Welt 

Corona: Darüber entscheiden Bund und Länder heute ++ Drosten mit Warnung: „Läuft blauäugig in eine Situation rein.“

Vektor, Totimpfung, mRNA? Diese Impfstoff-Arten gibt es

Diese Impfstoff-Arten gibt es und so funktionieren sie.

Beschreibung anzeigen

Corona hat Deutschland nun bereits seit mehr als einem Jahr im Griff. Der Lockdown geht noch bis mindestens zum 7. März. Am Mittwoch wird beim Corona-Gipfel neu verhandelt.

Wird dann der Lockdown verlängert oder können sich die Menschen in Deutschland auf einige wenige Lockerungen freuen? Erste Details sickern vor der Verhandlung nun schon durch.

Corona: Verlängerung des Lockdowns oder kommen Lockerungen am Mittwoch?

In unserem News-Blog halten wir dich über alle Entwicklungen zum Thema Corona auf dem Laufenden.

+++ Corona-Blog aktualisieren +++

Corona-Zahlen in Deutschland am Dienstag:

  • Corona-Neuinfektionen: 3.943 (insgesamt 2.451.011)
  • Todesfälle: 358 (insgesamt (70.463)
  • Bundesweiter Inzidenzwert: 65,4

Mittwoch, 3. März

15.57 Uhr: Mehr zum Corona-Gipfel erfährst du hier!

Du willst die neusten Entwicklungen zu den neuen Corona-Maßnahmen? Dann hier entlang!

7:34 Uhr: Darüber entscheiden Bund und Länder heute:

Selbst Angela Merkel kann sich dem Druck nicht mehr völlig entziehen. Nach dem wochenlangen Corona-Lockdown würden Lockerungen „sehnlichst gewünscht“, auch sie selbst halte Öffnungen für notwendig, sagt die Kanzlerin am Dienstag nach Teilnehmerangaben in einer Online-Sitzung der Unionsfraktion. Und sie kündigt für die Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch an, was sich zuletzt immer klarer herauskristallisiert hatte: eine vorsichtige Öffnungsstrategie, meist entlang regionaler Corona-Zahlen, aber immer mit einer „Notbremse“. Man werde „mehr regionalisieren, um mehr Freiheit zu ermöglichen“. Es ist ein schmaler Grat zwischen Öffnungen und drohender dritter Welle.

Der Beschlussentwurf

  • Lockdown soll grundsätzlich bis 28. März verlängert werden, doch mit Lockerungen
  • schon ab kommender Woche könnten wieder Treffen des eigenen mit einem weiteren Haushalt möglich sein, beschränkt auf fünf Personen, Kinder bis 14 Jahre nicht mitgezählt
  • schrittweise Öffnungen zahlreicher Bereiche vom Einzelhandel bis zu Sport und Kultur vor, allerdings immer abhängig von den aktuellen Zahlen
  • entscheidender Punkt bei den Öffnungen soll eine umfangreiche Teststrategie sein

Die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten müssen zwei Herausforderungen begegnen: Einerseits hat das Sinken der Corona-Zahlen in den vergangenen Wochen breite Hoffungen und Erwartungen auf ein schrittweise Ende des Lockdowns geweckt. Andererseits sind die Zahlen in den vergangenen Tagen wieder angestiegen, auch wegen der Virus-Varianten. In diesem Spannungsfeld müssen Bund und Länder entscheiden. „Im Detail wird das sicherlich noch ganz schön kompliziert“, sagt Merkel selbst voraus.

Dienstag, 2. März

19.42 Uhr: Christian Drosten mahnt: „Wird im Moment nicht genutzt“

Der Virologe Christian Drosten hat vor den Beratungen der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor steigenden Infektionszahlen bei Lockerungen der Corona-Maßnahmen gewarnt. Drosten sagte am Dienstag im NDR-Podcast „Das Coronavirus-Update“, es sei aus gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Überlegungen berechtigt, Maßnahmen zurückzunehmen. „Nur muss man eben auch ganz neutral sagen, was dann auch passieren wird. Es wird passieren, dass dann die Inzidenz wieder steigt.“

Der Chefvirologe der Berliner Charité verwies dabei auf eine Modellierung der Intensivmediziner, die eine Verlängerung des Lockdowns bis mindestens 1. April gefordert hatten, da ansonsten eine schwer beherrschbare dritte Corona-Welle drohe. Die für die Berechnungen genutzten Annahmen halte er „für sehr realistisch“, sagte er.

Drosten kritisierte zugleich das derzeitige staatliche Vorgehen bei den Impfungen. Er habe das Gefühl, „dass da ein deutscher Perfektionismus entstanden“ sei. Er rief dazu auf, dringend die Hausärzte und Betriebsärzte beim Impfen mit einzubeziehen.

„Man kennt seine Pappenheimer als Hausarzt“, sagte Drosten. Die Hausärzte wüssten etwa, wer bevorzugt geimpft werden sollte oder auch wer zu einer Impfung bereit sei. Auch die Betriebsärzte wüssten genau, wen sie etwa innerhalb der Belegschaft bevorzugt gegen Grippe impfen lassen würden. „Dieser menschliche Faktor wird im Moment nicht genutzt“, sagte der Virologe.

16.04 Uhr: Lockdown-Verlängerung: Das spricht dagegen - und das dafür

Die einen sagen: Es reicht, wir halten die strengen Regeln nicht länger aus. Andere halten dagegen: Wenn wir jetzt zu viele Regeln lockern, wird alles nur noch schlimmer. An diesem Mittwoch treffen sich wieder wichtige Politikerinnen und Politiker, um über die Corona-Krise zu sprechen. Hier erfährst du, was gegen Lockerungen spricht und was dafür.

  • Für Lockerungen: Vertreter aus der Wirtschaft befürchten, dass in nächster Zeit sehr viele Firmen pleite gehen. Restaurants, Hotels und Kinos zum Beispiel sind schon seit Monaten geschlossen. „Wir können nicht bis Ostern warten“, sagt ein Politiker zu möglichen Lockerungen.
  • Viele Menschen sind nach den letzten Corona-Monaten erschöpft oder niedergeschlagen. Ein Politiker aus dem Bundesland Sachsen-Anhalt sagt: Trotz strenger Regeln sollte wieder mehr erlaubt sein. Möglich werden soll das auch durch Impfungen und Corona-Tests.
  • Die Hoffnung ist: Wenn die meisten sehr alten Menschen geimpft sind, werden nicht mehr so viele von ihnen schwer krank. Außerdem soll es einfacher werden, sich selbst testen zu lassen. So wüssten Fachleute schneller, wo sich jemand angesteckt hat. Dadurch könnten sie das Virus schneller und besser bekämpfen.
  • Gegen Lockerungen: Fachleute aus der Medizin warnen davor, die Regeln zu schnell zu lockern. Mehrere Wochen lang hatten sich in Deutschland immer weniger Menschen mit dem Virus angesteckt. Doch seit Kurzem sieht es wieder anders aus.
  • Fachleute befürchten, dass sich in nächster Zeit wieder deutlich mehr Menschen anstecken könnten. Das hat wohl auch mit veränderten Viren zu tun, auch Mutanten genannt. Eine besonders ansteckende hat sich zuletzt bei uns ausgebreitet.
  • Ein Politiker aus der Stadt Hamburg befürchtet: „Wir würden die Krise eher verlängern, wenn wir jetzt zu viele Beschränkungen gleichzeitig aufheben.“ Dann könnten bald wieder sehr strenge Regeln nötig sein.
  • 11.27 Uhr: Bund und Länder wollen Notbremse verhandeln

    Außerdem ist in der Vorlage von einer sogenannten Notbremse die Rede. Diese besagt, dass die Regeln bis zum 7. März wieder in Kraft treten können, sobald eine Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen einen bestimmten Wert überschreitet.

    Welcher Wert das sein soll, ist noch nicht klar. Dieser muss noch verhandelt werden.

    11.24 Uhr: Lockdown-Verlängerung: Fahrschulen und Kosmetikstudios öffnen wieder

    Auch die bisher noch geschlossenen körpernahen Dienstleistungsbetriebe (Kosmetikstudios) und Fahr- und Flugschulen sollen wieder öffnen dürfen, wobei hier die Voraussetzung ein tagesaktueller Schnell- oder Selbsttest ist.

    11.20 Uhr: Wohl kein Wort von DIESEM wichtigen Thema

    Laut Olaf Gersemann, Ressortleiter Wirtschaft + Finanzen bei der WELT fehlt von einem besonders wichtigen Thema aber jede Spur in der zehn Seiten umfassenden Beschlussvorlage.

    11.15 Uhr: DANN öffnen Museen und Galerien wieder

    Dem neuen Entwurf zufolge solle bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 der Einzelhandel öffnen dürfen. Auch Museen, Galerien, zoologische und botanische Gärten sowie Gedenkstätten wären dann wieder frei zugänglich.

    Auch könnten dann bis zu zehn Menschen wieder gemeinsam draußen Sport machen, das berichtet die Bild.

    11.13 Uhr: Diese Geschäfte dürfen bundesweit wieder einheitlich öffnen

    Vorausgesetzt Hygienekonzepte und Begrenzung auf 20 Quadratmeter pro Kunden dürfen dann wohl auch wieder folgende Geschäfte einheitlich in allen Bundesländern öffnen, heißt es in der Beschlussvorlage weiter:

    • Buchhandlungen,
    • Blumengeschäfte
    • Gartenmärkte

    10.56 Uhr: Corona: Lockdown-Verlängerung laut Medienbericht bis 28. März! Doch es gibt wohl schnelle Lockerungen

    Der Lockdown soll laut Medienbericht bis zum 28. März verlängert werden. Das geht aus einem Beschlussentwurf für den Bund-Länder-Gipfel am Mittwoch hervor, wie focus.de berichtet.

    Demnach sollen allerdings schnelle Lockerungen erfolgen!

    Sollten die Punkte von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Länderchefs am Mittwoch so übernommen werden, soll der Lockdown vorerst bis zum 28. März verlängert werden. Doch es soll dem Papier zufolge auch Lockerungen geben – schon ab Montag, 08. März.

    Treffen mit bis zu fünf Personen wieder möglich

    Demnach dürfen sich dann wieder mehr Menschen treffen. So sollen Zusammenkünfte des eigenen Haushalts mit einem weiteren Haushalt möglich, jedoch auf maximal fünf Personen beschränkt. Kinder bis 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt.

    Noch stärkere Erweiterungen soll es an den Orten geben, wo die Inzidenz unter 35 oder unter 50 ist. , so focus.de

    In der Beschlussvorlage heißt es: „Bund und Länder wollen nun erproben, wie durch die deutliche Ausweitung von Tests und ein Testprogramm in Verbindung mit einer besseren Nachvollziehbarkeit der Kontakte im Falle einer Infektion Öffnungsschritte auch bei höheren 7-Tage-Inzidenzen mit über 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner möglich werden.“

    09.34 Uhr: Giffey appelliert: „Kann nicht sein, dass Hunde früher in die Schule gehen als Kinder“

    Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) plädiert im Rahmen weiterer Öffnungen für mehr Perspektiven von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Krise. „Ich finde es sehr wichtig, dass Kinder und Jugendliche jetzt ganz vorne in der Debatte um weitere Öffnungsschritte stehen müssen“, sagte Giffey am Dienstag im ARD-„Morgenmagazin“. Wenn man über Baumärkte, Flugschulen und Hundeschulen spreche, sollte man auch die Perspektive von Kindern in den Blick nehmen. „Es kann nicht sein, dass Hunde früher in die Schule gehen als Kinder und Jugendliche.“

    Kinder und Jugendliche dürften nicht allein als Schüler, sondern müssten in ihrer ganzen Persönlichkeit betrachtet werden, sagte Giffey. Auch die Freizeit und das außerschulische Lernen sollten eine wichtige Rolle spielen, für Kinder- und Jugendeinrichtungen müsse es Öffnungsperspektiven geben. Schnell- und Selbsttests bieten nach Ansicht der Ministerin dabei eine große Chance. Neben Grundschullehrern und Erziehern in der Kita sollten auch die Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe besser geschützt und so schnell wie möglich geimpft werden.

    Montag, 1. März

    18.47 Uhr: Jens Spahn warnt vor schnellen Lockerungen

    Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat vor raschen Lockerungen der Corona-Regeln gewarnt. „Wir würden es uns allen nicht verzeihen, aber Sie auch Ihrer Regierung nicht, wenn wir jetzt zu schnell lockerten und auf einmal in vier oder sechs Wochen wieder vor ganz anderen Fragen stünden“, sagte er am Montagabend bei einer Veranstaltung des Mittelstandsverbands BVMW. Auch er habe das Bedürfnis, einen Plan für Schritte zu mehr Normalität zu haben. „Aber wir schaffen grad halt nur eine schwierige Balance“, räumte Spahn ein. Lockerungen könnten nur Schritt für Schritt passieren, allein die Öffnung von Schulen und Kitas führe zu Millionen Bewegungen jeden Tag.

    Zugleich zeigte sich der Minister optimistisch. „Wir haben den Weg raus aus der Pandemie begonnen“, sagte er. Dies könne das letzte Frühjahr in der Corona-Pandemie sein, möglicherweise habe man im April das Schlimmste hinter sich. Gerade beim Testen gebe es mit Schnell- und Selbsttests große Fortschritte, die auch konkrete Situationen im Alltag absichern könnten - Gastronomie- und Kinobesuche genauso wie Familientreffen. Auch das Impfen machen einen Unterschied, so gehe die Zahl der Krankenhausaufenthalte von Über-80-Jährigen deutlich zurück.

    18.30 Uhr: Nach sechs aussichtsreichen Wochen steigen die Corona-Zahlen weltweit wieder

    Die weltweit gemeldeten Corona-Infektionszahlen steigen wieder. Nach sechs Wochen mit sinkender Tendenz gebe es nun wieder einen Zuwachs, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Montag in Genf. Abgesehen von Afrika und der Region im westlichen Pazifik sei überall ein Aufwärtstrend zu beobachten. „Das ist enttäuschend, aber nicht überraschend.“ Ursachen könnten die Corona-Lockerungen und die ansteckenderen Varianten des Virus sein - „und dass die Menschen weniger vorsichtig werden“, sagte Tedros.

    Der WHO-Chef ermahnte die internationale Gemeinschaft erneut, nicht allein auf Impfungen zu setzen. Grundsätzliche Hygieneregeln seien weiterhin Fundament der Pandemie-Bekämpfung. Erfreulich sei, dass endlich die Impfung von medizinischem Personal in den ärmeren Ländern begonnen habe, zum Beispiel in Ghana und der Elfenbeinküste. Bis Ende Mai erwarte die WHO, dass 237 Millionen Dosen Impfstoff zur Verteilung in 142 ärmeren Ländern bereitstünden. Tedros fügte hinzu: „Es ist bedauerlich, dass dies beinahe drei Monate nach dem Impfstart in manch besonders reichen Ländern passiert.“

    15.48 Uhr: Erste Details vor Bund-Länder-Gipfel durchgesickert - kommen jetzt Lockerungen?

    Vor dem Corona-Gipfel am Mittwoch kamen nun erste Details ans Licht: Wie der Business Insider schreibt, solle der Lockdown bis Ende März verlängert werden. Nichtsdestotrotz sollen Lockerungen her, weil es aussichtslos erscheint auf eine Inzidenz unter 35 zu warten, wie es im letzten Gespräch vereinbart wurde. Einzelne Bundesländer preschten alleine vor und öffneten Zoos und Gartenbaumärkte.

    Jetzt im Gespräch: Gastronomien sollen wohl im Außenbereich öffnen dürfen. Darauf hoffen viele besonders im beginnenden Frühling. Auch könnten Kunden wieder in Läden einkaufen gehen, wenn sie bei sogenannten „Click & Meets“ einen Termin im Geschäft vorab vereinbarten.

    Diskutiert werden soll auch, ab welcher Inzidenzzahl man von weiteren Lockerungen sprechen kann. Hier im Fokus: Schnell- und Selbsttests.

    11.13 Uhr: Söder fordert AstraZeneca für alle

    Außerdem erklärte Söder im Bezug auf die Impfstoffvergabe in Deutschland: „Wir müssen jetzt mehr Tempo machen.“ So sollte AstraZeneca für alle zur Verfügung gestellt werden.

    10.31 Uhr: Markus Söder warnt vor „Blindflug in die dritte Welle“

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vor der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz zur Coronakrise vor einem „Blindflug in die dritte Welle“ hinein gewarnt. Es dürfe in der Runde mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch „kein Öffnungsrausch“ entstehen, sondern es müsse „ein kluges und ausbalanciertes Öffnen“ geben, sagte Söder am Montag in München. „Wir müssen die richtige Balance finden zwischen Vorsicht und Öffnen.“

    Der bayerische Ministerpräsident befürwortete eine regionale Differenzierung bei den weiteren Corona-Maßnahmen. Allerdings dürfe daraus „kein reiner Wildwuchs“ werden. Große Hoffnungen lege er auf die Corona-Schnelltests, die eine echte Hoffnungschance seien. Allerdings seien die Schnelltests keine „Schnellwaffe“, sie lägen nicht sofort in ausreichender Zahl vor.

    Söder äußerte sich bei der Vorstellung einer Allianz mit dem Bundesland Sachsen und dessen Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sowie mit Thüringen. Die drei Bundesländer sind in Landkreisen im Grenzbereich zu Tschechien besonders stark von Corona-Neuinfektionen betroffen.

    06.26 Uhr: Lockdown-Verlängerung? Mehrheit der Deutschen spricht sich DAFÜR aus

    Trotz Anzeichen für eine nahende dritte Welle der Corona-Pandemie werden Lockdown-Maßnahmen in Deutschland am Montag leicht gelockert. Nach zweieinhalb Monaten dürfen bundesweit die Friseure wieder öffnen. Sie mussten seit dem 16. Dezember geschlossen bleiben, damals begann der harte Lockdown. In einigen Bundesländern öffnen jetzt auch andere Einrichtungen, darunter sind etwa Gartenmärkte, Blumenläden, Fußpflegesalons oder Fahrschulen.

    Am Mittwoch kommen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder erneut zusammen - auch um über eine weitere Öffnungsperspektive im Lockdown zu sprechen. Der Druck vor den Beratungen ist groß, da auf der einen Seite der Wunsch nach mehr Freiheiten wächst, Experten aber zugleich den Beginn einer dritten Pandemie-Welle sehen. Zentrale Corona-Kennzahlen steigen wieder an, Grund dürfte die Ausbreitung ansteckenderer Virusvariationen sein.

    Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zufolge sind nur noch gut ein Drittel für eine Beibehaltung (26 Prozent) oder Verschärfung (9 Prozent) der geltenden Einschränkungen. 43 Prozent meinen dagegen, der Lockdown sollte weiter gelockert werden. 17 Prozent sind sogar für eine komplette Rückkehr zur Normalität. 5 Prozent machten keine Angaben. Zum ersten Mal seit Beginn des harten Lockdowns Mitte Dezember gibt es damit in den alle zwei bis vier Wochen durchgeführten YouGov-Umfragen eine Mehrheit für Lockerungen.

    00.01 Uhr: Endlich! Friseure öffnen wieder

    Als erster Kundin des Friseurladens Magali Coiffeur in Berlin werden Arielle Rippegather nach der Wiedereröffnung die Haare geschnitten und gefärbt. Nach wochenlanger Zwangspause wegen der Corona-Pandemie sind bereits in der Nacht die ersten Friseure wieder ihrer Arbeit nachgegangen.

    Sonntag, 28. Februar

    16.34 Uhr: Astrazeneca-Hammer: Ändern diese Daten jetzt alles?

    Großbritannien liefert neue Daten zum Astrazeneca-Impfstoff. Und die könnten dafür sorgen, dass das Corona-Vakzin demnächst auch für ältere Menschen in Deutschland freigegeben werden könnte. Das berichtet die „Bild“ unter Berufung auf das britische Gesundheitsministerium. Demnach sei das Astrazeneca-Präparat gerade bei älteren Personen noch wirksamer als der Impfstoff von Biontech. Er reduziere das Risiko eines schweren Covid-Verlaufs um 90 Prozent. Und das schon nach der ersten Dosis.

    In Deutschland ist der Impfstoff bisher nur für unter-65-Jährige zugelassen, weil die Datenlage für ältere Menschen bislang zu dünn war. Die Ständige Impfkommission (Stiko) könnte nun nach Angaben der „Bild“ ihre Empfehlung zeitnah ändern, bestätigte Thomas Mertens. „Wir haben nie den Impfstoff kritisiert. Wir haben nur kritisiert, dass die Datenlage für die Altersgruppe über 65 nicht gut oder nicht ausreichend war“, so der Stiko-Chef. An sich sei der Impfstoff „sehr gut.“ Das Vakzin werde „jetzt durch hinzukommende neue Daten noch besser in der Einschätzung“.

    10.11 Uhr: Neue Corona-Zahlen vom RKI

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7890 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 157 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Sonntag hervor. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.17 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 7676 Neuinfektionen und 145 neue Todesfälle verzeichnet.