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Joe Biden und Demenz-Gerüchte: Er verwechselte Enkelin mit seinem toten Sohn

Joe Biden privat: Ehefrau, Kinder, Schicksalsschläge

Er will Amtsinhaber Donald Trump als US-Präsident beereben: Joe Biden. Wir stellen den ehemaligen Vizepräsidenten vor.

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Joe Biden wird möglicherweise der neue US-Präsident. Doch es halten sich Gerüchte um seine geistige Fitness. Ist der Demokrat mit 77 Jahren noch fit genug für das Amt? Es gibt auch Gerüchte, dass Joe Biden an Demenz erkrankt sein könnte.

Das Trump-Lager stellte Biden im Wahlkampf als senilen und dementen Kandidaten dar. Donald Trump selbst verspottet Joe Biden als „Sleepy Joe“. Immer wieder leistet sich Biden Aussetzer und Patzer.

Aber: Es gibt keine Belege dafür, dass Biden nicht mehr ganz auf der Höhe ist. Im Wahlkampf versuchte Biden der Kritik an seinen Patzern durch Ironie entgegenzuwirken. Er sei eine „Fettnäpfchen-Maschine“, sagte er über sich selbst. ZDF-Korrespondent urteilte im Interview mit uns: „Er weiß sehr gut, dass er der älteste Präsident wäre, der jemals in diesem Land vereidigt worden ist. Deswegen macht er daraus keinen Hehl.“ Doch Biden habe im Wahlkampf viele überrascht. In einigen Auftritten sei er „sehr energisch“, gewesen. „Er kommt nicht so schläfrig rüber, wie manche immer behaupten, sondern eher sachlich, auf die Themen konzentriert.“

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Joe Biden: Demenz-Gerüchte! Enkelin mit seinem toten Sohn verwechselt

Am Wahltag (3. November) hat sich Joe Biden einen neuen Patzer erlaubt. Als sich der 77-Jährige an seine Anhänger richtete, verwechselte er seine Enkelin Natalie (16) mit seinem verstorbenen Sohn! Er sagte: „Das ist mein Sohn Beau, den viele von Ihnen bei der Wahl in den Senat in Delaware unterstützt haben.“

Biden verwechselte nicht nur seine Angehörigen, sondern irrte auch noch in einem weiteren Punkt. Sein Sohn kandidierte nie als Senator, sondern als Staatsanwalt in Delaware. Biden bemerkte seinen Fehler und stammelte: „Das ist meine Enkelin Natalie. Oh nein, wartet, das ist die falsche.“ Zuvor hatte Biden das Grab seines 2015 an einem Hirntumor verstorbenen Sohnes besucht.

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Aussetzer im Oktober

Ein neuer Aussetzer von Joe Biden befeuerte die Diskussion um seine geistige Fitness im Oktober.

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In einem Interview im Rahmen des digitalen „I will vote“-Konzerts der Biden-Kampagne verwechselte Joe Biden offenbar die Namen des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump mit dem Namen des ehemaligen Ex-Präsidenten George W. Bush, einem anderen Republikaner im Weißen Haus.

Biden kam offenbar nicht auf den richtigen Vornamen: „Wie wird sich unser Land verändern? Vier weitere Jahre mit George … äh, George … sollte Trump wiedergewählt werden, werden wir uns in einer komplett anderen Welt wiederfinden.“

Eine Steilvorlage für Donald Trump. Er twitterte: „Joe Biden hat mich gestern George genannt. Er konnte sich nicht an meinen Namen erinnern". Nur durch die Hilfe des Moderators habe er das Interview durchgestanden, behauptete Trump. Dann attackierte er seinen Lieblingsgegner: Das „Fake-News-Kartell“, gemeint sind wohl die großen Medien in den USA, wolle den Ausrutscher angeblich vertuschen.

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Joe Biden: Ausgerechnet Obamas Leibarzt heizte Demenz-Gerücht neu an

Mitte Oktober: Konteradmiral Ronny Jackson (53) war im Weißen Haus Leibarzt von Barack Obama und später auch von Donald Trump. Nun äußerte er öffentlich erhebliche Zweifel am mentalen Gesundheitszustand von Kandidat Joe Biden. Jackson sagte Reportern, dass Biden dem Job „nicht gewachsen“ sei. Er habe Biden im Wahlkampf beobachtet und sei „besorgt, dass er nicht über die geistigen und kognitiven Fähigkeiten“ verfüge, um als Oberbefehlshaber zu fungieren. Biden wirke oft gedankenverloren.

In diesem Zusammenhang verwies Jackson auch den jüngsten Patzer von Biden, als er nicht auf Mitt Romneys Namen kam und ihn stattdessen als „Mormonen“ bezeichnete (siehe unten). Der Mediziner sagte weiter, dass er über eine mögliche Demenz keine Ferndiagnose abgeben wolle, er könne aber sagen, "dass etwas nicht stimmt“.

Allerdings ist der Arzt alles andere als unparteiisch. Die Telefonkonferenz mit Journalisten wurden von Trumps Kamagne organisiert. Donald Trump wollte ihm zudem 2018 die Leitung des Ministeriums für Veteranenangelegenheiten übertragen, doch seine Nominierung scheiterte, als Fehlverhalten von Jackson ans Tageslicht kam. Jetzt kandidiert Ronny Jackson als republikanischer Kandidat um einen Sitz im Repräsentantenhaus in Texas.

Auch wenn Jackson in der Pressekonferenz betonte, sich als Bürger und nicht als Kandidat Sorgen zu machen, erscheint es doch als mögliches Wahlkampfmanöver der Republikaner, um Biden zu diskreditieren.

Zwei neue Patzer im US-Wahlkampf

Es waren nicht die einzigen Vorkommnisse. Immer wieder leistet sich Joe Biden verbale Aussetzer und Versprecher oder verwechselt öfter Dinge. Das ist ihm nun wieder zweimal passiert. Videos der beiden Patzer gehen im Netz viral.

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Mehr über Präsidentschaftskandidat Joe Biden:

  • Biden war von 2009 bis 2017 Vizepräsident unter Barack Obama.
  • Zuvor war der Demokrat von 1973 bis 2009 Senator für den US-Bundesstaat Delaware.
  • Seine erste Frau Neilia und seine Tochter Naomi bei einem Verkehrsunfall ums Leben.
  • In zweiter Ehe heiratete er 1977 Jill Tracy Jacobs, mit der er eine Tochter hat.
  • Sein ältester Sohn Beau starb 2015 an einem Gehirntumor.

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Auf einer Wahlkampfveranstaltung (Oktober) in Ohio sagte Biden: „Deshalb müssen wir uns zusammenschließen. Darum kandidiere ich. Ich kandidiere als stolzer Demokrat für den Senat.“

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Joe Biden war Senator von 1973 bis 2009, bis er Vizepräsident wurde. Sicherlich hat er in all den Jahren häufiger diesen Satz gesagt, aber im Jahr 2020 kandidiert er nicht erneut für den Senat, sondern eben als US-Präsident. Ein peinlicher Versprecher, der auf Twitter von Tausenden geteilt wurde.

Dieser Patzer ist kein Einzelfall: Bereits im Februar in South Carolina sagte er in einer Rede, dass er für den Senat kandidiere und kündigte kurz darauf den Kandidaten für den Senat, Jaime Harrison. als „nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten an.“ Auch Videos von diesen beiden Versprechern finden sich vielfach im Netz.

Joe Biden stammelt und hat Namen vergessen: „Der Mormone, der Gouveneur.“

Doch Joe Biden leistete sich noch einen weiteren Patzer am Montag. Auf einem Flughafen wollte er offensichtlich über Mitt Romney, den Präsidentschaftskandidaten der Republikaner von 2012 sprechen – doch ihm fiel dessen Name nicht ein. Biden sagte: „Ich hatte Ärger, als wir gegen diesen Senator im Wahlkampf waren, der ein Mormone war, der Gouveneur...“

Romney ist tatsächlich Mormome und war von 2003 bis 2007 Gouverneur des Bundestaates Massachusetts. Seit 2018 ist er nun Senator für Utah. Offenbar versuchte Biden mit der Gedächtnisstütze der außergewöhnlichen Religionszugehörigkeit Romneys auf dessen Namen zu kommen.

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