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Corona-Regeln: Schule, Weihnachten, Silvester, Urlaub – DAS gilt ab Dezember

Coronavirus: Diese Symptome sprechen für COVID-19

Zahlreiche Menschen auf der Welt haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sind Frauen und Männer von einer SARS-CoV-2-Infektion etwa gleich häufig betroffen. Männer erkranken jedoch häufiger schwer als Frauen. Es gibt einige Symptome, die auf eine mögliche Infektion hinweisen können.

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Das Zittern und Hoffen hat ein Ende: Bund und Länder haben den weiteren Corona-Kurs für Dezember beschlossen. Neun Stunden diskutierten Angela Merkel und die Länderchefs über die neuen Corona-Maßnahmen.

Doch was gilt ab Dezember? Welche Vorgaben gelten für Schulen? Was ist an Weihnachten und Silvester erlaubt? Und sind Ski-Urlaube möglich?

Welche Corona-Einigungen ab Dezember greifen und was lediglich Empfehlungen sind, liest du hier.

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Neue Corona-Regeln ab Dezember

  • Teil-Lockdown wird bis zum 20. Dezember verlängert

Restaurants und Kneipen sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Theater, Kinos und Fitnessstudios bleiben weiterhin geschlossen. Auf nicht notwendige Reisen soll weiter verzichtet werden.

  • Kontaktbeschränkungen vor Weihnachten

Bis zum Weihnachtsfest sollen die Kontaktbeschränkungen verschärft werden. „Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Falle auf maximal fünf Personen zu beschränken“, heißt es in dem Papier der Länderchefs. Hiervon ausgenommen seien Kinder bis 14 Jahre.

Ausweitung der Maskenpflicht

Die Maskenpflicht soll demnach ab 1. Dezember nicht nur für öffentliche Gebäude sowie Busse und Bahnen gelten, sondern auch an allen öffentlichen Orten mit viel Publikumsverkehr – etwa vor Geschäften und auf Parkplätzen. Gleiches gilt für alle Orte mit Publikumsverkehr in Innenstädten, auch unter freiem Himmel, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten. Die Festlegung der Orte und der zeitlichen Beschränkung soll den örtlichen Behörden obliegen.

  • Neue Quadratmeter-Regel für Supermärkte

In Einkaufszentren soll eine Quadratmeter-Regel eingeführt werden. Heißt: 20 Quadratmeter pro Kunde – ab einer Einkaufsfläche von 800 Quadratmeter. Davon sind auch Supermärkte betroffen.

Neuer Inzidenzwert für Corona-Hotspots

Ein neuer Inzidenzwert kommt: Ab einem Wert von 200 sollen Maßnahmen zukünftig deutlich verschärft werden. Der bisherige Hotspot-Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen soll ebenfalls bestehen bleiben.

Neue Corona-Regeln: Was gilt an Schulen?

  • Wechsel- und Hybridunterricht weiter regional geregelt

In einem gemeinsamen Beschlusspapier von Bund und Ländern heißt es, „weitergehende Maßnahmen für die Unterrichtsgestaltung“ sollten „schulspezifisch“ umgesetzt werden, bei einem Infektionsgeschehen mit einer Inzidenz oberhalb von 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern pro Woche. Diese Zahl wird in den meisten Landkreisen Deutschlands laut aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts momentan nicht überschritten.

Sogenannter „Hybridunterricht“ wird auch nicht verpflichtend, sondern nur als Beispiel für etwaige Zusatzmaßnahmen genannt. Zudem sollen solche Maßnahmen auf Schüler ab der 8. Klasse - ausgenommen der Abschlussklassen - beschränkt bleiben.

  • Maskenpflicht an Schule ausgeweitet

Vereinbart wurde auch eine Maskenpflicht im Unterricht ab der 7. Klasse, ebenfalls abhängig von den regionalen Corona-Zahlen. Als unscharfe Grenze werden hier im Papier „deutlich mehr“ als 50 Neuinfektionen pro 100 00 Einwohner genannt.

Allerdings gilt in den meisten Bundesländern längst eine Maskenpflicht im Unterricht und zwar schon ab der 5. Klasse, in Bayern sogar an Grundschulen. Keine flächendeckende Maskenpflicht im Unterricht gab es zuletzt nur noch in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern.

Corona-Regeln für Weihnachten und Silvester

  • Lockerungen an Weihnachten

Die strengen Kontaktbeschränkungen zum Eindämmen der Corona-Pandemie werden über Weihnachten gelockert. Vom 23. Dezember bis zum 1. Januar dürfen sich maximal zehn Personen treffen, Kinder bis 14 Jahre fallen nicht unter die Regelung, wie aus dem Beschlusspapier von Bund und Ländern zu ihren Beratungen am Mittwoch in Berlin hervorgeht. Schleswig-Holstein hält an seinen eigenen Regelungen fest.

  • Böller-Verbot auf belebten Plätzen und Straßen

Ein Böllerverbot auf belebten Plätzen und Straßen ist beschlossen, „um größere Gruppenbildungen zu vermeiden“. Städte und Gemeinden sollen festlegen, wo genau geböllert werden darf. Ein Kaufverbot von Feuerwerkskörpern soll es allerdings nicht geben.

Corona-Vorgaben für Reisen und Urlaube

  • Skiurlaube sollen vermieden werden

Ein Verbot ist es nicht, aber ein Appell: Skiurlaube sollen bis zum 10. Januar vermieden werden. Das weitere Vorgehen sollen zwischen den europäischen Ländern besprochen werden.

In dem Beschlusspapier heißt es: „Die Bundesregierung wird gebeten, auf europäischer Ebene darauf hinzuwirken, dass bis zum 10. Januar Skitourismus nicht zugelassen wird.“

  • Zusätzliche Corona-Regeln bei Bahn – aber keine Reservierungspflicht

Mehr Platz in den Zügen - dafür weniger Plätze, die reserviert werden können: Das sieht der nun getroffene Beschluss vor. So soll die „Sitzplatzkapazität“ der Züge deutlich erhöht werden, um noch mehr Abstand zwischen den Reisenden zu ermöglichen. Als denkbar gilt es, mehr Züge einzusetzen. Die Reservierbarkeit der Sitzplätze soll parallel dazu beschränkt werden.

Einzelheiten soll nun die Bahn festlegen. In einem vorigen Entwurf waren noch konkrete Details genannt, etwa, dass fortan nur Fensterplätze reserviert werden können. Nun steht fest: Eine verschiedentlich geforderte Reservierungspflicht gibt es nicht. Die Bahn und Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) lehnen das vehement ab. Sie wollen das „offene System“ mit viel Flexibilität unbedingt erhalten.

(gör/mb)