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AfD: Skandal-Abgeordneter fliegt aus dem Bundestag - jetzt rechnet er mit seiner Partei ab

Superwahljahr 2021: Diese Entscheidungen stehen an

Superwahljahr 2021: Diese Entscheidungen stehen an

Im Wahljahr 2021 fallen in Deutschland einige richtungsweisende Entscheidungen. Die wohl wichtigste: Am 26. September wird der 20. Deutsche Bundestag gewählt. Wir zeigen Dir, welche Wahlen dieses Jahr anstehen.

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Seit 2017 sitzt der Oberbayer Hansjörg Müller für die AfD im Bundestag und gilt selbst in seiner Fraktion als Rechtsaußen und besonders auffällig.

Zur neuen Legislaturperiode wird er nicht mehr aufgestellt: Nach zahlreichen Skandalen hat ihn die AfD nicht erneut einen Listenplatz bereitgestellt. Hansjörg Müller hat den Bogen überspannt!

AfD: Skandal-Abgeordneter fliegt aus Bundestag – jetzt rechnet er mit seiner Partei ab

Immer wieder fiel Hansjörg Müller mit heftigen Aktionen auf. Einige Beispiele:

  • Im ZDF-Morgenmagazin und im Bundestag verbreitete er wirre Verschwörungstheorien über Bill Gates im Bezug auf den Coronavirus.
  • Im November 2020 schleuste er mehrere Corona-Leugner und Querdenker als seine Gäste ins Reichtagsgebäude, die daraufhin unter anderem Wirtschaftsminister Peter Altmaier bedrängten und beschimpften.
  • Im März 2021 sorgte er am Frankfurter Flughafen für einen Eklat, als er ohne Corona-Maske die Sicherheitskräfte als „Vollidioten“ beschimpfte.

Skandal-Politiker Hansjörg Müller schießt gegen seine eigenen Partei

In der kommenden Legislaturperiode wird Hansjörg Müller nicht mehr im Bundestag sitzen. Bei der Aufstellung der Liste der AfD-Bayern fiel er sogar bei den hinteren Plätzen durch. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, baute er direkt danach an einer Legende. Er komme als „unabhängiger Geist“ den „parteiinternen Machtstrukturen in die Quere, welche die AfD nach dem Muster der Altparteien umgebaut haben“, behauptete der Diplom-Volkswirt.

AfD-Abgeordneter Müller: Partei ist „müde“ geworden

Nun legte der 53-Jährige nach! In einem Interview mit einem YouTuber schießt der AfD-Politiker gegen seine eigene Partei. Wenn es ein „Mitgliederparteitag“ in Bayern gewesen wäre, also die Basis abgestimmt hätte, hätte er diesen gewonnen, ist Müller überzeugt. Er werde nun außerparlamentarisch sein Netzwerk weiterausbauen. Die AfD sei „müde“ geworden und er sei für viele Menschen, etwa in der Querdenken-Szene, ein „Hoffnungsträger“ gewesen.

Wenn die AfD 30 Prozent erreichen wolle, dann müsse sie „echte Opposition“ machen, so Müller. „Das Establishment angreifen, das Establishment überwinden.“ Eine noch radikalere Opposition also, obwohl die AfD bereits jetzt keine Anschlussfähigkeit an eine andere demokratische Partei hat und der Verfassungsschutz sie schon heute ins Visier nimmt?

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