Wolfenbüttel 

Grenzenloser Einsatz: Braunschweiger helfen in Osterwieck

Auch die Rettung von zunächst vermissten Personen gehörte zum Übungsprogramm.
Auch die Rettung von zunächst vermissten Personen gehörte zum Übungsprogramm.
Foto: Florian Parkitny/Presseteam Feuerwehr Braunschweig

Hornburg/Osterwieck. Im Ernstfall spielen Landesgrenzen keine Rolle: Das ist das Ergebnis einer Feuerwehr-Großübung am heutigen Samstag im Raum Hornburg/Osterwieck. Denn wie schnell die Kräfte der eigentlich "zuständigen" Wehren bei Katastrophen überfordert sein können, wurde schon am Übungsszenario deutlich.

Da galt es zunächst, nach einer Gasexplosion einen Scheunenbrand zu bekämpfen - und zudem mehrere vermisste Personen zu suchen. Zeitgleich aber wurden die Rettungskräfte zu einem Vegetationsbrand oberhalb des Osterwiecker Ortsteils Osterode am Fallstein gerufen, wobei hier die Löschwasserversorgung problematisch war.

Und zu allem Übel wurde die Feuerwehren auch noch zu einem Verkehrsunfall mit einem mit Gefahrstoffen beladenen Kleintransportern gerufen; hier galt es obendrein, eine eingeschlossene Person zu befreien.

Weil die 16 der 18 Ortsfeuerwehren aus der sachsen-anhaltinischen Stadt Osterwieck bereits im (Übungs-)Einsatz waren, rückte die Feuerwehrbereitschaft Braunschweig an. Das heißt: knapp 200 Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren aus der Löwenstadt machten sich auf den Weg, um die Osterwiecker zu unterstützen.

"Es waren interessante und herausfordernde Einssatzstellen, die zeitnach und koordiniert durch unsere Einheiten abgearbeitet werden konnten", zeigte sich Bereitschaftsführer Karsten Appel zufrieden.

Drohnen im Einsatz

Begleitet wurden die Braunschweiger übrigens durch Ingenieure des Instituts für mobile Maschinen und Nutzfahrzeuge sowie des Instituts für Flugführung der TU Braunschweig: Sie testeten den Einsatz von Drohnen und ferngesteuerten Fahrzeugen zur schnelleren Erstellung von Lage- und Umgebungskarten.

Der Braunschweiger Stadtbrandmeister Ingo Schönbach und sein Stellvertreter Stephan Kadereit gehörten zu den Beobachtern der Großübung: "Es ist schön zu sehen, wie stark und koordiniert die Übungen abgearbeitet wurden", lobte er.