Wolfenbüttel 

Nach Sprung aus dem Fenster: Mann kämpft um sein Leben

Beim Sprung auf dieses Kissen hat sich der Mann lebensgefährlich verletzt. Zum Zeitpunkt des Sprungs war es näher ans Haus geschoben worden.
Beim Sprung auf dieses Kissen hat sich der Mann lebensgefährlich verletzt. Zum Zeitpunkt des Sprungs war es näher ans Haus geschoben worden.
Foto: Jörg Koglin
  • Bewohner aus Brandhaus lebensgefährlich verletzt.
  • Vier weitere Bewohner noch im Krankenhaus.
  • Brandermittlungen werden wohl lange dauern.

Wolfenbüttel. Nach dem Brand in Wolfenbüttel kämpft ein Mann um sein Leben. Er schwebe nach seinem Sprung in ein Rettungspolster in Lebensgefahr und liege auf der Intensivstation, sagte ein Polizeisprecher am Mittwochnachmittag. Nach Informationen von news38.de sind seine Verletzungen so schwer, dass er ins Klinikum nach Braunschweig gebracht werden musste.

Sprung geht schief

Ein Zeuge hatte die schlimme Szene beobachtet und beschreibt sie gegenüber news38.de so: "Er hat das Polster zwar getroffen, ist dann aber leider seitlich heruntergefallen." Drei Bewohner haben sich wohl eine Rauchvergiftung zugezogen, eine Schwangere erlitt einen Schock und kam vorsorglich ins Krankenhaus.

Neue Rauchentwicklung

Unterdessen mussten die Feuerwehrkräfte am Mittwochmittag noch einmal ausrücken: "Wegen neuer Rauchentwicklung sind die Einsatzkräfte wieder vor Ort, um Glutnester zu bekämpfen", so Stadtfeuerwehrsprecher Tobias Stein.

Ersthelfer greifen ein

Warum das Feuer in dem dreistöckigen Haus an der Ecke Zickerickstraße/Goslarsche Straße ausbrach, ist für die Ermittler noch unklar. Der Fachwerkbau stand bereits in Flammen, als die Feuerwehr am späten Abend am Einsatzort ankam. Zeugen berichten von Ersthelfern, die mehreren Bewohnern aus dem brennenden Haus halfen.

Stadt sammelt Spenden

Vermisst werde von den 21 gemeldeten Bewohnern niemand mehr. Viele seien bei Freunden und Bekannten untergekommen. Die Stadt Wolfenbüttel hat spontan eine Spenden-Aktion für die Betroffenen ins Leben gerufen. Sie haben alles verloren.

Akute Einsturzgefahr

"Das Haus darf derzeit nicht betreten werden, weil nicht auszuschließen ist, dass die Decke noch einstürzt", erklärte der Polizeisprecher. Die Ermittlungen in dem völlig zerstörten Gebäude werden ihm zufolge noch lange dauern.

Strom, Gas und Wasser abgetrennt