Wolfenbüttel 

Suche nach vermisster Frau: Polizei öffnet Grab

Polizei hat jenen Bereich des Friedhofs von Fümmelse abgesperrt, auf dem Spezialisten am Dienstag ein Grab geöffnet haben.
Polizei hat jenen Bereich des Friedhofs von Fümmelse abgesperrt, auf dem Spezialisten am Dienstag ein Grab geöffnet haben.
Foto: Karl-Ernst Hueske/Wolfenbütteler Zeitung

Fümmelse. Auf der Suche nach einer seit neun Jahren verschwundenen jungen Frau aus Nienburg hat die Polizei am Dienstag, 12. September, ein Grab in Fümmelse geöffnet. Angeordnet hatte dies das Amtsgericht in Celle.

Es gebe Hinweise, dass sich auf dem Friedhof die Leiche der vermissten 18-Jährigen befinden könnte, sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg. Die junge Frau war Mitte September 2008 verschwunden. Davor war sie zuletzt bei ihrem damaligen Freund in Celle gesehen worden.

Bei der Vermissten handele es sich um Mandy Müller aus Nienburg. Das hat der Nienburger Polizeisprecher Axel Bergmann am Vormittag bestätigt: "Wir wollen feststellen, ob Mandy Müller im Grab liegt." Keine Angaben machte er dazu, worin die neuen Spuren bestehen. In dem am Dienstag geöffneten Grab in Fümmelse soll der Großvater ihres damaligen Freundes bestattet sein.

Die junge Frau aus Nienburg ist seit rund neun Jahren spurlos verschwunden. Sie hatte am Abend des 13. September 2008 die Wohnung ihrer Eltern verlassen. In der darauf folgenden Nacht verlor sich ihre Spur in Celle.

Im März hatte der Hellseher Michael Schneider gegenüber der Celleschen Zeitung betont, er sei sicher, dass die Leiche der jungen Frau in einem Waldstück bei Winsen liege. Schneider hatte nach eigenen Angaben der Polizei oft schon entscheidende Hinweise auf den Verbleib von Vermissten geben können: etwa im Fall des wochenlang vermissten HSV-Managers Timo Kraus oder der im November vergangenen Jahres in Endingen bei Freiburg vergewaltigten und ermordeten Joggerin.

Wolfenbüttel 

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Foto: dpa
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