Wolfenbüttel 

Einsteigen, bitte: Wolfenbüttel zeichnet und feiert

So richtig los geht es auf der Seite mit dem offiziellen Startschuss zum Jubiläumsjahr im Rahmen des Stadtempfangs Anfang März. Bis dahin locken aber schon einige Appetit-Häppchen zum Besuch.
So richtig los geht es auf der Seite mit dem offiziellen Startschuss zum Jubiläumsjahr im Rahmen des Stadtempfangs Anfang März. Bis dahin locken aber schon einige Appetit-Häppchen zum Besuch.
Foto: Stadt Wolfenbüttel
  • 900 Jahre Wolfenbüttel – neuer KVG-Bus unterwegs.
  • Stadt schaltet eigene Internet-Seite frei – #wf900.
  • Spendenschecks werden übergeben.

Wolfenbüttel. Da bahnt sich etwas an in Wolfenbüttel – im kommenden Jahr wird die Lessingstadt 900 Jahre alt. Dieses Jubiläum will die Stadt entsprechend groß feiern. Einen kleinen Vorgeschmack darauf gab es am Dienstag auf dem Kornmarkt.

Stadtverwaltung und KVG haben einen neu designten Bus vorgestellt, der ab sofort als rollende Werbetafel durch Wolfenbüttel und die Region fährt. Nicht nur das typische Stadtgrün fällt auf, sondern auch die Comicfiguren. Sie stammen aus der Feder des Zeichners Tobias Wagner.

Selfie mit Lessing

"Dank moderner Technik hab ich die Figuren in 1:1-Größe zeichnen können, das war eine spannende Erfahrung", erzählte Wagner. Er wollte die Stadtgeschichte mit Modernem verknüpfen. Gesagt, getan. So machen etwa Herzog August, Gotthold Ephraim Lessing und Wilhelm Busch ein Selfie auf dem Bus.

Die Comicfiguren werden beim Stadtjubiläum eine zentrale Rolle spielen – welche genau, das wird noch nicht verraten. "Wir halten den Spannungsbogen", so Bürgermeister Thomas Pink (CDU). Eines ist aber sicher: Es wird einen kompletten Wolfenbüttel-Comic geben, der vor der Stadtgründung beginnt und irgendwann in der Zukunft endet.

Der neu designte KVG-Bus:

Darüber hinaus hat die Stadtverwaltung am Dienstagnachmittag die offizielle Internetseite zum Stadtjubiläum freigeschaltet. Unter www.wf900.de sollen regelmäßig alle wichtigen Infos hochgeladen werden.

#wf900 soll trenden

Neben Geschichten und Geschichtlichem aus 900 Jahren wagt die Stadt auch ein kleines Experiment: Auf der Internetseite gibt es eine Social-Media-Wall, wo #wf900-Tweets und Postings aus den sozialen Medien gesammelt und publiziert werden sollen.

Gleich in einem Wisch wurden am Dienstag Spendenschecks übergeben. Die Oppermann-Kerle-Stiftung unterstützt die Wolfenbütteler Tafel auch in diesem Jahr wieder – 5.000 Euro gehen diesmal an die Tafel. Die Satu-Mare-Hilfe darf sich über 1.000 Euro freuen. Diesen Betrag hat der Kiwanis-Club bei einem Benefiz-Jazzkonzert für kranke und behinderte Kinder in der rumänischen Partnerstadt gesammelt.

Gleichzeitig gab Bürgermeister Pink bekannt, dass die Stadt Wolfenbüttel zum dritten Mal in Folge auf schriftliche Weihnachtsgrüße verzichtet. "Die meisten Weihnachtskarten finden nach kurzem Lesen nur den direkten Weg in den Mülleimer", so der Rathaus-Chef. Nach der Flüchtlingshilfe und dem Hospizverein ist in diesem Jahr der Tierschutzverein dran. Das Tierheim Wolfenbüttel freut sich über 1.500 Euro.