Wolfenbüttel 

Zeitreise im Knast: Erinnerungs-Projekt startet

Innenhof der JVA in Wolfenbüttel (Archivbild).
Innenhof der JVA in Wolfenbüttel (Archivbild).
Foto: dpa

Wolfenbüttel. In den Knast gehen, um sich zu erinnern. In der Gedenkstätte der Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel startet jetzt das Projekt "outSITE Wolfenbüttel".

Historischer Ort wird sichtbar

"Das Strafgefängnis Wolfenbüttel war kein abgeschlossener Haftort und keine geheime Hinrichtungsstätte, sondern durch sein Netzwerk von Außenorten in der Gesellschaft des Nationalsozialismus' verankert. Durch das Projekt "outSITE Wolfenbüttel" wird dieses Netzwerk historischer Ort sichtbar und Bezüge einer eigentlich verschlossenen Vergangenheit werden zur Gegenwart geöffnet", sagt Martina Staats, Leiterin der Gedenkstätte in der JVA.

Geschichte erleben

Das Strafgefängnis Wolfenbüttel war während der Zeit des Nationalsozialismus die zentrale Haftanstalt des ehemaligen Freistaates Braunschweig. Neben dem Standort in der Lessingstadt hatte das Gefängnis mehrere Außenorte über den ganzen Freistaat verteilt. Das Projekt "outSITE" hat zum Ziel, diese Orte zu erforschen und für die Besucher anschaubar zu machen.

In Form einer interaktiven Medienwand wird das Projekt präsentiert.

"Für uns ist das eine zeitgemäße Form der Geschichtsvermittlung und der Stärkung von Geschichtsbewusstsein, die unseren Stiftungszielen entspricht", sagt Landrätin Christiana Steinbrügge (SPD) von der "Stiftung Zukunftsfonds Asse".