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Markus Söder gegen Armin Laschet: CSU-Chef kündigt diese Woche Entscheidung an ++ Ausgerechnet ER schaltet sich jetzt auch noch ein

Superwahljahr 2021: Diese Entscheidungen stehen an

Superwahljahr 2021: Diese Entscheidungen stehen an

Im Wahljahr 2021 fallen in Deutschland einige richtungsweisende Entscheidungen. Die wohl wichtigste: Am 26. September wird der 20. Deutsche Bundestag gewählt. Wir zeigen Dir, welche Wahlen dieses Jahr anstehen.

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Wer macht das Rennen bei der Union und wird Kanzlerkandidat der CDU/CSU bei der Bundestagswahl 2021? Es ist ein offener Machtkampf zwischen Armin Laschet und Markus Söder ausgebrochen.

>>> Hier geht's zum neuen Ticker über den Machtkampf zwischen Markus Söder und Armin Laschet ab dem 14. April 2021

Am Sonntag erklärten beide Ministerpräsidenten: Sie sind bereit als Kanzlerkandidaten für die CDU/CSU anzutreten. Doch jetzt ist völlig unklar, wie sie zusammenfinden wollen. Möglicherweise wird die Bundestagsfraktion alles entscheiden.

Kanzlerkandidat-Ticker: Armin Laschet oder Markus Söder – wer macht das Rennen bei CDU/CSU?

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Dienstag, 13. April

19.30 Uhr: Söder: „Haben vereinbart, dass wir uns in dieser Woche abschließend besprechen“

Die Sitzung der Unionsfraktion ist beendet. CSU-Chef hat eine Entscheidung zum Kanzlerkandidaten noch für diese Woche angekündigt. Söder: „Man muss das Ergebnis jetzt auch sacken lassen, für jeden einzelnen. Armin und ich haben vereinbart, dass wir uns in dieser Woche auch abschließend dann besprechen werden, wie es weitergehen wird. Und wir sind beide fest überzeugt, dass wir am Ende zu einem sehr guten Ergebnis kommen werden, das auch die Geschlossenheit herstellen wird und gleichzeitig die besten Wahlchancen bringt.“

Söder weiter: „Es war wichtig, dass wir die Abgeordneten hören konnten, und zwar in einer Ausführlichkeit, wie es, glaube ich, sonst kaum möglich ist und auch selten der Fall war. Es sind viele Stimmen aus der Basis berichtet worden, und es war, glaube ich, insgesamt eine gute Diskussion.“

17.30 Uhr: Bundestagsfraktion favorisiert Söder – Ramsauer hält weitere Kandidaten für möglich

Die Fraktionssitzung läuft bereits seit einigen Stunden. Medienberichten zufolge ist der Tenor recht eindeutig: Ein Großteil der Unions-Abgeordneten im Bundestag favorisiert Markus Söder als Kanzlerkandidaten. CSU-Urgestein und Ex-Verkehrsminister Peter Ramsauer (67) hält es sogar für möglich, dass sich noch andere Kandidaten als Kanzlerkandidat zur Verfügung stellen. Gegenüber „Bild“ sagt Ramsauer: „Markus Söder hat auch immer gesagt: ,Mein Platz ist in Bayern und da bleibe ich auch‘. Söder hat natürlich als Parteivorsitzender der CSU alles dafür zu tun, um den Preis richtig hochzutreiben.“

Und weiter: „Es ist ja auch nicht auszuschließen, wenn Armin Laschet für sich sagen würde: 'Für mich verzichte ich auf die Kandidatur.' Dass plötzlich dann ein oder zwei völlig neue Namen in der CDU auftauchen, die sagen ,Wenn du, Armin, das schon nicht willst, dann ich.‘“

15.50 Uhr: Medienbericht: Jetzt schaltet sich Friedrich Merz ein – und DER schreibt einen Brief an Söder!

Jetzt werden scharfe Geschütze aufgefahren! Während der Wettkampf zwischen Laschet und Söder weitergeht, hat sich jetzt ausgerechnet der ehemalige Laschet-Rivale Friedrich Merz (65) eingeschaltet – mit barschen Worten! Merz ergreift erneut Partei für Laschet, soll laut „Bild“ einen Brief an Söder geschrieben, der es in sich hat. So soll es heißen: „Bei allem Verständnis für die CSU und ihren Vorsitzenden: Macht sich die CSU klar, was es bedeutet, innerhalb von wenigen Wochen den nächsten Parteivorsitzenden der CDU zu demontieren?“ Der in der CDU noch immer beliebte Merz weiter: „Die CSU stellt das Votum des höchsten Führungsgremiums der CDU in Frage!“

14.10 Uhr: Söder soll Mehrheit in allen CDU-Landesgruppen außer NRW haben

Der „Spiegel“ berichtet, dass der Auftritt von Armin Laschet und Markus Söder in der Unionsfraktion eine Vorentscheidung bringen könnte. Nach Recherchen der „Spiegel“-Redaktion hat Söder in den meisten CDU-Landesgruppen eine Mehrheit! Nur die Landesgruppe aus NRW stehe weiter voll hinter Laschet.

Fraglich sei nun, ob diese Mehrheit sich in der Sitzung klar und eindeutig zu Wort melden werde. Die Laschet-Unterstützer wollen eine Abstimmung über die K-Frage wie 1979 verhindern. Laut „Spiegel“ befürchten sie, dass das Söder-Lager in der Fraktion eine solche Abstimmung per Antrag einfordern und so eine Sondersitzung mit Wahl erzwingen könnten.

12.50 Uhr: Umfrage-Paukenschlag gibt Söder Aufwind

Vor den Auftritten von Markus Söder und Armin Laschet in der Unionsfraktion, bekommt der CSU-Chef Aufwind durch eine neue Umfrage.

+++ Markus Söder: Insiderin immer fassungsloser – „Ich hätte ihn für schlauer gehalten“ +++

Bei einer Beliebtheitsumfrage des Instituts INSA für die „Bild“-Zeitung kam nun heraus: Markus Söder steht mit 142 Punkten auf Platz 1! Noch vor Kanzlerin Angela Merkel (141). SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz kommt auf Platz vier (110 Punkte), danach folgen die möglichen Grünen-Kanzlerkandidaten Robert Habeck (106) und Annalena Baerbock (100). Weit abgeschlagen dagegen Armin Laschet - Platz 12, mit nur 85 Punkten!

8.35 Uhr: Söder und Laschet kommen heute in die Unionsfraktion

Wie die Deutsche Presse-Agentur nun melden, werden die beiden Kontrahenten Markus Söder und Armin Laschet tatsächlich am Dienstagnachmittag ab 15 Uhr in der Unionsfraktion sein und um Zustimmung werben.

7:45 Uhr: Hammer bahnt sich an! Rebellion gegen Laschet in der Unionsfraktion nimmt Gestalt an

Wird Markus Söder Armin Laschet doch noch ausstechen? Es bahnt sich ein Hammer in der Unionsfraktion an! Laut dem Nachrichtenportal „The Pioneer“ haben inzwischen 70 Abgeordnete der CDU gefordert, dass es eine Aussprache in der Fraktion geben soll – sie wollen gegen den Willen Laschets ein Mitspracherecht bei der Kanzlerkandidatur.

Sollten diese Rebellen tatsächlich zum Söder-Lager gehören, könnte es extrem eng werden für den CDU-Chef. Die CDU stellt 199 Abgeordnete, die CSU 46. Sollte es also mindestens 70 CDU-Abweichler geben, die bei einer Kampfabstimmung für Markus Söder stimmen würden, könnte es zumindest ein äußerst knappes Rennen um die Mehrheit werden!

Es wäre eine Zerreißprobe für die Union. Doch viele Abgeordnete fürchten um ihre Mandate bei einem schwachen Abschneiden der Union bei der Bundestagswahl. Sie glauben an ein besseres Ergebnis mit Söder als Kanzlerkandidat.

Die „Bild“ berichtet von mehreren CDU-Abgeordneten aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Thüringen und Hessen, die von der Pro-Söder-Stimmung an der Basis berichten.

Montag, 12. April

22.30 Uhr: Laschet appelliert an Geschlossenheit

CDU-Chef Armin Laschet hat an die Geschlossenheit der Union appelliert. „Ein gutes, faires Miteinander ist gerade jetzt zentral. Ich setzte auf Geschlossenheit“, sagte der NRW-Ministerpräsident nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern am Montagabend in einer Sitzung der NRW-Landesgruppe in Berlin. Demnach erhielt Laschet in der Runde große Unterstützung für eine Kanzlerkandidatur. Mehrere Teilnehmer hätten ausdrücklich das einhellige Votum der CDU-Spitzengremien für Laschet begrüßt. Die 42 NRW-Abgeordneten bilden die stärkste Landesgruppe unter den insgesamt 245 Unionsabgeordneten.

16.55 Uhr: Söder: „Parteien können nicht nur von kleinem Präsidium geführt werden“

Es sei eine der schwersten Zeiten überhaupt für die Union. Söder: „Deshalb ist die Zeit, die wir uns geben, auch vernünftig. Man muss auch die Menschen von unten mitnehmen. Parteien in dieser Zeit können nicht nur von einem kleinen Präsidium geführt werden.“ Es gebe nur ein „echtes“ Problem – das Vertrauen der Menschen wiederzugewinnen. „Auch bei erfolglosen Wahlen haben sich die Parteien auf einen Kandidaten geeinigt. Deshalb brauchen wir ein paar Tage Zeit, um alles den Menschen zu erklären. Und das ist entscheidend.“

16.48 Uhr: Söder will noch heute mit Laschet telefonieren

Söder fügt hinzu, dass er „sehr wahrscheinlich“ noch am Montag mit seinem Konkurrenten Armin Laschet telefonieren wolle. Söder: „Dabei geht es aber nicht um die Entscheidung selbst, sondern um das Prozedere. Es geht jetzt Schritt für Schritt, nicht im Hauruck. Wir organisieren jetzt die Prozesse, um zu einem Ergebnis zu kommen, das auch für die Breite der Union gut ist.“

16.40 Uhr: Söder: „Wichtiges Signal, dass das Präsidium hinter mir steht“

Der CSU-Vorsitzende Söder ergreift jetzt selbst das Wort. Der bayrische Ministerpräsident: „Ich habe nach vielen Gesprächen mit der Bevölkerung und mit Parteikollegen den Entschluss gefasst, mich zur Verfügung zu stellen. Es ist ein wichtiges Signal, dass das CSU-Präsidium hinter mir steht. Wahlen gewinnt man nur mit einer breiten Unterstützung und einer aktiven Mitgliedschaft. Das sollten wir in den nächsten Tagen einfach besprechen. Ich denke, wir sollten noch in dieser Woche zu einer Entscheidung kommen können. Wir haben auch keine Zeit für eine Mitgliederbefragung. Es ist wichtig, in die Fraktion hineinzuhorchen.“

16.35 Uhr: CSU-Generalsekretär Blume: „Söder bestmögliche Wahl!“

Das CSU-Präsidium ist vor die Presse getreten. Der CSU-Generalsekretär Markus Blume hat seinem Namensvetter Markus Söder die volle Rückendeckung des Präsidiums gegeben, verweist auch auf die guten Umfrageergebnisse Söders. Blume: „Es geht nicht um schnelle Entscheidungen, sondern um richtige Entscheidungen. Wir als Union müssen die Kandidaten-Frage selber entscheiden. Respekt vor Armin Laschet ist heute deutlich geworden. Aber eben auch die Überzeugung, dass Markus Söder die bestmögliche Wahl aus Sicht der CSU ist.“

15.53 Uhr: Söder soll Entscheidung erst Ende der Woche wollen

Nach Teilnehmerangaben soll Söder in einer Schalte des CSU-Präsidiums gesagt haben, dass eine Entscheidung über die Kanzlerkandidaten-Frage erst Ende der Woche getroffen werden soll. Es sei jetzt noch nicht der Tag der Entscheidung, soll Söder gesagt haben. Er werde auch darum bitten, dass sich nicht nur zwei Personen zusammensetzen, sondern das weitere Vertreter beider Parteien mit dabei seien.

15.45 Uhr: CSU-Fraktion in Bayern fordert Mitgliederbefragung

Die CSU-Fraktion im bayerischen Landtag hat eine Mitgliederbefragung über die Kanzlerkandidatur der Union gefordert. Er fordere solch eine Befragung sowohl unter den Mitgliedern der CDU als auch der CSU, erklärte Landtagsfraktionschef Thomas Kreuzer in München. Die Entscheidung über den Kanzlerkandidaten müsse auf eine möglichst breite Basis gestellt werden. Bitter für Kreuzer: Das CSU-Präsidium hat diesen Vorschlag bereits abgelehnt.

14.25 Uhr: Armin Laschet setzt Markus Söder unter Druck

Nervenkrieg zwischen Laschet und Söder: Nachdem sich der CDU-Chef Rückendeckung von den Spitzengremien seiner Partei geholt hat, setzt er nun den CSU-Vorsitzenden unter Druck.

Laschet wolle noch „recht bald am heutigen Tag“ das Gespräch mit dem Bayer suchen. Es brauche nun „sehr schnell“ eine Entscheidung, weil Deutschland derzeit größere Probleme habe in der Corona-Pandemiebekämpfung. Damit bringt der NRW-Ministerpräsident Söder unter Zugzwang, indem er indirekt sagt, dass sich die Union nicht erlauben könne, die Entscheidung in dieser brisanten Lage herauszuzögern.

Armin Laschet hat es nun eilig, bevor neue Umfragen kommen! Er will nun die Gunst der Stunde nutzen.

12.40 Uhr: CDU-Spitzen stellen sich demonstrativ hinter Armin Laschet – Angela Merkel sagt nur DAS

Es läuft für Armin Laschet an diesem Montag! Nicht nur das CDU-Präsidium unterstützt seine Kandidatur, auch weitere prominente Parteigrößen machen klar, dass der CDU-Chef ins Rennen gehen soll. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble etwa, der die Bedeutung von Umfragen herunterspielte. Auch JU-Chef Tilman Kuban stellt sich laut „Bild“ hinter Laschet, obwohl sein Verband bei der Wahl des neuen Vorstands Friedrich Merz unterstützte.

Angela Merkel dagegen ließ sich im CDU-Präsidium nicht in die Karten schauen. Laut „Bild“ wurde sie im Vorstand nach ihrer Meinung gefragt, sagte aber lediglich, sie habe das „Stimmungsbild mitgenommen“. Klingt wenig begeistert - oder halt sehr diplomatisch.

11.35 Uhr: CDU-Präsidium stellt sich „einhellig“ hinter Laschet

Das CDU-Präsidium hat sich mit breiter Mehrheit hinter eine Kanzlerkandidatur von Armin Laschet gestellt. der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier bestätigte das nach der Sitzung. Wie zuvor vereinbart, habe man aber keinen offiziellen Beschluss über seine Kandidatur gefasst.

Nun tagt der CDU-Vorstand, also ein erweitertes Gremium. Die nächste Etappe für Armin Laschet. Wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland erfahren hat, sei die Unterstützung „einhellig“ und „klar positiv“ ausgefallen.

10.20 Uhr: Erster CDU-Verband fällt Laschet in den Rücken

Diese Nachricht aus Berlin wird man auch in München gerne hören: Das Präsidium der Berliner CDU hat sich „einhellig“ für eine Kandidatur von Markus Söder ausgesprochen. „Markus Söder ist der zupackende, erfolgreiche Krisenmanager, der Deutschland aus der Pandemie führen und das Land zukunftsfest machen kann“, erklärte der CDU-Landesvorsitzende Kai Wegner.

8.10 Uhr: Merkel lässt Tendenz durchblicken

Nach ihrer Kritik an Armin Laschet in der ARD-Talkshow von Anne Will teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntag diesmal überraschend gegen dessen Kontrahent Markus Söder aus. Ausgerechnet an dem Tag, an dem Markus Söder seine Kanzlerkandidatur erklärte, was sicherlich kein Zufall war!

Merkel kritisierte Bayerns Vorgehen in der Corona-Panndemie im Fraktionsvorstand der CDU/CSU. Der Freistaat sei deutlich von den zwischen Bund und Ländern vereinbarten Corona-Beschlüssen „deutlicher abgewichen als NRW“, so Merkel. Zuletzt hatte sich Söder gerne als „Musterschüler“ Merkels inszeniert.

+++ Anne Will: ARD-Zuschauer extrem enttäuscht – „Bringen sich langsam um Ihren Ruf!“ +++

7.45 Uhr: Fällt am Vormittag endgültig die Kanzerkandidaten-Entscheidung?

Anspannung in Berlin: Ab 9 Uhr tagt das CDU-Präsidium und wird über die K-Frage in der Union beraten. Wer tritt für CDU/CSU bei der Bundestagswahl an? Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet will sich vom höchsten Gremium seiner Partei Rückendeckung besorgen. Am Sonntagabend sagte er bei Bild live, dass er zuversichtlich in den Entscheidungsprozess gehe. Auf die Frage, ob er eine Mehrheit im CDU-Präsidium habe, sagte er am Sonntagabend bei „Bild live“: „Da gehe ich mal von aus.“ Der NRW-Ministerpräsident kennt nach eigenen Worten bislang niemanden im CDU-Präsidium, der ihn als Kanzlerkandidaten ablehnt: „Ich habe das bisher nicht gehört.“ Er ermutige aber jeden, das zu sagen, wenn er so denken sollte.

Es solle aber keinen Beschluss im CDU-Präsidium für Laschet geben. „Das haben Markus Söder und ich verabredet“, sagte er. „Es wird ein Meinungsbild eingeholt, die Lage wird erörtert, was ist jetzt das Beste, und wie finden wir einen gemeinsamen Weg.“

Die Sitzung des CDU-Präsidiums findet trotz Corona-Pandemie ausnahmsweise nicht digital, sondern in Präsenz der Beteiligten statt. Laschet begründete dies damit, dass die Partei derzeit wegen der Kandidatenfrage in einer „entscheidenden Phase“ sei.

Vor der Präsidiumssitzung am Montag gab es jedoch bereits am Sonntag eine Sitzung der CDU-Spitze. in der hessischen Landesvertretung in Berlin.

Sonntag, 11. April

15.40 Uhr: PK beendet – Präsidien treffen sich Montag, am Dienstag trifft sich die Unionsfraktion

Die PK ist beendet. Am Montag wollen sich die jeweiligen Präsidien beider Parteien treffen, die der CSU dabei erst am Nachmittag, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Am Dienstag trifft sich dann die Gesamtfraktion der Union. Womöglich könnte dann eine Entscheidung darüber fallen, wer als Kanzlerkandidat der Union in den Bundestagswahlkampf geht.

15.32 Uhr: Söder: „Keine Entscheidung auf Biegen und Brechen“

Der Bayern-Ministerpräsident weiter: „Wir wollen keine Entscheidung auf Biegen und Brechen. Wir wollen am Ende Geschlossenheit und keine Spaltung. Denn nach der Bundestagswahl werden die Aufgaben für Deutschland nicht einfacher.“

Und dann sorgt Söder für einen kleinen Lacher in der PK – und auch für ein Schmunzeln bei Armin Laschet. Der starke Mann von Bayern: „Eines ist ganz klar: Wir sind nicht Helmut Kohl und Franz-Josef Strauß. Schon optisch nicht. Aber auch inhaltlich nicht.“

15.29 Uhr: Söder über Gespräche mit Laschet: „Sind uns einig, dass wir beide geeignet und bereit sind“

Markus Söder ist nach Laschet an der Reihe. Der CSU-Chef sagt: „Es sind nur noch fünf Monate bis zur Bundestagswahl. Unser Anspruch muss es sein, die Nummer 1 in Deutschland zu sein. Unser Gegner ist klar definiert, es sind die Grünen – sowohl im Rennen um die Kanzlerschaft als auch um die der größten Fraktion im Bundestag.“

Und weiter: „Armin und ich haben uns lange und offen ausgetauscht. Wir haben unglaubliche viele Gemeinsamkeiten in unseren Ansichten. Wir sind beide der Meinung, dass es schnell eine Entscheidung zum Kanzlerkandidaten geben soll. Wir sind uns einig, dass wir beide geeignet und bereit sind. Am Ende geht es um das Wohl von Deutschland. Es ist ein gemeinsamer Auftrag, der uns verbindet.“

15.24 Uhr: Laschet: „Stehen nach der Pandemie vor riesigen Aufgaben“

Jetzt spricht der CDU-Vorsitzende Laschet. Der NRW-Ministerpräsident sagt: „Bei allen Personalfragen steht nach wie vor Corona im Mittelpunkt. Markus Söder und ich sind uns einig, dass wir eine schnelle Antwort im Kampf gegen die Pandemie brauchen. Wir wissen, dass wir aber auch nach der Pandemie vor riesigen Aufgaben stehen: die Arbeitslosigkeit, die hohen Staatsschulen, das Zusammenhalten von Europa, um die wichtigsten Beispiele zu nennen.“

Laschet weiter: „Die dritte Frage ist die nach dem Kanzlerkandidaten. Wir brauchen eine schnelle und rasche Lösung. Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir diesbezüglich weiter im Gespräch bleiben.“

15.22 Uhr: Unions-Fraktionsvorsitzender Brinkhaus eröffnet PK

Zu PK-Beginn spricht der Unions-Fraktionsvorsitzende Ralph Brinkhaus. Man habe heute ausführlich über die Corona-Lage und das Infektionsschutzgesetz gesprochen. Am Nachmittag habe dann die Kanzlerkandidatur im Mittelpunkt gestanden.

15.20 Uhr: PK von Söder und Laschet beginnt

Jetzt beginnt die Pressekonferenz mit dem CDU-Vorsitzenden Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder.

14.55 Uhr: Söder: Menschlich passt es zwischen ihm und Laschet – Schäuble gegen Abstimmung in der Fraktion

Söder soll weiter erklärt haben, dass es menschlich zwischen ihm und seinem Konkurrenten Laschet passe. Um 15 Uhr wollen Söder und Laschet vor die Presse treten.

Derweil soll sich Bundestagspräsident und CDU-Grande Wolfgang Schäuble (78) gegen eine Abstimmung in der Unionsfraktion ausgesprochen haben. Das berichtet „Bild“ mit Verweis auf Teilnehmern. Eine Abstimmung würde „nur Narben“ hinterlassen und der Parteiengemeinschaft schaden.

14.39 Uhr: Söder ist bereit für Kanzlerkandidatur

CDU-Chef Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder haben sich beide bereit zur Übernahme der Kanzlerkandidatur für die Union erklärt. In der Klausurtagung der Fraktionsspitze sagte Söder nach AFP-Informationen am Sonntag in Berlin: „Wenn die CDU bereit wäre, mich zu unterstützen, wäre ich bereit. Wenn die CDU es nicht will, bleibt ohne Groll eine gute Zusammenarbeit.“ Auch Laschet erklärte seine Bereitschaft. Eine Entscheidung in der Kandidatenfrage fiel am Sonntag noch nicht.

Die beiden Parteichefs sprachen nach Söders Angaben am Samstag über die Kandidatur. Es habe sich um „kein abschließendes Gespräch“ gehandelt, zitierten Teilnehmer den CSU-Chef gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

CDU-Chef Armin Laschet habe in der Sitzung gesagt, er und Söder trauten sich die Kandidatur gegenseitig zu, berichteten Teilnehmer. „Wir haben uns gegenseitig attestiert, dass wir es beide können“, wurde Laschet von Teilnehmern zitiert. Über das weitere Vorgehen zur Kür des Unionskandidaten sei er mit Söder „im Gespräch“.

Laschet habe hinzugefügt: „Wir sind uns der Verantwortung bewusst. Wir werden die Frage gut, miteinander, auch in persönlicher Wertschätzung, die es gegenseitig gibt, beantworten.“ Wichtig sei „die Rückendeckung der Parteien und die Geschlossenheit der Union“.

14.18 Uhr: Laschet betont gemeinsames Vorgehen mit Söder in K-Frage

CDU-Chef Armin Laschet hat betont, dass er die Frage der Unions-Kanzlerkandidatur gemeinsam mit dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder klären will. „Wir werden die Frage gut, miteinander auch in persönlicher Wertschätzung, die es gegenseitig gibt, beantworten“ sagte Laschet nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern bei der Klausur der Spitze der Unionsfraktion am Sonntag. Wichtig seien die Rückendeckung der Parteien CDU und CSU und die Geschlossenheit der Union.

Laschet sagte laut Teilnehmerkreisen weiter, „Markus und ich sind im Gespräch“. Es gebe zwei potenzielle Kandidaten. Man habe sich gegenseitig attestiert, „dass wir es beide könnten“. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident wurde weiter mit den Worten zitiert: „Die SPD hat keinen, der es kann - wir haben zwei“. Er und Söder seien sich der Verantwortung bewusst. Ein großer Konflikt in dieser Frage würde die Union beschädigen. Daher solle die Frage so schnell wie möglich gelöst werden.

Der CDU-Chef betonte nach diesen Angaben, man müsse die Aufgaben, die vor der Union lägen, bei der Fraktion und der Partei zusammenführen. Man müsse eine Menge guter Ideen zusammenbringen für die Zukunft des Landes. Eine wichtige Frage für die Zukunft Deutschlands sei auch, wie man gute Arbeitsplätze im Land halte. Darüber werde auch im Wahlkampf entschieden.

10.49 Uhr: Zufriedenheit mit Laschet in NRW auf Tiefststand

Das Ansehen von Ministerpräsident Armin Laschet und seiner schwarz-gelben Landesregierung ist seit Ende Januar deutlich eingebrochen. Das ist das Ergebnis des NRW-Trends, den Infratest dimap im Auftrag des WDR-Magazins WESTPOL vom 6. bis 8. April 2021 erhoben hat. Mit der Arbeit von Armin Laschet ist aktuell nur noch jeder vierte Wahlberechtigte zufrieden (26 Prozent, minus 34 Prozentpunkte im Vergleich zum Januar), 69 Prozent (+31) sind unzufrieden. Das ist der schlechteste Wert für Laschet seit seiner Wahl zum Ministerpräsidenten. Mehrheitlich zufrieden mit seiner Arbeit sind nur noch die Anhänger der CDU (58 zu 41 Prozent).

Samstag, 10. April

17.39 Uhr: Folgt am Sonntag schon die Antwort auf die K-Frage?

Schaulaufen der möglichen Kanzlerkandidaten der Union: CDU-Chef Armin Laschet und sein CSU-Kollege Markus Söder wollen am Sonntag (13.00 Uhr) bei einer Klausur der Spitze der Unionsfraktion im Bundestag unter dem Motto „Wie gestalten wir die Zukunft?“ mit den Abgeordneten diskutieren. Dabei dürfte auch die bis spätestens Pfingsten anstehende Entscheidung zur Sprache kommen, wer besser geeignet ist, bei der Bundestagswahl im September das Kanzleramt für die Union zu verteidigen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) tritt nach 16 Jahren im Amt nicht mehr an.

Gegen 15.00 Uhr wollen Fraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU), CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sowie Laschet und Söder über die Ergebnisse der Beratungen informieren. In CDU und CSU galt es als eher unwahrscheinlich, dass dann schon eine Entscheidung über die Kanzlerkandidatur verkündet werden könnte.

10.38 Uhr: Merz: „CDU kann sich Kanzlerkandidaten nicht nehmen lassen“

CDU-Politiker Friedrich Merz hat sich gegen Markus Söder (CSU) als Kanzlerkandidaten der Union ausgesprochen. „Seine Kandidatur hätte erhebliche Folgen für das Verhältnis zwischen CDU und CSU. Es kann in der gegenwärtigen Lage eigentlich auch nicht im Interesse der CSU liegen, den Kanzlerkandidaten zu stellen“, sagte Merz am Freitag dem „Westfälischen Anzeiger“.

Merz verwies auf die Landtagswahlen in Bayern im Jahr 2023. „Die kann nach gegenwärtigem Stand der Dinge nur Markus Söder mit absoluter Mehrheit gewinnen“, sagte der CDU-Politiker. „Ein Kanzler Söder würde zudem das Binnenverhältnis in der Union zu Lasten der CSU deutlich verändern“, argumentierte er weiter. Käme der Kanzler aus der CSU, könne die Partei „ihre Rolle, immer auch ein bisschen Opposition gegen die eigene Regierung zu sein, nicht mehr spielen“.

Die Chancen für eine Kanzlerkandidatur des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet bezeichnete Merz als „unverändert gut“. Die CDU könne sich den Kanzlerkandidaten „eigentlich nicht nehmen lassen“, betonte er.

An die Union appellierte Merz, die K-Frage „in den nächsten Tagen“ zu klären. Eine solche Frage habe auch „weder etwas mit Ostern noch mit Pfingsten“ zu tun. „Es wird Zeit“, betonte Merz.

09.16 Uhr: Edmund Stoiber mit Warnung an Laschet und Söder

Der Ex-Ministerpräsident Bayerns, Edmund Stoiber, hat im Interview mit dem „Merkur“ eine Warnung an die beiden Kanzlerkandidaten der Union gesendet. Es brauche eine schnelle Entscheidung, so der 79-Jährige.

Zudem sagt er dem Merkur“: „Es geht doch um die gemeinsame Sache. CDU und CSU können nur im Miteinander gewinnen. Sonst stellen die Grünen den nächsten Kanzler. “

9. April 2021

20.21 Uhr: Gegenwind für Laschet – brisantes Papier aufgetaucht

Eine große Gruppe von CDU-Abgeordneten in der Unionsfraktion im Bundestag fordert ein Mitspracherecht bei der Entscheidung über die Kanzlerkandidatur. Bereits rund 50 Abgeordnete haben sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur einer Erklärung angeschlossen, in der es heißt: „Als Mitglieder einer selbstbewussten CDU/CSU-Bundestagsfraktion erwarten wir, dass, bevor eine Festlegung dieser Tragweite verkündet wird, in einer parteiübergreifenden Fraktionssitzung von CDU und CSU darüber diskutiert und im Zweifel auch dort entschieden wird.“

In der Erklärung, die der dpa in Berlin vorliegt und die der Spiegel-Journalist Veit Medick öffentlicht gemacht hat, wird auf die „herausragende Bedeutung für unseren Wahlkampf vor Ort“ verwiesen, die die Entscheidung über den gemeinsamen Kanzlerkandidaten von CDU und CSU habe. Der Aufruf konterkariert die bisherigen Planungen der Parteispitzen von CDU und CSU. Diese sehen vor, dass sich die beiden Vorsitzenden Armin Laschet und Markus Söder zwischen Ostern und Pfingsten darüber verständigen, wer von ihnen die Kanzlerkandidatur übernimmt.

Die Initiative dürfte auch Thema bei der Klausur des geschäftsführenden Vorstands der CDU/CSU-Fraktion an diesem Sonntag werden. An ihr wollen Laschet und Söder teilnehmen, außerdem auch Kanzlerin Angela Merkel.

18.14 Uhr: Armin Laschet – das denkt er wirklich über Markus Söder

Sie gelten als Rivalen im Ringen um die Kanzlerkandidatur der Union: NRW-Ministerpräsident und CDU-Chef Armin Laschet und sein CSU-Amtskollege, der bayerische Regierungschef Markus Söder. Im Interview des „Zeit-Magazins“ hat Laschet nun - offensichtlich augenzwinkernd - einige Einblicke in sein Verhältnis zu Söder gegeben - und auch in seine Selbsteinschätzung.

Auf die Frage „Unter uns: einverstanden, dass der Markus Söder der Krasseste ist?“, antwortete Laschet: „Krass ist er. Aber der Krasseste?“ Über sein Verhältnis zu Söder sagte er: „Wir kennen, wir durchschauen und wir schätzen uns.“ Gesundheitsminister Jens Spahn, der im Kampf um den CDU-Vorsitz Teampartner von Laschet war, nimmt der Parteivorsitzende vor Kritik in Schutz. „Er hat derzeit den schwersten Job, das wissen wir doch alle. Man kann hier wieder das alte Phänomen des "Hosianna" und "Kreuzige ihn!" in kürzester Zeit erleben. Zum Jahresende war er der beliebteste deutsche Politiker. Und jetzt wird er unberechtigterweise für alles Mögliche verantwortlich gemacht.“

Laschet spricht auch über seine eigene Außenwirkung. Auf die Frage, ob es ein klarer Vorteil sei, dass ihm im Gegensatz zu Grünen-Chef Robert Habeck „noch nie jemand vorgeworfen hat, zu sexy zu sein?“, antwortet er: „Frechheit! Gut, so wie der Robert Habeck ist natürlich
überhaupt niemand nördlich der Alpen. Ansonsten bin ich ganz zufrieden mit meiner Wirkung.“ Was seine Körpergröße angeht, vergleicht sich Laschet mit vorherigen Bundeskanzlern: „172. Gerhard Schröder hat und Helmut Schmidt hatte dieselbe Größe, so habe ich gelesen.“

7. April 2021, 13.45 Uhr: Markus Söder bringt plötzlich DIESEN Politiker als Kanzlerkandidat ins Spiel

Wird es in der Unionsfraktion eine Abstimmung darüber geben, wer der nächste Kanzlerkandidat wird? Die Spekulationen in Berlin werden lauter, dass das Verfahren unter einer stärkeren Einbindung der Bundestagsfraktion stattfinden könnte. In der ZDF-Talkshow von Markus Lanz betonte CSU-Chef Markus Söder die Stellung der CDU/CSU-Fraktion auch für den kommenden Kanzler: „Gewählt wird man nur von der Fraktion nach einer Wahl“. Die Parteivorsitzenden von CDU und CSU könnten nicht „im luftleeren Raum“ Entscheidungen treffen.

+++ Markus Lanz (ZDF): Söder lässt Laschet auffliegen – er plaudert den Inhalt einer pikanten SMS aus +++

Auch der Politikwissenschaftler Karl Rudolf Korte, bekannt als ZDF-Experte, geht von einem starken Mitspracherecht der Unionsfraktion bei der Kandidatensuche aus. „Die Kanzlerfraktion könnte 2021 die Nominierung erzwingen. Das hätte sie vermutlich auch 2002 gemacht, wenn sich Merkel und Stoiber nicht geeinigt hätten“, schreibt Korte auf seiner Instagram-Seite.

Spannend: Bei Lanz machte Söder eine Andeutung, die in der Sendung etwas unterging. Er sagte, dass „möglicherweise ein weiterer Kandidat seit letzter Woche ins Spiel gebracht wird". Auch wenn Söder seinen Namen nimmt in den Mund nimmt, ist damit eindeutig Fraktionschef Ralph Brinkhaus gemeint. Wie unter anderem der „Spiegel“ zum Monatsanfang berichtete, nannten erste CDU-Abgeordnete den Westfalen als Alternative zu Laschet und Söder.

Auch für Korte ist Brinkhaus ein möglicher Alternativkandidat – und zwar als Option für CDU-Chef Armin Laschet! Er spekuliert, dass Laschet, ähnlich wie 1979 Helmut Kohl den Ministerpräsidenten Ernst Albrecht bei einer Abstimmung innerhalb der Fraktion vorschlagen könnte. Kohl wollte damit Strauß verhindern, Laschet könnte Brinkhaus gegen Söder aufstellen. Das Vorhaben von Kohl misslang jedoch, wobei Strauß als Kanzlerkandidat 1980 dann die Bundestagswahl verlor.

+++ Armin Laschet: Vernichtende Kritik für seine Erfindung „Brücken-Lockdown“ +++

7. April 2021, 12 Uhr: Grüne setzen Laschet und Söder unter Druck

Irgendwann zwischen Ostern und Pfingsten wollen Armin Laschet und Markus Söder die K-Frage in der Union klären. Nun erhöhen die Grünen den Druck auf sie. Ebenso wie die Union haben auch die Grünen noch keine Entscheidung getroffen, nun aber ein festes Datum zur Festlegung der Kanzlerkandidatur verkündet!

Am 19. April, also am übernächsten Montag, will der Grünen-Bundesvorstand vorschlagen, ob Annalena Baerbock oder Robert Habeck antreten. Das teilte Grünen-Geschäftsführer Michael Kellner den Landesvorsitzenden und dem Parteirat in einem Schreiben mit, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.