Wolfenbüttel 

Gärtnerdenkmal am Holzmarkt - was wächst denn hier?

Das Gärtnerdenkmal vor der Trinitatiskirche.
Das Gärtnerdenkmal vor der Trinitatiskirche.
Foto: Stadt Wolfenbüttel

Wolfenbüttel. Die Grünfläche am Holzmarkt ist wieder zum Beet umfunktioniert worden. Die Stadt Wolfenbüttel hat am Freitag, 11. August, verraten, was die Mitarbeiter der Städtischen Betriebe in diesem Jahr alles so angepflanzt haben

Zu Ehren der Gärtner seien diesmal Mangold, Sellerie, Basilikum, Palmenkohl und Kräuter mit dabei. Das Ganze passt zum Denkmal nebenan. Denn die Bronzeplastik des Bildhauers Frijo Müller-Belecke zeigt eine Gärtnerin, voller Stolz mit einem gefüllten Erntekorb, und einen Gärtner mit einem Schüffeleisen beim Krauten.

Der Standort des Gärtnerdenkmals vor der Trinitatiskirche ist symbolträchtig und nicht ohne Grund gewählt worden, denn die Trinitatiskirche ist für die Wolfenbütteler Gärtner die "Gärtnerkirche", hier feiern sie alljährlich Erntedank.

Hintergrund: Erstmals 1532 wurden Gärten vor der Festung Wolfenbüttel erwähnt, bis in das 20. Jahrhundert prägten rund 131 Gartenbaubetriebe mit Gemüsebau das Stadtbild von Wolfenbüttel. Während dieser Zeit führte Wolfenbüttel den Titel "Stadt der Gärtner". Bis zur Wiedervereinigung 1989 versorgten unter anderem die Wolfenbütteler Gärtner über den Großmarkt Braunschweig die Stadt Berlin mit frischem Gemüse. Nach und nach war aber dieser Erwerbszweig in Wolfenbüttel rückläufig.