Wolfenbüttel 

Geisterfahrt auf der A39: Alles wegen Babynahrung?

Die Polizei hat ihre Suche nach den beiden Unbekannten abbrechen müssen, die am späten Samstag als Geisterfahrer auf der A39 unterwegs waren (Symbolbild).
Die Polizei hat ihre Suche nach den beiden Unbekannten abbrechen müssen, die am späten Samstag als Geisterfahrer auf der A39 unterwegs waren (Symbolbild).
Foto: Federico Gambarini/dpa
  • Großeinsatz der Polizei vergebens.
  • Zwei Unbekannte sind den Beamten entwischt.
  • Mehrere hundert Packungen Babynahrung entdeckt.

Cremlingen. Der Geisterfahrer von der A39 ist der Polizei entwischt. "Leider. Wir hatten einen Hubschrauber eingesetzt und Hunde - aber keinen Erfolg gehabt", berichtete am Sonntagmorgen ein Sprecher der Braunschweiger Polizei gegenüber news38.de.

Am späten Samstagabend hatte die Geisterfahrt auf der A39 und die folgende Vollsperrung der Autobahn in Richtung Braunschweig zunächst für Aufsehen und anschließend für einen langen Stau gesorgt.

Zu schnell auf der A2

Wie es aus der Einsatzleitstelle der Polizei hieß, schien zunächst alles wie ein Routineeinsatz: Demnach hatte die Besatzung eines Videowagens auf der A2 einen mit überhöhter Geschwindigkeit fahrenden Pkw wahrgenommen.

Doch als die Beamten den mit zwei Männern besetzten Wagen bei Braunschweig-Ost von der Autobahn lotsten, gab der Fahrer Gas, brauste an Essehof und Hordorf vorbei über Feldwege davon und fuhr bei Schandelah auf die A39.

Falsch rum nach Wolfsburg

Dabei nutzte er die Richtungsfahrbahn nach Braunschweig - war allerdings in der Gegenrichtung nach Wolfsburg unterwegs. Glücklicherweise kam es dabei zu keiner Kollision mit entgegenkommenden Fahrzeugen.

Schließlich legte der Fluchtwagen einen "Notstopp" hin, wie die Einsatzleitstelle beschrieb; anschließend verschwanden die beiden Insassen in der Dunkelheit.

Diebesgut?

Während die letztlich vergebliche Suche nach den Unbekannten lief, sicherten andere Beamte das auf der Fahrbahn "abgestellte" Auto. Und siehe da: Sie fanden "einige hundert Packungen Babynahrung". Die Vermutung der Polizei: Es könnte sich um Diebesgut handeln.

Ob auch das Auto geklaut war, überprüft die Polizei derzeit. Der Wagen war nicht zugelassen und mit falschen Kennzeichen unterwegs.