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Umfrage und Prognosen vor US-Wahl 2020: Plötzlich sogar Erdrutschsieg ist jetzt möglich

So funktioniert die US-Wahl

Am 3. November wird in den Vereinigten Staaten der Präsident gewählt. Wir erklären einige Besonderheiten der US-Wahl.

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Es sind die allerletzten spannenden Umfragen und Prognosen vor der US-Wahl 2020 aus den Swing States.

Wird Donald Trump für vier weitere Jahre wiedergewählt – oder macht sein Herausforderer Joe Biden das Rennen um das Weiße Haus? Am 3. November 2020 wählen die Amerikaner. Doch es lässt sich in den Umfragen ein Trend erkennen.

Wir blicken auf die neuesten Umfragen und Prognosen. Wer liegt vorne: Joe Biden oder Donald Trump?

US-Wahl 2020: Umfrage-Ticker zur – Die neuesten Prognosen und Trends zu Trump gegen Biden

3. November 2020: Allerletzte Umfragen sehen Biden vor wichtigen Siegen

Es sind die allerletzten Umfragen vor der Wahl – und sie machen Joe Biden Hoffnung! Nach neuesten Prognosen liegt er in vielen wichtigen Swing States vorne, auch in Florida!

  • Florida: Biden 50% - Trump 46% (Quelle: Ipsos), Biden 51% - Trump 48% (Quelle: Change Research), Biden 50% - Trump 46 (Quelle: Redfield & Wilton Strategies), Biden 51% - Trump 48% (Quelle: Date for Progess)
  • Pennsylvania: Biden 50% - Trump 47% (Quelle: Change Research), Biden 50% - Trump 45% (Quelle: Redfield & Wilton Strategies)
  • Arizona: Biden 50% - Trump 47% (Quelle: Ipsos), Biden 50% - Trump 47% (Quelle: Change Research), Biden 50% - Trump 46% (Quelle: Redfield & Wilton Strategies)
  • North Carolina: Biden: 49% - Trump 48% (Quelle: Ipsos), Biden 49% - Trump 47% (Quelle: Redfield & Wilton Strategies)
  • Michigan: Biden 51% - Trump 44% (Quelle: Change Research)
  • Georgia: Biden 50% - Trump 48% (Quelle: Data for Progress)
  • Nationales Gesamtergebnis: Biden 52% - Trump 44% (Quelle: SurveyUSA), Biden 53% - Trump 43% (Quelle: YouGov America)

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2. November 2020: Iowa könnte laut neuer Umfrage an Trump gehen

Bei den Demokraten schrillen die Alarmglocken. Grund ist eine neue Umfrage aus Iowa, einem Swing State aus dem Mittleren Westen. Plötzlich liegt hier Donald Trump mit 48 zu 41 Prozent vorne, laut einer Umfrage der Meinungsforscherin Ann Selzer und ihrem Institut. Die fehlenden Prozente gehen an einen unabhängigen Kandidaten, andere Wähler sind noch unentschlossen.

Zwar hat Iowa nur sechs Wahlmänner zu vergeben, könnte aber stellvertretend stehen für einen Stimmungsumschwung in diesen sogenannten Batteleground-States, also jenen„Schlachtfeld-Staaten“, die wahlentscheidend sind.

1. November 2020: Das sind die letzten Umfragen und Prognosen vor der US-Wahl

Kurz vor dem Abschluss des US-Wahlkampfes kann der Sieger noch nicht klar vorhergesagt werden. Allerdings scheint Joe Biden vorne zu liegen.

Laut der Seite 270towin.com, die Umfrageergebnisse darstellt, kann Joe Biden mit 183 sicheren Wahlmännern rechnen, weitere 29 gehen wahrscheinlich auf sein Konto und für 78 sehen die Experten einen Trend Richtung Biden. Zusammen wären das 290 Wahlmänner und damit die nötige Mehrheit von 270.

Die Seite sieht dagegen nur 77 ganz sichere Wahlmänner für Trump, weitere 48, die höchstwahrscheinlich in sein Lager gehen und 38 mit einer Tendenz zu ihm. Bei 85 Wahlmännern ist eine Vorhersage nicht möglich, sie könnten an Trump oder Biden gehen.

Die Aussichten für Trump sind demnach also mies. Das sieht auch die Seite RealClearPolitics so, die ebenfalls Umfragewerte zur US-Wahl auswerten. Laut dieser Analyse kann Biden schon (recht) sicher mit 216 Wahlmännern rechnen, Trump nur mit 125. Das Rennen um 197 Wahlmänner, und damit die nötige Mehrheit von 270, ist aber noch offen.

Entschieden wird die Wahl in den Swing States. Darunter ist Florida mit 29 Wahlmännern besonders wichtig. Hier liegt Trump nach einer neuen Umfrage für den TV-Sender ABC und die Zeitung Washington Post vorne. Dagegen scheint Biden Pennsylvania zu holen, dort liegt er laut einer Umfrage für ABC und Washington Post mit 51 Prozent vorne.

+++ Donald Trump: Das sind seine größten Erfolge als US-Präsident – eine faire Bilanz +++

29. Oktober 2020: Trendwende bei Umfrage – Trump liegt in Florida vorne

Der Albtraum der US-Demokraten: Donald Trump wittert wenige Tage vor der US-Wahl plötzlich Morgenluft. Laut der Seite RealClearPolitics, die Umfragen auswertet und einordnet, wird es wieder spannender.

Trump hat es geschafft, dass er im wichtigen Bundestaat Florida, der 29 Wahlmänner vergibt, gleichauf mit Joe Biden liegt. In einer Umfrage am 27. Oktober lag er sogar 0,4 Prozentpunkte vorne, bei einer anderen aktuellen Umfrage jedoch 0,5 Prozentpunkte hinten. Am 9. Oktober hatte Biden hier noch einen Vorsprung von fast vier Prozentpunkten! Genau den sieht aber immer noch eine neue Umfrage des Marist College. Es ist also unklar, wie genau die Stimmungslage in Florida ist.

Auch im Swing State North Carolina, der 15 Wahlmänner vergibt, scheint es eng zu werden. Hier führt Biden nur noch mit 0,7 Prozentpunkten. Noch Mitte September waren es 3,3 Prozentpunkte. In Arizona (11 Wahlmänner) schmilzt Bidens Vorsprung auch zusammen. Er liegt nur noch 1,3 Prozentpunkte vorne. Mitte September waren es noch über fünf Prozentpunkte! In Ohio, das Trump schon 2016 gewann, hat er Biden überholt. Er liegt nun 0,6 Prozentpunkte vorne.

Weitaus besser sieht es für Biden in Pennsylvania aus (+3,5 Prozentpunkte), sowie in Wisconsin (+6,4), Michigan (+8,2) und Minnesota (+4,7). Sowieso müsste Trump schon in vielen Swing States am 3. November eine Trendwende schaffen, um noch zu gewinnen.

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21. Oktober 2020: Neueste Umfragen! Biden stabilisiert seinen Vorsprung auf Trump

Es bleibt auch weniger als zwei Wochen vor der US-Wahl dabei, dass Joe Biden klar vor Donald Trump liegt. Die Seite FiveThirtyEight errechnet aus aktuellen landesweiten Umfragen einen Mittelwert. Demnach kommt Biden aktuell auf 52,2 Prozent, während Trump lediglich bei 41,9 Prozent liegt. Mehr als zehn Prozentpunkte Abstand also.

Im wichtigen Swing State Florida führt Biden laut neuesten Umfragen ebenfalls, zwischen 1-5 Prozent, eine Umfrage sieht die Kandidaten jedoch gleichauf. Hier ist es also weiterhin eng. In Ohio scheint Trump besser im Rennen zu liegen, eine Umfrage sieht ihn drei Prozentpunkte vor Biden, eine andere aktuelle prognostiziert dagegen Biden einen Prozentpunkt vorne.

Deutlich und stabil führt Joe Biden mit einigen Prozentpunkten Abstand in den wohl wahlentscheidenden Bundesstaaten North Carolina, Arizona, Pennsylvania, Michigan und Wisconsin.

19. Oktober 2020: Neue Hoffnung für Donald Trump?

Das ist keine Umfrage, aber ein kleiner Hoffnungsschimmer für Donald Trump. Bei den Wettanbietern haben sich seine Chancen auf eine Wiederwahl verbessert. Die Seite realclearpolitics.com hat errechnet, dass die Wetten für einen Wahlsieg von Joe Biden derzeit im Durchschnitt aller Anbieter bei 58,6 Prozent liegen. Klingt ziemlich eindeutig, doch Trump war noch vor wenigen Tagen weitaus abgeschlagener.

Am 11. Oktober kam er nur auf rund 32 Prozent, nun hat er sich immerhin wieder auf 41,8 Prozent hochgearbeitet und die Schere zwischen ihm und Biden schließt sich wieder etwas. Anfang September lagen beide Kandidaten bei den Wettanbietern mal Kopf-an-Kopf. Kommt Trump bis zum 3. November nochmal so nah dran heran?

16. Oktober 2020: Laut Umfrage schmeißen Frauen Trump wohl aus Weißen Haus

Nicht nur die Bürgerfragestunde im Fernsehen lief desaströs für Donald Trump, auch eine neue Umfrage lässt an seinen Wahlsieg mehr als zweifeln.

Eine Umfrage des Senders ABC und der Washington Post zeigt nämlich, dass zwar bei den Männern Joe Biden und Donald Trump mit jeweils 48 Prozent auf Augenhöhe liegen, doch bei den Frauen wollen 59 Prozent für Biden stimmen und nur 36 Prozent für Trump. Das ergibt ein landesweites Umfrageergebnis von insgesamt 54 Prozent für Biden und 42 Prozent für Trump.

Nur bei Frauen auf dem Land liegt Trump vor Biden (58 zu 36 Prozent) vorne.. Bei weißen Frauen liegen sie mit 47 Prozent gleichauf. Doch bei afroamerikanischen Frauen kommt Trump nur noch auf sechs Prozent! Auch bei Frauen in Städten und Vorstädten kommt er unter die Räder.

15. Oktober 2020: Biden macht einen Riesensprung – Trump hat noch ein weiteres Problem

Weniger als drei Wochen vor dem Wahltermin am 3. November 2020 zeichnet sich ab, dass Donald Trump völlig untergehen könnte bei der US-Wahl 2020. Laut einer neuen landesweiten Umfragen des Meinungsforschungsinstitut Opinium führt Joe Biden mit 17 Prozentpunkten! Demnach wollen 57 Prozent für Biden stimmen, aber nur 40 Prozent für Trump.

Sogar der konservative Sender FOX Sender sieht Joe Biden in einer eigenen Umfrage derzeit satte zehn Prozentpunkte vor Donald Trump!

Zwar ist ein Trendumschwung in wichtigen Swing States natürlich noch möglich, aber es gibt ein zusätzliches Problem für Trump:Über 13,1 Millionen US-Amerikaner haben bereits gewählt und damit ihre Entscheidung längst getroffen! Darunter auch 1,91 Millionen Brief- und Frühwähler in Florida, dem wichtigsten Swing State der USA, der wahlentscheidend werden könnte, weil er 29 Wahlleute entsendet.

Selbst wenn Trump also in einigen Wochen in den Umfragen besser da stehen sollte, könnte es schon zu spät für ihn sein!

13. Oktober 2020: Verhindern diese drei Bundesstaaten Trumps Wiederwahl endgültig?

Blicken wir zunächst auf den landesweiten Trend. Der ist eindeutig, hat aber nur bedingt Aussagekraft. Eine Erklärung des Wahlsystems der USA findest Du weiter unten.

Die US-Webseite FiveThirtyEight sammelt und gewichtet die Ergebnisse zahlreicher Umfrageinstitute und bildet daraus einen Mittelwert für eine Prognose. Wie bereits seit Monaten führt Joe Biden landesweit deutlich vor Amtsinhaber Donald Trump. In den neuesten Umfragen hat sich der Vorsprung sogar noch ausgebaut. FiveThirtyEight gibt ihn derzeit mit 53,5 Prozent zu 45,3 Prozent an.

Ist somit alles klar? Nein! Denn zum einen lag Donald Trump kurz vor der Wahl 2016 auch deutlich hinter Hillary Clinton in Umfragen zurück und zum anderen entscheiden die Wahlergebnisse in den Bundestaaten alles.

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Trump vs. Biden: Warum die US-Umfragen noch nicht viel aussagen

  • Hillary Clinton bekam bei der US-Wahl 2016 48,18 Prozent der Wählerstimmen. Donald Trump nur 46,09 Prozent
  • Clinton hatte landesweit im „Popular Vote“ fast drei Millionen Wähler mehr.
  • Dennoch hatte Trump hinterher einen Vorsprung im Wahlkollegium („Electoral College“)
  • Er gewann 30 Staaten und holte 304 Wahlleute, Clinton kam nur auf 227 Wahlleute.

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Aktuelle Umfrage-Ergebnisse in klassischen Swing States: Biden führt vor Trump (Stand 13. Oktober 2020)

  • Florida (29 Wahlleute): 52 Prozent für Biden
  • Ohio (18 Wahlleute): 50 Prozent für Biden, 49 Prozent Trump
  • North Carolina (15 Wahlleute): 51 Prozent für Biden
  • Arizona (11 Wahlleute): 51 Prozent Biden

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Dennoch ist es in all diesen Swing States äußerst eng. Weitaus besser sieht es für Trump in drei Industrie-Bundesstaaten aus, die Trump überraschend 2016 gewinnen konnte und ihm seinen Wahlsieg sicherten:

  • Pennsylvania (20 Wahlleute): 53 Prozent für Biden
  • Michigan (16 Wahlleute): 54 Prozent für Biden
  • Wisconsin (10 Wahlleute): 53 Prozent für Biden

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Umfragen zur US-Wahl 2020: Diese drei Bundesstaaten könnten Biden-Wahlsieg gegen Trump bringen

Hätte Hillary Clinton 2016 die drei tendenziell eher den Demokraten zu veranschlagenden Staaten gewonnen, wäre sie US-Präsidentin geworden. Dann nämlich hätte sie die ausreichende Anzahl an Wahlleuten erreicht.

Zur Wahl benötigt ein Kandidat eine Mehrheit von mindestens 270 Wahlleuten. Aktuell kommt Joe Biden laut den Umfragen sicher auf 278 Wahlleute, Donald Trump auf lediglich 125. Unsicher, weil noch zu knapp in den Umfragen, ist derzeit die Verteilung der letzten 135 Wahlleuten.

Momentan sieht es also schlecht aus für Donald Trump, zumal er sogar um die Republikaner-Hochburg Texas zittern muss. Hier führt er lediglich mit drei Prozentpunkten.

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Mehr zur US-Wahl, Donald Trump und Joe Biden:

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Kurz erklärt: Wahlsystem der USA

  • Der US-Präsident wird nicht direkt, sondern indirekt durch das Electoral College („Wahlkollegium“) bestimmt.
  • Die Bundestaaten entsenden je nach Größe zwischen 55 und drei Wahlleute.
  • Während beispielsweise in Texas über 700.000 Einwohner von einem Wahlmann repräsentiert werden, sind es in Wyoming nicht mal 200.000.
  • Für eine Mehrheit braucht man 270 Stimmen im Electoral College.
  • In 24 Bundesstaaten können die Wahlleute frei und ungebunden vom Wahlergebnis in ihren Bundesstaaten abstimmen.
  • Das landesweite Gesamtergebnis („Popular Vote“) spielt keine Rolle für die Wahlentscheidung.
  • In dem „Winner-takes-all“-Prinzip zählen für die Wahlkämpfern somit vor allem die umkämpften Wechselwähler-Staaten („Swing States“). Eine Mobilisierung in der Breite in den Hochburgen ist weniger wichtig.
  • Fünfmal in der Geschichte der USA wurde nicht derjenige Kandidat mit den meisten landesweiten Gesamtstimmen US-Präsident.
  • Zuletzt war das 2016 bei Hillary Clinton und bei der Wahl 2000 bei Al Gore der Fall.