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Dschungelcamp: Mega-Verwirrung um RTL-Sendung – „IbeS“ kann 2021 nur zum Desaster werden

Das Dschungelcamp findet 2021 in Deutschland statt. (Symbolbild)
Das Dschungelcamp findet 2021 in Deutschland statt. (Symbolbild)
Foto: dpa
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Was für ein Wirrwarr ums Dschungelcamp 2021. Da blicken mittlerweile selbst die eingefleischten Fans nicht mehr durch. Erst wurde das große Australienabenteuer coronabedingt in den Südwesten von England nach Wales verlegt. Am Donnerstag folgte dann die Botschaft von RTL-Unterhaltungschef Markus Küttner, nun von Deutschland aus eine Show zu produzieren.

Deutschland also. Fernab von wild umherkriechenden australischen Schlangen, die den Dschungelcamp-Kandidaten schon das eine oder andere Mal schlaflose Nächte bereitet haben. Fernab also jetzt auch vom walisischen Schloss, wo es angeblich spuken soll.

Dschungelcamp 2021: Darum wird „IbeS“ zum Desaster

RTL handelt völlig richtig, das Risiko einer Corona-Infektion in diesen Zeiten nicht eingehen zu wollen und internationale Produktionsstätten abzusagen. Warum aber dann nicht ganz auf eine Dschungelshow 2021, wie der Sender das Dschungelcamp nun plötzlich betitelt, verzichten? Das hat der Sender in der Vergangenheit doch auch schon hinbekommen.

Zwischen 2004 und 2008 gab es eine „IbeS“-Pause. Und auch 2010 setzte das Dschungelcamp quotenbedingt aus. Ganz klar: Nach dem ganzen Chaos kann das einstige Dschungelabenteuer doch nur zum Show-Desaster werden.

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Dschungelcamp 2021: Keine Herausforderung für die Kandidaten

Laut den Worten des RTL-Unterhaltungschefs wird es eine IbeS-Show geben. Eine Show? Womöglich im TV-Studio mit künstlich nachgebauter Regenwald-Atmosphäre, wo die einzige Herausforderung für die Kandidaten womöglich die heißen Halogenstrahler an den Decken ist. Wo die Schlangen, Gespenster oder sonstige Ekel- und Gruselgestalten per DHL-Maschine eingeflogen werden.

Wo bleibt die Spannung? Wie können sich die Zuschauer am ach so schlimmen Dschungel-Leid der gefallenen Stars vor dem TV-Bildschirm ergötzen?

Schon „IbeS“-Ableger absoluter Quotenflop

Schon der 2015 produzierte Dschungelcamp-Ableger „Ich bin ein Star, lasst mich wieder rein!“, der live aus dem TV-Studio in Köln-Hürth gesendet wurde und bei dem ehemalige Dschungelkandidaten Aufgaben in deutschen Städten und im Studio lösen mussten, kam bei den Zuschauern nicht an. Bescherte die erste Folge dem Sender zwar noch satte drei Millionen Zuschauer, schalteten eine Woche später beim Finale nur noch 1,95 Millionen ein.

Da fehlt dem Zuschauer einfach der internationale Charakter, das Besondere, das ein Dschungel oder ein Schloss mit sich bringt. Nein RTL, so kann der „Dschungel“ 2021 nur zum Desaster werden.