Wolfenbüttel 

Giftmörder und Hinrichtungen: Die dunkle Seite der Lessingstadt

Bei der Führung werden alte Tat- und Hinrichtungsorte in Wolfenbüttel besucht - unter anderem der Rauthausplatz.
Bei der Führung werden alte Tat- und Hinrichtungsorte in Wolfenbüttel besucht - unter anderem der Rauthausplatz.
Foto: Lara Hann

Wolfenbüttel. Die dunklen Seiten einer schönen Stadt - in der neuen Themenführung "Tatorte Wolfenbüttel" werden sie alle gezeigt. Der Teilnehmer lernt hier bei einer Stadtführung historische Tatorte rund um die Innenstadt kennen.

"Es wird hierbei nicht nur um Morde, sondern auch um andere Kapitalverbrechen gehen", erklärt Thomas Ostwald. Er und seine Kollegen führen die Gruppen zu den Tatorten vergangener Zeiten und schlüpfen in die Rollen der Täter und Opfer. Der älteste Fall stammt hierbei aus dem 17., der neuste aus dem 19. Jahrhundert.

Fast wie im Krimi

"Manche der Fälle sind fast wie Krimis", erklärt Ostwald. Auch wenn der Zuhörer denkt, er wisse was passiert sei, würde sich das Blatt häufig noch wenden. Und um dem Ganzen noch einen Spielcharakter zu geben, ist einer der Fälle frei erfunden - Teilnehmer der Führung müssen dann rausfinden welcher es ist.

Auf diese Art lernen die Teilnehmer den Giftmörder Dombrowski kennen und erfahren, warum manche Hinrichtungen in der Innenstadt durchgeführt wurden, obwohl dafür doch eigentlich das Lechlumer Holz genutzt wurde.

Wann geht's los mit der Führung?

Die erste Führung startet am Freitag, 8. Juni, um 16 Uhr. Ab da wird sie bis September jeden zweiten Freitag im Monat stattfinden. Gruppen können sich auch eine Privatführung an ihrem Wunschtermin buchen

Das Ganze kostet 7,50 Euro pro Person, Gruppen zahlen einen Pauschalpreis von 75 Euro. Wer Interesse hat kann sich bei der Tourist-Information der Stadt Wolfenbüttel melden.