Wolfenbüttel 

Abendliche Übung: Feuerwehr fischt Eingebrochenen

Eisrettung am Stadtgraben: Übungsdienst der Gruppe 2/2
Eisrettung am Stadtgraben: Übungsdienst der Gruppe 2/2
Foto: Feuerwehr Wolfenbüttel
  • Feuerwehr Wolfenbüttel übt Ernstfall.
  • Warnung vor dem Betreten der Eisflächen.

Wolfenbüttel. Nein, es ist nichts passiert. Aber sollte etwas passieren, will die Ortsfeuerwehr Wolfenbüttel darauf vorbereitet sein. Deswegen haben die Einsatzkräfte am Mittwochabend den Ernstfall geübt.

Das Szenario: Ein Mensch war zu leichtsinnig und ist dann durchs dünne Eis des Stadtgrabens eingebrochen. Jetzt gilt es, die hilflose Person zu retten.

Einer muss rein

Ein Feuerwehrmann hatte das große Los gezogen und mimte das Opfer – zwar hatte er einen speziellen Anzug an, dennoch war es für ihn kalt und ungemütlich, berichtet die Feuerwehr nach dem Ende der Übung.

Laut Sprecher Tobias Stein gibt es mehrere Möglichkeiten, jemanden aus dem Eis zu retten. Aber die müssten immer gut durchdacht sein: "Neben der Gefahr des Ertrinkens gibt es aufgrund der Kälte auch weitere Gefahren, zum Beispiel die der Unterkühlung. Menschen in Not handeln aufgrund von Angst- oder Panikreaktionen oft auch nicht mehr rational."

Die Hilfsmittel

Für die Retter gibt es auch verschiedene Hilfsmittel: Neben Leinen können auch Leiterteile helfen - genau wie der beschriebene Schutzanzug, der einen auf der Wasseroberfläche treiben lässt. Den Anzug können die Einsatzkräfte schon während der Fahrt oder vor dem Ausrücken anziehen.

In Wolfenbüttel rückt im Rahmen des sogenannten "Wasserrettungszug" auch ein Löschgruppenfahrzeug mit Bootsanhänger aus. Übrigens galt die Übung am Mittwoch nicht nur der Rettung von eingebrochenen Menschen, sondern auch von Tieren, die Hilfe brauchen.

Eines ist der Feuerwehr noch wichtig: Bitte geht derzeit nicht auf die zugefrorenen Seen, Teiche, Flüsse und Bäche – deren Eisfläche ist viel zu dünn!