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Corona: Wirbel um schärfere Corona-Maßnahmen und Beginn der Weihnachtsferien – wohl doch noch keine Einigung zwischen Bund und Ländern

Coronavirus: Diese Symptome sprechen für COVID-19

Zahlreiche Menschen auf der Welt haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sind Frauen und Männer von einer SARS-CoV-2-Infektion etwa gleich häufig betroffen. Männer erkranken jedoch häufiger schwer als Frauen. Es gibt einige Symptome, die auf eine mögliche Infektion hinweisen können.

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Die Corona-Fallzahlen in Deutschland bewegen sich trotz des Lockdown light auf einem kritischen Niveau. Gegen Ende der vergangenen Woche gab es sogar wieder einen leichten Anstieg, am Sonntag aber weniger Infektionen als in der Vorwoche. Wohin geht der Trend?

Dazu steht die Politik vor weiteren Beschlüssen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie. Alle wichtigen Entwicklungen zum Coronavirus gibt es hier im News-Ticker.

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Coronavirus in Deutschland: Aktuelle Zahlen zum Infektionsgeschenen (Stand 24. November 2020)

  • Neue Corona-Infektionen: 13.554 (Dienstag der Vorwoche: 14.419)
  • Neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19: 249 (Insgesamt: 14.361)

(Quellen: Corona-Dashboard des RKI, DIVI-Intensivregister)

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News-Ticker: Coronavirus aktuell in Deutschland und Europa

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24. November 2020

21.45 Uhr: Corona-Kurs bis zum Jahresende steht offenbar größtenteils

Bund und Länder wollen am Mittwoch den weiteren Kurs im Kampf gegen die Corona-Pandemie bis zum Jahresende festzurren. Nach den Vorstellungen der Länder soll bei der Videokonferenz (14.00 Uhr) von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten beschlossen werden, den geltenden Teil-Lockdown bis zum 20. Dezember zu verlängern. Über die Feiertage soll er dann aber gelockert werden.

Die Ministerpräsidenten der 16 Länder haben sich darauf verständigt, die Kontaktbeschränkungen vom 1. Dezember an zunächst noch einmal zu verschärfen. Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sollen dann auf den eigenen und einen weiteren Hausstand beschränkt werden, insgesamt auf maximal fünf Personen. Kinder bis 14 Jahre sind ausgenommen.

Über die Feiertage - vom 23. Dezember bis zum 1. Januar - sollen dann Treffen von maximal zehn Menschen eines Haushaltes mit haushaltsfremden Familienmitgliedern oder Personen zulässig sein. Auch hier sollen Kinder bis 14 Jahre nicht mitzählen. Eine Beschränkung auf eine bestimmte Anzahl von Haushalten ist nicht vorgesehen. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), momentan Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz, hält eine Lockerung für private Kontakte über Weihnachten und Silvester trotz Corona-Infektionsgefahr für „sachgerecht“.

21.00 Uhr: Deutsche Presse-Agentur ruft mehrere Meldungen zurück – Korrektur bei Corona-Maßnahmen und Weihnachtsferien

Die Deutsche Presseagentur hatte im Laufe des Abends mehrere Meldungen veröffentlicht, bei denen es sich um Vorschläge des Bundes für die morgige Corona-Konferenz von Bund und Ländern handeln sollte. Darunter unter anderem die von uns veröffentlichte Meldung, dass die Weihnachtsferien bereits am 16. Dezember beginnen sollen. Auch, dass die Einhaltung der Corona-Auflagen strenger kontrolliert werden sollte, haben wir auf Grundlage der dpa berichtet. Die Deutsche Presseagentur hat nun diese beiden sowie weitere Meldungen zurückgezogen.

In unserem Blog hatten wir beide genannten Themen als Einträge angelegt und haben diese nun entsprechend der Zurückziehung von der dpa entfernt.

Die Deutsche Presseagentur will bis etwa 21.30 Uhr eine neue Zusammenfassung veröffentlichen. Wir halten dich an dieser Stelle weiter auf dem Laufenden.

18.20 Uhr: Söder für europaweite Schließung von Skigebieten

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) plädiert wegen Corona für ein vorübergehende europaweite Schließung von Skigebieten und Skiliften. „Wenn wir Grenzen offen halten wollen, brauchen wir auch eine klare Übereinkunft, was das Skifahren betrifft. Ansonsten wird es eine schwierige Entwicklung“, sagte Söder am Dienstag am Rande einer Landtagssitzung in München. Er verwies darauf, dass jemand, der in Risikogebieten Skifahren gehe, zehn Tage in Quarantäne müsse. Söder betonte dann aber: „Mir wäre lieber, wir würden ein einheitliches Übereinkommen auf europäischer Ebene haben: keine Skilifte offen überall beziehungsweise kein Urlaub überall.“

16.30 Uhr: Deutet sich schon die nächste Pandemie an? Drosten will an anderem Virus forschen

Was machen die ganzen Virus-Experten, wenn die Corona-Krise irgendwann vorüber ist? Christian Drosten, der bekannte Chefvirologe der Berliner Charité, nimmt sich dann das nächste Virus vor.

Ins Zentrum seiner Forschung will der Wissenschaftler dann nicht mehr das aktuelle Coronavirus (Sars-Cov2) stellen, sondern die Mers-Viren. Mers sei der nächste Pandemie-Kandidat, sagt Drosten. Hier mehr dazu lesen >>

15.35 Uhr: Österreich startet im Januar mit Impfungen

Schon im Januar soll es in Österreich die ersten Corona-Impfungen geben. Das teilt Gesundheitsminister Rudolf Anschober mit. Begonnen wird demnach in Alters- und Pflegeheimen sowie bei Gesundheitspersonal.

Bis März soll das Land laut Anschober über bis zu etwa drei Millionen Impfdosen verfügen. Eine Impfquote von „50 Prozent plus X“ sei das Ziel in dem fast neun Millionen Einwohner zählenden Staat, die Immunisierung soll freiwillig bleiben.

14 Uhr: Politiker warnt, dass Regeln für Weihnachten nicht ausreichen

Der Grünen-Gesundheitspolitiker und Arzt Janosch Dahmen sieht ungeklärte Fragen in den Vorschlägen der Länder für weitere Corona-Vorgaben zum Jahreswechsel (siehe weiter unten). „Bei Weihnachten und Silvester regiert ein Stück weit das Prinzip Hoffnung“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Dahmen war zuvor als Oberarzt im Corona-Krisenmanagement in Berlin tätig. „Die Zusammenkunft von Großeltern und Enkeln ist weniger das Problem, aber die steigende Mobilität zu den Feiertagen könnte ein Pandemietreiber werden.“ Dies bleibe „ein Restrisiko“.

Die Länder-Vorschläge zeigten Fortschritte zu umfassenderen Regeln, es mangele jedoch an klaren Grenzwerten zur Lockerung und Verschärfung von Maßnahmen. So bleibe unklar, wann eine Schule auf das Wechselmodell von Digital- und Präsenzunterricht umstellen solle.

12.15 Uhr: Erste Airline kündigt Impfpflicht für Passagiere an

Aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des Coronavirus will Australiens nationale Fluggesellschaft Qantas eine Impfpflicht für ihre Passagiere einführen.

Sobald ein Impfstoff verfügbar sei, würden die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Airline entsprechend angepasst, sagte Qantas-Chef Alan Joyce dem australischen Sender „Nine News“.

Während man über das weitere Vorgehen bei Inlandsflügen noch nicht entschieden habe, sei die Situation bei Interkontinentalverbindungen klar: „Wir werden von internationalen Reisenden verlangen, dass sie geimpft sind, bevor wir sie an Bord lassen.“

11.35 Uhr: Erstes Bundesland will gemeinsame Regeln nicht akzeptieren

Im Gegensatz zu den anderen Ländern will Schleswig-Holstein keine strengeren Kontaktbeschränkungen ab Dezember. Angesichts im Ländervergleich niedriger Corona-Infektionszahlen hält die Landesregierung daran fest, dass private Zusammenkünfte weiter mit bis zu zehn Personen möglich sind. In den übrigen Ländern soll die Zahl auf fünf Personen beschränkt werden, Kinder bis 14 Jahren ausgenommen.

In einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Beschlussentwurf der Länder für die entscheidenden Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch gibt es eine entsprechende Fußnote Schleswig-Holsteins.

11.15 Uhr: Kinder in Bayern dürfen früher in die Ferien

Bayern zieht wegen der Pandemielage als zweites Bundesland nach Nordrhein-Westfalen die Weihnachtsferien vor. Letzter Schultag wird Freitag, der 18. Dezember, sein. Das teilt Ministerpräsident Markus Söder mit.

Ursprünglich war der letzte Schultag für Dienstag, den 22. Dezember, angesetzt. In anderen Bundesländern wie etwa Hessen endet der Unterricht ohnehin regulär in der dritten Dezemberwoche.

10.30 Uhr: Schlimme Zahlen aus den USA

In den USA bewegen sich die Neuinfektionszahlen weiter auf hohem Niveau: Binnen 24 Stunden wurden 178.945 neue Ansteckungen registriert – das ist der vierthöchste Wert seit Beginn der Pandemie.

Den Angaben zufolge starben 1032 weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus, insgesamt sind es nun 257.629 Todesopfer.

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen stieg damit auf mehr als 12,49 Millionen.

9.50 Uhr: Deutsche sollen sich in Selbstquarantäne begeben

Die Deutschen sollen sich vor den Weihnachtsfeiertagen in eine möglichst mehrtägige häusliche Selbstquarantäne zu gehen, appellieren die Ministerpräsidenten der Bundesländer.

Mit der Selbstquarantäne solle die Gefahr von Corona-Infektionen im Umfeld der Feierlichkeiten so gering wie möglich gehalten werden.

„Wir appellieren an die Bürgerinnen und Bürger, diese Maßnahme individuell für sich selbst zu prüfen und im Interesse und zum Schutz der Menschen, die man zu Weihnachten treffen möchte, umzusetzen“, heißt es in einem Papier, das der „Bild“ vorliegt.

8.10 Uhr: Länder einigen sich – SO sollen die Corona-Regeln für Weihnachten und Silvester aussehen

Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich auf einheitliche Kontaktregeln für Weihnachten und Silvester geeinigt. Vom 23. Dezember bis 1. Januar können Treffen eines Haushaltes mit haushaltsfremden Familienmitgliedern oder haushaltsfremden Menschen bis maximal zehn Personen ermöglicht werden.

So steht es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin am Dienstag vorliegenden geeinten Beschlussentwurf der Länder für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch. Kinder bis 14 Jahren seien hiervon ausgenommen.

Die Ministerpräsidenten wollen außerdem Silvesterfeuerwerk auf belebten öffentlichen Plätzen und Straßen untersagen, um größere Gruppenbildungen zu vermeiden. „Die örtlich zuständigen Behörden bestimmen die betroffenen Plätze und Straßen“, heißt es. Grundsätzlich wird „empfohlen“, zum Jahreswechsel auf Silvesterfeuerwerk zu verzichten – ein Verkaufsverbot ist demnach aber nicht vorgesehen.

Es sei „ein Papier entwickelt“ worden mit Maßnahmen, „die wir gemeinsam umsetzen wollen“, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Dienstag im ARD-„Morgenmagazin“. Am Abend zuvor hatten die Ministerpräsidenten in einer Videokonferenz über das Vorgehen beraten.

Müller sprach mit Blick auf diese Konferenz von einer „guten Zusammenarbeit“. Zwar könne es noch „ein paar kleinere Änderungen geben“, im Grundsatz dürfte es aber bei den Vereinbarungen vom Montagabend bleiben. Diese sollen nun am Mittwoch in Beratungen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Merkel einfließen.

8.05 Uhr: Papst hat Botschaft an Corona-Demonstranten

Papst Franziskus kritisiert Demonstrierende, die in der Pandemie eine Maskenpflicht als „ungerechtfertigte Zumutung“ anprangern.

In seinem neuen Buch „Wage zu träumen!“ wirft das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche den Maskenverweigerern vor, sich nicht in gleichem Maß gegen gesellschaftliche Probleme wie Rassismus und Kinderarmut einzusetzen. „Gegen so etwas würden sie nie protestieren; sie sind unfähig, sich außerhalb ihrer kleinen Welt der Interessen zu bewegen“, schreibt Franziskus.

7.30 Uhr: Vergleichsweise wenige Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) im Vergleich zum Vorwochenstand erneut etwas weniger Corona-Neuinfektionen gemeldet. Binnen 24 Stunden wurden 13.554 neue Fälle übermittelt, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab.

Am vergangenen Dienstag hatte die Zahl bei 14.419 gelegen. Am Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden.

Aber: Zu Beginn der Woche sind die Zahlen regelmäßig vergleichsweise niedrig, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.

23. November 2020

22.45 Uhr: Länder verständigen sich auf Verlängerung des Teil-Lockdowns

Angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen wollen die Länder den Teil-Lockdown bis zum 20. Dezember verlängern. Darauf verständigten sich die Ministerpräsidenten am Montagabend in einer Schaltkonferenz, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern erfuhr. Eine endgültige Entscheidung soll es bei den Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch geben.

Alle geplanten Maßnahmen in der Übersicht gibt es hier >>

21.20 Uhr: Gaststättenverband gegen Öffnungen an Weihnachten trotz Corona

Werden über die Feiertage Gaststätten geöffnet werden? Diese Frage steht noch immer im Raum. NUn hat sich der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) zu den Überlegungen geäußert - und lehnt diese ab. „Unsere Unternehmen sind keine Garagen, die man nach Belieben auf- und zusperren kann“, so Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges zum RND.

Der Aufwand sei zu groß, da die Restaurants und Hotels aufwändig gereinigt und dekoriert werden müssten. Sie plädiert in diesem Fall auf eine Öffnung bis mindestens Mitte Januar.

17.57 Uhr: Zentralrat der Juden: Corona-Leugner auf Demos relativieren Holocaust

Aus Sicht des Zentralrats der Juden ist es bei „Querdenken“-Demonstrationen mehrfach zu einer Relativierung des Holocausts gekommen. Seit Monaten müsse man mitansehen, wie bei den „Demonstrationen der Corona-Leugner die Schoa relativiert und deren Opfer sowie Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus hemmungslos instrumentalisiert werden“, sagte Präsident Josef Schuster am Montag der Zeitung „Main-Post“. Sie haben keinen Respekt vor den Opfern des NS, sagte er weiter.

Am Samstag hatte sich eine Rednerin einer „Querdenken“-Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Hannover mit der Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, Sophie Scholl, verglichen. In Karlsruhe hatte sich eine Elfjährige mit Anne Frank verglichen.

16.25 Uhr: Nirgendwo mehr Infektionen als HIER

Der thüringische Landkreis Hildburghausen weist derzeit deutschlandweit die höchste Sieben-Tage-Inzidenz auf. Aus den Zahlen des Robert-Koch-Instituts geht hervor, dass sich in den vergangen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner 396 Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben.

Eine Trendumkehr ist nicht in Sicht: „Wir werden jetzt Richtung 500 marschieren“, sagt CDU-Landrat Thomas Müller. Er befürwortet deshalb weitere Verschärfungen der Anti-Corona-Maßnahmen. Müller will auch Kitas und Schulen für eine gewisse Zeit schließen, auch weitere Kontaktbeschränkungen seien nötig.

Auf Hildburghausen folgen der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (Inzidenzwert 387), Passau (373) und Berlin Friedrichshain-Kreuzberg (350).

12.45 Uhr: Streit übers Böllerverbot

Heute wollen sich die Bundesländer auf eine gemeinsame Linie für die Bund-Länder-Gespräche am Mittwoch einigen. In einem Punkt zeichnet sich dabei ein Streit ab: Die Unions-geführten Länder sprechen sich gegen ein Verbot von Feuerwerk an Silvester aus. Stattdessen setzten sie auf „Empfehlung und Appell“, wie es in einem Papier heißt, das NTV vorliegt.

+++ Armin Laschet mit absurder Aussage über Weihnachten während Corona – aber er hat etwas vergessen +++

Vorstellen können sie sich lediglich ein Verbot von Pyrotechnik auf belebten Plätzen. Zuvor hatten SPD-geführte Bundesländer in einer Beschlussvorlage ein Feuerwerksverbot ins Spiel gebracht. Verkauf, Kauf und das Zünden von Feuerwerk soll demnach verboten werden, um die Einsatz- und Hilfskräfte zu entlasten und die Kapazitäten des Gesundheitssystems freizuhalten.

Über weitere Punkte dagegen herrscht Einigkeit: Auch die unionsgeführten Bundesländer wollen den im November geltenden Teil-Lockdown in der Corona-Krise bis zum 20. Dezember verlängern. Über eine Fortsetzung der Schließungen solle am 15. Dezember beraten werden.

>> ALLE geplanten Maßnahmen auf einen Blick gibt es hier nachzulesen >>>

Demnach schlagen die Unionsländer zudem eine Lockerungsmöglichkeit für die Länder vor, die weniger als 50 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner haben. Im Papier Berlins ist von einem Sieben-Tage-Inzidenzwert von 35 die Rede.

12.05 Uhr: Tüv warnt vor Fehler beim Masketragen

Der Tüv weist auf Fehler beim Tragen einer Maske hin. FFP2-Masken würden nicht in standardisierten Größen verkauft, erklärt der Tüv Nord. Weil die meisten Hersteller individuell produzieren würden, könnten unterschiedliche Modelle auch unterschiedlich gut passen.

Verbraucher sollten deshalb darauf achten, ein Hersteller-Modell zu wählen, das auf dem eigenen Gesicht gleichmäßig anliegt und komfortabel sitzt. Nur dann ist auch ausreichender Schutz gewährleistet. Es ist daher ratsam, zunächst nur eine Packung Masken eines Herstellers zu kaufen und die Passform der FFP2-Maske zu prüfen.

Tüv Nord weist zudem darauf hin, dass FFP2-Masken nicht gewaschen werden dürfen. Das senkt das Schutzniveau. Den Angaben zufolge können sie einen Tag lang getragen werden, danach sollte man sie im Hausmüll entsorgen.

10.05 Uhr: Bartsch: Söder soll „sich um Bayern kümmern“

Der Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, hat die Pandemie-Politik des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder in kritisiert.

Konkret monierte er bei RTL/NTV Söders Ankündigung, „dass er sich Maskenpflicht für alle“ wünsche. Bartsch empfahl Söder, dass dieser „sich um Bayern kümmern“ solle und „nicht immer Hinweise geben an alle anderen Länder, was zu tun ist".

Mit Blick auf die bundesweite Virus-Lage sagte Bartsch: „Ich glaube, dass es kaum möglich sein wird, auf die Juli-Zahlen zu kommen. Das ist absurd. Wenn man sich die Länder anschaut, die an Deutschland grenzen, da sind die Zahlen überall viel höher.“

Bartsch fügte aber hinzu, dass eine Verlängerung des Teil-Lockdowns sinnvoll sei, wie in einer Beschlussvorlage der Bundesländer angekündigt. Dass Schulen und Kitas geöffnet bleiben sollen, sei dabei ein „ganz wichtiger Punkt“.

8.50 Uhr: Nächster Corona-Impfstoff da, aber mit geringerer Wirkung

Der vom britisch-schwedischen Pharmakonzern AstraZeneca und der britischen Universität Oxford entwickelte Corona-Impfstoffkandidat ist zu 70 Prozent wirksam. Dies gehe aus Zwischenergebnissen klinischer Studien in Großbritannien und Brasilien hervor, teilten das Unternehmen und die Hochschule am Montag mit. „Die Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffs bestätigen, dass er hochwirksam gegen Covid-19 sein wird“, erklärte AstraZeneca-Chef Pascal Soriot.

Allerdings weist der Impfstoffkandidat damit bislang eine geringere Wirksamkeit auf als jene der Unternehmen Pfizer und Biontech sowie Moderna, die jeweils zu über 90 Prozent wirksam sind.

6.54 Uhr: Olaf Scholz: „Es wird eine Verlängerung geben“

Vize-Kanzler und Finanzminister Olaf Scholz hat am Sonntagabend in einem Interview erklärt, was zuletzt viele Spatzen schon von den Dächern pfiffen. Der Lockdown Light, der den gesamten November in Deutschland galt und gilt, wird bis in den Dezember verlängert.

Scholz stellte bei „Bild“-Live klar: „Es wird eine Verlängerung geben.“ Wie lange sei allerdings noch nicht klar, das werde sich erst am kommenden Mittwoch klären, so der SPD-Politiker.

Somit ist auch noch nicht klar, welche Einschränkungen für das Weihnachtsfest erwartet werden. Ist ein Feiern in der Familie möglich? Olaf Scholz zuversichtlich: „Wir wollen eine Lösung, die es ermöglicht, aber eine, die nicht zu groß ist.“

22. November 2020

22.08 Uhr: Teil-Lockdown bis 20. Dezember?

Der bislang bis Ende November datierte Teil-Lockdown soll nach einem Vorschlag der Bundesländer wegen der weiterhin hohen Corona-Zahlen bis kurz vor Weihnachten verlängert werden. Die Maßnahmen würden bundesweit bis zum 20. Dezember verlängert, heißt es in einem entsprechenden Beschlussentwurf.

Vorgeschlagen wird außerdem, ab dem 20. Dezember die Maßnahmen immer um jeweils 14 Tage zu verlängern, wenn die Zahlen nicht deutlich sinken. Als Zielmarke wird eine Anzahl von maximal 50 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen genannt.

Bundesländer, die diese Marke unterschreiten „und eine sinkende Tendenz der Inzidenz aufweisen“, hätten die Möglichkeit von der Verlängerung der Maßnahmen abzuweichen.

Die Länder fordern außerdem eine Verschärfung der Maskenpflicht und weitere Kontaktbeschränkungen. Ab dem 1. Dezember sollen sich dem Vorschlag der Länder gemäß nur noch fünf Personen aus maximal zwei Haushalten treffen dürfen. Ausnahme Weihnachten: Hier sollen mehrere Haushalte zusammenkommen dürfen. Man solle aber „wo immer möglich, sich vor und nach den Feiertagen in eine möglichst mehrtägige häusliche Selbstquarantäne zu begeben“.

Zur Maskenpflicht heißt es: „Jede Person hat in geschlossenen Räumen, die öffentlich oder im Rahmen eines Besuchs- oder Kundenverkehrs zugänglich sind, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Darüber hinaus ist eine Mund-Nasen-Bedeckung auch an Örtlichkeiten in der Öffentlichkeit unter freiem Himmel, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten, zu tragen.“ Die Beschlussvorlage dient als Grundlage für die Beratungen der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch.

16.16 Uhr: USA rechnen mit Impf-Start Mitte Dezember

Die US-Behörden machen Hoffnung auf einen frühen Start des Corona-Impftsoffs. „Unser Plan ist es, die Impfstoffe binnen 24 Stunden nach der Zulassung an die Impfzentren liefern zu können“, sagte der Leiter der Impfstoff-Arbeitsgruppe der US-Regierung, Moncef Slaoui, am Sonntag gegenüber „CNN“.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA soll nach übereinstimmenden Medienberichten zwischen dem 8. und 10. Dezember über die Zulassung von Corona-Impfstoffen entscheiden. Slaoui geht davon aus, „vielleicht am zweiten Tag nach der Zulassung, am 11. oder 12. Dezember“, mit den ersten Impfungen beginnen zu können.

Favorit auf die Zulassung dürften die Die Pharma-Unternehmen Pfizer und Moderna sein, deren Impfstoffe zu mindestens 95 Prozent wirksam sein sollen. Pfizer und Partner Biontech aus Mainz hatten am Freitag bei der FDA eine Notfallzulassung ihres Impfstoffs beantragt.

Es wäre die erste Zulassung eines Impftoffs in den USA. Für eine Zulassung in Europa braucht es noch mehr Testergebnisse.

11.50 Uhr: Klinikdirektor appelliert an „Querdenker“ – „Das sind keine Fake News“

In einem Interview mit der Leipziger Volkszeitung hat Sebastian Stehr, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie am Uniklinikum Leipzig, klare Worte an Corona-Gegner gerichtet. Allein in seiner Station würden 16 Covid-19-Intensivpatienten behandelt, zehn davon werden künstlich beatmet.

An „Querdenken“-Demonstranten gerichtet sagte der Klinikdirektor: „Wir haben hier schwerstkranke, auch junge Patienten, die an Corona erkrankt sind. Das sind keine Fake News.“ Er bittet darum, dass sich die Bürger an die Empfehlungen der Fachleute zur Eindämmung der Pandemie halten. „Ich glaube ja auch einem Elektroingenieur, dass es unklug ist, eine Starkstromleitung anzufassen“, so Stehr.

9 Uhr: Corona-Neuinfektionen am Sonntag liegen unter dem Vorwochenstand

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) mit 15.741 neuen Corona-Infektionen binnen 24 Stunden vergleichsweise wenig Fälle gemeldet. Im Vergleich zum Wert vor einer Woche sind das 1206 Infektionen weniger, wie aus RKI-Daten von Sonntagmorgen hervorgeht.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Samstag jedoch bei 1,07 (Vortag: 1,05). Das bedeutet, dass das Infektionsgeschehen auf einem stabilen hohen Niveau bleibt.

21. November 2020

18.51 Uhr: Corona-Demo in Leipzig abgesagt

Bundesweit wurden für heute zahlreiche Corona-Demos angemeldet. Nach den Erfahrungen der eskalierten Demos in Berlin hat sich die Polizei mit einem massiven Aufgebot vorbereitet. Besonders bei der Leipzig in Demo fürchteten die Behörden Zusammenstöße gewaltbereiter Demonstranten aus dem rechten und linken Lager. Doch die „Querdenker“-Demo in Sachsen wurde kurzfristig abgesagt. Den kuriosen Grund dafür erfährst du hier >>>

13.55 Uhr: Top-Virologen und Mediziner fordern Lockdown-Verlängerung

Mehrere Top-Virologen und Mediziner haben sich in Interviews klar für eine Fortsetzung des Teil-Lockdown in Deutschland ausgesprochen. Hans-Georg Kräusslich, Chefvirologe der Universität Heidelberg, erklärte in einem Podcast-Interview mit der Rhein-Neckar-Zeitung: „Zielsetzung war es, einen deutlichen Rückgang der Neuinfektionen zu erreichen. Fast drei Wochen nach Beginn der Maßnahmen sehen wir aber keinen deutlichen Abfall, sondern eine Seitwärtsbewegung.“ Somit sei das Ziel nicht erreicht worden.

Virologe Alexander Kekulé verlangt nun, dass die Politik einen Schritt weitergeht: „Beim nächsten Bund-Länder-Treffen am Mittwoch braucht es unbedingt neue Anti-Corona-Beschlüsse. Dazu sollte gehören, dass an allen weiterführenden Schulen die Klassen sofort geteilt werden und auf Wechselunterricht umgestellt wird“, sagte der Experte der Neuen Osnabrücker Zeitung. Zudem forderte er, dass die Weihnachtsferien in allen Bundesländern vorgezogen werden und eine Woche vor Heiligabend beginnen sollen, also ab dem 17. Dezember.

Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, würde eine Verlägerung des Lockdown lights ebenfalls begrüßen: „Das ist auch angesichts der Lage auf den Intensivstationen geboten“, sagte er der Passauer Neuen Presse.

13.40 Uhr: Corona aktuell wohl dritthäufigste Todesursache in Deutschland

Welt-Redakteur Olaf Gersemann hat anhand der aktuellen Corana-Todeszahlen in Deutschland berechnet, dass Covid-19 vermutlich aktuell die dritthäufigste Todesursache in Deutschland ist. In den vergangenen sieben Tagen starben durchschnittlich 215 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Diese Zahl setzte Gersemann in Verhältnis zu den bisher bekannten Todesursachen der Jahre 2016-2018. Demnach starben pro Tag 941 Menschen an Krankheiten des Kreislaufsystems, also etwa einem Herzinfarkt, und 652 Menschen täglich an Krebs. Nach dieser Berechnung würde derzeit Corona mit 215 Verstorbenen pro Tag folgen.

Gersemann erklärt in einem weiteren Tweet, dass das deutlich mehr Menschen seien als tägliche Lungenkrebs-Tote in den Jahre 2016-2018, das waren nämlich 124. In dem selben Zeitraum starben zudem täglich 36 Menschen an Schlaganfällen.

8.04 Uhr: Spahn behauptet, dass Wellenbrecher-Strategie funktioniert – Lindner widerspricht

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den seit Anfang November geltenden Teil-Lockdown als Erfolg im Kampf gegen die Corona-Krise bewertet. „Der Wellenbrecher funktioniert doch“, sagte der CDU-Politiker der Zeitung „Welt“. Spahn: „Das exponentielle Wachstum ist gebrochen. Wir sind uns einig, dass das nicht reicht. Aber es ist gelungen - einmal mehr.“

Spahn rechtfertigte die hohe Bedeutung, die die Bundesregierung den Infektionszahlen beimisst. „Wir sind das Land mit einer der ältesten Bevölkerungen weltweit“, sagte der Minister. Mit wachsenden Infektionszahlen steige früher oder später auch der Behandlungsbedarf auf den Intensivstationen. „Ich will, dass wir die Welle brechen, bevor unnötig viel Leid in den Krankenhäusern entsteht“, betonte Spahn.

FDP-Vorsitzende Christian Lindner widersprach in dem „Welt“-Streitgespräch dem Minister und warf der Regierung Strategielosigkeit vor. „Meine Befürchtung ist: Wir finden aus dem aktuellen November-Lockdown in diesem Jahr nicht wieder raus“, sagte Lindner. „Und falls wir ihn beenden, dann ist wenige Wochen später der nächste da. Das wäre eine Stop-and-Go-Politik, die enormen sozialen und wirtschaftlichen Schaden verursacht.“

Die Wellenbrecher-Strategie der Regierung funktioniere nicht, sie sei nicht dauerhaft durchhaltbar, konstatierte Lindner.

7.35 Uhr: Erneut mehr Corona-Infektionen als in der Vorwochen

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.964 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Im Vergleich zum Wert vor einer Woche wurden gut 500 Fälle mehr gemeldet. Es ist der vierthöchste bisher gemessene Tageswert.

Nachdem die Zahl der täglichen Neuinfektionen im Oktober und Anfang November stark gestiegen war, war der Wert zuletzt vergleichsweise stabil. Einen deutlichen Rückgang der Neuinfektionen gibt es aber bislang nicht, obwohl seit Anfang November ein Teil-Lockdown in Deutschland gilt.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Samstag um 254 auf insgesamt 13.884.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,05 (Vortag: 0,99). Das bedeutet, dass rechnerisch 100 Infizierte weitere 105 Menschen anstecken.

20. November 2020

23.00 Uhr: Polizei rüstet sich für Querdenker-Demos

Am Wochenende wollen in vielen Städten Deutschlands wieder Menschen gegen die Corona-Regeln auf die Straße gehen. Besonders brenzlig könnte die Situation in Leipzig werden. Die Polizei rüstet sich. Hier die Hintergründe.

22.22 Uhr: Impfstoff-Boss spricht von „historischem Tag“

„Das ist ein historischer Tag, ein historischer Tag für die Wissenschaft und für uns alle“, sagt Albert Bourla, Chef des Pharmakonzerns Pfizer. Der US-Riese hat mit dem Mainzer Unternehmen Biontech am Impfstoff gegen Covid-19 gearbeitet - und nun in den USA eine Notfallzulassung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA für ihren Corona-Impfstoff beantragt. Die Arbeit am Impfstoff habe nur 248 Tage gedauert, so Bourla.

„Wir können innerhalb von Stunden liefern, wenn wir eine Genehmigung erhalten sollten“, sagte eine Sprecherin von Biontech in Mainz. Falls der Wirkstoff zugelassen werde, könnten besonders gefährdete Menschen in den USA Mitte bis Ende Dezember mit dem Impfstoff versorgt werden.

20.45 Uhr: Corona-Wunder in Großbritannien

Unglaublicher Fall in Großbritannien, eine Mutter lag dort wochenlang wegen einer schweren Corona-Erkrankung im Koma. Währenddessen brachte sie Zwillinge zur Welt. Hier die ganze Geschichte.

19.55 Uhr: Neuer Höchsstand an Corona-Infektionen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat einen neuen Höchststand erreicht. Am Freitag meldeten die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 23 648 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der neu gemeldeten Fälle damit um gut 1000. Der bisherige Spitzenwert war mit 23 542 verzeichneten Fällen am Freitag vor einer Woche registriert worden.

17.45 Uhr: 50.000 Zuschauer bei Rugby-Match in Australien

Es sind Bilder, die anmuten wie aus längst vergangenen Tagen. Fast 50.000 Menschen haben am Mittwochabend ein Rugby-Spiel in der Hafenstadt Brisbane besucht. Beim entscheidenden Spiel der Finalserie „State of Origin“ siegte Queensland gegen New South Wales mit 20:14. Nach Angaben der Veranstalter war es das weltweit größte Sportevent seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie.

Im australischen Bundesstaat Queensland ist die Corona-Lage derzeit entspannt. Am Tag des Spiels meldete der Bundesstaat lediglich einen neuen Fall. Kommt es jedoch zu lokalen Ausbrüchen, werden in Australien strikte Lockdowns verhängt.

14.05 Uhr: BioNTech und Pfizer drücken auf die Tube

Der Mainzer Impfstoffentwickler Biontech und sein US-Partner Pfizer wollen noch am Freitag eine Notfallzulassung ihres Corona-Impfstoffs in den USA beantragen. Der Antrag auf Notfallzulassung werde am Freitag bei der US-Zulassungsbehörde FDA eingereicht, teilten die beiden Unternehmen in einer Erklärung mit. Eine Zulassung würde demnach bereits Mitte bis Ende Dezember eine Impfstoffversorgung von Hochrisiko-Patienten in den USA ermöglichen.

„Die Beantragung einer Notfallzulassung in den USA ist ein entscheidender Schritt, um unseren Impfstoffkandidaten so schnell wie möglich der Weltbevölkerung zur Verfügung zu stellen“, erklärte Biontech-Mitgründer Ugur Sahin.

13.55 Uhr: Deutsche freuen sich darauf, Corona-Masken loszuwerden

Nach dem Ende der Corona-Pandemie wollen die Deutschen zuallererst die Maske loswerden. In einer von der Deutschen Bank am Freitag in Frankfurt am Main veröffentlichten Umfrage gaben 58 Prozent an, dass sie dann endlich ihren Mund-Nasen-Schutz wegpacken wollen. Rund jeder Zweite (54 Prozent) freut sich darauf, wieder unbesorgt reisen zu können, und 44 Prozent wollen Freunde und Verwandte zur Begrüßung wieder umarmen.

Jeder Dritte (33 Prozent) freut sich darauf, wieder Konzerte zu besuchen oder ins Theater zu gehen. Ein Viertel (25 Prozent) ist nach der Pandemie vor allem begierig auf Feiern und Partys. Fast ebenso viele werden dann erleichtert sein, die Angst als ständigen Begleiter loszuwerden (24 Prozent). 23 Prozent wollen es nach Corona genießen, Hobbys wieder unbeschränkt ausüben zu können, und 16 Prozent freuen sich auf den Besuch großer Sportveranstaltungen.

Insgesamt zeigen sich die Deutschen nach eigener Einschätzung bei der Bewältigung der Coronakrise als robust. Rund drei Viertel der Befragten (76 Prozent) geben an, die Pandemie bislang einigermaßen gut gemeistert zu haben.

Die Kehrseite der Medaille ist das knappe Viertel der Befragten (24 Prozent), die deutliche Einbußen beim Haushaltsnettoeinkommen verkraften müssen – im Schnitt hat dieser Teil der Bevölkerung 400 Euro weniger im Portemonnaie als vor der Pandemie. Die Rückgänge treffen jene Bürger besonders stark, die ohnehin über geringere Einkommen verfügen. Bei den Geringverdienenden sieht sich rund die Hälfte (51 Prozent) am finanziellen Existenzminimum.

13.45 Uhr: WHO rät von „Trump-Wundermittel“ Remdesivir ab

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät vom Einsatz des antiviralen Medikaments zur Behandlung von Covid-19-Patienten ab. Das Medikament habe „keinen entscheidenden Einfluss“ auf die Überlebenswahrscheinlichkeit, teilte die WHO am Freitag mit. Damit spricht sie sich gegen eines der wenigen bisher genutzten Medikamente für schwer erkrankte Coronavirus-Patienten aus.

US-Präsident Donald Trump wurde unter anderem mit Remdesivir behandelt, als er im Oktober an Covid-19 erkrankte. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte im vergangenen Monat das Medikament zur Behandlung von Covid-19-Patienten offiziell zugelassen. Auch die EU und andere Staaten hatten bedingte Marktzulassungen erteilt.

8.10 Uhr: Berufsverband bittet um Spenden für Sexarbeiter wegen Corona-Krise

Der "Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen" (BesD) bittet um Spenden und staatliche Hilfen für Sexarbeiter. „Der erneute Lockdown trifft gerade die am härtesten, die auch zuvor schon täglich um ihre Existenz gebangt haben“, heißt es in einer Pressemitteilung. Zwar könnten Sexarbeitende, die eine Steuernummer haben und in Deutschland gemeldet sind, als Soloselbstständige Corona-Hilfen beantragen. Das sei aber bei vielen Kolleginnen und Kollegen nicht der Fall.

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„Viele der nicht in Deutschland ansässigen Sexarbeiterinnen haben in Bordellen übernachtet - seit deren Schließung sitzen sie von einem Tag auf den anderen auf der Straße“, heißt es vom BesD. „Sie können aktuell auch nicht in ihre Heimatländer zurück, es bestehen Einreisestopps und in den meisten Fällen fehlt ohnehin das Geld für eine ungeplante Reise.“ Auch der Sozialdienst katholischer Frauen hatte vor kurzem darauf hingewiesen, dass viele Prostituierte „plötzlich vor dem Nichts“ stünden und etwa auf Lebensmittelpakete angewiesen seien.

Bund und Länder hatten sich Ende Oktober geeinigt, dass Bordelle im November geschlossen bleiben müssen, ähnlich wie bereits im Frühjahr. Der in der Corona-Zeit eingerichtete Nothilfe-Fonds des Verbandes in Höhe von 150 000 Euro sei bereits ausgeschöpft, meldet der Berufsverband.

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7.45 Uhr: Geheimpläne über Corona-Lockdown nach November

Nicht nur in Bayern (siehe Update vom 19.November, 18.04 Uhr), sondern auch in anderen Landesregierungen und im Bundeskanzleramt gibt es Geheimpläne, wie es mit dem Lockdown light in Deutschland im Dezember weitergehen wird. Angesichts der weiter hohen Neuinfektionszahlen ist nicht mit einem Ende der Maßnahmen zu rechnen. Am Mittwoch treffen sich Angela Merkel und die Länderchefs erneut zu einer Beratung. Die Kanzlerin wünsche sich, dass dann eine Strategie für den ganzen Winter erarbeitet werde, berichtet die Bild.

Aus einer SPD-geführten Landesregierung will die Bild zudem erfahren haben, dass man von einer Verlängerung des Lockdown light bis Ende Dezember oder Anfang Januar ausgehe. Auch eine Ausweitung der Maskenpflicht oder eine Verlängerung der Winterferien sei möglich. In NRW werde über Kontaktverbote wie im Frühjahr nachgedacht.

Der Münchner Merkur hatte am Donnerstag berichtet, dass in Söders bayerischer Staatsregierung mehrere Varianten für eine Verlängerung des Lockdown light beraten werden. Sie reichen bis zum 15. Dezember bis zum 15. Januar 2021.

7.10 Uhr: Corona-Leugner unterrichtet an Berufsschule – Skandal in Berlin

Der RBB enthüllte nun einen Skandal an einer Berliner Berufsschule. Dort hatte sich ein Lehrer zu einem Corona-Leugner entwickelt, der sogar die Existenz des Virus abstritt und aktiv auf Telegram seine Weltsicht verbreitete. Er bezeichnete Masken laut RBB als „moderne Hakenkreuze“ und forderte seine Schüler dazu auf, keinen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Beschwerden der Schüler bei anderen Lehrern und der Schulleitung blieben ohne Folgen, so dass sie sich letztlich an den Sender RBB wandten. Ein Lehrerkollege räumte nun ein: „Wir haben die Schüler eigentlich schon in gewisser Weise in die Notsituation gebracht, dass sie sich sozusagen nach außen wenden mussten, um Gehör zu finden.“

Der Fall ist nun auch Thema in der Berliner Landespolitik. Aus Sicht von Regina Kittler, bildungspolitische Sprecherin der Linken, ist der Lehrer eine Gefahr für die Gesundheit seiner Schüler und Lehrerkollegen: „Das Herunterspielen einer Krankheit, die nachweisbar vielen Menschen das Leben gekostet hat, und das als Lehrkraft gegenüber Schutzbefohlenen das ist schon eine harte Nummer.“

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft spricht von einem „Versäumnis der Schulaufsicht“. Nun hat die Senatsschulverwaltung eine dienstrechtliche Prüfung eingeleitet.

6.50 Uhr: RKI meldet einen neuen Rekord-Höchststand an Corona-Neuinfektionen

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut 23.648 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Es ist somit ein neuer Tagesrekord. Der bisherige Höchststand an Neuinfektionen an einem Tag lag bei 23.542 in der vergangenen Woche. Trotz Lockdown light seit dem 2. November gibt es somit keine Rückwärtsbewegung der Neuinfektionen.

Zudem meldet das RKI 260 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona. Es ist der neunte Wochentag in Folge mit mehr als 150 Toten.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut dem Lagebericht des Instituts vom Donnerstagabend bei 0,99 (Vortag: 0,95). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 99 weitere Menschen anstecken. Auch hier ist damit keine Trendumkehr absehbar.