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Mutter fast totgeschlagen: 20-Jähriger steht vor Landgericht

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Ärger um einen Prozess wegen Körperverletzung: Das als Nebenkläger auftretende Opfer muss ohne Anwalt kommen (Symbolbild). Foto: dpa

Braunschweig/Wolfenbüttel. 

Gut ein Jahr, nachdem er seine Mutter mit Fußtritten und Schlägen lebensgefährlich verletzt haben soll, muss sich ein 20-jähriger Wolfenbütteler ab März wegen versuchten Totschlags vor dem Landgericht Braunschweig verantworten. Prozessauftakt ist am 16. März um 9 Uhr.

Blindwütig geprügelt

Die Anklage hält dem in Untersuchungshaft sitzenden Mann vor, am 6. März vergangenen Jahres im Streit darüber, ob ein Freund in der gemeinsamen Wohnung übernachten dürfe, blindwütig auf die Mutter eingeprügelt und -getreten zu haben. Bei der Tat sei der 20-Jährige alkoholisiert gewesen.

Zwar habe sich die damals 44-Jährige zunächst in ein anderes Zimmer retten können – doch der wutentbrannte junge Mann habe auch dort weiter auf sie eingeschlagen. Erst als die Frau bewusstlos am Boden lag, habe er von ihr abgelassen.

Künstliches Koma

Die Verletzungen seien so schwer gewesen, dass Ärzte die Mutter zeitweilig in ein künstliches Koma versetzen musste. Es habe zunächst akute Lebensgefahr bestanden.

Das Landgericht hat sechs Prozesstage angesetzt; mit einem Urteil ist laut Terminplan am 24. April zu rechnen.

Erst am Montag hat eine weitere Bluttat für Entsetzen in Wolfenbüttel gesorgt: Gestern war bekanntgeworden, dass ein 56-Jähriger seine ein Jahr jüngere Ehefrau erstochen haben soll. Seit Dienstagnachmittag sitzt der dringend tatverdächtige Mann in Untersuchungshaft.