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Urlaub: Spanien und andere Länder werden Hochinzidenzgebiete – Reiseveranstalter: „wird und muss ruhiger sein“

Urlaub: Touristen müssen in den Hochinzidenzgebieten gewisse Dinge beachten. (Symbolbild)
Urlaub: Touristen müssen in den Hochinzidenzgebieten gewisse Dinge beachten. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Chris Emil Janßen

Die Hauptsaison befindet sich im vollen Gange, während sich die Corona-Situation und damit die Situation in den Urlaubsorten langsam zuspitzt. Spanien und die Niederlande gelten ab Dienstag als Hochinzidenzgebiete. Das verunsichert Touristen.

Denn wer diesen Sommer einen Urlaub gebucht hat, der muss mit gewissen Einschränkungen rechnen. Ein Reiseveranstalter kündigt im Gespräch mit DER WESTEN bereits an: „Der Urlaub wird und muss ruhiger werden.“ Was gilt nun für Urlauber und wie sollten sie sich verhalten?

Urlaub: Hochinzidenzgebiete wirken sich auf Urlaub aus

Mitten in der Urlaubs-Zeit werden nach Portugal und Zypern auch Spanien und die Niederlande zu Hochinzidenzgebieten. Die 7-Tages-Inzidenz liegt dort bei über 200 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

+++ Urlaub in Spanien oder den Niederlanden: Regionen wieder Hochinzidenz-Gebiete – das müssen Touristen jetzt wissen +++

Wer einen Urlaub in den betroffenen Ländern gebucht hat, der könnte seine Reise nun mitunter noch einmal überdenken. Aage Dünhaupt, Pressesprecher von TUI berichtet aber: „Erstes Feedback von der Playa Palma (Mallorca) deutet darauf hin, dass die Gäste weiter ihren Urlaub auf Mallorca verbringen möchten und entsprechend entspannt sind. Sie fühlen sich vor Ort gut aufgehoben, meiden größere Menschenansammlungen und sind zum großen Teil schon geimpft.“ Für mitreisende Kinder soll es im Rahmen der Schulferien eine quarantänekonforme Rückreise zum Urlaubsende geben.

Aus Sicht des Reisekonzerns Der Touristik, zu dem etwa ITS, Jahn Reisen und Rewe-Reisen gehören, ist die Stimmung allerdings nicht ganz so entspannt. Pressesprecherin Angela de Sando sagt: „Die Hochstufung von Spanien als Hochinzidenzgebiet verunsichert Urlauber und wir haben daher sehr viele Anfragen in unserem Service-Center und auf unserer Gesundheitshotline - darunter auch Stornoanfragen.“ Beide Reiseanbieter weisen allerdings auf die geltenden Einreisebestimmungen in Deutschland hin.

Reiserückkehrer aus Hochinzidenzgebieten müssen sich nach ihrer Ankunft in Deutschland zehn Tage in Quarantäne begeben. Sie können sich nach frühestens fünf Tagen freitesten. Für Geimpfte und Genesene gilt die Corona-Testpflicht jedoch nicht. Wer in einem Virusvariantengebiet war, der muss sogar 14 Tage in Quarantäne.

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Urlaub: Was Touristen beachten müssen

De Sando stellt klar: „Eine Reisewarnung ist kein Reiseverbot.“ Reisen in das beliebte Urlaubsland Spanien seien auch weiterhin sicher, so TUI-Sprecher Dünhaupt. Allerdings gibt es ihm zufolge etwas zu beachten: „Wichtig ist, dass man sich im Urlaub wie auch zuhause an die Abstands- und Hygieneregeln hält.“

Er mahnt: „Urlaub im Jahr 2021 wird und muss ruhiger sein als sonst.“ Und weiter: „Reist ins Ausland, geht an den Strand – aber nehmt euch bitte zurück, damit noch viele Menschen nach euch reisen können.“ Dann stehe einem entspannten Urlaub nichts im Wege.

Reiseveranstalter bieten kostenloses Stornieren und Umbuchen an

Spanien hat aktuell eine 7-Tages-Inzidenz von 385,4, in Holland liegt der Wert bei 266,4. Wer seinen gebuchten Urlaub stornieren oder umbuchen möchte, kann das bei TUI kostenlos tun. Dünhaupt: „Gäste weichen eher auf andere Regionen aus, als zu storneren.“

Bei Der Touristik ist es ähnlich. Wer bis zum 7. August in die Hochinzidenzgebiete Spanien oder die Niederlande reist, der kann kostenlos stornieren oder umbuchen. Denkbare Ausweichziele sind Griechenland, Frankreich oder Italien. Außerdem bietet der Reiseveranstalter sogenannte Flexpakete an. Gegen einen Aufpreis von 59 Euro können Kunden von Flugpauschalreisen, Hotels weltweit und Rundreisen bei Dertour, ITS, Jahn Reisen und Meiers Weltreisen ihre Buchung bis 14 Tage vor der Abreise kostenfrei umbuchen oder stornieren. Das Angebot gilt für Abreisen bis zum 31. Oktober 2022.