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Doppelpass (Sport 1): Watzke giftet gegen Aytekin – „Wie ein Kapellmeister“

Im Doppelpass (Sport 1) teilt Hans-Joachim Watzke aus.
Im Doppelpass (Sport 1) teilt Hans-Joachim Watzke aus.
Foto: imago images/Thomas Bielefeld

Es war auch am Tag danach der Aufreger des Spiels: Dahouds Platzverweis bei Borussia Mönchengladbach gegen Borussia Dortmund. Nun äußert sich BVB-Geschäftsführer Hans Joachim Watzke im Doppelpass (Sport 1). Er spricht über die Situation und Schiedsrichter Deniz Aytekin.

Neben Watzke sind DAZN-Chefreporter Alexander Schlüter, Redaktionsleiter der SID Ralph Durry, der Leiter der Sportredaktion der Funke-Mediengruppe Peter Müller und Sport 1-Experte Stefan Effenberg dabei. Moderiert wird der Doppelpass (Sport 1) von Rudi Brückner.

Doppelpass (Sport 1): Watzke über Aytekin – „Wie so ein Kapellmeister“

Im Spiel kassierte Dortmunds Dahoud für ein Abwinken in Richtung Schiedsrichter Aytekin eine Gelbe und der Folge die Gelb-Rote Karte. Watzke ist sich sicher: „Ich denke, die Hauptschuld hat Dahoud.“ Dennoch könne er Aytekins Entscheidung nicht nachvollziehen. Andere Schiedsrichter hätten die Situation besser gelöst, ist sich Watzke sicher. „Der Gräfe wäre jetzt hingegangen, hätte ihm die Hand auf die Schulter gelegt und gesagt: Dahoud pass auf, jetzt ist Schluss.“

Ralph Durry springt jedoch für den Referee-Routinier in die Bresche: „Deniz Aytekin ist schon einer unserer besten Schiedsrichter.“ Daraufhin verzieht Aki Watzke etwas das Gesicht. Auf Nachfrage gibt er an: „Da hat jeder seine eigene Meinung. Es geht nicht um gut und schlecht. Diese Gestik, die bringt zusätzlich Hektik rein.“ Damit meint Watzke unter anderem das wild wirkende Anzählen Aytekins in Richtung von Gladbach-Profi Lars Stindl. „Wie so ein Kapellmeister“, kommentiert Watzke.

Watzke: „Was Aytekin sagt, ist nicht ganz falsch“

„Das ist nicht so, wie ich mir einen Schiedsrichter wünsche.“ Gerade in so einem Spiel müsse der Referee die Spieler eher beruhigen. Im Interview nach dem Spiel stellt Aytekin klar: Er habe Guerreiro unmissverständlich erklärt, dass Abwinken nicht okay ist. „In der Summe wurde es mir dann einfach zu viel.“

Dafür hat Watzke durchaus Verständnis: „Was Aytekin sagt, ist nicht ganz falsch. Aber du hast eine Verantwortung für ein Spiel. Wenn du in der ersten Halbzeit eine Gelb-Rote Karte zeigst in einem engen Spiel, was sehr emotional ist, veränderst du die Statik des Spiels massiv.

Watzke meckert: „Wir haben keine Kollektivstrafe“

Ein anderer Teil von Aytekins Rechtfertigung stößt beim BVB-Geschäftsführer auf. Wenn Aytekin meine, dass Raphael Guerreiros Verhalte mit einer Gelbe Karte bestraft werden müsse, dann solle er diese Guerreiro zeigen und nicht Dahoud. „Wir haben keine Kollektivstrafe“, wettert Watzke.

„Je öfter ich mir das ansehe, muss ich sagen: Der Protest von Dahoud war jetzt auch nicht besonders schlimm. Das ist auch ein Reflex. Aber es ist nicht total respektlos.“ Watzke hebt noch mal Aytekins Verhalten hervor: Du musst als Schiedsrichter wissen, in welches Spiel gehe ich heute. Dann musst du mit Gestik und Mimik alles dafür tun, den Druck rauszunehmen.“

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Aytekins Fehler habe das Spiel kaputtgemacht

Watzke ist sich sicher: „Er wusste definitiv in dem Moment nicht, dass Dahoud schon Gelb hat. Obwohl er es am besten wissen müsste, weil er es ja gegeben haben.“ Auch Effenberg bezeichnet Aytekins Entscheidung als überzogen. „Für mich ist sie definitiv zu hart.“

Auch die anderen Experten scheinen mit der Entscheidung Aytekins unzufrieden zu sein. „Sich einen Spieler rauszupicken, an dem er sein Mütchen kühlt, fand ich nicht in Ordnung. War ich von ihm auch nicht gewöhnt. Hat er nicht seinen besten Tag gehabt“, urteilt Ralph Durry. Er sei sich sicher: „Das Spiel hat er mit dieser Entscheidung kaputtgemacht.“

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