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Steuer: Wer im Homeoffice arbeitet, darf auf satte Entlastung hoffen

Steuerentlastung für Arbeitnehmer im Home-Office.
Steuerentlastung für Arbeitnehmer im Home-Office.
Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Steuer-Entlastung für Arbeitnehmer im Home-Office: Wer 2020 coronabedingt viel von daheim gearbeitet hat, kann mit einer satten steuerlichen Entlastung rechnen.

Auf die Steuer-Entlastung einigten sich Politiker von CDU/CSU und SPD. Es wird eine neue Steuerpauschale kommen.

Steuer: Entlastung für Arbeitnehmer im Home-Office

Die Große Koalition hat sich auf Initiative der Bundesländer Bayern und Hessen grundsätzlich auf eine Steuervergünstigung in der Corona-Krise geeinigt.

Steuern: Die geplante Home-Office-Pauschale im Überblick:

  • 5 Euro Pauschale pro Home-Office-Tag.
  • Maximal können 600 Euro pro Jahr geltend gemacht werden.
  • Unklar: Gibt es eine Verrechnung mit anderen Werbungskosten im Rahmen der Arbeitnehmer-Pauschalbetrag von 1000 Euro?
  • Hintergrund für die Steuerentlastung sind höhere Kosten für Heizung und Strom, sondern auch die wegfallende Pendler-Pauschale.

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Stimmen zur geplanten Home-Office-Pauschale

  • Fabio de Masi (Die Linke):

„Die Home-Office-Pauschale begünstigt höhere Einkommen über den Steuerabzug. Wer wenig verdient, hat daher auch weniger Anreize von zu Hause zu arbeiten, um unnötige Kontakte einzuschränken“. Zudem kritisiert de Masi, dass Arbeitgeber „vollständig aus der Pflicht genommen“ würden, für die Home-Office-Kosten aufzukommen. Er forderte zudem, dass die Pauschale nicht unter die Werbungskosten fallen dürfe, denn viele Beschäftigte nutzten nur die Werbungskostenpauschale von 1000 Euro. „Sie würden daher nicht zusätzlich entlastet. Bei Beschäftigten mit niedrigen Einkommen käme dann kaum etwas an.“

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  • FDP-Fraktionsvize Christian Dürr :

Dürr kritisiert, der GroKo-Vorschlag „kommt zu spät und greift zu kurz“. Insbesondere den Arbeitnehmern, die während der Krise in Kurzarbeit sind, drohten finanzielle Einschnitte. „Kurzarbeiter müssen eine Steuererklärung abgeben und womöglich mit hohen Nachzahlungen rechnen, weil die große Koalition immer noch nicht den Progressionsvorbehalt abgeschafft hat.“ Dürr forderte stattdessen eine Homeoffice-Pauschale von 100 Euro pro Monat.

  • Bund der Steuerzahler:

Der Bund der Steuerzahler erklärte, es sei gut, dass nun endlich über eine Home-Office-Pauschale konkret gesprochen werde. Die geplante Tages-Pauschale von fünf Euro gehe in die richtige Richtung, sagte dessen Präsident Reiner Holznagel dem Sender rbb. Allerdings kritisierte Holznagel, dass nach dem Konzept höchstens 600 Euro im Jahr geltend gemacht werden dürfen. Das sei „abwegig“. „Derjenige, der diese Kosten hat, muss sie auch völlig zur Geltung bringen können.“

  • Deutsche Steuer-Gewerkschaft:

Die Deutsche Steuer-Gewerkschaft begrüßte den Vorschlag. „Eine Pauschale hat auch eine vereinfachende Wirkung sowohl für den Steuerzahler wie für das Finanzamt, denn die Kosten müssen nicht im Einzelnen nachgewiesen werden“, sagte der Verbandsvorsitzende Thomas Eigenthaler der „Augsburger Allgemeinen“ (Dienstagausgabe). Er hält auch die Höhe des Beitrags für angemessen. Wer ein echtes Arbeitszimmer daheim habe, könne maximal 1250 Euro im Jahr geltend machen.