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„Hartz 4“-Empfänger schießt monatlich rund 300 Euro in den Wind – der Grund macht traurig

„Hartz 4“-Empfänger Chris glaubt an die große Liebe. Ein fataler Fehler, wie sich nun herausstellt.
„Hartz 4“-Empfänger Chris glaubt an die große Liebe. Ein fataler Fehler, wie sich nun herausstellt.
Foto: RTL ZWEI

Das Leben mit „Hartz 4“ bedeutet für viele Menschen, Abstriche machen zu müssen. Oftmals bleibt den Betroffenen gerade mal so viel Geld, um das Nötigste zu bezahlen.

Doch „Hartz 4“-Empfänger Chris scheint seine Prioritäten etwas anders zu setzen. Für die große Liebe würde der 57-Jährige sogar sein letztes Hemd opfern.

Hartz 4“-Empfänger führt Fernbeziehung mit Unbekannter

Chris' Schicksal wird von der RTLZWEI-Produktion „Hartz und Herzlich“ begleitet. Vor der TV-Kamera gesteht der „Hartz 4“-Empfänger, dass noch eine ganze Monatsmiete von 370 Euro ausstehe.

Normalerweise sollte dieser Betrag kein allzu großes Problem für den ehemaligen Kurierfahrer aus Krefeld sein. Doch seitdem Chris seine vermeintliche Partnerin finanziell unterstützen möchte, bleibt kaum noch Geld für ihn übrig. Kennengelernt hat er die Dame im Internet.

Getroffen haben sich die Zwei allerdings noch nie, da Chris' Freundin an der Elfenbeinküste lebt. „Ich spreche kein Wort Französisch. Ich schreibe ihr auf Deutsch und sie benutzt den Übersetzer von Google“, erklärt er.

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Das ist „Hartz 4“:

  • „Hartz 4“ heißt eigentlich Arbeitslosengeld II (ALG II)
  • Es wurde zum 1. Januar 2005 eingeführt
  • Es ist die Grundsicherungsleistung für erwerbsfähige Leistungsberechtigte nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch
  • Es soll Leistungsberechtigten ermöglichen, ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht
  • Allerdings kann es durch zulässige Sanktionen gekürzt oder ganz gestrichen werden - Kritiker sagen: Das ist menschenunwürdig
  • Die gesetzliche Grundlage für das ALG II bildet das Zweite Buch Sozialgesetzbuch

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Hartz 4“-Empfänger investiert 800 Euro in Online-Liebe

Chris träumt davon, eines Tages seine Freundin nach Deutschland holen zu können. Seiner Online-Bekanntschaft zufolge könnten sich die beiden dann von ihrem Erbe ein Häuschen kaufen. „Insgesamt habe ich mittlerweile so circa 800 Euro rübergeschickt“, verrät der 57-Jährige.

Doch seine gute Freundin Crissi ist misstrauisch. Sie scheint etwas über Chris' Internet-Liebe herausgefunden zu haben und konfrontiert ihn mit einer niederschmetternden Vermutung. „Ich habe dir damals schon gesagt, dass das ein Fake-Ding ist. Das ist nicht echt. Da beschei** dich jemand nach Strich und Faden und nimmt dich aus“, so Chris' Bekannte.

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Trotz gefaketer Bilder: Chris glaubt an die große Liebe

Während Crissi schon anhand der Fotos erkannt haben will, dass es sich bei der Online-Freundin um eine Betrügerin handle, steht Kumpel Matthias Chris weiterhin bei. Nachdem das Konto des Krefelders gesperrt wurde, hat Matthias für ihn das Geld überwiesen.

Rund 300 Euro hat Chris im vergangenen Monat wieder mit Matthias' Hilfe an die Fremde überwiesen. Obwohl ihm seine Freundin Crissi bereits klargemacht hat, dass er auf eine Betrugsmasche reingefallen ist, will er die Realität nicht wahrhaben. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, erklärt der „Hartz 4“-Empfänger.

Dass das Online-Dating einige Gefahren birgt, hat auch eine Frau aus Australien zu spüren bekommen. Sie zog für ihre große Liebe sogar auf einen anderen Kontinent, doch dann folgte das böse Erwachen.