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Armin Laschet mit neuer Taktik vor der Bundestagswahl – doch sein Versuch geht nach hinten los: „Macht keinen Sinn“

CDU: Das ist die Karriere des Armin Laschet

Der kommende Kanzler? Die Karriere des Armin Laschet

CDU-Parteichef und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet kandidierte bei der Bundestagswahl 2021 als Kanzler für die Union.

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Kurz vor der Bundestagswahl 2021 geben die Kanzlerkandidaten noch einmal alles. Auch Armin Laschet (CDU) mischt fleißig im Wahlkampf mit.

Doch diesmal geht eine Aktion von Armin Laschet mächtig nach hinten los. Der CDU-Politiker erntet reichlich Spott.

Armin Laschet ändert Wahlkampf-Strategie

Armin Laschet bezeichnet sich selbst als Fan vom Fußballverein Alemannia Aachen. Das hat er gerade erst im Juni mit einem Wahlkampfvideo im Aachener Fußballstadion gezeigt.

Nach einigen Jahren in der ersten Bundesliga musste die Alemannia nach Geldproblemen den Gang in die Amateurliga antreten. Derzeit spielt der Club in Liga vier. Weit weg von der Champions League also.

Armin Laschet: Dieser Tweet ging nach hinten los

Mit einem Tweet zum Thema Fußball und Champions League hat er sich am Mittwoch dann allerdings selbst ein Bein gestellt. „Glückwunsch an den BVB und den FC Bayern“, schreibt er bei Twitter. „Starker Start in der Champions League.“

Doch bei der Gratulation will Armin Laschet es nicht belassen. Für den eigenen Wahlkampf will er eine Lehre aus den Spielen ziehen – doch mit diesem Kommentar bringt er den Ball nicht über die Torlinie: „Und wieder zeigt sich: Das Spiel ist erst beim Schlusspfiff gewonnen.“

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Das ist Armin Laschet:

  • Der 61-Jährige ist Kanzlerkandidat von CDU und CSU.
  • Er ist 1,72 Meter groß – Merkel kommt auf 1,65 Meter.
  • Laschet soll ein direkter Nachfahre von Karl des Großen sein.
  • Seit 2017 ist er Ministerpräsident von NRW, seit 2021 CDU-Bundesvorsitzender
  • Armin Laschet lebt in Aachen und hat mit Ehefrau Susanne drei erwachsene Kinder (zwei Söhne und eine Tochter)

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Wir erinnern uns: Bayern gewann am Mittwochabend mit einem deutlichen 3:0, Dortmund führte über weite Strecken und kassierte erst in der Nachspielzeit das Gegentor. Trotz allem: Sieg bleibt Sieg.

Armin Laschet: Dieser Vergleich hinkt

So sieht es auch Sophia Ostner, Chefin vom Dienst im Newsroom der SPD. „Hä, die Aussage macht doch beim Spielverlauf der beiden Spiele gar keinen Sinn“, kommentiert sie Laschets Beitrag.

Was also will der Kanzlerkandidat der Welt da draußen mit seinem Tweet sagen? Vermutlich will er hinten raus das Ruder im Wahlkampf noch rumreißen. Doch mit Blick auf die Ausgänge der Fußballspiele drängt sich eher die Vermutung auf: Das Ding ist schon gelaufen.

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Oder, um es mit den Worten des ehemaligen Bundesliga-Trainers Jürgen Klopp zu sagen: „The drop is sucked“ – ein Ausdruck, den der Ex-Dortmunder fälschlicherweise eins zu eins vom Deutschen ins Englische übertragen hat. Der hatte das vermutlich auch anders gemeint: „That's over an done with“. Das wäre die korrekte Übersetzung für „Der Drops ist gelutscht.“

Immerhin: Laschets Alemannia hat am Mittwochabend auch gewonnen – mit einem deutlichen 3:1 gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Köln. (vh)