das Zwei-Millionen-Einwohnerland zählte in den vergangenen 24 Stunden 900 neue Infektionsfälle.

17.14 Uhr: Erster Steinmeier-Test negativ

Der erste Corona-Test von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist negativ ausgefallen. Steinmeier befindet sich in Quarantäne, nachdem ein Personenschützer positiv getestet wurde.

14.54 Uhr: Höchste Corona-Alarmstufe in Baden-Württemberg ausgerufen

Wegen des starken Anstiegs der Infektionszahlen ruft die Landesregierung von Baden-Württemberg die höchste Corona-Alarmstufe aus. Weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wie eine verschärfte Maskenpflicht in der Öffentlichkeit und weitere Kontaktbeschränkungen sollen von Montag an gelten, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Samstag nach einer außerordentlichen Kabinettssitzung mitteilte.

14.44 Uhr: Bundespräsident Steinmeier in Quarantäne

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich am Samstag in Quarantäne begeben. Wie eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes in Berlin mitteilte, ist ein Personenschützer des Staatsoberhauptes positiv auf das Coronavirus getestet worden.

13.29 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern lockert Bestimmungen zum Beherbergungsverbot

Mecklenburg-Vorpommern gibt seinen harten Kurs beim Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Risikogebieten auf. Nach wochenlangem Streit und wenige Tage vor einem dazu erwarteten Gerichtsurteil einigten sich Landesregierung und Tourismusbranche am Samstag darauf, dass für Urlaub im Nordosten von Mittwoch an ein aktueller negativer Corona-Test ausreicht. Die bislang geforderte mehrtägige Quarantäne und ein folgender zweiter Test entfallen somit.

10.54 Uhr: Merkel mit dringendem Appell

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts weiter steigender Infektionszahlen in Deutschland an die Bürger appelliert, zur Eindämmung der Corona-Pandemie beizutragen. „Wir müssen jetzt alles tun, damit das Virus sich nicht unkontrolliert ausbreitet. Dabei zählt jetzt jeder Tag“, sagte die CDU-Politikerin in ihrem am Samstag veröffentlichten wöchentlichen Podcast. „Ich bitte Sie: Verzichten Sie auf jede Reise, die nicht wirklich zwingend notwendig ist, auf jede Feier, die nicht wirklich zwingend notwendig ist. Bitte bleiben Sie, wenn immer möglich, zu Hause, an Ihrem Wohnort.“

Deutschland befinde sich in einer „sehr ernsten Phase“ der Pandemie, sagte Merkel. „Tag für Tag steigt die Zahl der Neuinfektionen sprunghaft.“ Die Pandemie breite sich wieder rapide aus, schneller noch als zu Beginn vor mehr als einem halben Jahr. „Der vergleichsweise entspannte Sommer ist vorbei, jetzt stehen uns schwierige Monate bevor. Wie der Winter wird, wie unser Weihnachten wird, das entscheidet sich in diesen kommenden Tagen und Wochen. Das entscheiden wir alle durch unser Handeln.“

9.03 Uhr: Dritter Rekord in Folge - Neuer Höchststand an Neuinfizierten in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben 7830 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet, mehr als je zuvor seit Beginn der Pandemie. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen hervor. Am Vortag war mit 7334 neuen Fällen der bis dato höchste Wert registriert worden. In der vergangenen Woche meldete das RKI am Samstag 4721 Neuinfektionen.

7.34 Uhr: Neue Reisewarnungen in Europa

Wegen der sprunghaft steigenden Corona-Infektionszahlen in Europa gelten seit Samstag um Mitternacht Reisewarnungen für weitere Regionen in 15 EU-Ländern. Die Niederlande, das französische Festland, Malta und die Slowakei sind nun ganz Corona-Risikogebiete, für die das Auswärtige Amt vor touristischen Reisen warnt. Erstmals stehen mit Kampanien und Ligurien beliebte Touristenregionen in Italien sowie fünf Gebiete in Polen einschließlich der Metropolen Danzig und Krakau auf der Risikoliste. Hinzu kommen acht Kantone der Schweiz, darunter der an Deutschland grenzende Kanton Zürich, erstmals Gebiete in Schweden und Finnland sowie weitere Regionen in Großbritannien, Irland, Kroatien, Portugal, Slowenien und Ungarn.

7.05 Uhr: Lage in Europa verschärft sich - große Sorgen

Die Sorge über die dramatisch steigenden Corona-Infektionszahlen treibt die EU-Staaten zu einer engeren Zusammenarbeit bei der Pandemiebekämpfung. Die Staats- und Regierungschefs verständigten sich beim EU-Gipfel in Brüssel darauf, sich um eine bessere grenzüberschreitende Ermittlung von Kontaktpersonen zu bemühen. Auch könnte es bald Absprachen zu Teststrategien und zur vorübergehenden Beschränkung nicht unbedingt notwendiger Reisen aus Drittstaaten in die EU geben.

„Wir waren uns einig, dass wir die Zahl der Erkrankten reduzieren müssen. Das bedeutet eben auch, dass wir Kontakte reduzieren müssen, damit wir diese Kontakte noch nachverfolgen können“, erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Die Frage, wie man aus dieser Pandemie herauskomme, entscheide über die Gesundheit von ganz vielen Menschen und über die Frage, wie viele Menschen sterben müssen.

Auch EU-Ratspräsident Charles Michel betonte, man nehme die Lage „extrem ernst“. Deswegen sei auch beschlossen worden, die Koordinierung auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs zu verstärken. Nach Angaben von Merkel soll es dazu regelmäßig Konsultationen auch per Videokonferenz geben - je nach Lage sogar im Wochentakt.

Freitag, 16. Oktober:

20.10 Uhr: Niederländischer König - trotz Corona-Krise im Urlaub

Der niederländische König Willem-Alexander hat mit einer Urlaubsreise nach Griechenland trotz verschärfter Corona-Maßnahmen in seiner Heimat für Unmut gesorgt. Abgeordnete forderten am Freitag Ministerpräsident Mark Rutte auf, zur Flugreise des Königs und seiner Familie zu deren Ferienhaus auf dem Peloponnes Stellung zu nehmen. Die Halbinsel gilt bislang nicht als Gebiet mit erhöhtem Corona-Risiko. Die Reise des Königs am Freitag war durch Reporter bekanntgemacht worden.

„Wenn der König jetzt Urlaub macht, ist das wirklich das falsche Signal“, sagte der Fraktionsvorsitzende der oppositionellen Partei Grün-Links, Jesse Klaver, nach Angaben der niederländischen Nachrichtenagentur ANP. Joost Sneller von der Regierungspartei D66 nannte die Reise „unvernünftig und unbegreiflich“. Angesichts seiner Vorbildfunktion als Staatsoberhaupt hätte der 53-Jährige dem Aufruf der Regierung Folge leisten sollen, so viel wie möglich „in der eigenen Umgebung“ zu bleiben.

16.32 Uhr: Corona-Warn-App erhält neue Funktion

Die Corona-Warn-App des Bundes wird am kommenden Montag um zwei Funktionen erweitert. Zum einen können Positiv-Getestete freiwillig in einer Art Tagebuch Krankheitssymptome eintragen, um die Warnung von Kontakte noch präziser umsetzen zu können. Außerdem wird die App über die Grenzen Deutschlands hinaus in etlichen europäischen Ländern funktionieren. Über das baldige Update mit der Symptomtagebuch-Funktion hatte zuerst der „Spiegel“ berichtet.

15.52 Uhr: Stadt Wiesbaden schließt Bordell

Wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung hat die Stadt Wiesbaden ein Bordell geschlossen. Bei einer Kontrolle am Donnerstagabend habe das Ordnungsamt trotz des geltenden Prostitutionsverbots unter anderem sieben Prostituierte und zwei Freier angetroffen, teilte die Verwaltung am Freitag mit. Fast alle Frauen hätten zudem erforderliche Bescheinigungen wie etwa Gesundheitsatteste nicht vorlegen können.

15.02 Uhr: Polizei löst Feier in Shisha-Bar in Osnabrück auf

Wegen zahlreicher Verstöße gegen Corona-Auflagen hat die Polizei eine nächtliche Feier in einer Shisha-Bar in Osnabrück aufgelöst. Es sei zu lauter Musik getanzt worden, die Gäste hätten weder den Mindestabstand eingehalten noch Mund-Nasen-Bedeckungen getragen, teilte die Polizei am Freitag mit. Auch beim Personal wurden Verstöße gegen die Maskenpflicht festgestellt. Der Betreiber konnte kein Hygienekonzept vorlegen, die Besucherliste enthielt keine aktuellen Gästedaten.

Die Beamten stellten die Personalien der Anwesenden fest und beschlagnahmten die Abendkasse mit etwa 2300 Euro. Es gehe um eine „präventive Gewinnabschöpfung“, sagte eine Sprecherin. Über die Höhe eines Bußgeldes müsse die Stadt entscheiden. Zur genauen Zahl der Gäste gab es keine Angaben.

14.55 Uhr: Gericht lehnt Eilantrag gegen Beherbergungsverbot in Hamburg ab

Das Verwaltungsgericht Hamburg hat am Freitag einen Eilantrag gegen das sogenannte Beherbergungsverbot in dem Bundesland abgelehnt. Den Antrag hatte nach Angaben des Gerichts ein Ehepaar aus Köln (Nordrhein-Westfalen) gestellt, das am Freitag anreisen wollte. Er sei am Nachmittag vor der geplanten Reise vor Gericht gebracht worden. Aus Sicht des Gerichts hätte es nahe gelegen, „den Eilantrag zu einem früheren Zeitpunkt bei dem Gericht anhängig zu machen“. Darin würden „komplexe, verfassungsrechtlich relevante Fragestellungen aufgeworfen“, hieß es (Az. 6 E 4297/20).

14.23 Uhr: Sperrstunde in Hamburg

Wegen der steigenden Corona-Zahlen müssen in Hamburg von Samstag an alle Gaststätten um 23.00 Uhr schließen. Die Sperrstunde gelte bis 5.00 Uhr morgens, teilte der Senat am Freitag mit. In diesem Zeitraum gelte zugleich ein allgemeines Verbot des Verkaufs und der Abgabe von alkoholischen Getränken.

Auch bei privaten Feiern wird weiter eingeschränkt. Innerhalb der eigenen Wohnung seien von Samstag an nur noch maximal 15 Personen erlaubt, teilte der Senat am Freitag mit. Bislang lag die Zahl bei 25.

12.56 Uhr: Jens Spahn und Franziska Giffey ziehen eine Kita-Bilanz

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zieht in einer Pressekonferenz mit Familienministerin Franziska Giffey am Freitagmittag Bilanz zur Situation in den Kitas. Und diese sei unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln sehr gut. Die Zahl der Neuinfizierten sei bei Kindern im Alter von 0 bis 5 Jahren eine „unterdurchschnittliche Zahl“. Lediglich drei Prozent würden sich dort anstecken. Er appelliert noch einmal daran, dass Ansteckungsherde eher bei privaten Feiern zu suchen seien.

„Kitas selbst sind keine Infektionsherde und Kinder sind nicht die Infektionstreiber“, sagte Giffey. Vorbeugende flächendeckende Schließungen seien derzeit nicht angezeigt, der Regelbetrieb müsse aufrechterhalten werden und Kita- und Schulschließungen dürften nur das allerletzte Mittel sein.

Die Ministerin bezog sich dabei auf Erkenntnisse aus der laufenden „Corona-Kita-Studie“ des Robert Koch-Instituts und des Deutschen Jugendinstituts. Darin wird seit Mai anhand von Gesundheitsdaten und Befragungen von Einrichtungen untersucht, was die Pandemie für Kitas und die Tagespflege,

Außerdem würden eher Eltern das Virus in die Kitas tragen als die Kinder. Auch sei es beobachtet worden, dass Kinder das Coronavirus nicht im großen Maße in die Familien tragen würden.

Im Winter soll sichergestellt werden, dass die Schulen und Kitas geöffnet bleiben, auch um die Eltern zu entlasten. Der Regelbetrieb soll nach den Herbstferien weitergehen.

12.07 Uhr: Wieder mehr Corona-Ausbrüche in Altenheimen

In Deutschland werden laut Robert Koch-Institut (RKI) wieder vermehrt Corona-Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen gemeldet. „Da sich wieder vermehrt ältere Menschen anstecken, nimmt die Anzahl der schweren Fälle und Todesfälle zu“, schreibt das RKI in seinem Lagebericht von Donnerstagabend. Im Frühjahr gab es mehrere große Corona-Ausbrüche in Altenheimen.

11.36 Uhr: Maskenpflicht an Schulen in Baden-Württemberg ab Inzidenzwert von 35

Angesichts stark steigender Infektionszahlen in Baden-Württemberg wird die Maskenpflicht dort an weiterführenden Schulen ab kommender Woche auch auf den Unterricht ausgeweitet. „Die Erweiterung der Maskenpflicht ab Klasse 5 auf den Unterricht gilt ab einer landesweiten 7-Tages-Inzidenz von über 35“, teilte eine Sprecherin des Kultusministeriums am Freitag mit. „Wir werden heute die Schulen darüber informieren, dass dies dann ab kommenden Montag zu beachten ist.“

11.25 Uhr: Gericht kippt Sperrstunde in Berlin

Das Berliner Verwaltungsgericht hat die vom Senat beschlossene Sperrstunde in der Hauptstadt gekippt. Das sagte ein Gerichtssprecher am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Mehrere Gastronomen hatten Eilanträge gegen die Verordnung eingereicht.

Insgesamt hatten sich nach Angaben von Rechtsanwalt Niko Härting rund ein Dutzend Berliner Bars und Clubs gegen die Sperrstunde gewandt. Sie kritisierten die Sperrstunde als unverhältnismäßig.

Aus ihrer Sicht gibt es keine überzeugende Begründung für die Schließung der Gaststätten um 23.00 Uhr. Mit einer Sperrstunde für die Gastronomie werde erreicht, dass sich junge Menschen dann an anderen Orten träfen, für die keine Hygienekonzepte gelten, so die Argumentation.

Der Senat hatte am Dienstag vor dem Hintergrund der deutlich gestiegenen Infektionszahlen beschlossen, dass Restaurants, Bars, Kneipen und die meisten Geschäfte künftig zwischen 23.00 und 6.00 Uhr geschlossen sein müssen. Die neue Regelung war ab vergangenem Wochenende in Kraft getreten.

11.18 Uhr: In Bayern gibt es ab Samstag kein Beherbergungsverbot mehr

Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots läuft in Bayern an diesem Freitag aus. Die Staatsregierung verzichte auf eine Verlängerung der Vorschrift, „wir belassen es dabei“, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München.

10.47 Uhr: Ernüchternde Erkenntnis - Corona-Medikamente nutzen nicht viel

Mehrere in weltweiten Testreihen überprüfte, potenzielle Corona-Medikamente haben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wenig oder keinen Nutzen gezeigt. Darunter ist auch ein Mittel, das US-Präsident Donald Trump nach seiner Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 erhielt: Remdesivir. Das Arzneimittel ist auch in Europa zur Therapie von Covid-19 zugelassen.

Zwischenergebnisse legten nahe, dass die getesteten Medikamente wenig oder gar keinen Effekt hatten, teilte die WHO am Freitag mit. Geprüft wurden unter anderem, welchen Einfluss sie auf die Sterblichkeit, den Zeitpunkt für den Einsatz von Beatmungsgeräten und die Länge des Krankenhausaufenthalts hatten.

Im Rahmen der von der WHO koordinierten Solidaritätsstudie mit Tausenden Patienten in fast 500 Kliniken in mehr als 30 Ländern waren Remdesivir, Chloroquin/Hydroxychloroquin, Lopinavir/Ritonavir und Interferon-Regime geprüft worden. Die Medikamente waren ursprünglich für andere Krankheiten entwickelt worden.

Die Ergebnisse seien noch nicht veröffentlicht, betonte die WHO, sondern müssten noch von Experten geprüft werden. Ein Manuskript wurde aber auf dem Server medRxiv der amerikanischen Yale-Universität hochgeladen.

9.45 Uhr: Unterricht in Coronakrise - Relativ wenige Corona-Infektionen vor den Herbstferien

Bisher hat es laut einem Medienbericht nur relativ wenige Corona-Infektionen und Quarantäne-Maßnahmen an deutschen Schulen gegeben. Bis zum Start der Herbstferien hätten durchschnittlich 98 Prozent aller Schülerinnen und Schüler an Präsenzunterricht teilnehmen können, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag) nach einer Umfrage bei den Kultusministerien der Länder.

Demnach waren in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Bayern rund 0,04 Prozent der Schüler mit dem Coronavirus infiziert. In Berlin waren es 0,07 Prozent. Es gab zudem nur relativ wenige Quarantäne-Maßnahmen. So waren zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen am Stichtag 7. Oktober 98,1 Prozent der Schüler nicht von Quarantäne betroffen. In Bayern befand sich am 15. Oktober rund 1 Prozent der Schüler in Quarantäne.

„Wir haben die Beobachtung gemacht, dass es kein verstärktes oder im Vergleich zur übrigen Gesellschaft erhöhtes Infektionsgeschehen an Schulen oder Kitas gibt“, sagte die saarländische Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) dem RND. „Infektionen finden ganz überwiegend außerhalb der Schulen und Kitas statt und werden von außen hereingetragen.“

08.50 Uhr: Kanzleramtschef Braun deutlich: „Beginn einer wirklich großen zweiten Welle“

Kanzleramtschef Helge Braun warnte im Interview mit „ntv“ noch einmal deutlich. Man stehe am „Beginn einer wirklich großen zweiten Welle.“ Es gehe nun darum, die persönlichen Freizeit-Kontakte massiv einzuschränken. Es sei lediglich ein kleiner Teil, der massiv zum Infektionsgeschehen beitrage. Zum Thema Lockdown sagte Braun, einen weiteren Lockdown „brauchen wir meines Erachtens nicht.“

Mit Blick auf die Supermärkte und die ersten Hamsterkäufte sagte Braun: „Hamstern ist wirklich nicht erforderlich. Die Versorgung im Einzelhandel ist gewährleistet.“

08.30 Uhr: Auch Saarland zieht Beherbergungsverbot zurück

Inzwischen fällt das Beherbergungsverbot in immer mehr Bundesländern. In Niedersachsen und Badem-Württemberg hatten Gerichte die Regelung gekippt. Auch Sachsen war zurückgerudert, auch das Saarland will es nun nicht mehr Ablehnen. NRW, Thüringen, Berlin und Bremen hatten das Beherbergungsverbot von vornherein abgelehnt. In Rheinland-Pfalz gibt es ebenfalls kein Beherbergungsverbot.

08.20 Uhr: Klage gegen Beherbergungsverbot in Schleswig-Holstein abgelehnt

Am Donnerstag hatten Gerichte ein Niedersachsen und Badem-Württemberg das umstrittene Beherbergungsverbot gekippt. Anders nun in Schleswig-Holstein. Hier hatte eine Familie aus dem Kreis Recklinghausen (NRW) geklagt, die auf Sylt Urlaub machen wollte. Die Richter argumentierten die Ablehnung des Eilantrags damit, dass Menschen aus inländischen Risikogebieten zu touristischen Zwecken unkontrolliert nach Schleswig-Holstein kommen könnten.

06.15 Uhr: Erneut neuer Höchstwert an Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Freitagmorgen wieder einen neuen Höchstwert an Neuinfektionen mit dem Coronavirus. 7334 Menschen haben sich mit dem Virus infiziert, am Vortag lag die Zahl bei 6638, der bis dato höchste Wert seit Beginn der Pandemie in Deutschland.

Alles, was du zu den neuen Regeln nach dem historischen Krisengipfel mit Kanzlerin Merkel wissen musst, kannst du hier nachlesen>>>

(DER WESTEN mit dpa und AFP)