Wolfenbüttel 

Sendemasten weg - Landmarke verschwunden

Der kleine Funkmast wird gesprengt

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Cremlingen/Abbenrode. Das Autobahnkreuz Wolfsburg/Königslutter ist für Autofahrer immer schon von Weitem erkennbar gewesen: Drei Mittelwelle-Sendemasten haben dort in die Höhe geragt. Das hat sich am Montag, 29. Januar, geändert - die Masten gibt's nicht mehr.

"Wir haben heute ein Stück Geschichte verloren", sagt Cremlingens Bürgermeister Detlef Kaatz. Der erste Mast, mit 137 Metern, war bereits 1962 aufgestellt worden, um Westradio auch bis in die DDR zu übertragen. 1963 kam der zweite Sendemast, bestehend aus einem 240 Meter hohen Strahlrohrmasten und einem 99 Meter hohem Stahl-Fachwerkmasten, der als Reflektor diente, dazu.

"Seit dem Ende der DDR haben die Masten wegen der Reduzierung des Mittelwelle-Angebotes immer mehr an Bedeutung verloren", so Kaatz. Am 31. Dezember 2015 wurden sie dann endgültig abgeschaltet. Etwas mehr als zwei Jahre später verabschiedet sich die Gemeinde Cremlingen nun vollständig von den Sendemasten.

"Die Türme haben vor allem die Abbenroder 55 lange Jahre begleitet", so Kaatz. Das erkläre auch, weshalb bei der Sprengung so viele Leute zusehen wollten.

Bürgermeister Kaatz: Stück Geschichte verloren

Kaatz Ton Zuschauer